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Tagged: Switch Version

Air Conflicts Collection im Test für Nintendo Switch

Air Conflicts für Switch
Air Conflicts für Switch

Mit Air Conflicts: Secret Wars und Air Conflicts: Pacific Carriers landen gleich zwei Teile der „Air Conflicts“-Serie auf der Nintendo Switch Konsole. Nur lohnen sich die Titel auf der Hybridkonsole auch? Wir haben uns die Collection für euch genauer angesehen.

Secret Wars und Pacific Carriers

Air Conflicts Collection

Air Conflicts Collection

Mit den beiden Themenwelten sollten sich genügend Fans von Flugspielen auf der Switch angesprochen fühlen. Dank der Collection erhält man die beiden Titel für unter 40 Euro auf einer Cartridge. Ich wollte diese Spiele unbedingt testen, da manche Genres auf der Switch einfach noch viel Luft nach oben bieten. Rennspiele auf der Switch? Naja. Flugsimulationen mit Arcadestil? Da muss man ebenfalls suchen. Das Genre ist total spannend, weil man sich dank der Switch nun auch in Bus oder Bahn in den Flieger setzen kann. Grafisch und technisch reißen Secret Wars und Pacific Carriers jetzt keine Bäume aus, aber die Präsentation gefällt durchaus und das Tutorial nimmt auch Neulinge gut an die Hand. Mehr als 49 Missionen spielen sich in Secret Wars im ersten und zweiten Weltkrieg durch. Natürlich immer in den passenden Fliegern. Zwar gibt es durch die verschiedenen Einsatzaufgaben ein wenig Abwechslung, doch Escortflüge und Patrouillen wiederholen sich im Gefühl des Piloten halt auch schnell. Das möchte ich dem Titel allerdings nicht allzu stark ankreiden, denn technisch gesehen haben wir es hier nicht mit einer Luftnummer zu tun. Das ist ordentliches Handwerk, auch wenn ich mir an vielen Stellen noch mehr Liebe zum Detail bei dem Port für die Switch erhofft hätte.

Auf in den Pazifikkrieg!

Air Conflicts Collection

Air Conflicts Collection

Dieser Teil hat mir noch mehr Spaß gemacht. Das ist wirklich Geschmacksache, aber ich habe einfach zu viele Hitlerdokus auf N24 gesehen. Da steige ich lieber in die Corsair und fliege vom Flugzeugträger los. Die Steuerung hat man schnell auf dem Kasten und mehr als 18 Flugzeugtypen bieten Abwechslung beim Spielen. Im Endeffekt geht es bei Flugsimulationen auch eher um den fliegenden Untersatz und nicht so sehr um die Missionen. Zumindest meine Meinung. Ich war nebenbei sogar von der Engine überrascht. Man findet in Secret Wars und Pacific Carriers durchaus Liebe zum Detail bei Wäldern, Gebäuden und Wassererffekten. Das hätte ich der kleinen Switch gar nicht zugetraut. Es macht daher natürlich auch wieder eine Menge Laune im Tiefflug über die Welt zu fliegen und dem MG-Feuer auszuweichen. Die Dogfights machen Laune und ich kann mich als Fan des Genre nun auch mobil in den Luftkampf stürzen. Technisch gesehen ist hier noch Luft nach oben und ich tauche nicht wirklich in eine Geschichte ein, aber für den Preis erhält man mit der Collection solide Portarbeit und damit endlich zwei würdige Vertreter des Genre.

Mehr Informationen zu unserem Wertungssystem findest Du hier.

Trials Rising im Test für Nintendo Switch

Trials Rising für Nintendo Switch
Trials Rising für Nintendo Switch

Mittlerweile ist Trials Rising auch auf der Nintendo Switch gelandet. Ich muss Leser an dieser Stelle auch direkt vorwarnen. Ich bin ein glühender Fan dieser Spiele. Ich habe mich ewig auf den neuen Teil von Trials gefreut. Lohnt sich der Kauf am Ende? Wie schlägt sich die Version für die Switch? Wir konnten den Titel ausgiebig unter die Lupe nehmen.

Trials Rising – Ein Wettbewerb auf der ganzen Welt

Mit Rising kehrt die Trials-Reihe auf den Planeten Erde zurück. Der Spielplatz für die Motorräder ist die Weltkarte. War Fusion noch eher durch sehr absurde Strecken und Locations geprägt, so lehnt sich Rising an echte Schauplätze auf den verschiedenen Kontinenten an. Wir starten in Amerika, brettern durch Europa, erkunden Russland und Asien. Schaltete man bei Fusion einfach immer einen neuen Kurs im einfachen Menü frei, so sammelt man bei Trials Rising Punkte auf den Strecken. Hier geht es am Ende jeder Region zum Wettbewerb mit KI-Kontrahenten. Hat man genügend Punkte gesammelt, so werden neue Kurse auf der Weltkarte freigeschaltet. Dieser Überbau ist vollkommen in Ordnung, aber für das schnelle Spiel geht manchmal leicht der Überblick verloren. Bei Fusion hatte man sich einfach von links nach rechts durch die Kurse geklickt. Das Vorschaubild machte die Strecke eindeutig identifizierbar. Nun muss man sich halt die Orte auf der Karte merken. Dafür hat man halt auch das Gefühl, dass man mit seinen Bikes den kompletten Erdball abrasen darf. Geschmacksache.

Die Technik von Trials Rising

Der Titel bringt die Switch spürbar an ihre Grenzen in Sachen Grafikleistung. Trials Rising sieht auf PS4 und Xbox deutlich besser aus. Vor allem gibt es hier auch kaum Probleme mit einer flüssigen Framerate. Bei der Nintendo Switch muss der Spieler hier zwangsläufig Abstriche machen, wenn der Titel eigentlich für potente Konsole entwickelt worden ist. So gibt es Ruckler, eine Framerate von mitunter nur 30 Frames und die Auflösung sinkt auch im mobilen Handheldmodus noch einmal sichtlich. Trials Rising bietet auch nicht nur schöne Strecken, sondern bindet auch 3D-Objekte wie Züge mit ein, welche die Strecke kreuzen. Das ist toll für das Gameplay und lustig, aber ist natürlich auch technisch anspruchsvoller. Die Grafik ist aber auch bei Trials Rising hübsch und das Spiel sehr spielbar. Es kommt auf Geschick an und nicht auf den letzten Frame. Insofern sollte man sich hier durch die Grafik nicht verrückt machen lassen. Es sieht toll aus! Nerviger ist die Steuerung auf der Nintendo Switch. Wir können nur Gas geben, oder in die Bremsen steigen. Durch die fehlenden Analogtrigger haben wir auf der Switch einen großen Nachteil gegenüber den anderen Fassungen. Das Spiel spielt sich dadurch ganz anders auf der Switch. Wir können es gar nicht so wie gedacht spielen. Es ist damit auch eine vereinfachte Version des Gameplays. Spaß macht es trotzdem und ist besser als Urban Underground, aber dieses Manko wiegt halt sehr schwer. Das kann man den Entwicklern auch nicht vorwerfen. Rennspiele und Trials machen auf der Switch einfach weniger Spaß, weil Nintendo gespart hat. Tragisch.

Der komplette Spielspaß kommt erst!

Kann man einen Test zu Trials Rising überhaupt schon jetzt final schreiben? Eigentlich nicht, denn die Community ist einfach genial. Es gibt natürlich wieder einen Streckeneditor und damit in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren endlos viele Strecken für Trials Rising. Hier beginnt für die Profis und Fans der Spaß erst so richtig. Abgefahrene Kurse der Fans sind besser als jeder DLC. Zwar gibt es auch bei Trials Rising DLC und Unmengen an Bikes, Kleidung und Zubehör, doch am Ende zählen die kruden Strecken und Ideen. Trials Rising ist vor allem auf der Switch mobil ein echt genialer Titel. Es ist das perfekte Game für zwischendurch. Man fährt zwei Strecken und steigt dann aus dem Bus aus. Man kann auf dem Flughafen schnell ein paar Strecken fahren, Punkte sammeln und es dann wieder bei der nächsten Pause rausholen. Dabei ist die Grafik halt sehr viel besser als bei einem klassischen Mobile Game. Man erhält mit Trials Rising ein echtes Trials für die mobile Nutzung. Das ist neu und fühlt sich für mich als Fan einfach als Killer-Feature an. Ich kann mein liebstes Spiel erstmalig richtig mitnehmen und auch auf dem Hotelzimmer zocken. Die Weltkarte mit ihren Standorten ist nicht unbedingt meins und lässt den Titel fast wie ein Mobile Game wirken, doch ansonsten kann man Trials Rising keine großen Schwächen anrechnen. Die Nintendo Switch kann halt nicht die gleiche Grafikleistung bieten. Was soll ich sagen: Danke! Endlich Trials Rising auf der Nintendo Switch. Nur Benny Illgner dürfte hier kritischer sein.

Fazit von Benny zur PS4-Version

Hier gibt sich Ubisoft keine Blöße und wartet mit einem grandiosen Trials-Gefühl auf. „Trials Rising“ übertrumpft seine Vorgänger in Sachen kreativem Streckendesign deutlich. Mal rasen wir von durch unzählige Hollywood-Studios in denen selbstverständlich Szenen aus Science-Fiction, Horror und Heist-Movie gedreht werden und förmlich fast den Bildschirm sprengt – danach wirft uns Entwickler RedLynx ins staubige Nirvana. Doch die Konstante bleibt aber die steile Lernkurve. Leicht ausführbar beginnen erste Strecken während der Großteil nicht selten mit 50 Neustarts beendet werden. So kompliziert einige davon auch auf den ersten Blick aussehen, so schwer sind sie auch. Durch die intuitive Steuerung, wo es quasi außer Gas, Bremse und Gewichtsverlagerung nicht anderes gibt, entsteht ein süchtigmachender Sog für den Spieler. Durch unsinnige Implemitierung von Lootboxen inklusiver Kleidungsstücke verwässert Ubisoft unnötig das eigentlich intensive Spielprinzip. Trotzdem kommen Trials-Fans nur schwer um den neuesten Titel der Serie.

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Entwickler: Ubisoft Redlynx | Preis: 59,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch und PC | USK: ab 12