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Gamescom 2017: Unser Fazit der Messe

Gamescom 2019

Die Gamescom 2017 ist mit einem neuen Besucherrekord, vielen Spielen und noch mehr Events zu Ende gegangen. Auch wir von Gaming Blogger und Spielkultur machten Köln unsicher und fassen alle angespielten Demos sowie gewonnene Eindrücke bequem für euch zusammen. Unser Fazit zur Messe.

Überlaufene Demo-Stationen und Angela Merkel

Wenn sich die Sonne über dem Dom lichtet, Menschenmassen aus den S-Bahnen strömen und geduldig auf Einlass zu Europas größter Spielemesse haben, kann dies nur eines bedeuten – die Gamescom in Köln fand einmal mehr statt! Besucher aus 106 Ländern konnten es sich nicht nehmen lassen, den ausführlichen Blick auf neue Games sowie coole Messe-Stände zu werfen. Auf über 201.000 Quadratmetern stellten Publisher wie EA oder Ubisoft Titel wie das 2018 erscheinende „Far Cry 5“ oder auch das heißerwartete „Assassins Creed: Origins“ mit Messe-exklusiven Demos vor. Diese waren selbstverständlich in netter Regelmäßigkeit überlaufen und Interessenten mussten mit einiger Wartezeit rechnen. FIFA 18 überraschte in seiner Switch-Version sehr positiv. Ich hatte jedoch ein besonderes Erlebnis. Während meines straffen Zeitplans spielte ich eine Version von „Assassins Creed Origins“ als Bundeskanzlerin Angela Merkel in diagonaler Sichtweite auf der Ubisoft-Bühne stand und sprach. Quasi Action gepaart mit politischem Wahlkampf. Der Besuch von Merkel kam trotz Wochen vorher erfolgter Pressemitteilung rund 90% der Journalisten-Kollegen sehr überraschen. Zum einen wurde extra der Haupteingang zum Pressecenter blockiert und zum anderen erfolgte eine Durchsuchung der Halle wie beim letzten G20-Gipfel. Für den Wahlkampf war es das sicher wert.

Zuflucht fanden wir in der Business-Area in denen größere Publisher ihre Spiele ausschließlich der Presse sowie Fachbesucher zeigen. Hier präsentierte uns Warner Bros. Interactive mit Unterstützung der Xbox One X und 4k Gerät neue Spielszenen aus „Mordor: Schatten des Krieges“. Etwas am Spielprinzip gefeilt kämpfen wir uns durch Mordor und zerschlagen Orks-Allianzen. Trotz technischer Makel macht´s Lust auf mehr. Kurz davor wurde es um einiges bunter und klassischer. „Super Mario Odyssey“ setzt wieder auf „Sunshine“-typischen Levels. Also offen und mit allerlei kreativen Zutaten versetzt. Wir tippen auf einen astreinen „Spiel des Jahres“-Kandidaten. Xbox setzt auch auf bekannte Exklusiv-Marken wie „Forza Motorsport 7“, könnte jedoch mit „Sea of Thieves“ auf frische Multiplayer-Fahrwässer stoßen. Wir bleiben gespannt. Abseits von Terminen oder Demos fällt einem, besonders am ruhigeren Fachbesuchertag, die monumentale Größe der jeweiligen Hallen bzw. Stände auf. „World of Tanks“ hatte zum Beispiel einen glühenden Panzer aufgebaut. EA hat einmal mehr auf große Anspiel-Stationen im Block gesetzt. Zudem hing ein A-Wing über den Spielenden. Entertainment in allen Belangen. Dazwischen gab es Crepes-Stände. Erinnert doch viel an einen Jahrmarkt, oder?

Gamescom 2017 setzt auf bekannte Marken

Eine der vielbeschäftigsten Vertriebe in der Branche bleibt Ubisoft. Neben Far Cry 5, der AC-Reihe, dem Switch-Crossover „Mario + Rabbids“ vermochte es zudem „The Crew 2“ auf einen Ausflug einzuladen. Gemütlich zu sechst konnten wir einen Blick auf das bald erscheinende Rennspiel mit vielen Multiplayer-Funktionen werfen. Ziemlich witzig und ungemein motivierend sich mit seinen Freunden an Moto-Cross Events & Formel 1 Rennen zu messen. Desweiteren spielten wir eine erste spielbare Version von „Sonic Forces“. Im Stil etwas erwachsener und härter lenken wir den kleinen blauen Igel durch rasend schnelle Levels. In knapp 4 Arealen erinnerte besonders das letzte mit seinen Jump´n´Run-Einlagen sowie Figuren mit Flammenwerfern an „Ratchet & Clank“. Deutlich gruseliger wurde bei Bethesda, die uns eine Stunde aus ihrem neuesten Horror-Abenteuer aus der Feder von Resident Evil-Legende Shinji Mikami zeigten – The Evil Within 2. Mehr dazu im Artikel zur Gamescom 2017. Zu guter letzt trumpfte PlayStation mit dem, schon jetzt, großartigen „Detroit: Become Human“ auf. Grandiose cineastische Atmosphäre unterlegt mit zahlreichen Möglichkeiten die Handlung zu verändern, verspricht ein kommendes Meisterwerk aus der Quantic Dreams-Schmiede. Release-Termin steht leider noch aus.

Die diesjährige Gamescom 2017 war ein Füllhorn an tollen Events und Spielen. Jeder Titel wurde in seiner besten Form präsentiert und konnte mit allerlei freundlichem Menschen in und außerhalb der Stände aufwarten. Wir freuen uns schon auf´s nächste Jahr!

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Unsere TOP 5 des Jahres – Doom, Battlefield 1 u.v.m

Am vorletzten Tag des Jahres ziehen wir Bilanz und küren unsere persönliche TOP 5 der Spiele in diesem Jahr. Konnte Bethesda mit Doom und Dishonored 2 gleich zweimal landen oder siegt Battlefield 1? Unser abschließendes Ranking.

Platz 1: DOOM

Welch eine Überraschung! Eigentlich nicht. Im Vorfeld spekulierten einige Gazetten über das „wiederholende aufwärmen“ von Doom. Erst sollte es eine Fortsetzung zum dritten Teil der Reihe sein, dann wurden die Stimmen lauter, dass uns ein Reboot ins Haus steht. Mit Sicherheit wussten wir, dass Action statt Horror Schwerpunkt ist. Dieser Schritt war goldrichtig. Coole Shootouts trafen auf elegantes Leveldesign und höllische Gegnervielfalt.

Unser Fazit: Hart und dreckig – Ein verdammt guter Trip durch die Hölle!
Wertung 91%

Top 5

Platz 2: Battlefield 1

Einen gelungenen Sprung in die Geschichte lieferte uns Battlefield 1. Mit einem kompletten Storymode präsentiert in Episodenform mit dem Namen „Kriegsgeschichten“ bewies EA ein gutes Gespür für interessante Figuren sowie Geschichten. Völlig frei konnten wir entscheiden, ob wir als Greenhorn oder altgedienter Söldner in den Weltkrieg ziehen. Der großartige Multiplayer mit seinen verschiedenen Modi stellt bis heute viele Genrevertreter in den Schatten.

Unser Fazit: Bombastische Grafik trifft auf raffiniertes Gameplay. Mit seinem Multiplayer und mitunter besten Kampagne zählt Battlefield 1 zu den Highlights 2016.

Top 5

Platz 3: Dishonored 2

Bethesda hat in diesem Jahr einfach mehrmals überzeugt. So auch in der Fortsetzung zu Dishonored. Im Vergleich zum Erstling bügelte Entwickler Bethesda viele Fehler hinsichtlich von Gameplay und Leveldesign aus. Dies wurde von Spielern und Kritikern mit hohen Wertungen belohnt. Statt Held Corvo konnten wir gleich zu Beginn auch Königin Emily als Spielfigur wählen. Skurille Figuren, noch skurillere Quests und starkes Leveldesign sichern trotz technischen Makeln den dritten Platz.

Unser Fazit: Spielerische Freiheit mit innovativen Kernelementen auf sehr hohem Niveau jedoch technischen Problemen.

Top 5

Platz 4: FIFA 17

WAS? Ein FIFA im Ranking der besten Spiele des Jahres? Richtig gehört. FIFA 17 konnte dieses Jahr mit seinem Umfang und nochmals verbessertem Gameplay punkten. Erstmals wurde eine Kampagne namens „The Journey“ eingeführt. Hier erleben wir den Aufstieg von Fußballtalent Alex Hunter. Zusätzlich winkt ein ausgezeichneter Karriere-Modus sowie tolle Atmosphäre.

Unser Fazit: Das beste FIFA seit langem! Bessere KI, unzählige Ligen und ein sehr lobenswerter Umfang – Top!

Top 5

Platz 5: Overwatch

Nach Battlefield 1 bildet ein weiteres Multiplayer-Spiel den Abschluss für diese TOP 5. Im liebevoll animierten Pixar-Look schießen, prügeln und fetzen sich allerlei herrlich durchgedrehte Figuren. Angefangen beim schweigsamen Cowboy bis hin zum gruseligen Reaper sind wir auf schönen Maps in Nachahmung verschiedener Gebiete wie Griechenland oder Hollywood unterwegs. Mitunter das einzige Multiplayer-Spiel, dass wirklich auf gutes Teamwork zählt.

Unser Fazit: Overwatch präsentiert einen kurzweilig spaßigen Multiplayer mit ganz eigenen Figuren, das leider im Umfang seine Schwächen zeigt.

Top 5

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Clueless Gamer- Conan spielt Battlefield 1

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Der Clueless Gamer Conan O’Brien ist wieder da und hat sich Unterstützung für das Spiel Battlefield 1 ins Studio geholt. Zusammen mit Terry Crews testet er den Shooter in seiner Late Night Show auf Herz und Nieren.

Clueless Gamer – Battlefield 1

Conan O’Brien kann zwar richtig gut Talks mit Gästen in seiner Late Night Show führen, aber bei Videospielen ist er die totale Niete und versteht oft nicht einmal die Steuerung. Genau diesen Umstand kehrt er aber geschickt um und testet als Clueless Gamer die neuesten Computerspiele in seiner Show. Nun ist Battlefield 1 von Electronic Arts an der Reihe und Conan findet wieder einmal interessante Details im Spiel, welche uns Gamern gar nicht so auffallen würden. Natürlich sorgen seine Fachkommentare zum Gameplay auch gleichzeitig für mehr als nur einen Lacher. Ganz großes Late Night Tennis!

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Was sagt ein Historiker zu Battlefield 1?

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Ist Battlefield 1 eigentlich in seiner Darstellung des Krieges wirklich nah an der Realität? Historiker Nathan Smith hat sich das Spiel zeigen lassen und einige Fehler entdeckt. Insgesamt hält er Battlefield 1 aber durchaus für eine Bereicherung.

Battlefield 1 historisch korrekt?

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Test – Battlefield 1 | Gaming Blogger

Battlefield 1: Nach einer Welle an Shootern im zweiten Weltkrieg, war lange die nahe bis ferne Zukunft ein Thema. Nun setzt DICE zwei Gänge zurück und verfrachtet uns in die Wirren des Ersten Weltkriegs. Ob die Kampagne überzeugt und wie sich der Multiplayer spielt, lest ihr im Test.

Schüsse sind zu hören. Dumpfe Einschläge sind zu spüren. Dichte Atmosphäre ist zu fühlen. DICE packt und wirft uns ohne Gnade oder Tutorial auf das Schlachtfeld. In schwarzen Texttafeln wird uns mitgeteilt, dass wir um jeden Preis die Linie halten sollen. Spitzname: Harlem Hellfighters. Aus der reinen Angst motiviert schreien unsere Kameraden zum Kampf gegen die anrückenden deutschen Soldaten. Gleichzeitig verlieren die ersten brutal durch Flammenwerfer-Einsatz ihr Leben. Liegend keuchend im Dreck. Während wir ums reine Überleben kämpfen, greift der Feind mit Giftgas an. Keine Chance. Auf dem Bildschirm erscheint „Marcus Nottoway / 1889-1918“. Ein Tod von vielen.

Vor Battlefield 1

Das erfolgreiche Mulitplayer-Franchise „Battlefield“ nahm 2002 ihren Lauf. Mit „Battlefield 1942“ baute sich Entwickler DICE (vormals Digital Illusions CE) nach und nach einen großen Namen in der Branche auf. Durch zahlreiche Ableger und Add-Ons wie „Vietnam“, „2142“ wurde es im Jahr 2008 unüblich für das Genre mit „Battlefield: Bad Company“ sehr humorvoll. Wir begleiteten US-Infanteristen Preston Marlowe und seine Crew auf einer heillosen Goldjagd im russisch/amerikanischen Krieg. Three Kings lässt grüßen. Zudem wurde auch die äußerst beliebte Zerstörungs-Engine in BC geboren. Was wäre ein Battlefield ohne zusammen stürzende Wolkenkratzer oder andere spektakuläre Momente? Nach einem desolaten Multiplayer Start von Teil 3 und Teil 4 der normalen „Battlefield“-Serie wurden eben diese über die Zeit hinweg ein fester Platz in den monatlichen Steam-Charts. Novum in der Reihe bildet „Hardline“. Hier sind wir keine verpeilte Truppe oder hoch moderne Hightech-Söldner sondern Detectives im Bereich Drogenkriminalität. Keine Panzer oder anderes Kriegsgerät bestimmt den Multiplayer – schnelle Muscle Cars und Polizeitransporter bilden die Kernfahrzeuge. Selten: Die Kampagne war mit ihren leicht vorhersehbaren Situationen überraschungsbefreit jedoch temporeich erzählt. Nun reisen wir knapp 100 Jahre in die Vergangenheit zurück.

DICE konnte alleine mit der Ankündigung schon viele Lorbeeren sammeln. „Erster Weltkrieg geil!“ hieß unter dem Reveal Trailer auf YouTube. Während Hauptkonkurrent „Call of Duty“ immer weiter in die Zukunft blickt, ist ein Return mal ganz angenehm. Doch nach der anfänglichen Begeisterung stellten sich uns ein paar Fragen: Wird sich das Gameplay verändern? Gab es eigentlich schon (halb)automatische Waffen in den frühen 1900ern? Ich kann Entwarnung geben. Die Entwickler haben hier und da historische Gegebenheiten um kleine Punkte ergänzt. Neben üblichen Scharfschützengewehre, Karabinern und Schrotgewehren sind auch frische Neuheiten wie die „Lewis Gun“ (Maschinengewehr) zu bekommen. Beginnen wir mit heiß erwarteten Singleplayer-Kampagne, kommt im Episoden-Format daher. Die „Kriegsgeschichten“ dauern pro Mission 30 Min bis eineinhalb Stunden. In jedem Abschnitt übernehmen wir die Rolle einer Figur auf einem anderen Punkt der Weltkarte. In „Durch Morast und Dreck“ steuere ich den jungen britischen Panzerfahrer Danny Edwards. Mit dem Haufen zusammengewürfelter Existenzen sprengen wir mit Panzer „Black Bess“ die deutschen Streitkräfte nieder. Vorerst. Aus einer Notlage heraus übernehme ich, überraschend, die Steuerung einer Brieftaube. Erinnert leicht an Ubisoft´s VR Titel „Eagle Flight“. Nachfolgend bewegt sich Edwards in Metal Gear Solid-Manier in einen nebligen Wald hindurch. Schleichen in Battlefield? Richtig gehört. Mitunter alle Episoden bieten Verschnaufpausen für Logbücher etc. – hier sollte DICE festhalten.

Der Krieg und seine Geschichten

In Battlefield 1 werden auf starke Charaktere gesetzt. Klassische Filmsequenzen unterstreichen die Atmosphäre und das Gefühl auch als kleines Licht einen wichtigen Beitrag zu leisten. Wir fühlen mit den Figuren mit, sehen was sie durchmachen. Das Storytelling sowie die emotionale Bindung beherrscht DICE mit Bravour. „Einflussreiche Freunde“ wirft uns in die Haut von Clyde Blackburn. Ein Betrüger, der das Leben durch die Bank nicht ernst nimmt. Wegen einer List beim Kartenspiel sind wir als Kampfpilot mit Partner in den Vogesen unterwegs. Wunderschöne Panoramen! Nach knapp 20 Minuten Tutorial geht es richtig ab – actionreiche Luftkämpfe trifft auf Bruchlandung. Mein persönliches Highlight ist die letzte „Kriegsgeschichte“ mit dem Namen: „Nichts steht geschrieben.“. Kein geringerer als Lawrence von Arabien ist der Hauptprotagonist, als rechte Hand (Zara Ghufran) müssen wir u.a. einen türkischen Zug per Sprenggeschoss aufhalten. Gerade bei diesem historisch eindrucksvollen Abschnitt ist es noch trauriger, dass es keine „deutsche“ Handlung mit beispielsweise dem „Roten Baron“ gibt. Dialoge reichen von Blockbuster Qualität bis hin zum absoluten B-Movie Gelaber. Dennoch besitzt jede Figur genug Hintergrund um glaubwürdig zu erscheinen. Im Großen und Ganzen lässt sich die Kurzgeschichten von Battlefield 1 an einem langen Nachmittag durchspielen. Trotz kreativem Leveldesign wiederholt sich das Konzept. Action-Story-Stealth-Action-Ende. Größter Kritikpunkt: Strunzdumme Gegner-KI. Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Der Schwierigkeitsgrad ist auf „mittel“ eingestellt, trotzdem bleiben Gegner regungslos vor mir stehen oder verstehen sich als Kanonenfutter. Hätte nicht sein müssen.

Das Herz der Serie

Ganz im Gegenteil verhält sich der, wieder einmal, sehr gelungene Multiplayer-Part von Battlefield 1. Das „Herz des Spiels“ kommt völlig ohne Probleme ab Release aus, läuft stabil und bietet einen beispielhaften Netcode. Unzählige Stunden verbrachten wir online auf den Maps, kein einziger Absturz. Die Sorge, dass bereits vor Release schon Cheater unterwegs sind, können wir nicht bestätigen. Vorbildlich! Doch bei all der Lobhudelei: Battlefield 1 ist kein einfaches Multiplayer-Spiel. Viele feindliche Sniper sind auf den 9 Maps unterwegs und die Sterblichkeitsrate reduziert sich auf Sekunden. Dies könnte für ungeduldige Spieler eine hohe Einstiegshürde sein, jedoch entschädigt ein Sieg vieles. Wir starten mit unter durchschnittlichen Waffen. Aussuchen kann sich nur ob es Schrot, Maschinen oder Scharfschützegewehr sein soll. Durch erfolgreiche Schlachten verdienen wir einerseits Punkte, andererseits Kriegsanleihen. Das ist die offizielle Währung. Pro Waffe sind es zu Beginn rund 150 Kriegsanleihen. Aufsätze variieren im Preis. Einen Großteil müssen wir zudem durch viele Matchs freispielen. Zusätzlich zu dem kostenpflichtigen Season Pass gibt es auf natürlich ebenso Microtransactions für „Kriegsanleihen“, dennoch wird sich im Gegensatz zu anderen Spielen angenehm zurückgehalten.

Folgende Multiplayer-Modi sind enthalten

  • „Eroberung“ – Der beliebteste Modus im Battlefield Universum fasst den wichtigsten Punkt zusammen. Teamwork. Bis zu 64 Spieler müssen auf einer großen Map mehrere Punkt erobern/sichern oder halten. Wer als erstes Team 1000 Punkte erreicht, gewinnt.
  • „Vorherrschaft“ – Schnelle Infanteriekämpfe bilden den Kern in diesem Modus. Kurz gesagt, eine kleinere Version von Eroberung mit strategischen Einsatzzielen.
  • „Team-Deathmatch“ – Der Klassiker im Multiplayer-Genre. 32 vs. 32 Spieler. Welches Team die meisten Kills erzielt geht als Sieger vom Schlachtfeld.
  • „Kriegstauben“ – Eine spezielle Variante von „Capture the Flag“. Auf der Map ist der Standort einer Nachrichtentaube angezeigt. Jedes Team hat nun die Chance, den Zweibeiner zu schnappen und ihn zu verschicken. Wem diese altmodische Nachrichtenübermittlung am meisten gelingt ist das Siegerteam.
  • „Operations“ – Das gegnerische Team versucht dem anderen Team, drei festgesetzte Punkten wegzunehmen. Gelingt ihnen das dreimal, zzgl. auch die letzte Festung einzunehmen hat der feindliche Trupp gewonnen. Konzentrierter und geradliniger Modus, jedoch ganz ohne Serverbrowser.

Dschungel von Argonna

Insgesamt spielt sich der neueste Ableger von Battlefield noch geschmeidiger als seine Vorgänger. Waffenwechsel gehen leichter von der Hand. Schnelle Sprints zwecks Flucht vor Panzern wirken effektiver als in Battlefield 4. Zu Beginn wäre es ratsam in Fahrzeugen die Steuerung anzeigen zu lassen. Learning by doing derzeit. Zudem die Grafik bestimmt der heimliche Star ist. Wir lügen nicht, wenn wir euch sagen, dass Battlefield 1 die derzeit schönste Grafik (ausgenommen Uncharted 4 – A Thief´s End) in einem Konsolenspiel hat. Knackige Lichteffekte treffen auch realistische Matsch- und Wasserillustrationen. Das dynamische Wettersystem geht in diesem Konzept voll auf. Sind wir in Arabien undurchsichtigen Wüstenstürmen ausgesetzt, wirkt sich das im Dschungel von Argonna mit tropischem Regengüssen aus. Kurzum: Viel besser ist schwierig. Auf ganzen 9 Maps dürfen wir uns austoben. Dazu gehören: Empire’s Edge – mediterranes Dorf an der Adria-Küste, Monte Grappa in den Alpen, Amiens in England, Sinai Desert und das Dörfchen St. Quentin Scar. Allesamt beeindruckend mit Frostbite umgesetzt.

Battlefield 1 - [PlayStation 4]
661 Bewertungen
Battlefield 1 - [PlayStation 4]
  • Battlefield 1 hat in Deutschland die Alterseinstufung "USK 16" erhalten. Es handelt sich hier um die Vollversion. Diese ist...

Unser Fazit zu Battlefield 1

DICE zeigt einmal mehr wo der Hammer hängt! Seit Ankündigung mit haushohen Vorstellungen erwartet und allesamt fast übertroffen. Eine gute bis sehr gute Solo-Kampagne, die gerne tiefgehender und länger hätte sein können, trifft auf den exzellenten Multiplayer. Trotz einiger Startschwierigkeiten erwartet euch ein Titel, dass nicht zu schnell loslässt. Unverbrauchtes Setting mit noch nicht voll ausgenutztem Potenzial, was jedoch die Zukunft ändern kann. Kleinere Probleme wie der fehlende Serverbrowser und Grafik-Bugs sind in den nächsten Patchs beseitigt.

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