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Gamescom 2019: Unser Fazit der Messe

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Mehr Besucher, mehr Live-Events und Hideo Kojima – die Gamescom 2019 zeigte sich trotz überschaubarem Line-Up bestens aufgelegt. Wir waren vor Ort, haben viele Spiele angezockt und ziehen nun ein Fazit, ob die Messe auch 2019 überzeugt hat.

Zwischen Werbegeschenken und Xbox

„Donuts“. Salzige Erdnussflips mit karamelisierter Hülle. Damit endete unser erste Messetag, an dem gegen Schluss Hostessen kleine Werbegeschenke den rausströmenden Messebesuchern übergaben. Dieser war geprägt von unzähligen „Hallo!“s an Kollegen und der schier weitläufigen Ruhe in den Hallen während des laufenden Betriebs. Gleich als Highlight lud PlayStation zu einer doch speziellen Präsentation ihres kommenden Spiels „Death Stranding“, die nicht weniger als von Entwickler Hideo Kojima höchstpersönlich geleitet wurde. Gewohnt cool mit Brille, Lederjacke und lässigem Seitenscheitel stellte er sich zwar keinen Fragen des ausnahmslos aus PR-Referenten bestehenden Publikums jedoch – sein Spiel vor. Nach unzähligen kinoreifen Zwischensequenzen gab es endlich Gameplay-Footage. Fast schon meditativ rennt Norman Reedus als Figur Bridges durch grüne aber karge Landschaften mit einem Fötus im Gepäck. Spielerisch noch sehr vage. Dafür ging es bei Xbox hoch her – bereits am Eröffnungstag gab es kleine Bühnenshows, die von Specials von „Minecraft“ bis hin zum neuen Forza reichten. Inmitten von vielen Spielstationen durften ebenfalls Klassiker wie „Halo: The Master Chief Collection“ oder auch Top-Titel wie „Doom: Eternal“ nicht fehlen.

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Keine Überraschungen

Insgesamt wirkte die Messe in diesem Jahr abgeklärter – weitab von Überraschungen angesiedelt. Vieles ist seit Wochen klar: FIFA 20, Cyberpunk 2077, Call of Duty: Modern Warfare etc. Bis auf eine Ausnahme gab es fast kein Spiel, dass uns wirklich überrascht hätte. Amüsanterweise war dieser Titel „Marvel’s Avengers“. Völliger Mainstream, der aber richtig Spaß macht. Gemeinsam mit Thor den Hammer als Boomerang verwenden und Iron Man in luftige Höhen steigen lassen. Hier überraschte zudem das Gameplay mit toller Spielbarkeit. Bloß schade, dass wir in all dem Trubel Weltfußballer Lothar Matthäus bei „Toplitz Productions“ haarscharf verpasst haben. Da kamen wir nämlich völlig beschwingt aus der „Cyberpunk 2077“-Präsentation. Entwickler CD Projekt RED versteht es einfach direkt zu Beginn eine bedrohlich coole Atmosphäre aufzubauen. Bier, Cider und Wasser zu trinken. Laxe Sprüche und harte Gewaltspitzen zum schauen. Dieses Spiel wird Maßstäbe setzen. Bunter wurde es bei Nintendo. Ruhiger in der Business Area gelegen, spielten wir in Lounge-Atmosphäre Titel wie das Grusel-Abenteuer „Luigis Mansion 3“ oder „Deamon X Machina“ an. Big N schafft es einfach ohne Mühe bestimmte Themen für Kinder sowie Erwachsene zu verpacken. Mehr Switch-Stationen gab es nur in Halle 6. Wer es lieber altmodischer mochte war in Halle 10 bestens aufgehoben. Vom populären „Super Smash Bros. Ultimate“ bis hin zu „Dragon Quest“ war alles geboten. Denn die Indie/Retro-Area überzeugte mit weniger überlaufenen Konsolen sowie grandiosen Kindheitsmomenten. Da wollten wir nur „kurz“ mal wieder in „Sonic Adventure“ reinschauen, verbrachten aber weit über 30 Minuten dran. Die Magie der alten Spiele. Zumal der Ausklang eines Messetags in der feinen Indie Booth-Party mehr als entspannt war.

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Analoger Tischkicker bei PlayStation

Nur einen Tag später holten uns die schmerzenden Füße nach dem vorherigen 20km Marsch zurück auf den Boden der Tatsachen. Im Vergleich eines öffentlichen Messetags ist der Fachbesuchertag gerade zu leer. Der erste offizielle Besuchertag ist nur mit guten Nerven und viel Sitzfleisch zu überstehen. Deshalb ist es ratsam, sich nur für die Spiele anzustellen, die es wirklich wert sind und man einige Stunden investieren kann. Auch nur als Präsentation zu sehen, war das Horrorspiel „Dying Light 2“. Techland zeigte eine live gespielte Demo, die schon einen guten Ausblick hinsichtlich Storytiefe und Mechaniken gab. Mehr als spielbaren Film versteht sich „Man of Medan“ das unter Bandai Namco erscheint. Zudem testen wir aktuell das neue Werk von „Supermassive Games“. „Dragon Ball Z Kakarot“ könnte auch nicht Hardcore-Fans mit seinem Rollenspiel-Fokus inklusive Open-World ansprechen, während „Code Vein“ wie ein Dark Sauls-Klon im Anime-Stil wirkt. Die diesjährigen Gamescom-Stände waren einmal mehr überdimensional groß. PlayStation konnte sich mit seiner „PlayStation Plus Lounge“ auf dem Balkon sehen lassen. Freigetränke waren ebenso inbegriffen. Gerade Sony glotzte statt kleckerte – das kommende „Call of Duty Modern Warfare“ war exklusiv nur bei ihnen zu zocken. Dementsprechend reichte die Schlange oftmals um den Stand herum. Analoge Spieler durften sich am blauen Tischkicker austoben. Witziger Einfall! EA wirkte 2019 etwas kleiner, da das Hauptaugenmerk in der komplett angemieteten Halle 1 lag. Die EA-Lounge war nur für akkreditierte Personen und ein beliebter Treffpunkt. Schade, dass die leeren Spielstation nur mit Termin spielbar waren. Activision blieb der Messe offiziell fern.

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Unser Gamescom 2019-Fazit

Insgesamt war die Gamescom 2019 business as usual. 373.000 Besucher aus über 100 Ländern, darunter 31.300 Fachbesucher, zu Gast in Köln. Alleine über 500.000 Zuschauer weltweit sahen gleichzeitig die neue internationale Show „gamescom: Opening Night Live“ mit Produzent und Moderator Geoff Keighley im Live-Stream. Große Titel waren vorhanden aber schon hinlänglich bekannt. Kleinere Titel wurde zwar nett in Szene gesetzt jedoch ohne richtig zu überraschen. Durch die Abschaffung der Videodays nehmen großangelegte YouTuber-Treffen immer mehr Platz ein, was den Sinn und Zweck der Spielemesse leider zusehends verwässert. Wir hoffen, dass dies nur die Ruhe vor dem aufkeimenden Sturm im nächsten Jahr ist. #XboxTwo #PlayStation5

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Die Gamescom 2020 ist vom 25.-30. August.

Zu unserem Gamescom-Special 2019

Devil May Cry 5 im großen Test

Devil May Cry 5 Review
Devil May Cry 5 Review

Runde 5 im Kampf gegen Dämonen! Capcom setzt bei „Devil May Cry 5“ gleich auf ganze drei Hauptfiguren, die sich in gewohnt starker Grafik in die opulent inszenierte Schlacht stürzen. Reicht dieser Action-Bombast für den großen Spielspaß – unser Test.

Frischzellenkur

Capcom versteht es seit einiger Zeit alteingessene Reihe mit frischem Leben zu füllen. War „Resident Evil 7“ aus der Ego-Perspektive fast ein völlig anderes Spiel in Sachen Survival-Horror so überzeugte das kürzlich veröffentlichte Remake von „Resident Evil 2“ auf ganzer Linie. Statt drögen festen Kamerapunkten wechselte man auf die klassische Third-Person Ansicht aus Teil 4. Spieler wie Fachpresse konnten sich mit Lob kaum zurückhalten. Nach dem leider unerfolgreichen Reboot-Versuch von „DMC“ aus dem Hause Ninja Theory nahm man bei Capcom das Zepter wieder selbst in die Hand und setzte zur Fortsetzung bzw. light Reboot von „Devil May Cry“ an. Actionreich und mit Stil metztelte sich Held Dante durch Dämonen und andere Höllengestalten. Der aktuelle Ableger wartet jedoch mit gleich ganzen drei Spielcharakteren auf – zum einen Dante, Nero und der mysteriöse V. Zusammen gilt es einmal mehr unserer Welt vor garstigen Dämonen zu retten.

Nervige Tutorial-Hilfe

Mitten in Red Grave City bricht ein sogenannter „Dämonenbaum“ aus dem Asphalt. Die daraus resultierende Invasion aus allerlei furchterregenden Kreaturen ruft die natürlich die drei Jäger Dante, Nero und V auf den Plan. Jedoch wird ihnen ein Hinterhalt zum Verhängnis und so müssen alle drei voneinander getrennt nach Antworten suchen. Jeder, der die Story von „Devil May Cry 5“ als platt oder oberflächlich bezeichnet hat keinen der Vorgänger gespielt. Die Handlung soll den Rahmen für großangelegte Actionorgien bilden. Trotz vergleichsweise langsameren Kämpfen entfaltet sich sofort eine Melange aus Combos und Zeitlupen-Angriffen. Wären da nicht ständige Tutorial-Hilfe, die selbst ins Finale der knapp 16 stündigen Kampagne reichen. Richt gelesen. Vor dem finalen Bosskampf darf Nero nochmals neue Tricks lernen. So bleibt stets das Gefühl niemals in vollends die Kontrolle zu haben. Die Kampfstile von Nero & Dante unterscheiden sich nur marginal, während Capcom beim unscheinbaren V deutlich neue Wege geht. Als Mensch kann V nur mit seinen Geistwesen wie Rabe und Jaguar Kämpfe bestreiten. Somit greifen wir Gegner nicht persönlich sondern durch Dritte an. Ist anfangs ungewohnt und hätte mehr Finessen im Einzelnen gebraucht. Mit gesammelten Blut-Orbs können wir bei Waffenschmiedin Nico neue Skills freischalten.

Echtgeld-Shop zum Start

Zudem sind Nero´s Handprothesen „Devil Breaker“ einzigartige Waffen – es gibt drei Arten und jede bietet andere Fähigkeiten. „Overtune“ lässt uns Blitze abfeuern, „Ragtime“ sogar die Zeit verlangsamen und auf „Gerbera“ kann Nero sogar kurze Zeit fliegen. Also fantastische Möglichkeiten den Style Rank von „D“ auf „SSS“ zu bringen. Was trotz flottem Gameplay euch immer wieder herausfordert. Die Level sind linear aufgebaut und lassen nur selten andere Wege aufkommen. Zu Anfang durch kleinere Straßenzüge in London rennend wird es zum Ende eher einseitig, wenn wir gefühlt stundenlang durch das Innere des Dämonenbaums sehen. Die Feinde sind kreativ designt und abwechselungsreich. Gleiches gilt für die toll zelebrierten Bossfights. Zum Release von Devil May Cry 5 gibt es auch gleich einen Echtgeld-Shop. Darin könnt ihr Lebensenergie und Erfahrungspunkte kaufen. Wir raten davon ab – echtes Geld einzusetzen. Zwar erhaltet ihr schneller Fähigkeiten macht euch aber die an sich gute Spielerfahrung kaputt. Jegliche Kugeln, Orbs etc. sind im Spiel in Vielzahl zu finden.

Die hauseigene Grafik-Engine „RE Engine“ ist mit scharfen Texturen und der Möglichkeit realitätsnahe Gesichter zu erzeugen ein echter Glückfall für Capcom. Schon die letzten zwei „Resident Evil“-Spiele proftierten von der hohen Grafikqualität. Genauso wie „Devil May Cry 5“ das mit grandiosen Effekten aufwartet. Zumal auch detaillierte Charaktermodelle und das fehlende Kantenflimmern für ein gutes Bild sorgen. Die angepeilten 60fps werden auch in hektischen Situationen kaum verhindert. Nur nachladende Texturen sowie aufploppende Objekte sind hier leicht nervig. Der Score bedient sich typischerweise Punk-Rock Stücken sowie rockigen Melodien was zweifellos passt. Die Lokalisierung ist nur auf Englisch verfügbar.

Unser Fazit zu „Devil May Cry 5“

Erwartungen erfüllt. Action satt. Capcom möchte auch in Teil 5 der Serie keine epochale Story rund um Dante & Co. erzählen sondern mit kleinen Storykniffen die Weichen für stylische Kämpfe stellen. Die Spielwelt ist recht angesetzt, verliert jedoch mit der Zeit an Abwechslung. Die Verteilung auf gleich drei Figuren ist mutig – erleichtet jedoch auch Neulingen den Einstieg. Nur die negativ zu sehenden Echtgeldtransaktionen für weitere Orbs im Shop ziehen die Wertung letztendlich nach unten. Trotzdem ist Teil 5 der Metzelreihe spaßig geworden.

Entwickler: Capcom | Preis: 69,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One und PC | USK: ab 16

Mehr Informationen zu unserem Wertungssystem findest Du hier.

Onimusha: Warlords im Test

Onimusha Warlords

Capcom serviert uns mit „Onimusha: Warlords“ einen echten PlayStation 2-Klassiker, der jedoch nur rudimentär aufgehübscht jetzt für aktuelle Systeme veröffentlicht wurde – Unser Review.

Wegbereiter vieler Marken

Anfang der 2000er war Capcom so kreativ wie fast kein anderer Entwickler und haute mit „Devil May Cry“, Spin-Offs zu „Resident Evil“ und auch der „Onimusha“-Serie mehrere Reihen raus, die in manchen Fällen bis heute gepflegt werden. So kommt beispielsweise in diesem Jahr „Devil May Cry 5“ auf unsere Konsolen und das mit ziemlicher Sicherheit schockierende Remake zu „Resident Evil 2“ könnte zum Spiel des Jahres avancieren. Nun möchte der Publisher vielleicht vorfühlen, ob auch das Interesse am altgedienten „Onimusha“ nochmal entflammt werden könnte – vor wenigen Tagen erschien in rein digitaler Form der erste Ausflug von Samurai Samanosuke Akechi aus der Feder von Jun Takeuchi. Mit eindeutigen Parallelen zum Resi-Franchise, an festgelegten Kamerapunkten sowie eingestreuter Puzzles zu erkennen, war das Setting damals frisch sowie unverbraucht.

Die Handlung ist anfangs simpel entwickelt sich jedoch mit der Zeit. In einer Welt voller Dunkelheit und Magie kämpfen machthungrige Kriegsherren um die Vorherrschaft im Feudalistischen Japan. Inmitten des Chaos wird die Prinzessin Yukihime entführt. Ein einziger Kämpfer, der mutige Samanosuke, meldet sich freiwillig, die Prinzessin zu retten und zu rächen. Doch in diesen finsteren und geheimnisumworbenen Zeiten erkennt selbst Samanosuke die Aussichtslosigkeit seiner Mission nicht. Japanische Historie wird clever mit dem Schicksal der Titelfigur verbunden. Im Kern erforschen wir allerlei kleinere Tempel, viele Außenareale und metzeln in regelmäßiger Routine Monster weg. Nach kurzer Zeit erhalten wir von den Oni-Göttern ein bestimmtes Werzeug um die Seelen der erledigten Gegner einsammeln und später damit unsere Fähigkeiten aufzubessern. Klassischer könnte ein Videospiel nicht sein. Die Level sind linear aber nicht langweilig und können mit ihrer strikten Kameraeinstellung teilweise überraschen. Die Rätsel sind insgesamt im Mittelmaß anzusiedeln und erfordern von euch nur, dass ihr Hinweise bzw. Schlüssel findet. Im Gameplay liegt aber der Spielspaß, da verschiedene Gegnertypen mit anderen Strategien aufwarten.

Grafisch dürft ihr kein Resi 2-Remake erwarten. Ähnlich wie bei der zuletzt veröffentlichten „Devil May Cry Trilogy“ sind die vorgerenderten Hintergrundbilder zwar stärker aufgelöst, jedoch auf einem 4k-Fernseher nur als zweifarbiger Brei zu werten. Amüsant ist jedoch, dass die Charaktermodelle visuell klarer definiert und man bereits 2001 schon Emotionen einprogrammiert hatte. Wenn auch nur schwer zu erkennen. Der Soundtrack ist ebenfalls neu, hätte jedoch besser komponiert sein können. Schön: Dank der Breitbildoption fallen nervige Ränder weg. Jüngere Spieler werden von der spürbaren Behäbigkeit sehr schnell abgeschreckt – während Nostalgiker hier sicherlich in Erinnerungen schwelgen. Diese können auch die spartanische oder generalüberholte Steuerung nutzen. Ein Update für heutige Systeme.

Unser Fazit zu „Onimusha: Warlords“

Onimusha war eine der bekanntesten Reihen auf der PlayStation 2. Besonders Teil 3 konnte sogar mit Schauspiel-Legende Jean Réno überraschen und ihn als spielbaren Charakter etablieren. Doch für mich als Videospiel-Enthusiasten ist der Anbeginn der Reihe interessant, auch wie sich insgesamt Spiele in ihrer Inszenierung gewandelt haben. Wenn gleich, das Spieltempo etwas lahm und die Storyline recht dürftig sind, hatte ich meinen Spaß. Es könnte gut sein, dass Capcom zeitgleich an einer zeitgemäßeren Fassung des Stoffs arbeitet.

Entwickler: Capcom | Preis: 19,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch und PC | USK: ab 16

Clevere 1-Shot-Demo zu „Resident Evil 2“

Resident Evil 2
© Capcom

Terror, Zombies und ein Zeitlimit: Oberflächlich hat Capcom nur eine Demo zu „Resident Evil 2“ veröffentlicht, doch nebenbei perfekte PR betrieben. Wir spielten genau 30 Minuten und waren selten so gefesselt.

Gute alte Zeit

Es mag sich amüsant anhören, dass heutzutage eine kostenlose Demo zu veröffentlichen fast zu einem Unikum geworden sei. Früher, zu Zeiten der PlayStation 1, war es selbstverständlich im „offiziellen PlayStation-Magazin“ eine Demo-CD zu finden auf denen Publisher Clips und spielbare Demos zu ihren kommenden Highlights rausgaben. Capcom, in vielen Belangen klassisch geblieben, holt diesen zeitlichen Zustand für das kommende „Resident Evil 2“ zurück und beweist, dass Horror nicht gleich eine Schlachtplatte ist. Zur Demo: Auf Besonderheiten verweisen wir im unteren Teil. Einziger Spielcharakter ist: Leon S. Kennedy. Der kommt frisch von der Akademie und hat sich ins verlassene Polizeirevier von Racoon City gekämpft. Während draußen der Zombie-Virus grassiert. Nach und nach gehen wir Hinweisen nach und treffen im Düsteren auf erste Zombies. Das Gunplay erinnert zweifellos an den Meilenstein „Resident Evil 4“ anders als im zeitlichen Vorgänger haben wir wieder die Third-Person-Ansicht. Jedoch mit dem hauseigenen „RE Engine“-Grafikmotor. Saubere Kanten sowie hochaufgelöste Details fallen dabei angenehm ins Auge.

Auf unserer Erkundungstour fallen uns jede Menge Rätsel mit den Serien-typischen Medallions auf. Zudem ist es doch verwunderlich wie es Capcom geschafft hat – eine Uncut-Freigabe ab USB 18 zu bekommen. Viel Blut und noch mehr Eingeweide pflastern unseren Weg durch die Demo. Doch neben der Gegner ist der Timer unser größter Feind. Da die Demo genau 30 Minuten läuft und nicht wiederholt werden kann, ist das Ende zwar schaffbar aber nur für eilige Spieler. Auf dem PC scheinen findige Naturen eine Lösung gefunden zu haben, die Zeit außer Kraft gesetzt zu haben – doch insgeheim rechnete Capcom wahrscheinlich damit. Clever: So wird automatisch per Schlagzeilen noch mehr Buzz im Netz erzeugt. Desweiteren macht die Demo im Hinblick auf das fertige Spiel ein überaus guten Eindruck. Es ist wirklich kein simples Remake sondern glatt ein neuer Titel. Auch die zeitliche Limitierung könnte nicht durchdachter sein. Damit frischt Capcom insgesamt das Thema Demo merklich auf. Interessant: Die deutsche Lokalisierung ist gelungen und unterstreicht die gewollten Triple-AAA-Anleihen seitens der Entwickler. Wir können den Release von „Resident Evil 2“ kaum noch abwarten.