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Magnethalterung magfix von XLayer für das Auto + Wireless Charging

XLayer magfix System
XLayer magfix System

Unter den Namen „magfix“ bietet XLayer seine Halterungen für Smartphones an. Optional kann dann sogar drahtlos geladen werden. Das kann im Alltag ziemlich praktisch sein. Wir haben daher auch gleich die Halterung für die Kopfstütze getestet.

Induktions-Ladestation direkt im Auto

Ich hatte schon dutzende Halterungen für verschiedene Smartphones. Irgendwann geht man dann zur Universal-Halterung über, weil neue Smartphones immer breiter werden. Dank magfix hält nun jedes Modell einfach an der Magnethalterung. Somit kann man es auch schnell wieder abnehmen. Klingt in so einem Text immer nicht nach Hexenwerk, doch an der Tankstelle möchte man vielleicht doch schnell auch sein Smartphone aus der Halterung nehmen. Dann muss man es dank Magnethalterung nicht mehr aus irgendeiner Klemme nehmen und sich dabei die Finger brechen, sondern es ist elegant. Diesen Mehrwert sollte man beim Kauf einer Halterung für das Auto durchaus im Blick behalten.

magfix Halterung für die Kopfstütze

Die Entwickler bei XLayer haben nicht einfach nur eine Halterung ins Sortiment aufgenommen. So gibt es ein Design, optional die Wireless-Charging Funktion und auch eine Halterung für die Kopfstütze. So kann man für die Kinder auf der Rückbank schnell das Tablet via Magnet andocken. Man muss ein Tablet nicht erst in eine Universalklemme setzen, sondern kann es einfach anheften. Dabei ist der Halt gut und es verrutscht auch nichts. Die Halterung für die Kopfstütze ist dabei in nur wenigen Sekunden angebracht. Einfach zwischen die Kopfstütze klemmen und schon hält das Teil. Dabei ist die eigentliche Halterung für Tablets/Smartphones auch um 360 Grad drehbar und vor allem neigbar. Je nach Auto und Größe des Kindes muss man ein Tablet oft im Winkel anders neigen. Hier kann man es perfekt und einfach fix justieren.

XLayer magfix KFZ-Halterung für die Kopfstütze, KFZ-Magnethalterung für Befestigung an der Kopfstütze für...
2 Bewertungen
XLayer magfix KFZ-Halterung für die Kopfstütze, KFZ-Magnethalterung für Befestigung an der Kopfstütze für...
  • magfix Magnethalterung für die Befestigung an der Kopfstütze, die für alle Smartphones und Tablets geeignet ist
  • Einfache Montage und Ihr Mobilgerät haftet dank Magnet an der Halterung: die zugehörige Metallscheibe entweder in die...
  • Perfekt für lange Autofahrten, da sie einen komfortablen Blickwinkel auf Ihr mobiles Gerät schafft

magfix ist als ganze Serie zu verstehen

Viele Anbieter aus Asien bieten für jedes Gerät eine andere Halterung an. XLayer hat sich einfach mit der Serie das komplette Thema #Auto angenommen. Es gibt Halterungen für die Lüftungsschlitze. Passt die Halterung dort nicht, so gibt es das magfix-System auch für den Getränkehalter. Ebenfalls keine gute Lösung beim eigenen Auto? Dann gibt es auch die Variante für das Armaturenbrett. Insofern ist man je nach Auto und Gadget sehr variabel. Durch die kleinen Metallplatten kann man das eigene Smartphone auch fix von der Halterung am Lüftungsgitter nehmen. Man setzt sich auf die Rückbank und kann es sofort an die Halterung der Kopfstütze klemmen. Dieser Ausrichtung beim System hat mir im Test besonders gefallen. Ich kann mehrere Halterungen kombinieren und jedes Gerät überall fix ohne nervige Klemmen befestigen. Selbst für Fahrräder gibt es eine Halterung. So kann man das magfix-System sogar neben dem Auto nutzen. Eine ganz schön clevere Idee.

So restauriert man ein Matchbox Auto…

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Auf YouTube gibt es viele Kanäle. Mitunter werden alte Konsolen bei eBay gekauft und wieder auf Vordermann gebracht. Gestern fand ich eine neue Gattung von Kanal auf der Videoplattform. Hier wird in mühsamer Kleinarbeit abgespieltes Spielzeug von Matchbox in den Urspungszustand versetzt. Sehr tolle Idee, welche von der Community bei YouTube mit vielen Views belohnt wird.

Eine kleine Zeitreise bei YouTube

Marty’s Matchbox Makeovers nimmt sich alten Schätzen von Matchbox an. Generationen von Kindern haben mit den Autos gespielt. Teile sind abgebrochem, Sticker nur noch zu erahnen und die Gummireifen fehlen komplett. Marty nimmt sich dieser Stücke an und restauriert sie aufwendig. Da wird lackiert und gepinselt. Sticker werden mit Photoshop nachgebaut und der 3D-Drucker hilft bei der Arbeit. Diesen Prozess fängt er mit der Kamera komplett ein. So hat der Zuschauer am Ende auch den Vorher/Nachher-Effekt. Ganz großes Tennis.

Need for Speed Payback im Test

Need for Speed Payback
© EA

Need for Speed Payback: Nach dem schwachen Reboot möchte Studio Ghost Games Fehler ausmerzen und verlagert die Rennspiel-Reihe ins sonnige Nevada mit furiosen Einsätzen á la Blockbuster-Action. Weshalb EA mit Design-Entscheidungen patzt und der Motor eher stottert statt schnurrt, klären wir im Test.

Vergeigtes Reboot

„Boah! Lass uns´n Rennen fahren, damit du mir zeigen kannst wie tough du bist. Klar, Alter?!“ So oder so ähnlich stellte man sich im Jahr 2015 den Reboot einer der beliebtesten Rennspiel-Serien auf Konsole und PC vor. Mit pseudo-hippen Möchtegern-Gangstern in Live Action Zwischensequenzen durch die ewige Nacht brausen und Motoren aufheulen lassen. „Need for Speed“ sollte der Anbeginn einer neuen Ära sein. Etwas weg vom Burnout Gameplay der letzten Fortsetzungen hin zu launigen Tuning-Ausflügen und Rennen im Neonschein. Man sah damals regelrecht die „Wir-müssen-alles-besser-machen“-Art seitens der neu gegründeten Entwicklerschmiede „Ghost Games“ aus Schweden. Trotz Mitarbeiter von Criterion, EA Black Box und Playground Games vermochte dieser Beginn nicht wirklich zu zünden. Zu herzlos und „cool“ die Inszenierung, Rennen fanden in der leblosen Open World vornehmlich nachts statt und nur das zeitlose Gameplay sowie vielschichtige Tuning-Möglichkeiten wurden wie üblich am besten aufgenommen. Auf der E3 2017 wurde überraschend ein Nachfolger präsentiert mit völlig neuartigen Ansätzen. Statt nachts durch öde Metropolen zu rasen gab es gut aussehende Action á la „Fast & Furious“ zu bestaunen. Selbstverständlich mit Zeitlupe. Ich war persönlich überrascht und guter Dinge, dass „Need for Speed Payback“ besser als sein Nachfolger wird. Nun ja.

Haken wir die Handlung kurz ab: Tyler und seine Crew planen in der Großstadt „Fortune Valley“ ein heißes Ding. Sie wollen innerhalb eines hoch gepokerten Rennens des namenlosen Gambler einen flotten Koenigsegg mitgehen lassen. Trotz langer Planung geht der Coup schief, aus Freunden werden Verräter und Tyler steht mit seinen Leuten irgendwann alleine da. Zeitsprung: Sechs Monate später erhält Tyler die Chance sich an „The House“ einem Kartell aus Fahrern, die am Koenigsegg-Raub beteiligt waren zu rächen. Also überzeugt er Kumpel Mac (Offroad) und Fluchtfahrerin Jess mitzumachen. Entwarnung: Die Story von „Need for Speed Payback“ wird nicht mit echten Schauspielern erzählt sondern in gut aussehenden Render-Sequenzen. Diese liegt leicht über B-Movie Niveau. Deutschen Sprecher machen einen guten bis miserablen Job, dass jedoch oft am äußerst schwachen Drehbuch behaftet ist. Im Grunde geht es darum die klassische „From Zero to Hero“-Story zu spielen. Wir müssen alle möglichen Ligen in der Spielwelt besiegen um eine „Blockbuster-Mission“ freizuschalten. Neben klassischen Racer-Rennen dürfen wir erstmals per Offroad unterwegs sein. Das macht eindeutig Spaß und lockert das Spielgeschehen auf. Leider entkoppelte Ghost Games die launigen Crashs und setzt sie nur in gescripteten Cop-Missionen um. Hier fliehen oder zerstören wir Polizei-Boliden was eindeutig an alte Burnout-Erfolge anknüpft. Generell macht das Gameplay durchaus Spaß, wären da nicht unverschämte Design-Entscheidungen.

Wenn Loot-Boxen auf Spielbarkeit treffen

Nach jeder abgeschlossenen Quest finden wir irgendwo auf der Karte ein Wrackteil. Finden wir dieses, müssen wir zwingend vier weitere Teile finden ohne den das Wrack unbrauchbar ist. Diese gibt es jedoch nicht bei Tuning-Händlern sondern sind auf „höher gelegenen“ Plattformen versteckt. Zumal es völlig unlogisch ist und man unnötigerweise aus dem Spielfluss herausgerissen wird. Ein Glück ist es nicht notwendig diese Wracks zu sammeln. Mit jedem erfolgreichen Rennen verdienen wir Credits und sogenannte „Speed-Cards“. Aufgrund einer recht plumpen Microtransaktionen-Politik rüsten wir nicht mit Teilen sondern Speed-Cards unsere Wägen auf. Je nach Leistung und Art verbessern wir unser Level und kleinere Werte innerhalb des Systems. Knackpunkt: Alle 20 Minuten (Echtzeit) rotieren Karten beim Händler. Spieler können also nicht gezielt aufwerten sondern auf Gut Glück hoffen. Doch EA hat „vorgesorgt“ und Microtransaktionen implementiert, will heißen per Loot-Box dürfen wir weitere Karten erwerben. Für Echtgeld versteht sich. Damit nimmt man dem Tuning den Spielspaß und hemmt den Spielspaß immens.

78 Wagen plus fünf Wracks sind im Spiel enthalten. Nach Release werden weitere Autos per DLC veröffentlicht. Bis zur maximal Stufe 399 könnt ihr diese mit allerlei Teilen ausrüsten. Vor jedem Rennen wird euch ein empfohlener Level angezeigt. Dies mindert Frust sowie kann in späteren Rennen von Vorteil sein. Die Rennen selbst haben leider ihre Macken. Rasen wir nicht innerhalb der ersten 30 Sekunden zur Führungsspitze sprintet sie uns davon, damit wir sie kurz vor der Ziellinie einholen. Genauso andersrum. Sind wir realistisch uneinholbar vorne greift die Gummiband-KI. Im Jahre 2017 und neben Titel wie „Forza“ & „Projekt Cars“ ist das mehr als peinlich. Dagegen sind die Strecken spaßig per Offroad über Stock und Stein in der Wüste oder von Cops verfolgt durch die Innenstadt. All diese Ideen hätte es im Spiel mehr gebraucht. Zudem „Need for Speed Payback“ mitunter lebloseste Open-World seit langem bietet. Kein Mensch auf den Gehsteigen, integrierte Schwebebahn steht still und sonstiger Autoverkehr ist nur schwer erkennbar. Natürlich handelt es sich hier um einen Arcade-Racer aber in vorherigen Serienteilen fanden wir solche Fehler nicht.

Technisch macht „Need for Speed Payback“ einen sauberen Job. Framedrops, Tearing oder ähnliche Grafikfehler konnten wir in unserem Test nicht feststellen. Dennoch ist es enttäuschend, wenn man weiß dass im Hintergrund die großartige „Frostbite-Engine“ arbeitet. Ghost Games kam damit wohl nicht zu recht, anders können sich die zahlreichen verwaschenen Texturen und Flächen im Spiel nicht erklären. Gerade Schilder sind fast alle unscharf geraten. Zudem sieht der Titel für solch eine starke Engine einfach zu schwach aus. Partikeleffekte können hier überzeugen. Der Score bedient sich bei Snoop Dogg, Terror Squad und den Chemical Brothers. Hinzu kommen Remixes von einigen älteren Songs, die ihr sicherlich ebenfalls kennen dürftet. Alles recht stimmig.

Unser Fazit zu „Need for Speed Payback“

Die Vorzeichen standen so gut. Actionreiche Missionen quasi ein spielbarer „Fast & Furious“-Teil. Aber irgendwie scheint zwischen finanzieller und spielerischer Hinsicht abgestürzt zu sein. Das Gameplay macht Spaß, der Motor heult auf und wir rasen mit 250mph durch sandige Highways. Aber alles drumherum wirkt unnötig. Speed-Cards ersetzen normale Tuning-Gegenstände, Spieler müssen langweilige Schatzsuchen nach Wrack-Teilen machen etc. Es macht in vielen Momenten einfach keinen Spaß. Einzig die überaus gelungenen Blockbuster-Aufträge holten uns im Test aus den Löchern. Aber das sollte keinesfalls die Regel werden.

Entwickler: Ghost Games – Preis: 69,99 Euro – Für PlayStation 4, Xbox One und PC – USK: ab 12

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Demo für Gran Turismo Sport ab 9. Oktober verfügbar

Gran Turismo Sport
© PlayStation

Gran Turismo Sport: Sony startet den finalen Countdown für die Veröffentlichung von GT Sport. Ab dem 9. Oktober lädt eine spielbare Demo zur ausgiebigen Probefahrt, noch vor der offiziellen Veröffentlichung, ein. Die Demo wird für insgesamt 4-Tage (vom 9. – 12. Oktober) im PlayStation Store verfügbar sein.

Die GT-Sport-Demo bietet den Fans einen tiefen Einblick in einige der neuen Features, die darauf ausgerichtet sind, die Zukunft des virtuellen Motorsports neu zu definieren. Sie liefert dabei einen exklusiven Vorgeschmack auf den Sport-, den Kampagnen- und den Arcade-Modus. Neue Features, wie der innovative Scapes-Foto-Modus und der Custom-Livery-Editor sind ebenfalls bereits enthalten. Im Sport-Modus können die virtuellen Rennfahrer unter Beweis stellen, wie schnell sie wirklich sind, indem sie ihre beste Rundenzeit setzen. Nach einer Qualifikations-Session werden die Rennen mit bis zu 24 Autos auf der Rennstrecke bestritten. Alle Fahrer verfügen über ähnliche Leistungsfähigkeiten, damit jedes Rennen gleich, fair und hart umkämpft ist.

Der Kampagnen-Modus gibt Spielern die Möglichkeit, ihre Fahrkünste über zahlreiche Herausforderungen, Missionen und Prüfungen zu trainieren und zu verbessern. Jeder dieser Modi spielt eine wichtige Rolle, um jeden Fahrer besser auf die Online-Rennen gegen reale Gegner vorzubereiten. Schließt der Spieler verschiedene Tests- und tägliche Workouts ab, können neue Fahrzeuge freigeschaltet, und sowohl In-Game-Währung, als auch wichtige Erfahrungspunkte verdient werden.

Für diejenigen, die einfach nur schnellen Fahrspaß erleben möchten, liefert der Arcade-Modus eine breite Palette an Fahrzeugklassen mit 3 vorgewählten Konfigurationen und unterschiedlichen Strecken. Der True HDR Workflow und die physik-basierte Rendering-Technologie des Scapes-Modus bietet eine bislang nicht für möglich gehaltene Qualität für Fotos. Jeder Fotoschauplatz enthält sogar die korrekten Informationen der Lichtquellen der jeweiligen Szene, so dass das personalisierte Traumauto realitätsnah und absolut fotorealistisch vor hunderten malerischen Hintergründen von Orten auf der ganzen Welt platziert werden kann.

Gran Turismo Sport erscheint am 18. Oktober für PlayStation 4. Test erscheint zeitnah auf RobVegas.de.

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Project Cars 2 im großen Test

Project Cars 2
© Namco Bandai

Meine Herren, starten sie die Motoren. Die Hardcore-Simulation Project Cars 2 überrascht im zweiten Anlauf mit einigen Verbesserungen seitens der Abwechslung und präsentiert für jeden Renntypen ein nahezu perfektes Erlebnis. Wir haben den Titel getestet.

Mit Crowdfunding zum Erfolg

Die Formel des Crowdfundings hat bis heute einige Ideen oder Vorstellungen wahr werden lassen. Sei es Unterstützung für den Bau einer Iron Man-Rüstung oder digitalen Projekte für Entwickler bzw. Studios, die sich unabhängig finanzieren möchten ohne dass ihnen Publisher reinreden. So ähnlich wurde auch das Spiel der Slighty Mad Studios ermöglicht – Project Cars. Die beinharte Simulation schrieb sich diesen Aspekt auf die Fahne und wollte damit all jene abholen, die mit den Need for Speeds dieser Welt nicht mehr viel anfangen konnten. Realistisches Fahrgefühl und anspruchsvolles Tuning sollte hier die Hauptrollen spielen. Mitte 2015 war es dann soweit, „Projekt Cars“ wurde für Konsolen und den PC veröffentlicht. Als Publisher fand man in Bandai Namco einen guten wie sicheren Partner, der auch kleineren Projekten Chancen gibt. Kollegen aus anderen Redaktionen überschlugen sich gar mit Lob. „Hardcore-Simulation“, „Tuning in allen Details“ ließen die Tester verlauten. Und trotz der mitunter langen Einarbeitungszeit liebten viele Käufer dass direkte Einstellungen per Reifendruck oder Brems-Mechanismen den Ausschlag gaben, ob man das Rennen macht oder nicht. Nun kommt mit Teil 2 eine rundum erwartete Fortsetzung daher, die mit mehr Fahrzeug-Typen und Strecken einladen.

Um ehrlich zu sein, möchte ich ein paar Worte vorweg sagen. „Project Cars 2“ macht es einem als Arcade verwöhntem Gamer á la Forza oder Need for Speed nicht leicht. Es zu lieben und generell gerne zu spielen. Zu groß sind die Abgründe bzw. zu kalt ist das Wasser in das man geworfen wird. Da fängt schon wenige Minuten nach dem Start an. Wärmstens mit einem recht schicken Render-Video begrüßt kommt man im doch erstaunlich übersichtlichen Hauptmenü an. Die Kacheloptik überzeugt und lässt uns drei Möglichkeiten. Entweder gleich mit der Karriere zu beginnen, den Freien Modus zu starten oder uns ins Multiplayer-Getümmel zu werfen. Fangen wir bei erstem an. Hier dürfen wir, geleitet durch einen Guide der uns jedes Untermenü detailreich erklärt, von ganz unten der Kart-Meisterschaften oder im favorisierten Rennzirkus. Wir entschieden uns für den Schuhmacher-Way im Kart. Also Ampel auf GRÜN und los. Erste Kurve rausgefallen. Okay Neustart. Ampel GRÜN und jetzt mit mehr Gefühl….MIST der KI-Fahrer vor uns bremst und wir drehen uns. Prompt letzter Platz. Okay wieder Neustart. Aber jetzt. Gegner ausweichen die Kurve nehmen und… aufs Gras kommen. Jaja. Erwähnte ich das Project Cars 2 anspruchsvoll ist? Doch keine Bange, Slightly Mad hat in den Optionen gewissen Mechanismen versteckt in den wir Schwierigkeit, Realismus und sonstigem erschwerlichen Einstellungen Herr werden.

Einstellungen über Einstellungen

Von der Pedal-Stärke über Druck der vier Reihen bis hin zur HUD-Sichtbarbeit ist hier alles vertreten. Der rund 40 Stunden Spielzeit könnte man wahrscheinlich 15% in den Optionen verbringen. Zu wichtig sind einzelne Komponenten um nicht als vorletzter ins Ziel zu kommen. Während unserer Fahrten können wir zudem ein recht simples Menü aufrufen um Reifenart und Boxenstopps anzufragen. In längeren Rennen sind diese unerlässlich, da wir realistisch Benzin verbrauchen und unser Wagen verschleißen kann. Ein Schadens-Modell bietet das Speil auch. Hier dennoch interessant gelöst. Wir können zwischen „Kosmetisch“, Voll“ und „Fahrtüchtigkeit wird betroffen“ auswählen. Also bleibt uns die Wahl, dass die Boliden zerfetzt sind aber vollkommen normal fahren oder sie dementsprechend eben liegen bleiben. Fahrer-Ki und Aggressivität sind ebenfalls via Balken einstellbar. Das Gameplay von Project Cars 2 braucht Übungszeit. Wer gnadenlos Gas gibt, gewinnt hier keine Punkte. Die Formel liegt viel mehr darin, mit den besten Einstellungen und einer realistischen Fahrweise sich an die Spitze zu kämpfen. Besonders bei längeren Events, die wir alle selbstständig planen, ist hohe Aufmerksam gefragt. Jede Ablenkung könnte der Tritt vom Thron sein. Wenn man jedoch es irgendwann verstanden hat, macht „Project Cars“ wirklich Freude. Project Cars 2 umfasst 139 Kurse an 60 Orten und eine ganze Reihe von fiktiven wie Lizenz-Fahrzeugen. Darunter auch zehn Ferrari-Modelle wie der legendäre 288 GTO, der F40, aber auch neuere Modelle wie Enzo und La Ferrari. Erstmals darf man auch nicht nur auf der Rundstrecke um schnellere Zeiten kämpfen, sondern auch in der Disziplin Rallycross, die zunehmend an Beliebtheit gewinnt. Hier treten Rallyfahrer auf Cross-Strecken ähnlich den Super Special Stages der WRC. Deutlich mehr als in Teil 1. Dazu kommt noch eine wirklich gute Grafik.

Da es hier auf punktgenaue physikalisch nachvollziehbare Situationen ankommt, wird die Engine „LiveTrack 3.0“ verwendet. Im Vorfeld waren die Entwickler knallhart und wollten „1080p und 60fps oder gar nix“. Dies gelang auch. Auf der getesteten Plattform PS4 Pro schaffte der Titel sagenhafte 1440p bei stabilen 60 Frames die Sekunde. Beliebte Grafikfehler wie Kantenflimmern, Tearung oder grobe Schnitzer wie Freezes konnten wir nicht feststellen. Nur kleine hakelige Momente in der Fahrzeug- oder Strecken-Auswahl waren bemerkbar. Demolierungen im Kotflügel oder andere Beschädigungen sehen grandios aus. Die Wetter-Effekte unterstützen das, bis zur 6 Wetter-Zuständen sind innerhalb eines Rennens einstellbar. Von toll aussehenden Schneestürmen bis zum regnerischen Nachmittag am Hockenheimring besticht hier der Detailreichtum. Was uns etwas sauer aufgestoßen hat: Innerhalb der Rennen gibt es keine Musik. Hier hätten wir klangvolle epische Stücke erwartet, die das gespielte unterstützen. Nur im Menü werden wir damit unterhalten. Der Multiplayer ist ähnlich dem Vorgänger nachempfunden. Noch immer können wir uns mit Online-Spielern messen oder gleich unsere Freunde einladen. Matchmaking funktionierte trotz vor Release recht flott und konnten vereinzelt an Events teilnehmen.

Unser Fazit zu Project Cars 2

Das neueste Werk aus den Slightly Mad Studios macht es einem schwer es mögen. Ohne Vorwarnung wird man ins eiskalte Wasser geworfen wird mit noch unbekannten Werten bzw. Einstellungen konfrontiert und doch macht es irgendwann „Klick!“ und der Spielspaß beginnt. Bis dahin dauert es zwar länger aber alleine das Erfolgserlebnis mit einem persönlich austarierten Wagen als erster im Zeil zu sein, macht einiges wett. Hinzu kommen die Strecken en masse und Fahrzeuge jeder Klasse und Art. Project Cars 2 ist der feuchte Traum der Simulations-Liebhaber.

Entwickler: Slightly Mad Studios – Preis: 69,99 Euro – Für PlayStation 4, Xbox One und PC – USK: ab 0