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Gamescom 2019: Marvel’s The Avengers

Marvel’s Avengers

Marvel’s Avengers: Square Enix lud uns zur exklusiven Gamescom-Demo ein – hier erwartete uns brachiale Blockbuster-Action mit den bekannten Marvel-Superhelden. Wie spielt sich das Action-Adventure oder verkommt es zum seelenlosen Lizenzbrei? Unsere Einschätzung.

Marvel greift wieder an

Es musste ja so kommen. Nach dem wirklich hervorragenden „Marvel’s Spider-Man“ von Insomniac Games möchte man umso gerne mit der geballten Power der Avengers daran anknüpfen. Statt PlayStation-exklusiv wird „Marvel’s Avengers“ ein Multiplattform-Titel. Das Studio hinter dem „Tomb Raider“-Reboot von 2013 entwickeln schon einige Jahre am Spiel und werden nicht müde zu betonen, dass es ein eigenes Avengers-Spiel ohne direkte Vorlage zum MCU (Marvel Cinematic Universe) oder bestehenden Comics gibt. Zumal die Storyline eng mit dem Lizenzgeber erarbeitet wurde – beginnt zumindest die spielbare Demo erfreulich krachend. Am A-Day, der Tag als die neue Helden-Basis in San Francisco eröffnet wird, kommt es zum Angriff von Bösewicht Taskmaster. Zusammen mit unzähligen Soldaten greifen sie Menschen an. Die Retter eilen zu Hilfe und wir übernehmen anfangs die Rolle von Thor. Dieser steuert sich problemlos direkt, unser Donnerhammer kann geworfen und im Flug wieder aufgefangen werden. Erinnert an die Axt von Kratos im „God of War“-Reboot. Mehrere Minuten lang werfen wir Blitze auf herzueilende Gegner. Danach darf Iron Man übernehmen – im Original spricht ihn mehr als gewitzt Nolan North – mit ihm fliegen wir haarscharf an Autowracks vorbei oder starten einen Angriff aus 100 Meter Höhe. Dabei macht das Spiel trotz weniger Gameplay-Mechaniken großen Spaß.

Marvel's Avengers

Marvel’s Avengers

Mit Hulk ins Getümmel

Schließlich schlüpfen wir rund 3 Minuten später in den grünen Koloss Hulk. Grandios: Jede Held wird in kurzen Zwischensequenzen näher vorgestellt, um neue Spieler nicht zu überfordern. Das Gameplay von Hulk ist deutlich schwergängiger. Zwar schlagen wir gekonnt zu, aber hier ist das Movement noch zu stark limitiert, da sich Angriffe spürbar wiederholen. Als Auflockerung werden hier und da kleine Jump’n’Run-Sequenzen eingestreut, die nicht fordernd sind aber verdammt gut aussehen. Insgesamt lebt die Demo eher von groß zelebrierter Action als den leisen Momenten, die es laut Studio Crystal Dynamics definitiv geben wird. Grafisch bewegt sich „Marvel’s Avengers“ auf gutem – wenn auch nicht beeindruckendem Niveau. Die Gesichter sehen wunderbar aus, während manche Effekte leider undetailliert über den Bildschirm flimmern.

Marvel's Avengers

Marvel’s Avengers

Upgrades und Koop

Im weiteren Spielverlauf wird es zudem möglich sein, seine Helden mit Upgrades auszubauen. Je nach gewonnenen XP. Verdient werden sie in zwei Arten von Missionen: „Warzen“ und „Hero“-Aufträge. Letzte sorgen für die Komplettierung der Handlung während die weltweit verorteten „Battle“-Missionen kleine Ausreißer für einzelne Helden darstellen. Diese sollen auch im Koop spielbar sein. Im letzten Drittel der Demo konnten wir zudem Captain America steuern. Bewaffnet mit Schild und Faust steht hier der Nahkampf im Vordergrund. Das Trefferfeedback ist ordentlich somit kommt unweigerlich das Gefühl selbst ein Superheld zu sein. Intuitiv ist die Steuerung. Niemals hatten wir Probleme nicht zu wissen, wo sich welcher Knopf für welchen Move befindet. Zu guter Letzt erschien noch Agentin Romanoff alias „Black Widow“, die sich auffallend wie Lara Croft spielte. Schmunzeln mussten wir als sie zwei Waffen zückte und im Bosskampf mit Taskmaster mal eben zwei Magazine wegschoss. Was alle Helden verbindet ist der Mix aus Nah- und Fernkämpfen. Hier haben sich die Entwickler spürbar Mühe gegeben, sie zwar ähnlich aber unterschiedlich zu designen. Die Demo machte jedenfalls große Lust auf mehr.

Marvel’s Avengers ist ab 15. Mai 2020 für PlayStation 4, Xbox One, Stadia und PC erhältlich.

Zu unserem Gamescom-Special 2019

Gamescom 2019: Bandai Namco – Code Vein & Man of Medan

Gamescom Bandai Namco

Publisher Bandai Namco präsentierte einen bunten Reigen voller kommender Spiele auf der Gamescom 2019 – wir durften endlich „Code Vein“ anspielen, das Horrorspiel „Man of Medan“ erkunden sowie einen Blick in „Dragon Ball Z Kakarot“ riskieren.

Eine Schifffahrt, die ist gruselig…

In ruhiger Atmosphäre mit stetig eingeschalteter Klimaanlage präsentierte Publisher Bandai Namco den Spielekatalog 19/20 mit allerlei Genres. Sozusagen kommen Horror-Fans mit dem filmreifen „Man of Medan“ genauso auf ihre Kosten wie Dark Sauls-Veteranen mit dem durchaus anspruchsvollen „Code Vein“. Viele Titel benötigen natürlich so ihre Zeit – deswegen hielt man für eine gute Idee im Vorfeld für alle eingeladenen Pressevertreter eine Overview-Präsentation zu fertigen. In kurzen Worten wurde auf jede spielbare Demo eingegangen. Beispielsweise überraschte es uns, dass Studio Double Fine (Psychonauts, Brütal Legend) ihr neuestes Werk namens „RAD“ bereits pünktlich zum Start der Messe ausschließlich digital veröffentlicht hatte. Ebenso interessant: Das Adventure „Little Nightmares 2“ ist jetzt auch im Koop spielbar. Dennoch wollten wir an unserer PS4-Station unbedingt in das düstere Horror-Adventure „Man of Medan“ reinschauen. „Supermassive Games“, die Entwickler hinter „Until Dawn“ schlagen wieder in die selbe Kerbe und lassen den Spieler ein flimreifes Gruselmärchen erleben. Wieder mit vielen Quicktime-Events, teils bekannten Schauspielern in recht ansehnlichen Motion-Capturing und einer twistreichen Storyline. Die Demo spielte leider nur rund 10 Minuten innerhalb eines Boots. Drei Freunde waren gefangen und wir trafen mal oder weniger kluge Entscheidungen, um sie aus ihrer Notlage zu befreien. Hier ist das Gameplay sehr eingeschränkt und nicht immer schlüssig. Zumal einige Szenenwechsel zu überhastet erscheinen.

Bandai Namco

© Bandai Namco

Vampire ohne Glitzer

Ganz anders und doch altbekannt ist es bei „Code Vein“. Lange angekündigt erscheint es bereits im nächsten Monat. Das Setting bedient sich frischen Elementen wie der Post-Apocalyspe mit Vampiren. Im Epizentrum dieser Zerstörung liegt Vein, wo eine Geheimgesellschaft von Wiedergängern ums Überleben kämpft. Dabei helfen ihnen übermenschliche Kräfte, die sie gegen den Verlust ihrer Erinnerungen und den Durst nach Blut eingetauscht haben. Im Kern präsentiert sich das Action-Spiel als eine „Dark Souls“ mit vorrangig farbenfroh-düsteren Anime-Look. Storytechnisch konnten wir aus Zeitgründen leider nicht viel in Erfahrung bringen. Das Gameplay ist jedoch anspruchsvoll und verzeiht nur wenig Fehler. Es gilt sich enge Wege gegen einzelne Gegnerhorden zu bahnen. Mit Spezialattacken sowie Heiltränken können wir auch gegen stärkere Feinde bestehen.

Code Vein

© Bandai Namco

Bandai Namco im Dragon Ball-Fieber

Deutlich heller ging es bei „Dragon Ball Z Kakarot“ – auch wenn der Name im Deutschen eher schwierig wirkt ist das Spiel perfekte Kost für Fans. Dank eingängigem Spielprinzip ist es selbst für Noobs ein Leichtes auch mächtige Gegner zu besiegen. Positiv ist zu erwähnen, dass der Titel kein bloßes Beat’em’Up ist sondern auch eine frei erkennbare Quasi-Open-World besitzt – warum „Quasi“ – weil es nur rund sieben dafür offene Regionen sind. Ein Blick ins Inventar von Son Goku lohnt da. In DBZ: Kakarot können wir den spielbaren Hauptfiguren, allen voran Goku, und unseren KI-Kampfbegleitern besondere Fähigkeiten zuweisen. Neben normalen Attacken, stehen uns auch Spezial-Angriffe zur Auswahl, die wir nach Belieben tauschen können. Aber nicht während der Kämpfe. Leider bot die Demo nur eine recht karge Canyon-Gegend, die eher aufgesetzt wirkt. Im finalen Spiel soll das nicht so sein.

Zu unserem Gamescom-Special 2019

Gamescom 2019: Nintendo zeigt Luigi’s Mansion 3

Nintendo
© RobVegas.de

Alle Jahre wieder: Nintendo präsentiert in gemütlicher Lounge-Atmosphäre die kommenden Hits – wir konnten unter anderem ins kunterbunte „Luigis Mansion 3“ reinschauen, brachiale Mechs in „Daemon X Machina“ steuern oder Kindheitserinnerungen in „Zelda: Link’s Awakening“ auffrischen.

Überschaubares Line-Up bei Nintendo

Klein aber fein – so kann man das diesjährige Messe-Line Up für die Nintendo Switch zusammenfassen. In gewohnt gemütlicher Lounge-Atmosphäre durften wir kommende Titel von Big N anzocken. Überaus viele Fans fiebern dem Release des dritten Grusel-Abenteuers von Klempner-Bruder Luigi hin. In „Luigis Mansion 3“ laufen wir bewaffnet mit dem Schreck-Weg 0815 in kunterbunten Levels herum, saugen Geister ein oder feuern Melonen auf Holzkisten um wertvolle Münzen sowie Wege freizuräumen. Das gelingt trotz kleiner Eingewöhnung erstaunlich gut und lässt nahezu keine Wünsche offen. Zudem fühlt sich der angespielte Part wie eine Art heruntergedrosseltes „Super Mario Odyssey“ – eben mit Luigi statt Mario – an. Eltern können beruhigt aufatmen, der Grusel hält sich in Grenzen und ist nur in Maßen überhaupt düster. Deutlich actionreicher geht es in „Daemon X Machina“ zu – hier steuern wir in schicker Cel-Shading Grafik übergroße Mechs und mähen mit Lasern und Geschossen nahezu alle aufkommenden Gegner nieder.

Nintendo

Zelda und viele Kindheitserinnerungen

Zudem wird im Ansatz auch ernsthaftes Storytelling betrieben, aus Zeitgründen konnten wir uns nur das Gameplay etwas genauer ansehen. Jedoch war es möglich den Hangar auch als reine Figur ohne Anzug zu erkunden. Die Action wird technisch sauber ohne Frameratedrops präsentiert, wobei hier mit kleinen Arealen und wenig Weitsicht getrickst wurde. Dennoch kracht und scheppert es genug, um wirklich Spaß daran zu haben. Als Abschluss frischten wir noch Kindheitserinnerungen mit dem Remake von „Zelda: Link’s Awakening“ auf. Hier überzeugt uns der knuffige Look, das zu Beginn ein tolles Zeichentrick-Intro bietet. Nichtsdestotrotz wurde die Story nicht verändert. Kaum aus dem Bett finden wir am Strand das Masterschwert und unser Abenteuer beginnt wieder. Jedoch ließen es sich die Entwickler nicht nehmen, einige kleine Querweise zu Mario und andere Helden mal offensiv und dann versteckt einzubauen. Leider lief uns die Zeit viel zu schnell und damit endete der jährliche Nintendo-Abstecher.

Zu unserem Gamescom-Special 2019

Gamescom 2019 – Vorschau

Gamescom 2019 Event

Vom 21.- 24. August ist es wieder soweit – die Gamescom 2019 in Köln öffnet wieder einmal ihre Tore für Liebhaber von digitalen Spielereien. In unserem feinen Überblick findet ihr interessante Titel und Spiele bei denen sich die Warteschlange lohnt.

Live-Events im Fokus

Auf über 218.000 Quadratmeter dreht sich bald wieder alles um Videospiele, Merchandise sowie tollen Live-Events. Erstmals erhält die Messe eine Art mediale Eröffnung – in der „Opening Night Live“, die von „The Game Awards“-Moderator Geoff Keighley produziert wird, gibt es 15 Vorankündigungen zu neuen Spielen. Leider schon ausverkauft, aber für für alle anderen im offiziellen Live-Stream zu schauen. Desweiteren wird „Metal Gear Solid“-Mastermind Hideo Kojima vor Ort sein. Außerdem sind namhafte Publisher wie: 2K, Activision, Bandai Namco Entertainment, Capcom, EA, Koch Media, Sony Interactive Entertainment, THQ Nordic GmbH, Ubisoft und Xbox Game Studios dabei. Desweiteren gibt es die neue event arena in Halle 11.3. Zu erleben ist hier ein spezielles Event-Programm, das sich deutlich von anderen Eventflächen der Gamescom unterscheidet.

Gamescom 2019

Stand Xbox

Cyberpunk 2077 in Köln

Auf der Messe selbst errichtet Microsoft einmal mehr einen bombastischen Stand mit unzähligen Xbox-Stationen auf denen ihr beispielsweise den Action-Kracher „Gears 5“ oder gleich „Borderlands 3“ ausprobieren dürft. Lust auf Taktik statt Action? Dann könnte „Tom Clancy’s Ghost Recon: Breakpoint“ etwas für euch sein – ebenfalls bei Microsoft und Ubisoft. Das französische Unternehmen ist natürlich auch wieder in Köln. Weniger Spiele als zuletzt dafür mit Live-Präsentation von „Watch Dogs – Legion“ in Halle 6. Ähnliches gilt für das heißerwartete Action-Rollenspiel „Cyberpunk 2077“ in gleicher Location. Da das Studio jedoch letztes Jahr, die Presse-Demo kurz nach der Messe selbst veröffentlichte, solltet ihr die sicherlich zwei Stunden lange Warteschlange meiden. Bandai Namco geht dieses Jahr in die Vollen und präsentiert ein reichhaltiges Line-Up, das sich von „The Dark Pictures Anthology – Man of Medan“ über Code Vein“ bis hin zu „Dragon Ball Z: Kakarot“ erstreckt. Längere Wartezeiten solltet ihr hier beachten. Bethesda konzentriert sich voll auf den Shooter „Doom: Eternal“ – auf gleich drei Ständen. Einmal beim Publisher selbst, dann darf Google Stadia (Halle 9) seinen Einstand feiern und zu guter Letzt ist Microsoft damit bestückt. „Call of Duty: Modern Warfare“ wird auch auf der Gamescom 2019 spielbar sein – wo ist noch nicht klar, vermutlich bei einem größeren Publisher.

Gamescom 2019

Stand Nintendo

Gamescom 2019 für Cosplayer und Spieler

Deutlich familienfreundlich geht es bei Nintendo zu. Hier sind nahezu alle Spiele USK 6 und dementsprechend für Kinder sehr interessant. Neben „Pokémon Schwert und Schild“ ist für alle gruselaffinen Zocker ein Blick in „Luigi’s Mansion 3“ sicherlich interessant, wobei deftige Kämpfe im Sci-Fi-Actioner „Daemon X Machina“ ihren Platz haben. Natürlich gibt es auch ein Anspielmöglichkeit für die Complete-Edition von „The Witcher 3 – Wild Hunt“. Electronic Arts wartet natürlich wieder mit einer Vielzahl an „FIFA 20“-Stationen auf, die jedoch nur die bald erhältliche Demo bietet. Hier müsstet daher recht schnell drankommen. Marvel-Fans müssen Square Enix unbedingt einen Besuch abstatten – dort dürft ihr erstmal selbst Hand an das kommende „Marvel’s The Avengers“ legen. Zudem lockt auch eine Demo zum Remake von „Final Fantasy 7“. Capcom setzt auf einen Titel nämlich das schon veröffentlichte „Monster Hunter: World“ mit der Erweiterung „Iceborne“. Halle 5 ist für jeden Cosplayer zu empfehlen, dort gibt es das „Cosplay Village“ mit angeschlossener Merch-Arena und rund 100 Anbietern. Wir sind selbstverständlich dort und halten euch auf RobVegas.de sowie in unseren Social-Media Kanälen wie Twitter und Facebook auf dem Laufenden.

Mehr Informationen zu unserem Wertungssystem findest Du hier.

Langzeittest: Samsung Galaxy S9 – Teil 2: Entertainment und Kamera

Samsung S9

Stylischer, schneller & besser? Jeder möchte das neueste Smartphone auf dem Markt. Doch wie schlägt sich die Vorgänger-Generation in Sachen Entertainment, Alltag und Kamera? Heute endet unser Langzeittest mit dem Galaxy S9 von Samsung.

Zwischen Netflix und Akkulaufzeit

Jeder Smartphone-Besitzer kennt sicherlich dieses Gefühl, nachdem man ein neues Gerät seit einigen Wochen in der Tasche hat, den Alltag ohne Probleme zu überstehen. Irgendwann ist jede Einstellung genau richtig, alle Apps austariert sowie das Arbeitstempo ohne Ruckler. Bei unserem Teststück „Galaxy S9“ erreichte mich dieser Zustand rund sechs Wochen nach Erhalt. Zum einen musste ich mich gehörig umstellen, da das S9 eine neuartige Barren-Form bietet. Andererseits präsentierten sich Apps in leicht anderer Form. „Facebook“ beispielsweise erlaubt durch das 5,8 Zoll länger angezeigte Feeds. Hierdurch verkleinert sich auch die Schrift was sicherlich einigen Nutzern anfangs doch längere Eingewöhnungszeit erfordert. Was verbindet alle Android-Smartphones? Richtig – die schlechter werdende Akkulaufzeit. Nach rund drei Monaten täglicher Nutzung wie Fotos schießen, Netflix schauen, Mails abrufen und Social-Media ist trotz des nicht mehr makellosen Gerätes der Akku mit knapp 1 ½ Tagen Laufzeit bei normaler Nutzung erfreulich – verringert sich jedoch bei Smartphone-lastigen Phasen auf rund 18 Stunden. Wobei 100% Helligkeit nie bei mir eingestellt war, da unangenehm hell. Das Öffnen der wohlbekannten Apps wie YouTube ist blitzschnell – generell reagiert das Arbeitstempo trotz mehrerer laufender Anwendungen im Hintergrund flott. Nur bei rund 20 Prozessen gleichzeitig kamen Verzögerungen auf.

Samsung Galaxy S9

Aufnahme von Menü

Kamera überschärft leicht

In nackten Zahlen – 60 Minuten Netflix bei rund 55% Helligkeit verbraucht rund 7%. Setzen wir die Helligkeit auf 100% erhöht sich der Verlust auf 9%. Kommen wir zum Spiel „Dead Trigger 2“ – in diesem Ego-Shooter kämpfen wir gegen Zombies. Auf vollen Grafik-Einstellungen sowie 55% Helligkeit sind es rund 8% in 60 Minuten Spielzeit. „PUBG“ schlägt bei gleichen Settings mit 9% zu Buche. Auch wird das Galaxy S9 an der linken Seite recht warm. Trotz Handyhülle bemerkbar. Samsung verbindet Software und Kamera wunderbar miteinander. Bei wenig Licht, der Schwellwert liegt bei etwa 100 Lux, nimmt die Kamera die Szene selbstständig mit einer großen Blende von f/1.5 auf. Bei normalen Lichtverhältnissen kommt eine 2.4er Blende zum Einsatz, wodurch sich die Tiefenschärfe der Aufnahme erhöht. Zum Vergleich schossen wir zwei Bilder – als Objekt dient ein Joy-Con der Nintendo Switch. Zu beachten sind die scharfen Details wie die Buttons. Dennoch überschärft die Software gerne das Bild. Gerade wenn viele Objekte z.b. Blumen auf Wiesen erfasst werden müssen. Unkompliziert lassen sich unzählige Modi anwählen, die von Automatik bis hin zu „Film“-Filter reichen. Während den Aufnahmen lassen sich Blende bzw. Helligkeit direkt einstellen. Der Zoom ist zwar hilfreich sollte jedoch nicht zu sehr ausgereizt werden, weil Fotos trotz Nachbereitung verwackelt sind.

Unser Fazit zum Samsung Galaxy S9

Nach über drei Monaten konnten wir uns ein besseres Bild machen. Die Frage am Anfang: Schneidet ein älteres Smartphone genauso gut wie ein aktuelles Flagship-Modell ab, zu einem günstigeren Preis? Die Antwort lautet: Ja! Zwar bietet die angesagte Generation S10 mehr Features und ist ein Stück weit zukunftssicherer dennoch ist das Samsung Galaxy S9 in Sachen Handling und Arbeitstempo flotter als vermutet. Nur die Barren-Form des Gerätes sowie die hauseigene UI „Samsung Experience“ ist gegenüber Stock Android stark angepasst und sollte bei einer Kaufentscheidung berücksichtigt werden.

Vielen Dank an Samsung für die freundliche Bereitstellung des Smartphones.