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Filmkritik zu ES: Kapitel 2 – Schauriges Finale

© Warner Bros.

Nach 27 Jahren kehrt Horrorclown Pennywise zurück – in der Fortsetzung zum erfolgreichen „ES“ inszeniert Regisseur Andrés Muschietti einen gnadenlosen Kampf, der die humorige 80er-Jahren-Perspektive hinter sich lässt und die Gegenwart zum Alptraum wandelt. Unsere Filmkritik.

ES ist zurück

ES war schon immer da. ES tyrannisiert das kleine Städtchen Derry, in der das höchste der Gefühle ein abendlicher Gang ins Kino ist. ES ist die Reinkarnation von Angst. ES ist wieder da. Verfilmungen von Stephen King erleben derzeit eine wahre Hochsaison. Bereits seit einiger Zeit arbeitet vorrangig Warner Bros. an Neuauflagen oder filmischen Neuerzählungen wie der im November startende „Shining“-Nachfolger „Doctor Sleep“. Weiterlesen…

Filmkritik zu „X-Men: Dark Phoenix“

© Fox

Das neueste Abenteuer der X-Men offenbart die größte Gefahr für das Kino. Uninspirierte Langeweile. Trotz starkem Cast bleibt der Film belanglos und missversteht gar seine Rolle als Superhelden-Film. Unsere Filmkritik.

Zwischenfall mit Folgen

Es ist wirklich ein Jammer. In den Vereinigten Staaten erfreuen sich die X-Men ungeheurer Beliebtheit. Hier in Europa waren sie stets das Schlusslicht der großangelegten Marvel-Verfilmungen – kein immenser Box-Office á la „Captain Marvel“ oder gar „Venom“ von Sony. Nein, die Mutanten der Hauptreihe sind straight auf ihrer eigenen Seite geblieben. Nur „Deadpool“ erreichte durch irren Humor sowie abgedrehte Action mehr Kinogänger. Nach dem eher enttäuschenden Vorgänger „Apocalypse“ ist Ruhe in den Alltag von Mystique, Jean Grey und allen anderen Mutanten eingekehrt. Nur Professor X (James McAvoy) wird nicht müde seine Gruppierung auf immer gefährliche Missionen zu schicken. Nach einem Zwischenfall im Weltall, in der Jean Grey (Sophie Turner) von einer Sonneneruption erfasst wurde, ist sie stark verändert. Ihre Kraft steigt kontinuierlich und verursacht eine massive Wesensveränderung. Währenddessen sucht die undurchsichtige Vuk (Jessica Chastain) nach ihr. Der Plot ist nicht der Rede wert. Immerhin versucht Drehbuchautor und Regisseur Simon Kinberg mit fragwürdigen Kniffen vollends jeden zu verwirren, der die X-Men-Filmreihe seit Anbeginn kennt. Okay, zwar wurde die Staffelübergabe von Stewart/McKellen durch McAvoy/Fassbender nun durchgezogen – dennoch bleibt man oftmals fragend zurück.

Neben die reichlich dünne Story sowie die gelangweilte Art und Weise des ansich starken Casts ist fast schon traurig. Während McAvoy, Fassbender und Hoult gewohnt glaubwürdig agieren scheinen Lawrence sowie Turner nur zufällig am Set zu stehen. Die Action wirkt im Vergleich zum Vorgänger deutlich reduzierter. Logiklöcher werden billigend in Kauf genommen. Der mittlerweile elementare Sarkasmus der vollwertigen Marvel-Streifen ist gar nicht vorhanden und der gesamte Film ist viel zu nüchtern inszeniert. Da bringt es auch nur reichlich wenig, dass Effekte zwar ansehnlich sind aber der 3D-Touch hier kaum zum Tragen kommt. Für einen Superhelden-Film, der X-Men trotz hohem Anspruch auch sein will, ist erschreckend wenig Schauwert vorhanden. Zu allem Überfluss verheizt man eine hervorragende Schauspielerin wie Jessica Chastain für rund 15 Minuten Screentime. Der Score von Hans Zimmer ist gewohnt mächtig orchestral bleibt aber keineswegs nach Ende des Abspanns im Kopf hängen. Zumal das Abenteuer im Jahr 1995 spielt also kurz vor den Ereignissen des ersten X-Men im Jahr 2000 – ergibt die Handlung keinen Sinn. Es bleibt spannend wie Disney bzw. Marvel diese Figuren in ihr Universum einführt. Leicht wird es nicht.

Unser Fazit zu „X-Men: Dark Phoenix“

Lustlos wir der nächste X-Men-Film auf die Leinwand gebracht. Logiklöcher – geschenkt. Halbgare Story – geschenkt. Aber, wenn selbst den Darstellern dieser Film nur das Mindestmaß an Leistung abverlangt ist man als Zuschauer tatsächlich etwas genervt. Am Schluss bleibt der letzte richtige Fox-Film kein guter (vorzeitiger) Abschluss der X-Men-Reihe.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „X-Men: Dark Phoenix“ gibt es hier.

„Glass“, „Robin Hood“ & „Manhattan Queen“ im Kino-Flash – Januar 19

Kino-Flash
Kino Flash

Am Ende des Monats kommt der – Kino-Flash! Hier besprechen wir Filme, für die es keine große Kritik bei uns gab. Heute vollgepackt ins neue Jahr u.a. mit “Glass”, “Robin Hood” und “Manhattan Queen”.

Glass

Regisseur, mit dem gewohnt schwierigen Namen, M. Night Shyamalan erlebt dank „Split“ und dem Found Footage-Schocker „The Visit“ sein zweites Karrierehoch. Damit darf er mit Unterstützung von Blumhouse Entertainment endlich die von langer Hand geplante „Estrail 177“-Trilogie bestehend auf „Unbreakable“, „Split“ und eben „Glass“ zu Ende führen. Anstatt dem Vorgänger ähnlich auf Horroraspekte zu setzen gleitet man wieder auf der Thriller-Schiene und vereint alle jede Hauptfiguren wie David Dunn (Bruce Willis), Elijah Price (Samuel L. Jackson) sowie Kevin Wendell Crumb (James McAvoy) innerhalb einer Psychatrie. Hier versucht Dr. Ellie Staple (Sarah Paulson) die vermeintlichen Superhelden-Fähigkeiten zu erklären bzw. aufzudecken. Gibt es überhaupt Superhelden? Shyamalan konzipierte mit „Glass“ einen Superheldenfilm, der realistischer und ernster als Konkurrent Marvel/DC wirkt. Neben der exzellenten Kameraarbeit, die bekanntlich auf Standards verzichtet ist die Präsentation mit ihren Wirrungen absolut sehenswert. Zudem muss einmal mehr McAvoy hervorgehoben werden – er spielt seine unzähligen Persönlichkeiten mit solcher Bravour, dass Komik, Tragik und Unbehaglichkeit Hand in Hand gehen. Mit seinen 129 Minuten etwas zu lang, 15-20 Minuten weniger hätte Längen ausradiert. Trotzdem ist der Abschluss der Trilogie zu empfehlen.

Release: 17. Januar. 2019 | FSK: ab 16 | 3D: Nein. | Post-Credit Scene: Nein.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Glass” gibt es hier.

Kino-Flash

© Blumhouse

Kalte Füße

Mit „Kalte Füße“ eröffnet Wolfgang Groos (Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt) das deutsche Kinojahr 2019. Mit einer Story, die genauso gut hätte in Amerika, England oder Norwegen spielen können. Der Kleinkriminelle Denis (Emilio Sakraya) hat größere Schulden bei Gangsterboss Adam (Aleksandar Jovanovic) – seine Idee: Denis soll bei dem älteren wohlhabenden Raimund Groenert (Heiner Lauterbach) in sein Anwesen einbrechen. Da die Hütte mitten in der österreichischen Tundra liegt, kommt da gerade recht. Während des Einbruchs kommt zufällig seine Enkelin (Sonja Gebhardt) vorbei, die Denis für Raimund´s Pfleger hält, da er vor kurzem einen Schlaganfall erlitten hat. Was danach folgt ist eine recht amüsante Verwechsungs/Gaunerkomödie, die durch ihre Darsteller charmant daherkommt jedoch durch Bad Taste-Humor etwas leidet. So pinkelt zum Beispiel Denis aus offenem Fenster, bei -12 Grad draußen, und dabei friert sein bestes Stück ein. Solche Abschnitte hätte es nicht gebraucht. Auch wenn der Zuschauer den Ausgang schon meilenweit gegen den Wind riecht halten die pfiffig geschriebenen Dialoge am Ball. Zudem beweist Lauterbach, dass er auch ohne ein einziges Wort zu sprechen nicht untätig ist.

Release: 10. Januar. 2019 | FSK: ab 12 | 3D: Nein. | Post-Credit Scene: Nein.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Kalte Füße” gibt es hier.

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© Sony Pictures

Robin Hood

Robin Hood kehrt mal wieder mit seiner Ursprungsgeschichte zurück in unsere Kinos. Anders als im Ridley Scott-Vehikel mit Russell Crowe von 2010 mit deutlich mehr Zeitlupen und jugendlichem Spirit. „Kingsman“-Veteran Taron Egerton mimt den Pfeile verschießenden Rächer der Armen im Kampf gegen den Sheriff von Nottingham gespielt von Ben Mendelssohn. Als der Abspann lief dachte ich mir zweifellos, das wäre die bessere „Assassins Creed“-Verfilmung geworden. Blockbuster-Action in opulenter Optik sowie recht einfach zu merkende Motivationen der Hauptfiguren. Die Handlung rund um Robin von Locksley Einzug in die britische Armee in der er, im Einsatz auf seinen späteren Companion „John“ (Jamie Foxx) trifft ist zwar ausgelutscht erfüllt jedoch ihren Zweck. Hier ist es doch schade, dass der Film in Amerika gerade zu mit 30 Mio US-Dollar zu 100 Mio. US-Dollar Budget gefloppt ist. Denn unsehbar ist „Robin Hood“ dank hochwertigem Setting ganz und gar nicht.

Release: 10. Januar. 2019 | FSK: ab 12 | 3D: Nein. | Post-Credit Scene: Nein.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Robin Hood” gibt es hier.

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© Lionsgate

Manhattan Queen

„Don’t be fooled by the rocks that I got
I’m still, I’m still Jenny from the block“

Das mag sich auch J.Lo gedacht haben, als sie das Drehbuch zu „Manhattan Queen“ in ihrem Loft in New York las. „Manhattan Queen“ versucht verzweifelt die alten Komödien der frühen 2000er wiederzubeleben und scheitert mit parallel erzählten Storylines etwas. Zur Story: Wenn Maya (Lopez) nicht in Oscar-Make-Up durch Brooklyn joggt ist sie tatkräftige Vize-Filialleiterin einer größeren Supermarkt-Kette. Die erhoffte Beförderung geht schief und sie bekommt durch falsche Zeugnisse unwissentlich eine Job in Manhattan. In einem Make-Up-Unternehmen. „Get Smart“-Regisseur Peter Segal versucht in „Second Act“ die Formel aus „Manhattan Love Story“ zu kopieren und schafft nicht den Charme der Vorlage zu erreichen. Okay, die Gags zünden teilweise was zum Großteil an Leah Remini liegt, die endlich ihre Leinwand-Power zeigt. Zum anderen fehlt ein Gegenpart wie Ralph Fiennes. Viel schlimmer – Segal erzählt ab der Mitte eine gänzlich neue Handlung, die für einen eigenen Film reicht. Naja. Die One-Women-Show mit J.Lo ist typisch für Frauen nach 5 Flaschen Piccolo konzipiert.

Release: 17. Januar. 2019 | FSK: ab 0 | 3D: Nein. | Post-Credit Scene: Nein.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Manhattan Queen” gibt es hier.

Kino-Flash

© Tobis

Creed 2: Rocky´s Legacy

Blut. Schweiß. Auferstehung. Rache. „Creed 2“ ist Boxfilm par excellence. Er macht keine halben Sachen und versteht es unerbitterlichem Willen seiner Figuren auch die Seiten dahinter dem Publkum näher zu bringen. Adonis „Donnie“ Creed (Michael B. Jordan) ist nach Sieg gegen Conlan auf klarer Erfolgslinie und nicht mehr zu stoppen. Das entgeht auch Ivan Drago (Dolph Lundgren) nicht, der seinen Sohn Viktor zum knallharten Boxer trainiert. Bald muss sich Donnie entscheiden – Familie oder Sieg? Trotz leichter Pacing-Probleme bei 130 Minuten Laufzeit bleibt er spannend, kernig und beweist Mut zum Drama. Alleine die choreografierten Fights sowie Openings sind on point! Stallone, der hier wie schon bei „Creed“ das Drehbuch schrieb, konzentriert sich nicht auf kurze Screentime sondern als alternder Trainer mit viel Leidenschaft. Jordan überzeugt ebenfalls und spielt seine Rolle nun mutiger. Der Cast wird durch Haudegen Dolph Lundgren erweitert – gewohnt kalte Blicke mit Esprit. Fazit: Absolut sehenswert!

Release: 24. Januar. 2019 | FSK: ab 12 | 3D: Nein. | Post-Credit Scene: Nein.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Creed 2: Rocky´s Legacy” gibt es hier.

Kino-Flash

© Warner Bros.

Patrick Stewart über James McAvoy und Professor X

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Patrick Stewart erklärt bei Set Meyers in der Late Night Show sein Aus als Professor X. Vor allem aber freut er sich nicht nur zusammen mit seinen Enkelkindern auf seinen Auftritt als Poop-Emooji, sondern gibt James McAvoy auch noch einen kleinen Seitenhieb.

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