• 19. September 2021 22:38

Biomutant im Test für Xbox Series X

Im Vorfeld war die Begeisterung für Biomutant vergleichsweise hoch. Immerhin ist das Spiel lange in der Entwicklung gewesen und hat spannende Ansätze bei Gameplay und Charakterdesign zu bieten. Nur wie spielt sich der Titel am Ende daheim auf der eigenen Konsole?

Biomutant kann eine Augenweide sein

Wir starten ziemlich episch ins Spiel und dürfen uns gleich zu Beginn einen eigenen Charakter erstellen. Das macht Spaß und bringt eine Vielzahl von Möglichkeiten mit sich. Ist man hier noch sehr begeistert und freut sich auf dutzende Durchläufe des Titels mit verschiedenen Charakteren, so bemerkt man allerdings später im Spiel, dass diese Individualisierung eher kosmetischer Natur ist. Biomutant sieht zu Beginn hervorragend aus. Diese „versuchte“ Welt mit ihren weiten Landschaften erinnert stellenweise sogar an Momente aus Zelda, wo man einfach die Hauptfigur an einer Klippe verweilen lässt und sich die Landschaft selbst mit einem Kameraschwenk ansieht. Toll.

Das Gameplay ist eher klassisch

Zwar haben die Entwickler versucht ihren eigenen Witz und eine große Geschichte vom Weltuntergang mit allerlei fetzigen Sprungeinlagen zu kombinieren, aber man merkt schon beim Tutorial, dass Biomutant nicht ganz die Liga der bekannten Toptitel ist. Zwar ist das Tutorial direkt ins Game mit der Geschichte eingeflochten, aber es wirkt alles sehr handwerklich, manchmal leicht hakelig und manche Gespräche nerven schnell. Es gibt allgemein viele Dialoge im Spiel und dabei muss der Spieler viel Text lesen. Das ist vollkommen okay, denn wir können ja auch gute und schelchte Wege einschlagen, aber so richtig spannend und emotional ist es dann doch nicht. Man freut sich eher über eine gute Grafikengine mit flotten Kämpfen und taucht ganz am Ende als Spieler doch nicht wirklich tief in diese Welt ein. Die immer gleiche Stimme des Erzählers hilft da auch nicht wirklich, sondern wird irgendwann wohl eher als störend wahrgenommen. Gute Ansätze an allen Ecken und Enden, aber es fehlt dann wiederum auch immer der letzte Schliff.

Man fühlt sich wie Jackie Chan

Biomutant macht aber auch mächtig Laune. Das darf man hier nicht unter den Tisch kehren. Die Kämpfe bringen Spaß, die Geschichte ist zwar eher zweitranging, aber wir können uns immer zwischen Engelchen und Teufelchen auf der Schulter entscheiden. Das Setting von Biomutant wirkt zudem frisch. Alle NPCs, Charaktere und Wegbegleiter sind mit viel Liebe zum Detail erschaffen worden. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei auch nicht immer sehr leicht. An manchen Stellen kann man sich als Spieler auch schnell die Zähne ausbeißen.

Eine Open Word für Mutanten

Neben der Grafik ist auch die offene Welt eine echte Stärke von Biomutant. Es macht Spaß diese Open World zu erkunden und man ist als Spieler wirklich nach dem langen Tutorial sehr freu. Hitze, Kälte und radioaktiv verseuchte Gebiete machen es aber nicht immer leicht das jeweilige Gebiet ungeschützt lange zu erkunden. Insofern ist das Gameplay auch für den Spieler zielführend gestaltet. Manche Areas betritt man besser erst später. Vor allem wirkt diese Welt aber auch frisch mit ihren verrückten Ideen und den zahlreichen Nebenquests. Es gibt dabei nicht nur dröge Landschaft, sondern auch zahlreiche Dörfer und Außenposten. Manchmal fühlte ich mich von den Entwicklern aber auch ein wenig im Stich gelassen, denn mitunter sucht man bei Biomutant auch zu lange herum, um an anderer Stelle wieder ganz genau über die Missionen informiert zu werden.

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Waffen und Erfahrungspunkte

Natürlich gibt es auch allerlei verrückte Waffen in Biomutant. Hierbei erkennt man auch schon mein Fazit zu diesem Titel, wenn man zwischen den Zeilen liest. Biomutant bietet so ziemlich alles. Open World, Craftig, Erfahrungspunkte, krudes Design, Witz und tolle Grafik. Natürlich kann man auch Punkte sammeln und seine Wummen verbessern. Man kann auch tolle Sprungkombinationen vollführen und dann passiert eine Menge auf dem Screen. Allerdings wirkt es dann immer nicht perfekt ausbalanciert. Faktisch hat das Game das Rezept zu einem Toptitel und alle Zutaten sind an Bord. Es fehlt einfach am Ende an der handwerklichen Umsetzung. Das fasst es ganz gut zusammen.

Unser Fazit zu Biomutant:

Tolle Zutaten für ein Spiel mit einem frischen Setting und vielen Ideen. Biomutant ist perfekt für ein Wochenende für 30 Euro, aber den Vollpreis ist es dann ganz am Ende doch nicht wert. Ich würde warten bis der Preis für den Titel noch ein wenig fällt, denn Biomutant macht auch einfach Spaß. Man hatte sich nur im Vorfeld etwas mehr von diesem spannenden Titel erhofft.

Im Vorfeld war die Begeisterung für Biomutant vergleichsweise hoch. Immerhin ist das Spiel lange in der Entwicklung gewesen und hat spannende Ansätze bei Gameplay und Charakterdesign zu bieten. Nur wie spielt sich der Titel am Ende daheim auf der eigenen Konsole? Biomutant kann eine Augenweide sein Wir starten ziemlich episch ins Spiel und dürfen uns gleich zu Beginn einen eigenen Charakter erstellen. Das macht Spaß und bringt eine Vielzahl von Möglichkeiten mit sich. Ist man hier noch sehr begeistert und freut sich auf dutzende Durchläufe des Titels mit verschiedenen Charakteren, so bemerkt man allerdings später im Spiel, dass diese Individualisierung…
Biomutant ist ein gutes Spiel, nur ist es den Vollpreis aktuell noch nicht wert. Die Open World macht aber dennoch Laune und bringt genug Abwechlsung mit sich.

Biomutant (Xbox Series X)

Spielspaß - 46%
Gameplay - 44%
Grafik - 76%
Technik - 66%

58%

Für Fans

Biomutant ist ein gutes Spiel, nur ist es den Vollpreis aktuell noch nicht wert. Die Open World macht aber dennoch Laune und bringt genug Abwechlsung mit sich.

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Rob Vegas

Bügerlich als Robert Michel unterwegs. Seit 2003 als "Rob Vegas" aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Social Media Manager, Autor und Moderator. Twittere unter @robvegas nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Aktiv für verschiedene Marken als Social Media Manager und ein großer Fan von Nintendo, Coca Cola und HUAWEI Smartphones. Mein Profil bei LinkedIn. Das Buch "Ich, Harald Schmidt" bei amazon. Die BuzzFabrik. Kontaktdaten .