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E3 2018: Die Highlights von PlayStation

PlayStation
© Sony

Mit einem recht ungewöhnlichen Konzept hielt Sony in der vergangenen Nacht seine E3-PK ab – zu sehen war erstes Gameplay von „The Last of Us Part 2“ und einige andere Spiele in Aktion. Das waren die Highlights von PlayStation.

Schwerpunkte in ungewöhnlicher Art

Nicht wie sonst in einem großen Theater samt Empore hielt Shawn Layden seine PlayStation-PK ab sondern in einem urig gestalteten Zelt. Anfangs eher untypisch entpuppte sich der Austragungsort perfekt für die Präsentation von „The Last of Us Part 2“ – denn die Demo spielt in eben diesem Raum. Augenblicke später kämpft Ellie (hier solo) ums nackte Überleben. Mit Pfeil und Bogen schleicht sie durch Wälder, verlassene Parkanlagen und schlägt Feinde nieder. Das alles mündet in brutal inszenierten Konfrontationen und zeigt, dass die Spielwelt gefährlich und rau ist. Studio Naughty Dog arbeitet hier an einem wirklichen Meisterwerk. Fernöstlicher geht es bei „Ghost of Tsushima“ zu – auch mit erstem Gameplay vertreten lernen wir blutige Kämpfe per Katana kennen und staunen über die Detailverliebtheit von Sucker Punch´s Projekt.

Leider völlig ohne Moderation oder Gast spielt PlayStation hier weitere die Trailershow ab – denn mit Remedy´s siebten Videospiel geht´s weiter. Es hört auf den Namen „Control“ und erinnert sehr an „Quantum Break“ und „Max Payne“. Durchaus klug gestaltet Capcom seine Ankündigung für das Remake von „Resident Evil 2“ – in der Ego-Perspektive einer Ratte. Später sehen wir Leon S. Kennedy und ein wundervoll verwüstes Racoon City. Release bereits am 25. Januar 2019. Zeit für Hideo Kojima´s „Death Stranding“ – Norman Reedus rennt im Schutzanzug durch eine zerstörte Welt. Die französische Schauspielerin Lea Seydoux spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Verstanden haben wir das alle noch nicht. Den leider recht frühen Abschluss bildete eine größere Gameplay-Demo von „Marvels Spider-Man„. Flott rast Spidey durch ein Gefängnis, erledigt in bester Batman Arkham-Manier ein paar Gegner und scheint am Ende auf Hilfe angewiesen zu sein. Die Avengers oder gar Venom? Grafisch überaus ansehnlich peilen die Entwickler wohl eine stabile Framerate von 60fps an. Käme nur dem Tempo zugute. Damit wurde auch die PlayStation-PK beendet. Schade, dass es keine Infos zur „Spyro Trilogy“ gab oder VR-Titel vorgestellt wurden.

2017 – Die Top 10 der besten Spiele

Top 10
© PlayStation

Top 10: Der Weihnachtsbraten ist halb verdaut, die Silvesterböller stehen bereit und allerlei Jahresrückblicke ziehen ihre Bahnen. Super Mario, Zelda und ein Neustart der Assassinen-Bruderschaft beschwerte uns 2017. Doch welche Titel schaffen es auch in unsere Top 10 der besten Spiele nach „RobVegas.de“-Wertung? Unser Blick zurück.

11. PREY

Mit Reboots ist es so eine Sache. Mal gelingen, wann anders markieren Sie das endgültige Ende der Reihe. Prey ist von guten Händen in andere gute Hände gekommen. Bethesda warf das ursprüngliche Konzept der „Human Head Studios“ um und statt Cherokee Tommy galt es mit Techniker Morgan Yu die menschenleere Raumstation Talos 5 zu erkunden. Trotz Mängeln wie die eher bemüht erzählte Handlung und fummelige Gameplay-Momente konnte dieser Neustart überzeugen.

Wertung: 86%

10. Wolfenstein II: The New Colossus

Wenn einer der vielleicht besten Ego-Shooter, der letzten 10 Jahre einen Nachfolger erhält, sind die Erwartungen selbstverständlich immens hoch. Wolfenstein 2 – The New Kolossus setzt an den richtigen Stellen wie Dramaturgie und völligem Wahnsinn an und präsentiert sich als grandios hartes Shooter-Abenteuer. Die Jungs und Mädels aus Schweden vom Studio „MachineGames“ wissen einfach, wie richtig gute Ego-Shooter gehen und stellen sogar einen dritten abschließenden Teil in Aussicht. Da es Top-Wertungen hierfür regnet, zogen wir mit und machen den Weg (hoffentlich) frei.

Wertung: 87%

9. The Evil Within 2

Großmeister Shinji Mikami, der Kopf hinter der Resident Evil-Reihe und mit Teil 4 Wegweiser in frische Shooter-Gefilde setzte sich vor einigen Jahr ab und arbeitete mit Bethesda und eigener Entwicklerschmiede an „The Evil Within“. Der geistige Nachfolger von Resident Evil4 setzte auf Schocker und Terror sowie eine recht verwirrende Story, die auch am Ende unklar blieb. Teil 2 machte aus Horror – Mystery und verstand es mit kleinen Open World-Einflüssen und düsteren Abschnitten wohlig zu gruseln. Wir konnten nicht anders und spielten es am Stück durch. Wenn das nichts heißt.

Wertung: 88%

8. Uncharted: The Lost Legacy

Nathan Drake verbringt seine digitalen Lebensabend am Strand und doch wollte Entwickler Naughty Dog die Reihe um ein weiteres Kapitel erschließen und setzte auf Kollegin Chloe Frazer. Zusammen mit Gegenspielerin Nadine Ross bildeten sie ein recht spaßiges Schatzjäger-Duo, dass erst mit der Zeit einander traut. Grafisch mehr als opulent inszeniert, reißte uns das XXL-DLC vom sprichwörtlichen Hocker. Für uns ein Must-Play auf Sony´s Heimkonsole.

Wertung: 89%

7. Mario Kart 8 Deluxe

50 meter vor der Ziellinie überfährst du eine Banane, bekommst einen roten Panzer und dann erwischt dich ein Blitz. Ja, so werden in Gamer-Kreisen Freundschaften zerstört. Mario Kart gibt sich auf der erfolgreichen Nintendo Switch nochmals mit Teil 8 jedoch in der absoluten Deluxe-Fassung die Ehre. Kreative Strecken, trifft auf zeitloses Gameplay mit grandiosem Spielspaß-Faktor. Nintendo hat hier einen klaren Volltreffer gelandet.

Wertung: 90%

6. Bulletstorm: Full Clip Edition

In unsere Jahresendabrechnung hat es 2017 auch ein Remastered geschafft. Seit vielen Jahren indiziert und nun, wegen der Hartnäckigkeit seitens Gearbox Software, in Deutschland endlich ungeschnitten zu kaufen. „Bulletstorm“ erscheint in all der relativ ernsten Call of Duty´s und Battlefields wie eine Oase in der Wüste. Traumhafte Schauplätze und völlig übertriebene Gewaltorgien. Per Peitsche holen wir Gegner zu uns, um sich letztendlich mit Tritt gegen Kakteen, Stacheldraht oder sonstiges zu pfeffern. Das Belohnungssystem greift bei besonders kreativen Tötungen und das erklärt auch die Indizierung. Alle DLC´s sowie grafisch verbessert ein Fest für Shooter-Fans.

Wertung: 88%

5. Resident Evil 7 Biohazard

Der Horror kehrte mit Resident Evil 7 wieder an grauenhafte Ursprünge zurück. Capcom ersetzte die Dauer-Action, der letzten Teile durch bedrohlichen Grusel aus der Ego-Perspektive und konnte den Januar für sich entscheiden. Wir schlüpften in die Haut von Ethan, dieser suchte in Dulvey, Louisiana nach seiner verschollenen Freundin. Doch Familie Baker hieß ihn auf ihre ganz eigene Weise willkommen. Grafisch durchaus ansehnlich, orientierte man sich klar an Indie-Titeln wie Outlast ohne aber seine Kernelemente wie Kräuter oder Crafting zu vernachlässigen. Ein atemloser Trip mit Alptraum-Garantie.

Wertung: 91%

4. Mario + Rabbids Kingdom Battle

Was kommt dabei heraus, wenn Ubisoft und Nintendo ein exklusives Spiel für Nintendo Switch entwickeln? Richtig! Großer Spaß und der Beweis, dass auch Taktik-Strategie á la XCOM in einer jugendfreien Version wunderbar funktionieren. Das Konzept ist regelrecht süchtigmachend und konnte uns einige Nächte vor dem Bildschirm halten. Die Rabbids treffen auf Mario, Luigi und Princess Peach und geraten in ein unvergessliches Abenteuer. Bitte mehr von solchen Kooperationen im nächsten Jahr!

Wertung: 91%

3. Horizon Zero Dawn

Sony hat mittlerweile einige Entwicklerschmieden inne und lässt ihnen genügend Zeit ihre eigenen Ideen sowie Vorstellungen umzusetzen. Mit großer Sicherheit kam nur durch diesen Spirit solch ein Hit wie „Horizon Zero Dawn“ zu Stande. In einer postapokalyptischen Open World mit wandelnden Robo-Sauriern unterwegs, decken wir mit Heldin Aloy die Geschichte auf, wie es dazu kam. Die Inszenierung ist großartig und verblüfft mit guten Twists. Zumal das Gesamtpaket mit Gameplay und Langzeitmotivation einfach stimmt und mit „Frozen Wilds“ ein ebenso toller DLC veröffentlicht wurde.

Wertung: 93%

2. Super Mario Odyssey

10 Jahre nach seinem letzten großen Jump´n´Run-Abenteuer kehrte Super Mario Ende Oktober zurück auf die Bildschirme. Sichtlich schärfer dank HD-Screens und per Nintendo Switch auf mobil müssen wir einmal mehr Prinzessin Peach aus den Klauen Bowsers befreien. Alleine die kreativen kunterbunten Welten mit ihren abwechslungsreichen Aufgaben sind wahrlich hervorragend. Mit neuem Kumpel Cappy übernehmen wir per geschmeidigem Mützenwurf allerlei Gegner und Figuren und können in neue Bereiche sowie unzählige Power-Monde sammeln. Die Wartezeit hat sich in jeglicher Hinsicht gelohnt, der Spielspaß ist enorm und ein absoluter Kaufgrund.

Wertung: 96%

1. Zelda: Breath of the Wild

Nintendo hat es fertig gebracht das erste Jahr seiner neuen Konsole fast nur mit Highlights zu füllen. Nach der reichlich vergeigten WiiU-Ära musste das natürlich auch sein, konnte jedoch mit Ports bzw. Nachfolgern von Mario Kart oder Splatoon auf hier punkten. Zelda ist gewiss mit Super Mario eine der größten Marken des japanischen Unternehmens. Direkt zum Konsolen-Launch wurde eine frische Richtung eingeschlagen und trotzdem bekannte Traditionen beherzigt. Selten forderte ein Spiel mehr die eigene Kreativität zu benutzen um weiterzukommen. Das Gameplay war mit zerstörbaren Waffen um einiges schwerer, besaß aber so viel Charme um diese Umstellungen vergessen zu machen. Link´s Reise waren uns mehrere Nächte wert. Ein Meisterwerk!

Wertung: 97%

Alles in allem war 2017 ein guter Jahrgang. Deutlich mehr Tiefe hatten Handlungen und Schwierigkeiten beim Gameplay erlebten wir relativ selten. Der Switch-Release war ein voller Erfolg – Super Mario und Zelda die Kirschen auf dem übergroßen Eisbecher. Zudem im kommenden Jahr auch ein neuer Teil der „Metroid Prime“-Reihe und Bayonetta 3 uns erwartet. PlayStation wartet mit einer Vielzahl von vermeintlichen Hochkarätern wie „Spider-Man“, „Days Gone“ und „The Last of Us Part 2“ auf. Xbox versucht mit der kürzlich veröffentlichten Xbox One X sich im Absatz zu steigern und will mit „Crackdown 3“ und einem frischen „Halo“ punkten. Wir bleiben gespannt und halten euch auch im neuen Jahr auf dem Laufenden. Guten Rutsch!

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The Evil Within 2 im großen Test

The Evil Within 2
© Bethesda

The Evil Within 2 präsentiert sich als überaus gelungene Fortsetzung und serviert dem Spieler ein zutiefst menschliches sowie emotionales Actiondrama mit gekonnt dosiertem Survival-Horror. Hat Studio Tango hier ein Meisterwerk abgeliefert? Unser Test verrät es euch.

Beschwerlicher Anfang

Emotionen machen uns menschlich. Negative wie positive Ereignisse hinterlassen Spuren in unserer Vergangenheit. Sie prägt uns. Verlust und Trauer gehören hier zu den schlimmsten, lassen uns zweifeln oder misstrauisch werden. Ein Mann rennt panisch auf ein brennendes Haus zu. Lodernd zügeln die Flammen bedrohlich an Fassade und drohen alles zu vernichten. Nur mit Glück kommt er ins Innere des Gebäudes und sprintet nach oben. Die bunt geklebte Tür reißt er auf. Ehe er das Mädchen retten kann, verbrennt er augenblicklich. Sebastian Castellanos erwacht schweißgebadet in einem typischen Diner auf. „The Evil Within 2“ macht gleich zu Beginn viel mehr richtig als sein direkter Vorgänger. Während wir in Teil 1 mit blassen Figuren mitten ins Gruselkabinett liefen, fängt die Fortsetzung glaubwürdiger an. Entwickler-Legende Shinji Mikami sagte sich 2010 von Capcom los und produzierte mit selbst errichtetem Studio (Tango Gameworks) eigene Titel unter Bethesda Flagge. 2013 war es mit „The Evil Within“ soweit, es sollte die geistige Nachfolge vom Genre-Meilenstein „Resident Evil 4“ werden und kam trotz einiger Probleme bei Spielern gut an. Ich persönlich war kein großer Fan davon. Mit „Over-the-Top“-Gore und blassen Figuren wollte es bei mir nicht zünden. Dennoch waren wir wenig angetan als Bethesda eine Fortsetzung in Auftrag gab. Ich sollte mich irren.

Die Handlung von „The Evil Within 2“ spielt drei Jahre nach den Ereignissen in der Beacon-Nervenklinik aus Teil 1. Detective Sebastian Castellanos hat die Geschehnisse und Auswirkungen nicht verkraftet. Seine Frau verließ ihn und Tochter Lily ist bei einem Brand ums Leben gekommen. Er verlor seinen Job bei der Polizei und den Willen in der Flasche. Nach wie vor glaubt Sebastian nicht, dass seine Tochter gestorben ist. Bei Recherchen findet Hinweise auf die Geheimorganisation „Mobius“ und STEM. Ex-Kollegin Kidman, die wiederum für „Mobius“ arbeitet, „überredet“ ihn zu einem zweiten Gang in eine neu entwickelte STEM-Apparatur. Mit dem Argument, dass er damit seine Tochter aus der Geisteswelt rettet, lässt er sich drauf ein. Ab jetzt führt ein Weg in die Hölle – Rein. Zu allererst muss man Writer Trent Haaga ein starkes Lob aussprechen. Er schaffte es Hauptfigur Sebastian in den ersten 15 Minuten menschlicher wirken zu lassen, als es im Erstling je der Fall war. Wurden wir in Teil 1 fast kommentarlos in eine heftige Schlachtplatte rein geworfen, ist dies hier anders. Sebastian wird als zynischer aber gebrochener Mensch vorgestellt, der jedes Mittel in Kauf nimmt sein Kind zu retten. Es fühlt gar so an, als ob man vor drei Jahren ausschließlich eine halbfertige Version gespielt hatte. Kidman glänzt durchweg mit ihrer undurchsichtigen Rolle und steht uns im Spielverlauf mit Rat und Tat zur Seite. Das ist auch bitter nötig. Die Welt von „The Evil Within 2“ strotzt nur so vor Gefahren. Neben normalen Gegnern finden sich regelmäßige Bosskämpfe. Diese sind kreativ gestaltet und erfordern eine jeweils neue Strategie. Besonders die letzten 20 Minuten erinnern mit ihrem Bombast an alte Resi-Teile.

Von offenen Leveln und sicheren Räumen

Shinji Mikami wollte im zweiten Teil Open World-Elemente mit linearer Erzählung verbinden. Das gelingt in Maßen. Ich störe mich doch sehr am PR-Sprech einer „offenen Welt“. Klar, die Spielwelt ist weitaus größer gestaltet, aber bei genauerem Hinsehen eben nur ein großes Level. Natürlich gibt es auch diese kleinen verschrobenen gar fluchtartigen Areale, wird jedoch dadurch aufgelockert. Wir können nur sagen – Zum Glück! – wurde das Gameplay aufgebohrt. Dieses ist nun nicht mehr störanfällig und orientiert sich klar an „Last of Us“. Rennen, schleichen, Aktionen gehen nach rund 30 Minuten geschmeidig vom Controller. Mit jeweils frei belegbaren Richtungstasten sortieren Waffen sowie Heilgegenstände. Das Zielen funktioniert auch deutlich flotter. Begegnungen mit Feinden müssen nicht zwangsläufig offensiv beendet werden. Mit Schleichangriffen sind wir deutlich bedachter unterwegs und teils nicht zu entdecken. Stichwort: Büsche. Die Besessenen (keine Zombies!) folgen Geräuschen sowie unvorsichtige Bewegungen. Zur Not finden wir uns eben im Nahkampf wieder. Einer ist kein Problem, mehrere dagegen schon. Dieses Muster wird besonders im ersten Drittel verlangt, bis sich Sebastian im späteren Verlauf ohne Mühe mit Gebrüll und Schrotgewehr angreift. Neu hinzukommend sind die „Safe Houses“. Alle 30-45 Minuten finden wir einen Raum, in dem wir sicher sind. Meist mit anderen NPC´s warten dort frische Munition, Kaffee und Portale zu „Sebastians Zimmer“. Denn anders als Teil 1, weiß die Hauptfigur, dass sie sich im STEM befindet. Dieses ist dem früheren Büro nachempfunden. Hier verbessern wir an Werkbänken unsere Waffen auf und statten Krankenschwester Tatiana einen Besuch ab. Bei ihr wandeln wir, von erledigten Gegner absorbiertes, grünes Gel in Upgrades für Sebastian um. Von mehr „Sprintpower“ bis zu neuen Nahkampf-Moves können wir uns austoben. Zudem finden wir ab und an auf unserer Reise Dia´s die wir uns ansehen können. Bei leichtem bis mittlerem Schwierigkeitsgrad finden wir immer ausreichend Munition, so dass wir nur selten Angst haben müssen, ohne Kugeln dazustehen. Auch ist es möglich unterwegs Medi-Kits und Munition zu craften.

„The Evil Within 2“ wirkt deutlich ausgereifter als Teil 1. Verstand man hier nur mithilfe des Internets wirklich jeden angerissenen Storyfaden, darf man sich bei der Fortsetzung auf Hollywood-reife Spannungsbögen freuen. Aus einem Guss sozusagen. Ziel ist es Sebastian´s Tochter Lily zu retten. Vorbei die Zeiten als uns übermäßig viele Grafikeffekte vorgesetzt wurden, um gewisse Unruhe beim Spieler zu erzeugen. Gerade in ruhigen gar düsteren Gebieten ist Spannung mit am stärksten. Schreie verhallen. Blutlachen an der Wand. Sebastian tiefes Atmen – Großartig! Auch begegnen wir mehr als einem Widersacher. Deutlich interessanter geschrieben ist „Stefano Valentini“. Ein Künstler, der mit seinen Fotografien Menschen in zeitliche Dauerschleife stecken kann. „Krankes Arschloch“ wie Sebastian es treffend bezeichnet, wenn wir zu Beginn an eben diesen „Kunstwerken“ vorbeilaufen. Das Missionsdesign ist angenehm abwechslungsreich und lässt uns nach größeren Kämpfen, Zeit zum durchatmen. Im Großen und Ganzen bedient sich das Spiel einer Art Schnitzeljagd, die jedoch so atmosphärisch und charmant erzählt wird, dass man im Grunde nicht merkt. Mit teils in Spielgrafik und teils Render-Sequenzen wird uns die Storyline näher gebracht. Hingegen hat das Spiel keine Angst davor uns in völlig neue Gebiete mit frischen Gesichtern zu werfen. Von albtraumhaften Höllen-Levels eines DOOM in saftige ergrünte Wälder á la „The Last of Us“.

Technisch ist „The Evil Within 2“ mit wenig Makeln. Trotz PS4 Pro und recht stabiler Präsentation ist während unseres Test der Titel abgestürzt. Dank fairer verteilten Checkpoints war diese Angelegenheit verschmerzbar aber nervig. Nur wirklich hektischen Situation entstehen Framedrops, die freilich unauffällig bleiben. Sonst ist das Horrorspiel befreit von Kantenflimmern etc. Ladezeiten halten sich mit rund 10 Sekunden nach einem Tod im Rahmen, auch wenn ihr nicht häufig sterben werdet. „Ordinary World“ von Duran Duran als Cover-Version von „TheHitHouse“ ist mitunter wichtigster Bestandteil des Score. Einzelne Klaviernoten stimmen Parallelen ein und passt wunderbar zur Grundstimmung des Spiels. Sonst untermalt dieser Kämpfe nicht nervend. Sounddesign ist überaus gut gelungen. Schrotflinten hören sich brechend an und Feinde stoßen widerwärtige Geräusche in glasklarer Qualität ab.

Unser Fazit zu „The Evil Within 2“

Ich bin ehrlich, wenn ich sage, dass „The Evil Within 2“ das emotionalste Horrorspiel der letzten Jahre ist. Schuld, Trauer und Verzweiflung sind klare Motivatoren für einzelne Handlungen der Figuren im Spiel. Writer Trent Haaga beweist mit meisterhaftem Spürsinn welches Verhalten in der Spielwelt welche Gegenreaktion auslöst. NPC´s sind keine reine Randfiguren mehr sondern besitzen eigene ausgefeilte Persönlichkeiten. Während kam mit oft der Gedanke, dass Teil 1 nur das Grundkonzept war, dass mit der Fortsetzung in insgesamt allen Punkten perfektioniert wurde. Nehmt euch rund 10 Stunden Zeit und reist mit Sebastian in seine persönliche Hölle. Dieses Spiel ist es wert!

Entwickler: Tango Gameworks – Preis: 69,99 Euro – Für PlayStation 4, Xbox One und PC – USK: ab 18

Resident Evil Revelations im Test

Resident Evil: Revelations
© Capcom

Resident Evil: Revelations lässt endlich auch PlayStation 4 und Xbox One-Spieler einen gruseligen Dampfer erforschen. Verbesserte Grafik, optimierte Steuerung sowie klassisches Resi-Feeling – wir haben uns den Horror-Titel genauer angesehen und verraten, ob sich der Seegang lohnt.

Zurück zu den Anfängen

Zu allererst die wichtigste Information. Dieses Spiel erschien vor mittlerweile 5 Jahren exklusiv für Nintendo´s Handheld 3DS. Es war eine Zeit der Unwissenheit von Entwicklern, die mit Resident Evil zwar noch immer eine starke Marke in Sachen Horror inne hielt, jedoch gerade Hauptteile an Qualität verloren. Zu actionreich! Zu chaotisch! Lautete das Urteil vieler Fans. Da gerade der Erstling trotz geringer Technik ein atmosphärisches sowie zeitloses Erlebnis schuf, konnten danach nur bestimmte Teile überzeugen. Beispielsweise Teil 4, an dem maßgeblich Entwickler Shinji Mikami beteiligt war und heute mit „The Evil Within“ seine ganz eigene Fortsetzung im Geiste veröffentlicht. Es brauchte neuen Schwung und es sollte bis zum Januar 2017 dauern, bis Capcom mit „Resident Evil 7“ die Kehrtwende einläutete und mit hartem Survival-Horror wieder zeigte wo der Hammer hängt. In diesem Zeitraum versuchte man jedoch mit dem Spiel „Revelations“ die alten Fans mit deutlich weniger Bombast und mehr subtilem Grusel anzulocken. Damals ein Hit auf vielen Nintendo 3DS-Geräten offenbarte, dass die alte Formel noch immer funktionierte. Deswegen wurde Teil 2 direkt für die Heimkonsolen von Sony & Microsoft entwickelt. Teil 1 bekam vor wenigen Tagen nun seinen Einstand auf den aktuellen Konsolen.

Zur Handlung: Resi-Heldin Jill Valentine erhält einen mysteriösen Notruf ihres Kollegen Chris Redfield vom havarierten Kreuzfahrtschiff Queen Zenobia auf See. Zusammen mit Partner Parker Luciani geht sie dem nach und stellt fest, dass sich es als Falle herausstellte somit nehmen die Ereignisse ihren Lauf. In abwechslungsreichen 12 Episoden schlagen wir uns durch das Innere des Schiffs, erforschen auch außerhalb und entwirren langsam die teils überraschende Handlung. Inklusive einiger Story-Rückblenden, in dem wir auch STARS-Agent Chris Redfield steuern dürfen. Hier kann man Capcom zwar ankreiden, dass ein Herausreißen aus stimmungsvollen Arealen nicht gerade hilfreich ist, trotzdem bleibt die Story übersehbar und am Ende nicht so wirr wie in Resident Evil 6. Mal von einem prächtig düsteren Bankett-Saal an einen trostlosen Stadtrand katapultiert zu werden, ist nicht gut gedacht. Zudem spielt „Revelations“ zwischen Teil 5 und Teil 6.

Bessere Steuerung, stabile Technik

Spielerisch wurde die Steuerung gegenüber der PC- und Old Gen-Versionen optimiert und lässt sich nicht mehr so behäbig steuern. Das Gameplay selbst ist angenehm intuitiv gehalten und endet nicht mit Fingerkrämpfen. Laufen via Stick, stehen bleiben, anvisieren und schießen. Dies klappt auch bei übergroßen Gegnern hervorragend, so dass es in hektischen Auseinandersetzungen keine immensen Schwierigkeiten gibt. Das obligatorische Kräuter sammeln findet sich auch bei „Resident Evil: Revelations“. Grüne gemixt mit roten ergibt eine starke Medizin etc. Auf unserem Abenteuer finden sich auch einige Waffen darunter eine Schrotflinte oder ein Maschinengewehr. Keine Angst, trotz markiger Knarren haben wir immer zu wenig statt zu viele Patronen dabei. Survival-Horror in Vollendung. Aufmerksame Leser haben es schon erblickt – das Spiel hat die USK 16-Freigabe. Es ist nicht sonderlich brutal, Blut fließt nicht Strömen und trotzdem sehen die Gegner ekelhaft genug für kleinere Alpträume aus. Gerade weil viele Dialoge geführt werden empfehlen wir euch die englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln.

Grafisch wurde „Resident Evil: Revelations“ verbessert. Tearing oder hakelige Zwischensequezen konnten hierbei nicht feststellen. Zudem das Spiel bei stabilen 60fps in 1080p Optik auf eurem Bildschirm flimmert. Objekte in Ferne sind leider arg verwaschen und die Texturen erscheinen uns altbacken. Wobei man hier sagen muss, dass der Schritt eines Nintendo 3DS-Titels auf aktuelle Konsolen groß und durchaus galant gewuppt wurde. Score hält sich angenehm zurück und unterstreicht in Story-Sequenzen die jeweilige Stimmung gut. Geräusche wie von annähernden Feinden sind glasklar. Online-Gamer können sich noch in verschiedenen Maps im „Raubzug-Modus“ austoben.

Unser Fazit zu Resident Evil: Revelations

Ein altes Resident Evil im neuen Gewand! Es bedeutet einem Publisher schon einiges, dass er ein Spiel vom Nintendo 3DS extra für gar alle vorhandenen Konsolen portiert. Hier herrscht noch Grusel-Atmosphäre wie in den ersten Teilen. Knatschende Holzgiebel, merkwürdige Geräusche von allen Seiten und wenig Waffengewalt könnte viele Liebhaber wieder zu einem neuen Resi-Abenteuer locken.

Entwickler: Capcom – Preis: 29,99 Euro – Für PlayStation 4 & Xbox One – USK: ab 16

Gamescom 2017: „The Evil Within 2“ erstmals angespielt

The Evil Within 2
© Bethesda

The Evil Within 2: Der Weg führt nicht AUS sondern IN die Hölle. Rund 60 Minuten begleiteten wir Detective Sebastian Castellanos auf seinem Weg in eine mysteriöse Kleinstadt und flüchten vor schaurigen Horrorgestalten. Wird die Fortsetzung neue Akzente setzen können?

Resident Evil-Erfinder und Entwickler-Legende Shinji Mikami hat gewiss am meisten für heutige Horrorspiel Maßstäbe getan. Bereits 1996 hat Mikami einen heutigen Horrorklassiker aus der Taufe gehoben, der heute öfter als man meint zitiert wird – Resident Evil. Der Mix aus Erforschung des herrenlosen Herrenhauses und pointierter Schreckmomente + Kämpfe konnten Kritiker sowie Spieler auf dem Erdball beeindrucken. Nach dem Weggang von Capcom machte sich Mikami selbstständig und eröffnete sogleich das eigene Studio „Tango Gameworks“. Somit stand auch sein neues Spiel „The Evil Within“ fest, dass unter Publisher Bethesda veröffentlicht werden sollte. Klar als „Resident Evil 4“-Nachfolger im Geiste war der Titel um einiges blutiger und erinnerte in vielen Momenten auch an eine andere Marke – Silent Hill.

Von Kleinstadt-Idylle zum Alptraum

Im Rahmen eines PR-Events konnten wir rund 60 Minuten aus dem kommenden Titel anzocken. In „Chapter 2“ erwachen wir im Inneren eines Kellers. Kriechen durch kleine Löcher im Zaun und entdecken kurz danach, mit Laken bedeckte, Leichen im Raum. Kaum drehen wir uns verändern sich die Stellen und wir werden per Spiegelreflex-Licht durch eine Tür gezogen. Plötzlich steht eine Horrorgestalt vor uns, die Sebastian gnadenlos durch den Korridor jagt. Nur durch Zufall entkommen wir dem Feind und wachen in einer Kleinstadt namens „Hope“ auf. Doch der idyllische Schein trügt, die Bewohner sind zu grauenhaften Wesen mutiert.. Zum Glück finden wir eine Pistole mit 8 Patronen und versuchen wie in Teil schleichend unseren Weg zu meistern. Das gelingt auch soweit, jedoch sind die Gegner teils zu schnell, sodass wir effektiv angreifen können. Per Messer wehren wir uns zwar, aber das ist als allerletzte Möglichkeit zu sehen. Auto-Aim ist hilfreich und verschafft unbedarften Spielern auch Erfolgsmomente. Steuerung ist vom Vorgänger übernommen. Grafisch reißt „The Evil Within 2“ keine Bäume aus, sieht aber um Welten besser Teil 1 aus. Zudem wurde die Letterbox & Störfilter entfernt. Spielerisch erinnert es in manchen Momenten doch stark an „The Last of Us“. Wir gespannt auf den Release am 13. Oktober 2017.

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