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Mario Kart Tour rast ab dem 25ten September auf iOS und Android

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Schon am 25ten September schickt Nintendo Mario Kart Tour weltweit auf die Smartphones. Das neue Spiel wird dabei gleich für iOS und Android in den Stores verfügbar sein. Da der Titel weltweit gespielt wird, hat man sich bei den Strecken für eine Tour rund um den Globus entschieden. Somit ist für alle Spieler etwas dabei.

Mario Kart Tour mit Gestensteuerung

Nintendo präsentiert neben Gameplay auch die Steuerung. So wird mit Wischgesten gesteuert. Immerhin haben Smartphones keine Buttons und Steuerkreuze. Hier passt sich das Unternehmen nun einem anderen Device an. Normalerweise entwickelt man bei Nintendo immer die Hardware der Konsole und die Controller selbst. Erst danach passt man die Steuerung an das eigene Konzept an. Für die Smartphones mussten die Entwickler von Mario Kart Tour nun die Vorgaben der Smartphones berücksichtigen. Somit wird es ein eher einfaches Nutzererlebnis für die breite Masse an Spielern. Immerhin soll diese Ausgabe von Mario Kart weltweit Spieler begeistern. Dabei geizt Nintendo aber nicht mit Features. Zwar kann man keine Bombast-Grafik ermöglich, weil sehr viele verschiedene Smartphones unterstützt werden müssen, aber es gibt massig Fahrzeuge, viele Strecken und es darf auch per Gleitschirm abgehoben werden. Somit werden schon viele bekannte Gameplay-Mechaniken auch mobil verfügbar gemacht. Vieles erinnert an Mario Kart 8 und auch an die Vorgänger bei der Streckenauswahl. Ab 25ten September werden wir dann wohl sehr viele Menschen am Smartphone Mario Kart zocken sehen. Gezockt wird übrigens hochkant.

Noch mehr Infos zu Mario Kart Tour findet ihr auf der offiziellen Webseite zum Spiel bei Nintendo.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild im Test

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Zelda Breath of the Wild im Test für die Nintendo Switch war kein leichtes Unterfangen, denn diese Spielwelt ist einfach riesig. Man kann dieses Spiel durchspielen und hat dann sehr wahrscheinlich dennoch nicht jeden Winkel der Karte entdeckt. Es ist ein Meisterwerk geworden.

Zelda: Breath of the Wild für Nintendo Switch

Wir haben den neuesten Teil der Zelda-Reihe für die neue Konsole von Nintendo getestet. Somit waren wir nicht mehr nur an den Fernseher im Wohnzimmer gebunden, sondern haben mit Link auch Hyrule nachts im Bett und in den U-Bahnen von Hamburg erkunden können. Allein dieses Erlebnis ist nicht einfach zu beschreiben. Zum ersten Mal in meinem Leben als Gamer konnte ich ein vollwertiges Konsolenspiel mit riesigem Umfang auch mobil auf dem Screen der Switch spielen. Nintendo hat es dabei wieder einmal geschafft einen ganz eigenen Grafikstil zu kreieren, welcher vielleicht nicht jeden neuen Shader nutzt, aber dafür die Einzigartigkeit der Reihe unterstreicht. Vor allem passt dieser Look von „Breath of the Wild“ einfach perfekt zum Abenteuer mit Link auf der neuen Konsole. Dabei spürt man noch die Entwicklung für die Wii U Konsole, aber hat das Spiel sehr gut für die Nintendo Switch angepasst. Vor allem aber läuft sie dank mehr Leistung mit der Switch im TV-Modus in 900p und hat deutlich weniger Ruckler bei der Darstellung.

Zeitenwende bei Zelda – Das Konzept ist neu und vertraut

Offene Spielwelt? Man kann sofort zum Schloss und den Kampf mit Ganon aufnehmen? Die klassischen Dungeons sind Geschichte? Oft redete Entwickler-Legende Eiji Aonuma vom Umbruch bei der Reihe, doch dann wurde es wieder ein klassisches Abenteuer mit Link und den einzelnen Dungeons. Bei „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ hat man nun wirklich das komplette und bekannte Konzept über Bord geworfen und sich auf die Teile fokussiert, welche bei Zelda am meisten Spaß machen: Erkunden, Story und obendrein noch eine frei begehbare Welt. Damit toppt „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ meiner Meinung nach sogar noch „Ocarina of Time“, welches einst für das Nintendo 64 Maßstäbe gesetzt hat und noch immer in vielen Augen das beste Videospieler aller Zeiten ist. Das neue Zelda-Abenteuer hat mich an die Nintendo Switch gefesselt und den Akku leerspielen lassen. Man will einfach immer weiter diese Welt erkunden, den zahlreichen NPCs am Wegesrand helfen und einfach nur durch diese verdammt schöne Prärie in den Sonnenuntergang reiten. Dabei fühlt sich „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ zum Teil auch wie ein gigantisches System an. System?

The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist Physik, Chemie und Simulation

Natürlich hat Nintendo wieder enorm viel Liebe zum Detail walten lassen. Hier wurde nicht nur eine Landschaft in 3D konstruiert und mit Texturen versehen, sondern in jedem Winkel wurden wichtige Pflanzen und Extras platziert. Dabei hat man zwar die Freiheit wirklich die Karte selbst zu erkunden und jeden Quadratmeter zu begehen, doch die Entwickler bei Nintendo leiten den Spieler wie von Zauberhand automatisch in dieser offenen Welt zu neuen Aufgaben und wichtigen Orten. Dabei kann man aber nicht sofort zu Ganon marschieren. Erst einmal erhält man von einem weisen Mann ein paar Infos zur Geschichte und der eigenen Person. Das große Plateau von Hyrule ist sozusagen das Tutorial im Spiel und erst mit dem Parasegel kann man alle anderen Bestandteil der Karte auch erreichen. Für den Moment ist man hier gefangen und muss einige Aufgaben erledigen, um dann aber richtig loslegen zu können. Das Tutorial fühlt sich durch das dennoch frei begehbare Plateau aber ungezwungen und wirklich notwendig an. Hier bekommt man das Rüstzeug für das spätere Abenteuer und kann auch schon sterben. Man stirbt übrigens sehr oft bei „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“. Den „Game Over“ Screen sieht man immer und immer und immer wieder im Spiel. Es ist kein besonders leichtes Abenteuer.

Game Over mit Link

Besonders am Anfang wird man als Spieler und Fan der Reihe erstaunt sein. Selbst wenige und einfach wirkende Gegner können für das schnelle Ableben von Link sorgen. Waffen gehen mit der Zeit kaputt, man muss Essen zubereiten und sammeln, Gegner agieren clever und in Gruppe und dann ist es vielleicht auch noch kalt und unser Link friert sich den Hintern ab? Man kann bei „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ selbst durch die Kälte sterben, wenn man nicht den passenden Zaubertrank dabei hat. Kleidung ist ebenfalls ein wichtiges Thema im Spiel. Man hat hier nicht nur ein Abenteuer geschaffen mit einer guten Geschichte, sondern auch die Simulation der Spielwelt ist spürbar. Man kann ertrinken, von einem Felsbrocken erschlagen werden, oder auch an Erschöpfung sterben. Man muss mit der Natur interagieren und kann sogar von einem verdammten Blitz getroffen werden. Überall in der Welt haben die Entwickler wichtige Items verstreut und es lohnt sich fast immer jeden Berg einmal zu erklimmen. Erklimmen sollte man dabei auch die einzelnen Türme in jedem Bereich der Karte, damit dieser Teil der Landkarte auch auf der eigenen Map sichtbar wird. Das ist schon allein ein Spiel wert, denn natürlich sind manche dieser Türme gut von Wächtern gesichert und es lauert wieder der schnelle Tod. Erst durch das Spielen der Geschichte erhält man als Link mehr und bessere Gadgets, um weiter in das Spiel vorzudringen. Das ist clever gelöst, zwingt den Spieler auch die Story zu bestreiten und lässt ihm dabei doch die Wahl. Theoretisch könnte man auch den ganzen Tag lang mit Link und einem treuen Pferd durch die Lande reiten und kleine Aufgaben lösen, um der Bevölkerung zu helfen.

Schreine sind die Bushaltestellen in Hyrule

Die Karte ist bekanntlich riesig und selbst mit einem Pferd kann man da schon einmal etliche Minuten unterwegs sein. Ladezeiten gibt es übrigens selten. Nur beim Start des Spiels (kurz), bei den Schreinen (auch kurz) und bei einem Game Over (da muss dann der letzte Speicherpunkt geladen werden). Die Schreine sind im Endeffekt Mini-Rätsel und erfordern auch immer wieder die neu erworbenen Gadgets. Mitunter werden auch die Gyro-Sensoren von der Nintendo Switch eingesetzt und sorgen für einen weiteren Aha-Effekt. Nicht immer sind die Rätsel einfach und so kosten diese Schreine im Spiel manchmal auch richtig Zeit. Ich hatte es da zumindest nicht immer leicht. Vor allem aber wollte ich natürlich immer viel lieber weiter durch die Landschaft wandern, reiten und mich an der Natur ergötzen. Nintendo hat hier aber mit gedacht. Hat man einen Schrein erfolgreich absolviert, so ist er auch gleichzeitig ein Teleportierungspunkt. Löst man den Schrein, so kann man sich jederzeit von einem anderen Schrein dahin zurückteleportieren lassen. Je weiter man im Spiel ist, umso mehr lernt man diese Punkte auf der Karte zu schätzen. So dachte ich beim Spielen immer wieder „Den Schrein mache ich jetzt lieber doch noch. Das ist wichtig.“. Die Entwickler lassen den Spieler zwar frei entscheiden, aber sie haben hervorragende Arbeit bei der Spielmechanik geleistet. Man ist als Link frei, aber selten verliert man sich in der Landschaft. Es gibt immer Etwas zu tun und manche Areale erkundet man automatisch nicht, weil dort die Gegner einfach noch viel zu stark sind.

Feige sein lohnt sich bei Zelda

Da hinten sind fünf Gegner. Normalerweise würde man diese Bande jetzt mit einem Schwert und Bogen ausschalten. Das ist nicht immer der richtige Weg in „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“. Mitunter ist die eigene Waffentasche leer, es fehlt gerade an Nahrung und diese Gegner sind vielleicht zu stark in der Gruppe? Neben ihnen steht kein explosives Fass, welches gleich mehrere Kandidaten ausschalten würde? Dann lohnt es sich oft einen Bogen um diese Gefahr zu machen und später den Kampf aufzunehmen. Selbst Entwickler Eiji Aonuma sprach über diese Möglichkeit feige zu sein in mehreren Interviews zum Spiel. Es kann das eigene Leben retten und nicht jeder sichtbare Gegner im Spiel muss auch einen unausweichlichen Kampf bedeuten. Man kann sich mit Link zurückziehen, sich im hohen Gras ducken und beobachten, oder auch mit Pfeil und Bogen aus der Ferne agieren. Man kann auch mitten in einem schweren Kampf das Weite suchen und rennen. Vielleicht rennt man schnell auf eine nahe Klippe zu, springt und öffnet das Segel. Weg ist man und hat die eigene Haut gerettet. Auch solche Erfolgserlebnisse bietet das Spiel und macht dadurch noch mehr Spaß.

Sprachausgabe und komplexe Steuerung

„The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ definiert ein ganzes Genre neu. Vielleicht sehen Texturen bei Spielen auf der Playstation 4 schärfer aus und die Games bieten mehr Polygone, aber dieses Spiel ist einfach gigantisch toll geworden. Es ist Film, Abenteuer, Open World Game und einfach ein ganz neues Erlebnis von Fans von Nintendo. Dabei ist der Charme der Reihe aber überall spürbar. Das sind manchmal kleine Geräusche, die Textblöcke, oder auch bekannte Orte wie Kakariko. Neu und erfrischend ist die Sprachausgabe bei wichtigen Figuren und Szenen. Das ist eine echte Überraschung und tut dem Spiel sehr gut, weil dadurch die Zwischensequenzen aufgewertet werden. Die wichtigen Charaktere sprechen mit einem und werden somit fühlbarer. Es bringt einfach noch eine Ladung mehr Emotion und Tiefe in dieses Spiel, wenn die Geschichte von Link, Ganon und Hyrule von einer menschlichen Stimme erzählt werden. Die Lokalisierung für den deutschen Markt würde ich dabei als sehr gelungen ansehen. Die Stimmen passen, das Gefühl ist da und man spürt die Liebe zum Detail. Allerdings muss man sich auf eine längere Eingewöhnungsphase bei der Steuerung einstellen. Hier fuchtelt man nicht kurz mit einer Wiimote, sondern jede Taste der Nintendo Switch ist belegt und doppelt belegt. Da muss man sich mehrere Stunden geben, um wirklich sicher mit dem Inventar und der Belegung der Tasten zu sein.

Die richtige Wahl der Items und Waffen

Ich versuche hier wirklich wenig über die tolle Geschichte und die neuen Dungeons zu schreiben, weil man damit den Lesern zu viel Spielspaß nehmen würde. Es ist anders, wunderschön inszeniert und nicht mehr do dröge. Alles wirkt aufgelockert und man absolviert viele Teile im Spiel gern, weil man dabei auch gleichzeitig an neue Orte gelangt. Nur auf sein Inventar muss man immer besonderes Augenmerk legen. Zwar kann man zu Beginn im Spiel einfach immer wieder ein paar Äpfel sammeln, futtern und damit seine Herzen auffüllen, doch später im Spiel muss man sich Nahrung zubereiten, Rezepte sammeln und sich auch immer die passende Kleidung für die verschiedenen Gebiete bereithalten. Vor allem kann man sich auch mit Pferden eindecken, mit mehr Stamina länger und damit höher klettern und wieder neue Bereiche im Spiel erkunden. Mit der passenden Kleidung kann man dann sogar auch Wasserfälle hochschwimmen. Irgendwann wird man dann den Gang zu Ganon wagen. Sehr wahrscheinlich wird man bei den ersten Anläufen scheitern und die Kinnlade wieder einfangen müssen. Besser bewacht sein ist nur schwer möglich. Vor allem aber muss man auch bei den kleinen Kämpfen mit Schurken auf der Karte mitunter mitten im Kampf neue Waffen auswählen, Nahrung futtern und immer bereit sein mit dem Inventar zu arbeiten.

Der Relaunch von Zelda ist geglückt

„The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ erinnert oft an die Anfänge auf dem NES. Es ist eine echte Welt und es gilt sie auf die eigene Weise zu erkunden. Man bemerkt auch den starken Einfluss der Wii U, denn es erscheint auch noch für die alte Konsole und war dafür lange in der Entwicklung. Wäre das Spiel gleich für die neue Nintendo Switch Konsole entwickelt worden, so hätten viele Texturen wahrscheinlich noch sehr viel schärfer und nicht so verwaschen ausgesehen. Allerdings ist das echt egal. Jeder Sonnenuntergang und jeder Flug mit dem Parasegel ist einfach wunderschön anzusehen, man kann das komplette Spiel mobil zocken und hält Hyrule in der Bahn zwischen seinen Händen. Wir werden es noch lange spielen und immer wieder starten, weil man „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ zwar bei der Story durchspielen kann, aber ein richtiges Ende hat dieses Spiel nicht. Vor allem hat Nintendo noch DLC für das Spiel angekündigt. Hat man das Spiel erst einmal durchgespielt, so versteht man die Entwickler und ihren Wunsch noch DLC für das Spiel anzubieten. Diese Welt ist zu groß und schön, als dass man sie nun als final betrachten sollte. Es ist ein echtes Meisterwerk und bis auf ein paar wenige Framedrops und verwaschene Texturen perfekt geworden. Es ist das perfekte Zelda-Spiel.

Benny von „Spielkultur“ meint:

Das neue Zelda ist zweifelsohne eine Wucht. Die Welt mit ihren wirklich besonderen und toll gezeichneten Charakteren macht im Grunde schon alleine was her. Nach dem eher blasen „Skyword Sword“ brauchte Nintendo´s Adventure-Reihe einfach dringend frische Impulse. Open-World liegt derzeit im Trend, also musste auch Zelda eine offene Welt bekommen. Einziger Unterschied zu anderen Entwicklern – Nintendo macht sie interessant sowie glaubwürdig. Wanderer treffen wir auf dem Weg, kleine Pop-Up Szenarien wie Bossgegner tauchen auf – hier wurde mitgedacht. Die Gegner sind allesamt verschieden designt, verlangen dadurch eine eigenständige Taktik. Das lobt sich! Leider muss man im Gegenzug sagen, dass trotz der „Wir machen alles neu“-Devise, die Waffen nicht immer nach 8 Schlägen zerspringen hätten müssen. Das nervt besonders am Anfang und macht das ohnehin schwere Zelda noch frustiger. Allgemein wirkt Link´s neuestes Abenteuer doch sehr anspruchsvoll. Hier darf man ruhig Parallelen zum ebenso großartigen „Witcher 3“ ziehen. Hyrule lässt mich trotz hohem Schwierigkeitsgrad nicht links liegen und ist ein Glücksfall für das an sich maue Launch Line-Up der Nintendo Switch.

Resident Evil 4 im Test

Resident Evil 4 Test: Januar 2017 kann auch als offizieller „Resident Evil“-Monat durchgehen. Neben einem neuen Kinofilm gibt es in Kürze auch ein neues Spiel. Zum Auftakt haben wir das „aufgefrischte“ Resident Evil 4 getestet.

Im Remaster-Wahn

Vor 12 Jahren machte ähnlich wie aktuell die beliebte Horror-Reihe „Resident Evil“ eine kreative Kehrtwende. Nach drei Spielen auf der PlayStation 1 und dem N64 revolutionierte Entwicklerikone Shinji Mikami das eingefahrene Franchise weg von störrischer Steuerung und fester Kamera. Nein, der bis dato nur für Nintendo´s Gamecube angekündigte Titel setzte auf die moderne Third-Person Ansicht per Schulter-Kamera. Auch sollte es nicht in ein gruseliges Herrenhaus oder Racoon City gehen, sondern nach Osteuropa. Eine Menge neu einzuordnen für viele Resi-Fans. Trotz Umgestaltung traf es den Nerv der Spieler und Kritiker und deutete den vorläufigen Höhepunkt an. Aufgrund des Erfolges konnten sich auf PlayStation 2 Spieler gruseln, doch damit nicht genug. Publisher Capcom brachte den Titel ganze 9! Mal für die jeweils neue Konsolengeneration digital raus. Wir haben die final „aktuellste“ Version getestet. Hoffentlich.

Gute zeitlose Handlung

Die Handlung ist kurz und knackig: Die Tochter des US-Präsidenten wurde in ein kleines Kaff nach Osteuropa entführt. In der Rolle von Leon S. Kennedy versuchen wir mit dürftigen Infos sie zu finden und schließlich zu retten. Grund der Entführung? Zunächst unklar. Kaum im Dorf angekommen, werden wird Leon von einem Dorfbewohner und jede Vorwarnung angegriffen. Hier stimmt etwas ganz und gar nicht. Nachdem uns jede angetroffene Person feindselig ist, bahnt er sich mit Waffengewalt seinen Weg zur Wahrheit. Für damalige Verhältnisse schlägt sich die Story angenehm unvorhersehbar und überrascht mit so manchem Twist. Über Codec…*hüstel* Funk sind wir mit dem HQ zwecks hilfreicher Informationen verbunden. Was zweifellos nach 3 Schritten auffällt, ist die seit 12! Jahren nicht überarbeitete Steuerung. Leon kann sich entweder nur bewegen (rennen) oder stehen zum angreifen. Zielen und bewegen – undenkbar! Gut, in Zeiten von Uncharted 4 oder Gears of War 4 ist das vielleicht ein bißchen zu viel verlangt, gebe ich zu.

Frage: Was kommt dabei heraus, wenn man einen Titel aus dem Jahr 2005 auf die aktuell grafisch stärkste Konsole portiert? Richtig, ein Mix aus hochauflösenden Gegenständen und Pixelmatsch. Resident Evil 4 präsentiert sich teilweise so häßlich, dass der Preis von aktuell 19,99€ im PS Store einfach nicht gerechtfertigt ist. Auf der PS3 vielleicht noch akzeptabel, aber hier ganz sicher nicht. Positiv ist, dass sich bei unserer Session keine Grafikprobleme wie Clipping oder Framerate-Einbrüche zeigten. Die Spielmechanik überzeugt mit verschiedensten sammelbaren Kräutern und Gadgets wie eh und je. Die Soundkulisse reißt keine Bäume aus, schafft es in ruhigen Phasen pointierte Gänsehaut zu erzeugen.

Fazit zu Resident Evil 4

Resident Evil 4 ist, wie einige Teilnehmer im Dschungelcamp, verschieden gealtert. Zu den zeitlosen Aspekten gehört die Spielmechanik sowie die spannend erzählte Story. Sehr alt hingegen sieht die minimal noch möglich aufgefrischte Grafik aus und die absolut höllische Steuerung mit Frust-Garantie. Resident Evil 4 findet in kleinen Rätseln auch altbekannte Stärken wieder ohne aufgesetzt zu wirken. Ein Must-Play aber zu kleinerem Preis.

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Bosch Car – Autonomes Fahren auf der CES in Las Vegas

Bosch Car CES Las Vegas Copyright: Bosch Presse
Bosch Car CES Las Vegas Copyright: Bosch Presse

Das Bosch Car wird gerade auf der CES 2017 in Las Vegas der Weltöffentlichkeit vorgestellt und soll einen Ausblick auf das autonome Fahren der Zukunft geben. Hersteller Bosch will mit dieser neuen Studie in die Zukunft blicken. Das smarte Auto kommt näher.

Bosch Car – Das smarte Auto der Zukunft

Bosch stellt hier mit dem Bosch Car nicht einfach nur ein Auto mit ein paar Apps vor, sondern will die Studie als Ideenschmiede nutzen. Der Fahrer kann sich über Displays informieren, das Fahren an den Rechner abgeben und selbst zum Passagier werden. Dann kann er sich im Wagen mit der Unterhaltungsprogrammen beschäftigen, den Status im smarten Zuhause checken und arbeiten. Wie nutzt man ein Smart Car? Das komplett vernetzte Auto soll dabei in der Vision von Bosch auch die Reiseplanung übernehmen. Zu viel Stau auf der Strecke? Dann kann das Bosch Car zur nächsten Verleihstation für E-Bikes lenken, damit man schneller zum Ziel kommt. Es fährt nicht einfach nur Strecken autonom und ohne Hilfe des Fahrers, sondern denkt auch mit und soll den besten Weg von A nach B finden. Dazu gehören dann auch Aspekte wie die automatische Suche nach einem freien Parkplatz und Infotainment. Das Design wirkt sehr futuristisch und dürfte es wohl nicht in die Serie schaffen, doch wird einem hier die Vision bewusst. Das smarte Auto der Zukunft wird nicht nur selbst lenken, sondern es wird auch clever denken. Wahrscheinlich wohnen wir 2040 dann auch in unserem Auto und kochen Kaffee.

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The Last Guardian im großen Test

Unverhofft kommt jetzt doch! Nach 10 Jahren Entwicklungszeit steht „The Last Guardian“ in den Regalen. Wir haben uns das sehr künstlerische Spiel angesehen und machen im letzten Test des Jahres eine Ausnahme in Sachen Wertung.

Endlich fertig!

Seit 2009 warten wir. Offiziell. Bereit zwei Jahre vorher wurde schon die Entwicklung an Fumito Ueda´s nächstem Titel „The Last Guardian“ begonnen. Schon damals waren die heutigen Eckdaten öffentlich. Es soll ein Third-Person Action-Adventure mit CPU-Begleiter sein. Zudem soll die Verbindung zwischen Spielfigur und Begleiter „elementar“ für das Spielerlebnis sein. Für die PlayStation 3 entwickelt wurden es immer ruhiger um das Projekt des „Ico“-Schöpfers. Damaliger Stand der Dinge war ein Release Herbst 2011 geplant. Ab hier wird es interessant. Uedo verlies wegen der ohnehin schwierigen Entwicklung Sony und gründete sein eigenes Studio namens „gen DESIGN“. Da zwischenzeitlich doch die nahe Veröffentlichung der PlayStation 4 bevorstand, krempelte Uedo alle Pläne um und entschied „The Last Guardian“ auf der neuen Sony Heimkonsole zu releasen. Obwohl es auf der E3 schon fertige Gameplay-Szenen gab, war die Fachpresse sicher, dass es keine Veröffentlichung davon gibt. Pünktlich zum Nikolaus-Tag war es doch soweit – The Last Guardian existiert und wir konnten einen ausführlichen Test machen. Nach 10 Jahren Entwicklungszeit.

Keine 08/15 Story

Die Handlung von „The Last Guardian“ beginnt genauso rätselhaft wie von „ICO“ oder „Shadow of the Colossus“. Die Kamera sieht fokussiert auf ein Schild im erdigen Boden. Im Hintergrund hören wir spielende, lachende Kinder. Mit einem Mal fängt das Schild zu leuchten an und wir finden uns in einer Höhle wieder. Nicht alleine. Angekettet liegt eine Art Tier. Ein Kreuzung zwischen Hund, Vogel, Katze und Adler. Sofort erkennen wir, er begegnet uns eher misstrauisch. Eigentlich wirft uns Uedo in ein großes Meer voller Fragen und Mysterien, die es aufzudecken gilt. Nach kleinen Rätseleinlagen á la „Wirf das Fass“ oder „Drehe den Schalter um“ gehen wir auf Konfrontationskurs und befreien das Wesen von Pfeilen in seinem Körper. Nach und nach wächst das Vertrauen und es entsteht dieses bekannte „Pixar“-Gefühl, dass einen Ball hält. Während unseres knapp 15 stündigen Abenteuers erzählt unsere Spielfigur als alter Mann seine Gefühle während bestimmten Momenten. Alles in der eigens für das Spiel erfundenen Sprache versteht sich, deshalb Untertitel. Das Wesen „Trico“ ist wunderschön animiert. Sein Gefieder schwingt mit dem Wind mit und bietet sehr viele Details. Meist steuern wir als Spielfigur den kleinen Jungen. Hier zeigt sich das „künstlerische“ bis auf Laufen, Springen und Wegstoßen gibt es keine anderen Bewegungen. Dies auch eher schlecht als recht. Nach 10 Jahren Entwicklung ist eine halbwegs gute Steuerung nicht zu viel verlangt, oder?

Frustige Makel

Dies macht sich schon in den ersten 10 Spielminuten klar. Ich musste vor jedem Sprung rund 2 Sekunden Pufferzeit einkalkulieren. Sprich: Da vorne ist die Kante…lauf…2 Sekunden…lauf…SPRUNG…abgestürzt. Ein oder zehn Mal ist das vielleicht witzig, aber 20 Mal an einer verzwickten Stelle ist einfach nur frustig und unnötig. Mit der Kamera ist es ähnlich. Da „The Last Guardian“ auf große offene Räume setzt, kein Kritikpunkt, und deswegen eine gute freie Kamera essenziell ist, wurde kurzerhand darauf verzichtet und dafür die ungenaueste sowie schwer zu bedienende Kamera ausgewählt. Mal ist Trico im Weg oder ein hervorstehender Felsen versperrt die Sicht oder die Möglichkeit es ändern. Lobend anzuerkennen sind die wirklich sehr schön designten offenen Gebiete, in denen wir uns frei bewegen dürfen. Zum Glück keine Open-World und doch fühlt es nicht wie ein einziger Levelschlauch an. Die Rätsel sind allesamt logisch sowie zeitweise kleine Kopfnüsse. Wir können jederzeit Trico mit Rufen zu uns holen und auf obere Ebenen springen lassen. Im weiteren Spielverlauf begegnen uns auch roboterhafte Gegner aus Statuen. Diese besondere Herausforderung sind nur mit dem Fabelwesen und seinem Schnabel erzwingbar.

Gelungene Klänge

„The Last Guardian“ spart natürlich nicht mit Musik. Sparsam aber sehr passend werden die Melodien bei bestimmten Szenen eingesetzt. Schöne orchestrale Klänge unterstreichen Momente wie den ersten Schritten von Trico in Freiheit bleiben im Kopf. Während dem Test habe ich mir oft gedacht, dass Uedo hier eher ein digitales Kunstwerk statt richtigem Videospiel entwickelt hat. Eine Story, die mit sehr eigenem Charme daherkommt. Ein Begleiter mit ganz eigener KI. Sinngemäß wollte Uedo unseren Begleitet so präsentieren, dass er wie ein normales Tier handelt. Will heißen – Trico reagiert nicht immer auf Befehle. Zweifellos mutig, es mit der Prämisse zu veröffentlichen sowie den Anspruch Spieler zu finden, die damit umgehen können. Generell wirkt „The Last Guardian“ als permanente Entschleunigung des Spiele-Alltag. Keine fliegende Gegner wie in Doom, keine Bombast-Action wie Call of Duty – einfach das große Abenteuer zwischen einem kleinen Jungen und neu gefundenen Freund.

Fazit – The Last Guardian

Wird „The Last Guardian“ den immens hohen Erwartungen seit 10 Jahren gerecht? Nein. Dafür sprechen zu eklatante Fehler im Kern eines jeden Videospiel wie Steuerung und Kamera. Doch Uedo´s neuer Titel bietet etwas besonderes was kein Spiel in diesem Ausmaß bisher hatte. Emotionalität. Wir erforschten gemeinsam unbekannte Gebiete, lösten erfolgreich jedes Rätsel und haben uns gegen Ende wunderbar eingespielt. Zum Schluss bleibt die Frage, ob „The Last Guardian“ nun ein digitales Kunstwerk oder Videospiel ist. Von beidem ein bißchen.

Entwickler: genDESIGN – Preis 69,99 Euro – Für PlayStation 4 USK: ab 12

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