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Tagged: Richard Yu

HUAWEI stellt eigenes HarmonyOS offiziell vor

HUAWEI HarmonyOS

Auf der eigenen Entwicklerkonferenz hat HUAWEI nun HarmonyOS offiziell präsentiert. Dabei will man es besser als die Konkurrenz machen und das System als OpenSource zur Verfügung stellen. Dabei handelt es sich aber nicht nur um ein Betriebssystem für Smartphones, sondern der Hersteller will ein System für alle Produktkategorien erfinden.

HarmonyOS will ein System für alle Devices sein

Das mikrokernbasierte Betriebssystem kommt dabei in mehreren Schritten. Zuerst kommt das OS in einem neuen Produkt von HONOR vor. Erst im Laufe der nächsten Jahre will man es dann um mehr Features und den eigenen Compiler erweitern. Man will laut Richard Yu weiterhin auf Android setzen, aber kann innerhalb von zwei Tagen den Schalter bei Bedarf auch umlegen. Dabei hat HarmonyOS besonders die UI verschiedener Screens und Devices im Blick. Entwickler von Apps und Services sollen sich nicht mehr darum kümmern müssen. Eine App wird einfach von HarmonyOS für die verschiedenen Klassen an Geräten angepasst und der Übergang für den User soll sehr leicht sein. Videoanrufe können somit auch fix auf den Fernseher gesendet werden, oder man nutzt die bessere Audioqualität eines Smart Speakers mit HarmonyOS. Ein einheitliches und klares Design soll dabei ebenfalls helfen.

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Die Roadmap für das eigene OS steht bereits

Wir sehen jetzt also schon einmal die Marschrichtung bei HarmonyOS, doch auf den echten Einsatz mit vielen Devices werden wir noch ein paar Jahre warten müssen. Im Kern hört sich dieser Schritt allerdings für mich sehr spannend an, da man nicht mehr nur Produzent von Endgeräten und Hardware für die Netze ist, sondern sich wirklich auf den Weg zum eigenen OS macht. Damit könnte HUAWEI ein eigenes Ecosystem für die Devices schaffen. Durch die politische Situation in Bezug zu Amerika dürfte die Entwicklung von HarmonyOS nun auf jeden Fall oberste Priorität in China haben. Die Roadmap wurde gezeigt, die Entwicklung läuft und erste Geräte kommen in Kürze. Ich bin sehr gespannt HarmonyOS dann auch in Aktion sehen zu dürfen.

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HUAWEI: Der Kirin 980 Prozessor könnte einen Traum wahr werden lassen…

HUAWEI Kirin 980
HUAWEI Kirin 980

Huawei hat auf der IFA 2018 den neuen Kirin 980 Prozessor vorgestellt. Letztes Jahr präsentierte man bereits den Kirin 970, welcher mit seinen KI-Funktionen unter anderem für bessere Fotoergebnisse im P20 Pro sorgt. Mit dem neuen Kirin 980 soll es noch effizienter und auch ein wenig verrückter werden.

Kirin 980 Prozessor kann Video analysieren

Ich bin kein echter Tech-Nerd und kann die Spezifikationen beurteilen. Da gibt es andere Profis im Netz, welche jeden Tag die News aus der Technikwelt aufbereiten. Allerdings fand ich ein Feature des Kirin 980 Prozessors sehr spannend. Huawei CEO Richard Yu erzählte auf der IFA-Bühne natürlich über die Dual-NPU, Leistungsaufnahme und Rechenleistung. Für den Endkunden sind diese Informationen aber oft nicht sehr greifbar. Was kann der neue Kirin 980 Prozessor also im Alltag. Auch dazu zeigte man auf der Bühne eine sehr überraschende Demo. Man ließ ein Video auf der Leinwand laufen. Ein Jogger läuft darin durch das Bild. Die NPU kann nun aber den kompletten Hintergrund entfernen und den Jogger in New York joggen lassen. Der Kirin 980 Prozessor erkennt das Objekt, kann es live herausrechnen und ein anderes Video als Hintergrund einfügen. Damit wären wir nicht mehr nur bei Bildmanipulation, sondern bei einer sehr schnellen Manipulation von Videoinhalten.

Das Mate 20 (Pro) im Oktober in London

Es war eine Demo in Berlin, doch das dazu passende Smartphone hat HUAWEI schon auf der IFA 2018 angekündigt. Im Oktober soll das Mate 20 der Weltöffentlichkeit vorgestellt werden. Vielleicht wird es dieses oben beschriebene Feature am Ende gar nicht enthalten? Vielleicht nutzt man die Technik auch erst, um den Hintergrund von Fotos zu tauschen? Alles erscheint mir aktuell möglich, wenn der Chipsatz wirklich so leistungsstark ist. Das ist ein alter Traum von Kunden. Ein wenig Hollywood im eigenen Smartphone. Person oder Objekt aufnehmen und die Szene im Hintergrund tauschen. Wir sehen diese Art der Berechnung schon beim künstlichen Bokeh-Effekt. Nun könnte die nächste Stufe erreicht sein. Künstliches Bokeh und ein neuer Hintergrund. Sobald man das Objekt (Mensch, Tier, Gegenstand) aus dem Foto/Video schneiden kann, ergeben sich unendliche Möglichkeiten der Manipulation. So könnte man selbst im Museum die Mona Lisa fotografieren und in jedes Urlaubsbild setzen. Dazu ein paar Filter und schon hat man einen ganz neuen Inhalt kreiert. Das könnte ein echtes Top-Feature beim Mate 20 werden. Das begreift man als Konsument sofort. Ich blicke daher sehr gespannt dem Oktober entgegen. Wie gut sind vor allem die Ergebnisse? Sieht man Ränder? Pixelfehler? Wie gut wird die Manipulation bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen funktionieren? Man darf gespannt sein.