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Hitman 3 im großen Test | Welt der kreativen Morde

Hitman 3

IO Interactive bringt mit „Hitman 3“ seine „Welt der Assassinen“-Trilogie zu einem blutigen Schlusspunkt, lässt es sich aber nicht nehmen Agent 47 rund um den Globus für seine finalen Aufträge zu schicken – Dubai, Berlin oder auch Mendoza warten auf euch. Unsere Review zum vorerst letzten Profikiller-Trip.

Harter Anfang

Die dänische Entwicklerschmiede IQ Interactive hat überaus bewegte Zeiten hinter sich. Denn die „Hitman“-Schöpfer kämpften hierzulande zu ihren Anfängen stark mit den Zensurbehörden, die einen galtzköpfigen sowie gefühlskalten Auftragskiller aus der Klonfabrik nur stark geschnitten wüten ließen. Desweiteren kaufte man sich von Ur-Publisher Square Enix frei und wurde 2017 mit stolzen 19 Jahren frisch gebackener Indie-Entwickler. Nun auf eigenen Füßen stehend, sorgt man nun selbst für den Vertrieb und holt Square Enix für geringfügige Aufgaben ins Boot.

Der makellose Agent 47

Doch in Zeiten von jeder Menge filmischen Reboots sowie Neuinterpretationen bekannter Stoffe wie etwa „Tomb Raider“ brauchte auch der ansonsten makellose Agent 47 eine Frischzellenkur. Storybasierte Teile wie „Absolution“ oder „Blood Money“ wurden ignoriert und das ab 2016 veröffentlichte „Hitman“ erzählte die Urspungsgschichte neu. Nun ja. Handlung ist im stark Sandbox getriebenen Spielprinzip vielleicht zu viel gesagt.

Gefährtin Diana Burnwood

Die Rahmenhandlung setzt genau am Schluss von Teil 2 an. Agent 47 und seine Gefährtin Diana Burnwood wandten sich von der ICA ab und konnten mit dem einstigen Widersacher Lucas Grey das gemeinsame Ziel verfolgen, den „Konstanten“ aufzuhalten. Dieser spielte alle Beteiligten gegeneinander aus, um durch die ermordeten Personen durch Agent 47 mehr Macht zu erhalten. Wir sollten uns inklusive der Entwickler eingestehen – Storyline war niemals so die größte Stärke des Franchise. Die Zwischensequenzen sind stimmig inszeniert, wirken aber wir der Mittel zum Zweck für die ausgesprochen herrlich gestalteten Gebiete. Leider unterscheidet sich „Hitman 3“ nicht allzu sehr vom Erstling. Die meiste Zeit verbringt ihr mit dem Erkunden der jeweiligen Level.

Gegner-KI nicht berauschend

Beginnen wir in einem Monstrum von Wolkenkratzer im sonnendurchfluteten Dubai, wo es gilt zwei reiche Unsympathen kaltzustellen, geht es ins englische Dartmoor wo es neben viel Regen auch unzählige Wege gibt, den Contract abzuschließen. Die knapp sechs Locations bedienen sich reizvollen Orten, die wirklich mit Hingabe entwickelt wurden. Fast jeder NPC’s hat bestimmte Routen, reagiert auf merkwürdiges Verhalten wie Leichen wegschleppen, oder Waffeneinsatz hat aber das Problem manchmal viel zu gut den Auftragskiller zu entdecken. Manchmal reagiert auch niemand. Die Gegner-KI ist hier wie in den Vorgängern recht mürbe. Oftmals suchen wir etwa nützliche Gegenstände wie Brecheisen oder Schlüsselkarten, belauschen Gespräche mit wichtigen Hinweisen und vermeiden in unabwendbaren Shoot-Outs zivile Opfer, da „Nicht-Ziele“ sich negativ auf die finale Wertung auswirken.

Im Gameplay wenig Veränderungen

Im Gameplay hat sich auch….fast nichts verändert. An ungefähr drei Stellen im Spiel zücken wir flott unser innovatives Fotohandy mit diesem scannen wir Schalter und Lucas hackt sich darauf ins System. Aber sonst entdecken wir die abgeschlossenen Levelabschnitte, hören für Strategien anderen NPC’s zu und verkleiden uns mehr als Helene Fischer auf ihrem Konzert. An alle Rambo-Fans: Natürlich ist es möglich mit roher Waffengewalt die Zielperson auszuschalten, aber das ist dank der miesen Shooter-Mechanik spaßbefreit. Da ist es amüsanter lieber alle mit Rattengift zu täuschen, um sie minutenlang übergeben zu lassen.

Schwarzer Humor bleibt

Jep, der schwarze Humor innerhalb der Reihe wurde beibehalten. Zudem liegt der Reiz darin die Aufträge immer und immer wieder anzugehen. Starten wir beim ersten Mal an einem vorgegebenen Punkt, lässt man uns den Einstieg selbst auswählen. Genauso wie Verkleidung, Gegenstände oder auch tödliche Waffen. Hierzu zählen die kultige Klaviersaiten, Krugermeier 2-2, Custom 5mm DTI oder das Sieger 300 Viper-Scharfschützengewehr.

Recht stabile Framerate

Technisch nahmen wir aus organisatorischen Gründen die PS4 Pro als Plattform, obwohl die taufrische PlayStation 5 interessante Features durch die Trigger in Bezug der Waffen bietet. Gibts hier alles nicht, dafür jedoch eine recht stabile Framerate, sofern man sie bei 30fps gelockt sowie die Einstellungen auf „Dynamisch“ setzte. In den Optionen dürft ihr wahlweise zwischen besserer Grafikqualität oder stabiler Framerate wählen.

Einige Grafikfehler

Trotz Updates leidet insbesondere das Pro-System unter einem hässlichen Grafikfehler bei einigen Einstellungen. Zudem gibt es etwas Tearing und aufloppende oder nur zu spät ladende Texturen. Musikalisch legt „Hitman 3“ nochmal die Latte mit seinen orchestralen Klängen gehörig nach oben, wobei House-Beats im Berlin-Level auch gut zur Atmosphäre passen. Lobend zu erwähnen ist die zwar rein oxford-englische Vertonung, die aber gewohnt professionell ist. David Bateson als Agent 47 ist grandios.

5%
HITMAN 3 (Playstation 4 / Playstation VR)
  • Agent 47 kehrt in HITMAN 3 als skrupelloser Profi zurück, um sich den wichtigsten Aufträgen seiner...
  • Erleben Sie ein weltumspannendes Abenteuer und besuchen Sie exotische Orte, die liebevoll bis ins...
  • Die preisgekrönte Glacier-Technologie von IOI ist das Herz der greifbaren und immersiven Welt von...

Weitere Informationen zur Aktualität der angezeigten Preise findest du hier.

Fazit zu „Hitman 3“

Das abschließende Abenteuer des wohl gerissensten Profikillers der Videospielwelt ist erwartbar gut, möchte aber nicht wegen seiner Handlung dem Spieler gefallen. Vielmehr ist das straight durchgezogene Sandbox-Spielprinzip mit riesigen Leveln der wahre Grund sich „Hitman 3“ zu kaufen, das eher wie ein DLC zum vorherigen 2. Teil wirkt. Das Ganze drumherum ist abwechslungsreich, die musikalische Untermalung auf den Punkt und die Steuerung etwas spröde zu Beginn. Dennoch werden Liebhaber von Stealth-Spiele sowie Hitman-Fans hier überzeugt.

Entwickler: IO Interactive | Preis: 69,99 Euro | Für PlayStation 4|5, Xbox One|Series und PC | USK: ab 18

IO Interactive bringt mit "Hitman 3" seine "Welt der Assassinen"-Trilogie zu einem blutigen Schlusspunkt, lässt es sich aber nicht nehmen Agent 47 rund um den Globus für seine finalen Aufträge zu schicken - Dubai, Berlin oder auch Mendoza warten auf euch. Unsere Review zum vorerst letzten Profikiller-Trip. Harter Anfang Die dänische Entwicklerschmiede IQ Interactive hat überaus bewegte Zeiten hinter sich. Denn die "Hitman"-Schöpfer kämpften hierzulande zu ihren Anfängen stark mit den Zensurbehörden, die einen galtzköpfigen sowie gefühlskalten Auftragskiller aus der Klonfabrik nur stark geschnitten wüten ließen. Desweiteren kaufte man sich von Ur-Publisher Square Enix frei und wurde 2017 mit stolzen…
Cleveres Schleichabenteuer mit spaßigen Gameplay-Mechaniken, bei dem leider die Story vorhersehbar ist.

Hitman 3 (PlayStation 4 Pro)

Spielspaß - 89%
Gameplay - 89%
Grafik - 78%
Technik - 75%

83%

Empfehlung!

Cleveres Schleichabenteuer mit spaßigen Gameplay-Mechaniken, bei dem leider die Story vorhersehbar ist.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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