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Tagged: Grusel

Filmkritik zu ES: Kapitel 2 – Schauriges Finale

© Warner Bros.

Nach 27 Jahren kehrt Horrorclown Pennywise zurück – in der Fortsetzung zum erfolgreichen „ES“ inszeniert Regisseur Andrés Muschietti einen gnadenlosen Kampf, der die humorige 80er-Jahren-Perspektive hinter sich lässt und die Gegenwart zum Alptraum wandelt. Unsere Filmkritik.

ES ist zurück

ES war schon immer da. ES tyrannisiert das kleine Städtchen Derry, in der das höchste der Gefühle ein abendlicher Gang ins Kino ist. ES ist die Reinkarnation von Angst. ES ist wieder da. Verfilmungen von Stephen King erleben derzeit eine wahre Hochsaison. Bereits seit einiger Zeit arbeitet vorrangig Warner Bros. an Neuauflagen oder filmischen Neuerzählungen wie der im November startende „Shining“-Nachfolger „Doctor Sleep“. Weiterlesen…

Chucky is back! Erster Teaser zum Horror-Reboot

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Chucky is back! Im ersten Teaser zu „Child’s Play“ darf sich in winterlicher Kulisse gegruselt werden – im Reboot der Reihe leiht zudem „Star Wars“-Urgestein Mark Hamill der Mörderpuppe seine Stimme.

Von den Produzenten von „It“, Seth Grahame-Smith und David Katzenberg, und Regisseur Lars Klevberg („Polaroid“) kommt endlich das langerwartete Reboot des Horrorklassikers von 1988 zurück in die Kinos: CHILD´S PLAY. In der US-Version wird Chucky von Mark Hamill („Star Wars“) gesprochen. Offizieller Kinostart ist bereits terminiert am 18. Juli 2019.

Filmkritik zu „Friedhof der Kuscheltiere“

Friedhof der Kuscheltiere
Friedhof der Kuscheltiere

Einmal mehr will man das Publikum mit einer Stephen King-Verfilmung in Schockstarre versetzen – „Friedhof der Kuscheltiere“ erweist sich als guter Gruselfilm, der mit Erwartungen spielt und nur wenige Schwächen zeigt. Unsere Filmkritik.

Das Twitter-Volk hat entschieden und die King-Verfilmung als länger besprochene Kritik gewünscht. Der völlig missratene „Hellboy: Call of Darkness“ sowie der bessere „Dumbo“ von Tim Burton finden im kommenden Kino-Flash für April 2019 eine Erwähnung. Danke an alle, die mitgemacht haben!

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Kein schnöder Horrorfilm

„Friedhof der Kuscheltiere“ ist gemeinhin als Horrorfilm zu bezeichnen, doch das greift hier zu kurz. Vielmehr geht es in der Geschichte um Verlust und der Folge die daraus resultierende Tatsache hinzunehmen. Bereits 1989 erwies sich, die Erstverfilmung von Mary Lambert, als für damalige Verhältnisse durchaus gruselige Geisterbahnfahrt. Immerhin schlussendlich so brutal, dass er aus dem Kino direkt auf dem Index landete. Nun ja. Damit hat die im Vergleich ähnlich blutige Neufassung der Regisseure Kevin Kölsch & Dennis Widmyer (Starry Eyes) nicht mehr zu kämpfen, huldigt jedoch in einigen Momenten das Original. Mit Erwartungen wird gespielt, sichere Jump Scares im letzten Moment durch einen unerwarteten Twist aufgefrischt – das alles macht die Neufassung auch für Buchkenner sowie Liebhaber des Originals interessant sich diesen Film im Kino nochmals anzusehen. Auch, um Spoiler zu vermeiden nur kurz angesprochen, da bestimmte Plotpoints verändert wurden. Das kann man am Schluss gut oder schlecht finden, jedoch machte man sich Gedanken darüber.

Zur Handlung: Familie Creed kehrt der Großstadt Boston den Rücken und zieht ins grünbewaldete Ludlow im tiefsten Bundesstaat Maine. Dort beziehen die vierköpfige Familie sogleich ein Haus, was leider direkt an einer Landstr liegt, die oft von Trucks befahren wird. Ihr älterer Nachbar Jud Crandall (John Lithgow) zeigt nachdem die Katze „Church“ überfahren wurde, dem Vater Louis (Jason Clarke) einen besonderen Platz hinter dem örtlichen Tierfriedhof. Dieser bringt tote Lebewesen wieder zurück. Doch das Wesen verändert sich eklatant zum Schlechten. Neulinge, die weder Berührungspunkte mit Buch oder erstem Film hatten werden sicherlich einen spannenden Gruselfilm erleben, der trotz leicht angezogener Handbremse in Sachen Gewalt ordentlich ist. Für Kenner sind die veränderten Storyparameter hier den Kinogang wert. Auf Höhe der Zeit inszeniert verzichtet man hier auf einige Nebenfiguren, die zwar nicht die Eckpfeile der Handlung darstellen aber für mehr Authentizität sorgten. Anders als beispielweise im hervorragenden „ES“-Remake im letzten Jahr komprimierte man die Storyline. Der Cast bestehend aus Jason Clarke und John Lithgow überzeugt, wenn auch Lithgow als kauziger Nachbar nicht an den Charme von Fred Gwynne heranreicht. Clarke nimmt man die Rolle vollends ab und beweist, dass er in vielen Genres eine gute Figur macht. Der Score von Christopher Young unterstreicht gut und leidet nicht unter dem bekannten Foreshadowing.

Unser Fazit zu „Friedhof der Kuscheltiere“

Nachdem letztes Jahr bekannt wurde, dass Hollywood nun allmählich alle älteren King-Verfilmungen nochmals nach heutigen Standards verfilmen möchte war ich zunächst skeptisch. „ES“ hat mich in diesem Punkt überzeugt, während „Der dunkle Turm“ einfach nur mies und nichts mehr mit der Vorlage gemein hatte. „Friedhof der Kuscheltiere“ ist zum Glück gelungen, trotz leichter Längen und darf für Kenner des Stoffes sogar neue Perspektiven präsentieren. Der Cast harmoniert – dadurch kann der Zuschauer eine Verbindung zu den glaubhaften Figuren aufbauen. Insgesamt können wir einen Kinogang empfehlen.

Gibt es eine Post-Credit-Szene? = Nein.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Friedhof der Kuscheltiere“ gibt es hier.

Vampyr im großen Test – Bissiges Abenteuer

Vampyr
© Dontnod Entertainment

Plötzlich erwacht der kriegserfahrene Arzt Jonathan Reid als Vampir – nun beginnt die Jagd nach seinem Peiniger. Packt uns das blutige Abenteuer der „Life is Strange“-Macher oder bleiben wir im Sarg? Unser Test zu Vampyr.

Nie wieder Sonne

Ein Vampir zu sein hat doch gewisse Nachteile. Nie wieder ein kaltes Eis im warmen Sonnenschein essen oder generell tagsüber draußen zu sein. Niemals wieder in Menschen gute Gesprächspartner finden sondern diese als schnellen Snack für zwischendurch betrachten. Ja, diese Erfahrungen muss auch der Held von „Vampyr“ das neue Spiel der „Life is Strange“-Macher Dontnod Entertainment machen. Hier versuchen sich die Franzosen an einem waschechten Rollenspiel mit deutlichen Action-Anleihen. Weniger Dark Souls-affin wie erwartet, trotzdem mit Anspruch. Aber gerade diesen Entwicklern ist es am ehesten zuzutrauen, ein storybasiertes Action-Rollenspiel auf die Beine zu stellen, dass mit gut geschriebenen Figuren punktet. Nebenbei bemerkt sind die Vorteile eines Vampirs recht nützlich – ausweichen per Nebel und spaßige Tricks an unschuldigen Bürgern mit Hypnose.

Springen wir Handlung: Diese spielt im höchst nebeligen London, 1918. Aus unerklärlichen Gründen erwacht der renommierte Chirurg Jonathan Reid im Dreck. Ausgeraubt und zum Vampir gemacht. Das merkt er übrigens als er seine Schwester unbeabsichtigt aussaugt. Von Wut getrieben will er den Fürst der Finsternis finden und wird vom wohlmeinenden Arzt Edgar Swansea in Pembroke Hospital als neuer Arzt eingestellt. Einerseits um ein Mittel für die grassierende Spanische Grippe zu finden und selbst Nachforschungen anzustellen. Doch Reids Weg zur Rache wird länger als gedacht. Vampyr besticht zum einen durch sein frisches Setting. London ist zwar nur bei Nacht begehbar und ausschließlich neblig und doch macht es Spaß diese Spielwelt zu entdecken. Wenngleich die Grafik eher mittelmäßig ist, erstaunt uns die hohe Detailverliebtheit der Straßen. Mülleimer, umher wehende Zeitungen etc. Mit ihren vielen Abkürzungen, Unterschlüpfen und ansprechbaren Bewohnern. Ja, nahezu jede Person lässt sich hier ansprechen. Meist darf Jonathan nur allgemeine Fragen aus dem Ring-Menü wählen, aber hin und wieder erfahren wir dadurch mehr über andere Leute. Besser als in „Detroit: Become Human“ sind die Fragen weitesgehend ausgeschrieben. Die Storyline an sich ist spannend und wendungsreich inszeniert. Auch wenn es manchmal spürbare Längen gibt.

Moralisch flexibel

Daneben bildet die große Stärke das Moral-System. Eigentlich können wir absolut jeden beißen bzw. töten. Mit geeigneter Bahnstufe vorausgesetzt. Somit sind wir dazu in der Lage London ins Verderben oder als „guter“ Vampir zu helfen. Jede Entscheidung trägt Konsequenzen. Nach erledigten Upgrades, die von mehr Energie bis hin zu starken Angriffen reichen, vergeht eine Nacht. Dann ändert sich etwas. Bezirke rutschen in kritische Zustände oder Bewohner werden gesund. Je nach Story-Entwicklung bleibt Das Gameplay selbst ist erkennbar zweigeteilt – in „sicheren“ Gebieten können wir nicht kämpfen sondern reden meist mit NPCs oder basteln an unseren Upgrades. Anders ist es jedoch auf den Straßen hier zücken wir schon mal die Machete und treffen neben „Skals“ also zombiehaften Vampiren auch auf dessen Jäger – namentlich als „Schützen von Piewen“ bekannt jagen eben solche Wesen wie wir es sind. Leider enttäuscht das Kampfsystem mit nur einem Angriff und Nebenwaffe. Diese sind zwar mit dutzenden reichlich doch Kreativität sieht anders aus. Zudem schwankt auch der Schwierigkeitsgrad ungemein – kleinere Gegner lassen sich in Bewegung gut bekämpfen während die Bosskämpfe eher frustig da teils unfair geraten sind.

Technisch könnte „Vampyr“ wahrlich polierter sein – rasen wir mal zu schnell durch die Ortschaft muss nachgeladen werden. Gegenstände, Gegner selbst der Nebel ploppt manchmal unweigerlich vor Jonathan auf. Nach dem Bildschirmtod sind die Ladezeit salopp gesagt unverschämt lange. Bis zu 15 Sekunden starren wir auf den Ladebalken. Wie bereits oben erwähnt passiert dies während Bosskämpfen leider allzu häufig. Zudem die schwammige Steuerung uns mehrfach ans Messer lieferte. Die Atmosphäre fängt einen in solchen Momenten wieder auf – wobei Horror-Fans keinen Splatter-Overkill erwarten dürfen sondern feinen englischen Grusel. Einen Multiplayer bietet das Spiel nicht.

Unser Fazit zu „Vampyr“

Der vampirische Rache-Trip von Jonathan Reid lässt mich zweigeteilt zurück. Auf der einen Seite ist ein wirklich interessanter Titel mit ungewohnt frischem Setting – auf der anderen sind die technischen Mankos deutlich bemerkbar wie lange Ladezeiten, Grafik-Bugs oder die teils unspannende Hauptstory. Trotzallem wollte ich immer wieder zurück nach England und wissen wie es mit Reids Schicksal weitergeht. Denn die rund 15 stündige Kampagne ist es wirklich wert.

Entwickler: Dontnod Entertainment | Preis: 59,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One und PC | USK: ab 16

„Agony“ im Test

Agony
© PlayWay

Ein qualvoller Test, ein verstörter Redakteur und ganz viel Blut….auf dem Bildschirm. „Agony“ hält was der Name verspricht und führte uns geradewegs in die Hölle. Unser Test zum Horror-Debakel.

Zu etwas völlig anderem

Bevor ich mit dem eigentlichen Test beginne, möchte ich den Platz nutzen euch einfach mal einen kurzen Einblick in den Alltag eines Redakteurs bei RobVegas.de zu geben. Jeden Monat versuchen wir das meiste von der Release-Liste abzuarbeiten. News, Previews und Tests. Manchmal ist ein Spiel so interressant, dass wir eine Vorschau dazu schreiben. So auch bei „Agony“ geschehen – ein digitaler Abstieg in die blutige Hölle klang durchaus spannend. Gameplay-Videos vor Release gaben ebenso wenig Grund zur Besorgnis. Doch als wir unser Testmuster in die Konsole schoben, traute ich meinen Augen nicht. Was zur Hölle geht hier vor? Von einst grafisch ansprechenden Levels sind veraltete Reste übrig geblieben. Die Handlung ist einer Minute erzählt ohne jeglichen Spannungsmoment. Billige Jump-Scares, die dazu noch schablonenhaft inszeniert sind. Das gesamte Movement ist komisch und erinnert an erste 3D-Spiele aus den Nullerjahren. Ein positiven Aspekt bietet das Spiel – die hauptsächlich englischen Stimmen sind recht ordentlich.

Es fängt ja schon damit an, dass wir im ersten Gebiet (!) die digitale Hand nicht vor Augen sehen. Also ab ins ähnlich spartanische Optionsmenü und den Gamma-Wert auf 9.0 von 10 gesetzt. Jetzt sehen wir zwar mehr, aber der einst rote fleischige Boden (wegen Hölle und Grusel, ne) ist jetzt hellrosa und damit verliert man den letzten Rest an Horror. Danach folgen rudimentäre Rätsel-Einlagen wie „Suche Herz und lege ihn dort hin“ – die Levelstruktur ist teilweise angenehm verzweigt, also mit Bedacht entwickelt. Rumstehende Spiegel fungieren als Checkpoints, falls wir mal in Abgründe fallen, nehmen wir einfach den Körper eines anderen Wirt ein. „Agony“ hilft uns fragwürdigen Situationen kein Stück sondern überlässt Trial-and-Error den Job. Das Gameplay könnte nicht langatmiger sein, sämtliche Bewegungen wirken wie in Zeitlupe und die Gegner, die wie riesige Vaginas mit Reißzähnen aussehen sind nur mäßig bedrohlich. nichts davon ist unterhaltsam. Überhaupt klang im Vorfeld der Mix aus Gewalt, Blut und hemmungslosem Sex wirklich ansprechend, da sowas zuvor nicht in einem Spiel brachte. Doch das Studio Madmind hat sich hier hoffnungslos verkalkuliert – zumal der eigentliche Hammer nach 30 Minuten Spielzeit folgen sollte.

Außen pfui, innen pfui

„Agony“ ist das technisch schlechteste Spiel was wir seit langem im Testlabor hatten. Mit Abstand. Es fängt schon damit an, dass im Intro (!) vom PlayStation System der Hinweis aufpoppte, dass „defekte Daten“ im Hinblick auf das Speichersystem erkannt wurden. Es wurde trotzdem irgendwie gespeichert. Kleiner Hinweis: Im Test warten wir immer aktuelle Updates vor dem Start ab. So auch hier. Das nützte jedoch nichts, weil sage und schreibe der Titel viermal abgestürzt ist. Mal als wir eine Tür öffneten, dann bei größeren Sprüngen. Wir vermuten, dass selbst die Konsole dieses höllisch schlechte Vergnügen nicht länger ertrug. Deswegen haben wir „Agony“ auch nicht zu Ende spielen können. Neben kleineren Ton-Aussetzern kann es ohnehin nicht schlimmer kommen.

Ein Wort zu den Schnitten: Diese sind nicht weltbewegend und betreffen im Grunde nur die deutlich sexualisierten Sequenzen. Jedoch ist unser Verstand so clever erbaut, dass nach maximal 30 Minuten jeder Ekelmoment am Spieler abprallt. Nur die Stelle, an der ein Höllenbewohner deformierte Babys zu einer Mauer baut und diese dann (natürlich) zerquetscht werden ist nun ja…geschmacklos.

Unser Fazit von „Agony“

Ja, das war ein eher untypischer Test aber etwas grundsätzliches: In unserem Gang durch die Hölle sahen wir gute Ansätze und teils saubere Feuer-Effekte, aber was helfen zwei Erdbeeren auf einem Kuchen der mit Dreck gebacken wurde? Hinsichtlich ist es auch traurig, dass im Vorfeld etwas völlig anderes GEZEIGT und VERSPROCHEN wurde. Schon das alarmierend veraltete Menü gibt den Ausblick darauf, was einen erwartet. Und es tut höllisch weh.

Entwickler: Madmind Studio | Preis: 25,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch und PC | USK: ab 16

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