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Counter vs. Quote

Über Jahrzehnte hat man sich über die Quotenmessung aufgeregt und es gab nie eine wirkliche Lösung. Nun übernehmen die Views die Macht.

Die altmodische Quotenmessung ist heute nur noch ein Relikt aus dem Fernsehzeitalter. Zwar wird mit dieser Messung noch immer Geld verdient, doch in Zukunft werden ganze Nutzerprofile über jeden Zuschauer erstellt.

Im Internet kennt man die „Views“ schon lange. YouTube zählt jeden Zugriff auf ein Video und viele Dienste sogar die Verweildauer auf den einzelnen Medien. So werden Geräteklassen erfasst, Personen automatisch zugeordnet und ganze Profile erstellt. Anhand dieser Daten wird der Zuschauer analysiert und mit neuen Empfehlungen bombardiert.

Ein kleiner Zähler verdrängt so täglich die klassische TV-Quote. Man kann damit den kompletten Medienkonsum eines Nutzers erfassen. Nur wird diese Erfassung auch das ganze Geschäft gehörig auf den Kopf stellen. Hier kann man nicht mehr Programm gegen das Publikum senden und 35 Jahre lang die gleiche TV-Show hypen. Die blanken Zahlen werden in Zukunft über weitere Staffeln entscheiden. Der Computer übernimmt durch Datenbanken die Planung von Produktionen.

Im Bereich Thriller gibt es steigende Abrufzahlen? Dann produzieren wir hier eine neue Show. Die Menschen interessieren sich zu 64 Prozent für Aliens? Dann muss in jenem Thriller auch ein Alien die Hauptrolle spielen. 35 Prozent unserer weiblichen Zuschauer mögen Thriller und schauen gerne Dokumentationen über Schottland? Dann wird es wohl ein schottischer Thriller mit einem Alien. So zumindest könnte man eine Zukunft in der Medienindustrie skizzieren.

Weiterlesen? Die komplette Kolumne finden Sie hier auf Quotenmeter.de