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Hardware: Sony’s PlayStation 5 im ausführlichen Test

PlayStation 5
© RobVegas.de

Heiß begehrt und oftmals pures Erlebnis. Sony setzt neben grafischen Höchstleistungen auch auf innovative Peripherie in Form des Wireless-DualSense Controller, der dank klug verbautem Innenleben dem Spieler ein immersives Gefühl bereitet. Seit einigen Wochen dürfen wir das System auf Herz und technischen Bestandteilen testen und können nun abschließend Bilanz ziehen.

Fragen über Fragen

Unzählige Gerüchte. Unmengen von Theorien. Legt Sony noch eine Schippe mehr Leistung als Konkurrent Microsoft drauf? Traut sich das japanische Unternehmen an ein futuristisches Design? Wird Sie weltweit überhaupt für jeden Käufer vorrätig sein? Sony hüllte sich lange Zeit in Schweigen, gab ab und an ein paar Brotkrümelchen in Form von Ankündigungen preis aber sonst herrschte lange Ruhe. Doch jetzt gibt es klare Fakten – die PlayStation 5 erschien am 19. November 2020 in zwei, nicht unumstrittig diskutierten, Ausführungen.

PlayStation 5

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Mit und ohne Laufwerk

Einmal als klassische Konsole mit UHD-Blu-Ray-Laufwerk sowie eine reine digitale Fassung ohne Disc-Laufwerk. Mit Letzterer fällt der typische Gebrauchtspiele-Handel weg. Insofern ist eure Kaufentscheidung wichtig, da beide Versionen knapp 99% aller veröffentlichten PlayStation 4-Titel unterstützen.

Unboxing ist ein kleines Erlebnis

Schon mit dem Unboxing setzt das Unternehmen ein gewisses Statement. Das Design bzw. die komplette Präsentation der neuen PlayStation will anecken, provokant sein und sich nicht anpassen. Mit gemessenen 4,52 Kilo ist das System desweiteren recht ausfüllend. Aber keineswegs billig. Die Verarbeitung des förmlich gebersteten grau-weißen Plastik fühlt sich mehr als hochwertig an, bietet dazu noch kleine Easter-Eggs. Später mehr. Anders als bei der ersten Fassung der PlayStation 4 finden sich keine scharfe Kanten oder spitzen Ecken.

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Horizontal und vertikal hübsch

Zudem verzichtete man auf den zwar hübsch anzusehenden, jedoch hochempfindlichen Klavierlack auf Oberseiten. Die Konsole ist horizontal wie vertikal hinstellbar. Für beide Optionen liegt im Lieferumfang ein stabiler Standfuß samt Schraube bei. Neben einem 4K-fähigen HDMI- und natürlich dem Stromkabel. Ohne Adapter. Vorne gibt es zwei USB-Anschlüsse (USB 2.0 und USB Type C 3.2 Gen 2). Auf der Rückseite finden sich HDMI 2.1, ein Gigabit-LAN-Port sowie zwei weitere „USB Type C 3.2 Gen 2“-Anschlüsse und für das Netzkabel.

Simples Plug-and-Play

In den letzten Jahren lernte man sichtlich bei Sony hinzu, in dem man immer selbsterklärende Aufbauweisen für die Geräte entwarf. Die PlayStation 5 macht keine Ausnahme – innerhalb von 10 Minuten ist alles angeschlossen. Vor dem Start müsst ihr den DualSense-Controller per USB-C Schacht verbinden, euch durch typische Einstellungen wie WLAN-Ports hangeln etc. und danach steht euch schon die Welt zur Next-Gen offen. Das PS5-Menü wirkt allgemein aufgeräumter, erwachsener als beim direkten Vorgänger. Insgesamt gibt es drei Reiter.

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Schnelles laden dank SSD

Mit dem Ersten wechselt ihr von „Medien“ zu „Filme“ – hier warten Apps wie Netflix, Prime Video oder Disney+. Die meiste Zeit verbringt ihr aber in der mittleren Schiene. Hier greift ihr auf Spiele, Galerie samt PS Store zu. Interessanterweise verbaute man den Store direkt in das Dashboard. Dank überaus flotter 825GB Custom-NVME SSD laden Seiten aber auch Titel wie „Marvel’s Spider-Man: Miles Morales“ binnen Sekunden. Im Test missten wir 8 Sekunden vom Startbildschirm bis zum kompletten Spielgeschehen. Enorm schnell! Insgesamt stellten wir im Test fest, dass Download rund ein Drittel schneller erfolgen.

Schnellzugriffe nicht vorhanden

Ältere Spiele wie beispielsweise „Uncharted 4: A Thief’s End“ laden unter 25 Sekunden in den nächsten Abschnitt. Erfreulich ist zudem, das das Dashboard selbst in hektischen Situationen wirklich fix auf Knopfdruck reagiert. Hakt es an einer schwierigen Stelle und Hilfe ist nötig? Kompatible Spiele unterstützen Tipps mit kleinen Clips während eurer laufenden Session. Auf liebgewonnene Schnellzugriffe wie Gedrückt halten um die Konsole auszuschalten müsst ihr aktuell leider noch verzichten. Das System in den Ruhezustand zu versetzen, um Updates zu laden ist weiterhin möglich.

Tempest 3D AudioTech

Sony setzt ähnlich wie Microsoft auf ein intern entwickeltes Sounddesign namens „Tempest 3D AudioTech“ – dahinter verbirgt sich ein objektbasierter 3D-Sound ähnlich Dolby Atmos für die PlayStation 5. Geräusche, Melodien sollen somit klarer dargestellt werden. Kleiner Wermutstropfen: Dafür braucht ihr geeignete Hardware oder die originalen Tempest-Kopfhörer von Sony.

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AMD liefert Grafikpower

Einmal mehr liefert AMD die Grafikeinheit für Sony’s Spielekonsole – der AMD Ryzen Zen 2 mit 3,6 GHz versorgt euch mit derartig viel Power, dass beispielsweise Multiplayer-Spiele wie „Rainbow Six: Siege“ bereits heute mit flüssigen 120FPS und in 4K-Auflösung laufen. PlayStation plant selbst bis 8K-Qualität am Ende des Zyklus Software anzubieten. Hier spürt man schon leicht die Kraft der 10,48 verbauten Teraflops. Zumal Raytracing prinzipiell jetzt möglich ist, „Miles Morales“ zeigt hier erste Gehversuche in Sachen realistischere Reflexionen. Ganz interessant auch im Vergleich zum PS4-Abenteuer der Spinne bleibt die Stadt bei schnellem Fortbewegen voller NPC’s. Dies zeigt das technische Niveau recht ansehnlich.

Gefühlvolle Adaptive-Trigger

Kommen wir zum echten Highlight – anders als bei den zurückliegenden Generationen liegt die Innovation in unseren Händen. Es heißt im Jahr 2020 nicht mehr „DualShock“ sondern „DualSense“. Im Controller stecken fein ausbalancierte Adaptive Trigger – diese bauen mit kompatiblen Spielen Widerstände auf. Waffen abfeuern fühlt sich jetzt wie ein realistischer Abzug an. Mit Pfeil und Bogen bauen sich spürbare Vibrationen auf – generell schwierig zu erklären aber mit ein Kaufgrund. Die 281 Gramm wiegende Peripherie, im kühlen Weiß-Grau gehalten ist merklich größer als sein direkter Vorgänger-Controller. Knöpfe sowie Joysticks sind gewohnt sauber verarbeitet und bieten einen gut tarierten Druckpunkt. Desweiteren sind die LED-Leuchten sichtbarer angesetzt. Herrlich verspielt: Als Grip-Belag sind klitzekleine PlayStation-Symbole an den Griffen verarbeitet. Der USB-C Anschluss liegt mittig oberhalb während das standardmäßig-verbaute Mikrofon zwar eingeschaltet, aber jederzeit im Menü deaktiviert werden darf. Das Touchpad wirkt insgesamt „fester“ eingelassen, reagiert effektiv.

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Wie laut ist der Lüfter der PlayStation 5?

Anders als zur dauerlüftenden PS4 Pro hört man von der PlayStation 5 im Dauerbetrieb nahezu nichts. Nicht mal ein oft beschriebenes leises Fiepen. Nur in anspruchsvollen Zwischensequenzen wie „Demon’s Souls“ fährt sie leicht hörbar hoch. Die Kollegen der Gamestar missten 38,6 dB(A) im Dashboard-Betrieb sowie 39,1 dB(A) während des Spieles. Zum Vergleich: Vogelgezwitscher hat schon 50 Dezibel.

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Die Wartezeit hat sich gelohnt

Technisch ist die gesamte Konsole ein ausgefeiltes Stück hochwertige Hardware für die sich selbst die längste Wartezeit lohnt. Unverschämt schnelle Ladezeiten mit besserer Grafik öffnen jedem Spieler den Weg Richtung Next-Gen. Im direkten Vergleich mit der Xbox Series X ist sie zwar einen Ticken schwächer – besitzt aber bessere eigene Blockbuster-Titel wie „Demon’s Souls“, „Ratchet & Clank: Rift Apart“ oder die schon jetzt heißerwartete Fortsetzung von „Horizon Zero Dawn“.

Unser Fazit zur „PlayStation 5“

Sony behielt recht. Die Wartezeit lohnte sich. Mit der PlayStation 4 positionierte man eine der populärsten Konsolen der Neuzeit, lag stets weit vor Microsoft und auch Nintendo. Nun wollen die Japaner ihren Status halten was dank höchst potenter Hardware eigentlich funktionieren sollte. Futuristisch edel präsentiert sich die Designsprache der 5. Generation. Saubere Verarbeitung ebenso. Der komplette Vorgang – Downloads, Updates und Ladezeiten sind beschleunigt. Ich mag es problemlos vom Ruhemodus wieder als Spider-Man Feinde zu verkloppen und im Store einen Trailer zu schauen. All das ist jetzt möglich. Zwar gibt es noch Microsoft mit der leistungsstarken Xbox Series X aber statt eines bloßen Hardware-Updates ist die PlayStation 5 ein effektiver Schritt in die Zukunft.

Hersteller: Sony | Preis: 499,99 Euro (Disc-Version) – 399,99 Euro (Digital) | USK: ab 0

Mehr Informationen zu unserem Wertungssystem findest Du hier.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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