Videos 10600

Tagged: final cut pro x

Update von Apple – Neue Funktionen in Final Cut Pro X

Final Cut Pro X
Final Cut Pro X

An Final Cut Pro X scheiden sich immer noch die Geister, doch mit jedem Update wird die Videoschnitt-Software auch für Profis brauchbarer. Nun hat Apple nicht nur ein Update mit Bugfixes veröffentlicht, sondern spendiert auch gleich neue Funktionen.

360-VR-Bearbeitung mit Final Cut Pro X

Auf Apple darf man sich bei gewünschten Features nicht verlassen. Sie kommen einfach, oder man wartet ewig. Mit dem neuen Update werden erst einmal die Mediatheken aktualisiert. Das ist nötig für neue Funktionen wie die Bearbeitung von 360°-Filmen mit Titeln, Effekten und einer Live-Ausgabe an ein VR-Headset. Obendrein liefert Apple nun auch den Support für einen Export von Videodaten in das HEVC-Format. Man kann die Files auch an den Compressor senden und dort im HEVC-Format exportieren. Praktisch und überfällig! Erwähnenswert sind auch High Dynamic Range-Video mit Live-Ausgabe und die neue Möglichkeit iMovie-Projekte aus iOS zu importieren. So kann man schon unterwegs auf einem iOS Device einen groben Schnitt bauen und das Projekt dann anschließend weiter in Final Cut Pro X bearbeiten. Die komplette Liste der neuen Features findet ihr hier bei Apple.

Storytelling With Color

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

[dropcap]D[/dropcap]ie wenigsten Zuschauer dürften sich mit „Grading“ wirklich auskennen. Dabei sehen wir es aber jeden Tag in Serien, Filmen und mitunter auch in Fernsehbeiträgen. Mit der richtigen Farbauswahl kann man eine Szene ganz anders wirken lassen.

Familienfeier vs. Kriminalfall

Im Video „Storytelling With Color “ von Editors‘ Lounge wird Grading sehr anschaulich erklärt. Vor allem wird es live im Bild vom Moderator eingesetzt. Er verändert die Szene vor den Augen der Zuschauer. So wird den Menschen sehr schnell klar, warum CSI in Miami diesen speziellen Farbton in der Serie hat. Vor allem aber kann man heute mit Grading und Farbkorrektur sogar einzelne Luftballons im Bild anders und neu einfärben. Daraus resultiert auch eine bekannte Formel in Hollywood. Der Zuschauer kann maximal einen von zehn digitalen Effekten im Bild erkennen. Alles wird bearbeitet, eingefärbt und retuschiert. Sehr anschaulich hier von Editors‘ Lounge erklärt.

Gefunden bei: slashcam.de

4k im Massenmarkt

Mobiler Videoschnitt

1080p war gestern. Überall tauchen nun Monitore und Kameras mit 4k-Auflösung am Markt auf. Die Video-Produktion ist dabei oft noch nicht einmal schnell genug fur 1080p-Produktionen.

Scharf, schärfer, 4k

Auf der IFA konnte ich als Konsument nur staunen. Jeder Monitor auf den Messeständen bot eine gewaltige Auflösung. Für die neuen TV-Geräte benötigt man bald gar einen eigenen Wintergarten. Nur ist 4k nicht nur ein Thema bei modernen Fernsehern. Auch Actioncams, Monitore und Tablets werden in Zukunft diese Auflösungen bieten. Braucht man 4k? Diese Frage darf man dabei nie stellen. Brauchte man FullHD? Jetzt ist es da und die Entwicklung geht jeden Tag weiter. Bei den verfügbaren Medien für diese Geräte kann man allerdings wirklich Fragen stellen. Wo gibt es schon 4k-Inhalte? Wie bekomme ich diese großen Datenmengen über meine Datenflatrate? Wer soll in 4k produzieren und wann?

Mobile first

1GB mobiles Datenvolumen wird heute kaum für viele 4k-Inhalte ausreichen. Schon mit FullHD-Streaming wird man mobil seine Probleme bekommen. Insofern machen die hohen Auflösungen hier kaum Sinn, denn man ist eher auf kleine Datenmengen aus, will sein Volumen vom Vertrag schonen und schnell dem Freund ein Video von YouTube zeigen. Auch wenn YouTube seit geraumer Zeit HD-Wiedergabe anbietet, so verzichtet man doch gern auf ein besseres Bild und lädt schneller die Standardauflösung. 4k ist zwar scharf und schön, als Datei aber sehr langsam. Videomaterial muss heute auch schnell verfügbar sein.

HD im Massenmarkt

Die neuen Smartphones und Tablets bieten wahnsinnige Auflösungen. Im Wohnzimmer sieht die reale Situation da schon anders aus. Mittlerweile dürfte bald jeder Haushalt den Umstieg auf einen Flachbildfernseher vollzogen haben. Hier sind wird aber noch in der Breite oft mit HD-Ready-Geräten konfrontiert, welche nicht einmal die volle HD-Auflösung ausliefern können. Dazu kommen noch Systeme wie DVB-T, welche ein noch schlechteres Signal dann vom HD-TV hochskalieren lassen. Nur mit HD-Sendern (oft kostenpflichtig) und BluRays kann man bislang FullHD-Geräte ausreizen. 4k-Fernseher sind dagegen noch sehr teuer und nicht für 299 Euro (für 499 wohl allerdings schon) im Saturn zu haben. Wir leben also beim Massenmarkt gerade einmal in einem halben HD-Zeitalter und nun folgt schon der Schritt zu 4k.


Inhalte, Inhalte, Inhalte

Es gibt Millionen DVDs. Es gibt Milliarden an TV-Minuten. Es gibt nur kaum 4k-Inhalte. Die Hersteller der TV-Geräte stellen deshalb sogar oft eigene Datenbanken bereit, weil einfach der breite Zugang zu diesen Inhalten fehlt. Nie wurde vorher in dieser Auflösung produziert und nur Kinofilme können wieder einmal neu abgetastet werden. Hier kann sich die Filmindustrie wieder einmal eine goldene Nase verdienen. Indiana Jones, digital-remastered, jetzt in 4k! Für TV-Serien und Inhalte wird man wieder einmal niedrige Auflösungen von einem Chip auf 4k hochskalieren lassen. Wir müssen also zusätzliche Pixel „erfinden“, weil man sonst nur ein gestrecktes Bild zu sehen bekommen würde. Daneben filmen nun immer mehr neue Kameras, Smartphones, GoPros und Camcorder in 4K. Der Markt bewegt sich also hin zu 4k und die Monitore sind auch verfügbar, nur wie soll man auch 4k bearbeiten?

Intel Iris Pro

Nehmen wir hier als Beispiel die Hardware von Apple. Ich schneide darauf alle Videos mit Final Cut Pro X. Erst kürzlich stellte Apple einen neuen iMac mit enormer Auflösung vor. Hier kann man als Videoeditor sogar um das 4k Material noch seine Videoschnitt-Werkzeuge anzeigen lassen. Es ist allerdings bisher nur ein Gerät und das Update von Final Cut Pro X ist noch nicht einmal verfügbar. Vor allem schneiden wenige Cutter ihre Videos mit einem iMac. Wie kann ich mobil in 4k am MacBook Pro schneiden? Hier kommen dieser Tage noch die Intel Iris und Intel Iris Pro-Grafikchips zur Anwendung. Nur bei Top-Austattung liefert Appe auch GeForce-Grafikeinheiten von Nvidia aus. Selbst mit dieser Grafikkarte muss man Wartezeit für aufwendige Videoanimationen einkalkulieren. Mit Intel Iris könnte man sogar einen Kurzurlaub auf Tahiti buchen.

Ich will kein 4k!

FullHD-Produktionen kitzeln bei mir schon die Hardware an ihre Grenzen. Die Kamera muss hier in die höchste Auflösung gehen, der Rechner ätzt vor Rechenlast und eine Echtzeit-Vorschau kann man gleich knicken. 3D-Animationen im Raum mit zahlreichen Effekt-Layern kosten hier sehr viel Zeit. Am Ende ist diese HD-Produktion als Datei groß, braucht lange im Upload und kaum ein Zuschauer klickt bei der Wiedergabe auf YouTube zusätzlich den HD-Button. Man bräuchte heute schon oft 50 Prozent mehr Leistung, damit ein FullHD-Schnitt angenehm in der Produktion zu realisieren ist. Das ist aber noch nicht der Fall und nur mit sehr teurer Hardware zu schaffen. Agenturen, Cutter und YouTuber besitzen dagegen oft Standard-Hardware wie ein MacBook-Pro. Hiermit kann man 4k kaum anständig realisieren.

Fortschritt braucht die Welt

Man darf sich nicht das alte SD-Signal als neuen Standard wünschen. Allerdings gibt es bald gar keinen Standard mehr, weil die Hersteller alle zwei Jahre die Auflösungen verdoppeln. HD-Ready ist noch gar nicht so alt und schon sind wir im 4k-Zeitalter angekommen. Die Produktionsprozesse beim Videoschnitt kämpfen dagegen noch mit FullHD-Material. Sollte man nun 4k meiden? Das ist der falsche Weg. Immer mehr Geräte werden mobil und daheim diese Auflösung bieten und dann werden sich auch die Medien anpassen. Allerdings sollte man dabei nicht die Produzenten vergessen. Man sollte vielleicht erst einmal die nötige Rechenleistung in der Breite installieren und dann die Endgeräte auf den Markt werfen. Was bringt mir ein 4k-Monitor, wenn die Hardware im Rechner daneben diese Auflösung kaum im Video flüssig bearbeiten kann?

Gerade im Angebot bei Amazon

Mobiler Videoschnitt am Mac

Mobiler Videoschnitt? Welches Notebook von Apple eignet sich für den mobilen Videoschnitt? Wie kann man den Standard vom Desktop auch unterwegs ermöglichen? Mobiler Videoschnitt kann heute einfach realisiert werden, doch spätestens beim Notebook aus Cupertino muss man tief in die Tasche greifen.

Mobiler Videoschnitt – Zeit ist Geld

Unterwegs muss es meistens schnell gehen. Hier kann man nicht 20 Minuten auf das Rendering einer aufwendigen Effektvorlage warten. Die Inhalte müssen schnell sortiert, geschnitten und ins Netz geladen werden. Insofern kann man ein MacBook Air und andere Geräte aus dem unteren Preissegment schlicht vergessen. Natürlich kann man mit jedem Rechner ein VideoBlog aufnehmen, doch werden Videoproduktionen immer aufwendiger. Es ist oftmals kein einfacher Schnitt mehr. Vielmehr werden Effekte nötig, Logos müssen animiert werden und selbst eine simple Farbkorrektur kann ein schwaches Notebook in die Knie zwingen. Wo bei Spielen noch an Effekten und Auflösung gespart werden kann, ist es bei Videoproduktionen wichtig saubere Qualität abzuliefern. Heute oftmals schon in 1080p oder mehr.

Die Wunschkurve geht steil nach oben

Natürlich kann man auch mit einem MacBook Pro für ca. 1500 Euro schneiden. Es wird auch ein paar Effekte rendern, nur geht die Wunschkurve bei Kunden und Produktionen schnell nach oben. Da kann man doch hier schnell noch einen besonderen Effekt einbauen. Hier noch ein paar transparente Grafiken rendern und vor allem braucht die ganze Produktion auch noch ein Intro samt Bauchbinden für das Video. Vielleicht soll das ganze Material noch einmal mit einem Farbfilter versehen werden? Schon ist die normale Leistung nicht mehr genug. Man muss einfach auf spontan steigende Anforderungen reagieren können. Aus kleinen Ideen werden oftmals große Projekte. Zwar ist die Videoschnittsoftware Final Cut Pro X auf Mac-Systeme optimiert, aber schon bei kleinsten Effekten kann auch ein ordentliches MacBook Pro nicht mehr ausreichend sein. Von einem Greenscreen darf man hier gar nicht mehr reden. Für einen einfachen Schnitt mit ein paar Logos reichen diese Notebooks, doch alle Apple-Geräte bis 1500 Euro haben die gleiche Achillesverse.

Ohne Nvidia bleibt nur Iris

Apple setzt leider nur bei den Topmodellen auf ernstzunehmende Grafiklösungen. Ansonsten wird auf Intels Grafikeinheiten gesetzt. Unter 1500 Euro wird man bei Apple in der kompletten Produktpalette wohl nur Iris und IrisPro-Chipsätze finden. Mit diesen Grafikchips kann man sicherlich so manches Computerspiel halbwegs anständig spielen, doch beim Thema Videoschnitt kann man hier keine Wunder erwarten. Für optimierte Standard-Effekte kann man Iris und IrisPro sicherlich nutzen, doch passt man erst einmal Effekte an, oder baut gar selbst in Apple Motion seine eigenen Vorlagen, so muss jeder Effekt aufwendig gerendert werden. Man merkt es bei der Arbeit sehr. Mit jeder weiteren Effekt-Schicht geht die Leistung antiproportional in die Knie. Vor allem bei 3D-Effekten, Animationen mit Lichteffekten, oder gar dem Tracking von Objekten sind diese Grafikeinheiten vollkommen überfordert. Hier schafft nur der Nvidia Chipsatz Abhilfe und hat meist 2GB eigenen Arbeitsspeicher mit an Bord. Der Nachteil? Wir kommen beim MacBook Pro schnell über die Marke von 2000 Euro. Damit ist mobiler Videoschnitt schnell ein teures Vergnügen.

Zweite Platte für unterwegs

Ein Problem haben Macs und Pcs gemeinsam. Videoschnitt sollte man nie auf der Systemplatte stattfinden lassen. Das Material gehört immer auf eine gesonderte Festplatte. Natürlich wäre hier ein fixes Raid mit Thunderbolt-Anbindung noch optimaler. Nur wie mobil ist die Videoschnittlösung dann noch? Unter USB 3.0 sollte man keine Videoschnittplatte einplanen. Mittlerweile gibt es hier zum Glück auch Thunderbolt-Lösungen für eine mobile Platte, welche obendrein noch bezahlbar sind. Für ausreichend Platz sollte unterwegs dennoch gesorgt sein. Platz auf dem Tisch kostet so eine externe Lösung ebenfalls. Dennoch ist diese Lösung unabdingbar. Eine Bearbeitung in einer Mediathek auf der Systemplatte verfettet das System, macht es schrecklich langsam mit der Zeit und ist nur in absoluten Notfällen anzuraten.

Der Upload in HD

Oftmals vergisst man bei der ganzen Rechenleistung den Weg ins Netz. Da habe ich nun mit einer Hardware von ca. 3000 Euro plus Videoschnitt-Equipment eine Datei in HD ausgeworfen und dann ist das Wlan schwach. Oftmals wird bei allen Events Wlan versprochen. Selbst auf Messen sollte es nie ein Problem sein. Die Erkenntnis? Das Netz funktioniert gerade auf großen Events, Veranstaltungen und Messen nie gut. Zumindest nie gut genug für einen Upload von 500-2GB an Videomaterial. Hier sollte man zudem auf den schnellen MP4-Kodierer „Handbrake“ setzen. Ein sehr schnelles Programm, welches zudem die Qualität runterschrauben kann. Damit erhält man kleine MP4-Dateien für einen efiizienten Upload. Nur was ist mit dem schwachen Wlan? Als sollte hier ein Surfstick mit LTE-Anbindung immer mit dabei sein. Meist findet sich noch irgendwo ein Pressezentrum mit schneller Upload-Verbindung, doch dank LTE kann man mit einem Stick auch selbst für einen Weg ins Netz sorgen. Andere Optionen dauern meist zu lange und die Files sollen schließlich fix auf YouTube und Co. landen.

Fazit

Mobil muss man sich einfach den Umständen und Wünschen anpassen können. Ein MacBook sollte daher immer mit Nvidia-Grafiklösung ausgestattet sein. Zudem kann man sich die Vorlagen daheim basteln und auf einer externen Platte mitbringen. Es spart Zeit und die Vorlage wurde im besten Falle vorher schon abgenommen. Das spart viel Zeit und so kann mobiler Videoschnitt auch gelingen. Günstig ist es dagegen nie. Vor allem nicht mit Geräten aus Cupertino.

Mac Mini vs. FCP X

Mobiler Videoschnitt

[dropcap]F[/dropcap]ür Videoschnitt in HD bedarf es leistungsfähiger Hardware. Ist ein Mac Mini da überhaupt schnell genug für das relativ neue Final Cut Pro X? Oder ist hier auch „Mini“ in Sachen Leistung angesagt?

Fertige Box?

Diese Frage habe ich mir lange gestellt. Der Mini von Apple steht für den Einstieg in die Macwelt. Mit 629 Euro ist man in Deutschland dabei und erhält einen kleinen Block aus Aluminium. Platz für Schnittkarten und Festplatten? Eher Fehlanzeige. Wobei man sogar selbst mit ein wenig Geschick eine zweite Festplatte in das Gehäuse verbauen kann. Dazu findet man lauter Videos auf YouTube. Den extra Ram kann der Kunde ebenfalls erweitern, so dass man hier nicht die horrenden Preise von Apple zahlen muss. Da werden schnell 300 Euro für ein wenig mehr Ram fällig. Was man als Leser jetzt schon bemerkt? Man muss den kleinen Kasten erweitern.

Mac Mini in Maxi

Die nackte Version mit 629 Euro bietet nur 4GB Ram Arbeitsspeicher und eine gewöhnliche/langsame Festplatte. Wählt man sich dazu den stärksten Prozessor (i7 2,6 GHz Quad-Core Intel Core), so ist man auf einmal im Apple Shop bei satten 1.129 Euro angelangt. [highlight]Plus 16GB Ram für weitere 150 Euro bei einem anderen Händler.[/highlight] Wir liegen mittlerweile übrigens bei 1.279 Euro. Mehr geht nicht beim Mac Mini. Nur erhalten wir für diesen Preis eine extrem leistungsfähige Maschine und Final Cut Pro X rennt damit selbst bei FullHD-Material. Ein aufgebohrter Mini reicht damit vollkommen für modernen Videoschnitt aus. Luft nach oben im Bereich 3D-Animation gibt es natürlich immer und die Möglichkeiten kennen für gewöhnlich keine Grenzen. Allerdings ist die Kiste wirklich nicht „mini“, sondern in der Tat richtig „flott“. Sie überbietet meinen alten Mac Pro von 2008 um Welten in der Leistung. Ein großes Gehäuse mit Lüfter, riesigem Mainboard und vielen Festplatten.

Der Nachteil am Mac Mini? Es gibt zwei Punkte. Der Grafikchip ist ein Intel 4000HD Chipsatz. Moderne Spiele sind damit eher keine Kernaufgabe für den Rechner. Nur wer benutzt einen Mac für Computerspiele? Und natürlich kann das Teil Spiele darstellen. Nur vielleicht nicht in der höchsten Auflösung bei maximalen Details. Aus dem Alter bin ich zumindest aber sowieso raus und habe dafür eine Konsole neben dem Fernseher. Videos laufen hingegen flüssig, Videoschnitt scheint gar kein Problem zu sein und selbst transparente Grafiken und Effekte werden in FCPX sehr schnell gerendert. Sie suchen über Google nach einer Einschätzung? Ich arbeite seit sieben Jahren mit Videoschnitt auf dem Apple und bin mit der Leistung sehr überrascht worden. Mini ist hier wirklich nur ein Name für ein kleines Produkt.

Thunderbolt als Pflicht

Natürlich ergibt sich der zweite Nachteil durch den Formfaktor beim Mac Mini. So ziemlich alles an Gerätschaften und Speicher muss extern angeschlossen werden. Dafür bietet der kleine Renner allerdings vier USB 3.0 Anschlüsse und einen gesonderten Thunderbolt Anschluss. Mit einem Thunderbolt Raid ( nochmal 500 Euro ) ist auch hier die super schnelle Versorgung mit Videodaten sichergestellt. Unglaublich schnell in der Praxis. [highlight]Günstigere USB 3.0 Platten sollen allerdings fast die gleiche Leistung bringen.[/highlight] Im Endeffekt hatte ich am Ende beim großen Pro Desktop ebenso viele externe Platten und Kabel hängen. Meiner Erfahrung nach sind externe und riesige TB-Platten heute die Regel und damit spart man doch Platz. Dieser Rechner steht sogar auf dem Tisch und bietet ein noch nicht zu erahnendes Killerfeature.

Eine Stecknadel

Leistung? Top. Formfaktor? Top. Das Killerfeature? Stumm. Diesen Rechner hört man einfach nicht. Der Sekundenzeiger meiner Wanduhr ist lauter als der Lüfter vom Mac Mini. Ohne den eingebauten Lautsprecher würde man nicht einmal wissen, ob der Mac Mini gerade überhaupt bootet. Das ist ein unfassbar angenehmes Gefühl bei der Arbeit. Leistung bedeutete bislang für mich immer auch laute Lüftergeräusche. Hier ist es still. Unheimlich still und ich musste mich Tage daran gewöhnen. Bei der täglichen Arbeit an einem Rechner ist es wirklich ein Luxus sein Arbeitsgerät nicht mehr hören zu müssen. Das ist hunderte Euro an Lebensqualität wert. Man hört auch keinen Lüfter, falls man direkt eine Tonaufnahme in der Nähe vom Videoschnittrechner aufnehmen möchte. Ich musste dafür bislang immer die komplette EDV runterfahren.

Fazit: Mini beschreibt in der maximalen Ausbaustufe bestenfalls den Formfaktor dieses Rechners. Für das ganze Geld erhält man bei Apple sonst kein so leistungsfähiges Rechenpferd und kommt sogar an die Hardware ran (Mac Mini lässt sich unten öffnen). Videoschnitt in FullHD lässt den Rechner nicht in die Knie gehen. Wo man am Ende mit externen Geräten und Speicher landet? Ca. 2000 Euro. Dafür allerdings hat man endgültig Ruhe. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Gerade im Angebot bei Amazon