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Ghostrunner im Test – Pfeilschneller Wallrunner-Metzler

Ghostrunner Game

Es passiert nicht alle Tage, dass uns ein Indie-Spiel in grafischer wie spielerischer Hinsicht so dermaßen beeindruckt hat. „Ghostrunner“ folgt bekannten „Mirror’s Edge“-Pfaden mixt es mit gehörig Cyberpunk und schmeckt sie mit blutrünstigen Finishern ab. Einer hohen Frustresistenz vorausgesetzt. Unsere Review zur Indie-Sensation.

Volles Indie-Brett

Ich erinnerte mich noch genau, wie in unsere Redaktion damals der Nintendo Switch-Port von „Fast RMX“ eintrudelte und uns wirklich aus den Socken haute. Der potenzielle F-Zero-Nachfolger besaß anhand seiner puren Geschwindigkeit sowie dem Gameplay auf zwei verschiedene Farben zum Boosten zu setzen eine herrlichen Flow, der bis heute anhält. So ungefähr erging es um bei „Ghostrunner“, fast jenem Spiel, das wir im kompletten Next-Gen Stress übersahen.

„One More Level“

Zum Glück nicht! Das polnische Studio hinter diesem akrobatischen Actiontrip hört auf den Namen „One More Level“ und macht seinem Firmennamen alle Ehre. Bereits der apokalyptischer Shooter erinnerte aufgrund seine blutigen Schnelligkeit an Hotline Miami und legte vermutlich den Grundstein zum kürzlich veröffentlichten „Ghostrunner“. Mit grafischer Leistung gepaart mit süchtigmachenden Spielaufbau holt man viel aus der unverkennbaren Vorlage raus. Kurz zur Story.

Stationen von Dharma City

In „Ghostrunner“ schlüpfen wir in die Haut von Jack, der in einem monströs großen Wolkenkratzer namens „Dharma Tower“ gegen Mara, die nun mehr als „Keymaster“ bekannt ist und ihre bewaffneten Schergen kämpfen muss. Mithilfe des Architekts sowie seinen regelmäßigen Upgrades rasen wir förmlich durch die verschiedenen Stationen von Dharma City. Seien es Wartungsgebiete, in Neon getauchte Städte oder gar luftige Höhen über kilometerweite Abgründe. Die Entwickler reißen uns ohne viele Worte in ihr Spiel, was zweifellos anhand der eher mäßigen Story nicht schlimm ist, da hier ganz klar das Gameplay den entscheidenen Aspekt ausmacht.

Ego-Perspektive Sprint

Ähnlich wie Faith aus „Mirror’s Edge“ nehmen wir aus der Ego-Perspektive Sprint auf, springen an glatte Mauern und hechten nach vorne. Bloß, die blutige Gewalt kommt hinzu. Denn neben unserem linken Roboterarm, sind wir stets mit scharfer Katana ausgestattet, die unsere Feinde innerhalb von Millisekunden in zwei Teile spaltet. Doch dies ist insofern befriedigend, da die Gegner unheimlich schnell genau schießen und Jack leider sofort bei Treffer stirbt. Unter normalen Umständen nervig, aber nach dem Game Over passieren Neustarts – ohne Ladezeit. Siehe „Hotline Miami“. Ohne diese Funktion, hätten wir spätestens nach dem 6. Bildschirmtod den Controller in die Ecke gepfeffert. Blöd nur, dass es innerhalb der kleinen Levelgebiete kein Checkpoints, was leider bitter nötig ist, weil „Ghostrunner“ teil happig schwer ist. Ein nicht existierender Schwierigkeitsgrad lässt uns da auch alleine.

Düstere Grafik inmitten von Trostlosigkeit

Im weiteren Verlauf erlernen wir in futurischen Abschnitte neue Fähigkeiten wie schnellere Reflexe. Ganz amüsant gibt es keinen profanen Fähigkeitenbaum sondern ein die Platzierung von Tetrisbausteinen. Meist rennen wir durch durch kreativ gestaltene Gebiete. Deren Gamedesign weniger an Actionspiele sondern taktische Rätsel erinnern. „Wir schaffe ich es auf die Plattform, bevor mich der Gegner trifft? Ist das ein Enterhaken-Punkt?“ solche oder andere Fragen bestimmten unseren Test.

Unreal Engine 4

Grafisch dreht man für ein Indie-Spiel wirklich auf – knackige Details, besondere Stilmittel all das hielt uns voll acht Stunden bei der Stange. Dank Unreal Engine 4. Der elektronische Score im Hintergrund passt zudem wunderbar, fetzige Beats reihen sich mühelos in unseren Flow. Die Steuerung braucht Einarbeitung, danach lassen sich tolle Kombos ausleben. Bugs wie Tonaussetzer, leichtes Tearing fanden wir zwar auch vor, aber nicht störend.

Ghostrunner

Unser Fazit zu „Ghostrunner“

Sprinten, rutschen, metzeln. Drei Gameplayelemente, die das Studio „One More Level“ in unterhaltsame Form brachte. Trotz einigen Fruststellen machte das Erleben der Welt uns großen Spielspaß und reicht bestimmt vielen zur Überbrückung für „Cyberpunk 2077“ sicher aus.

Entwickler: One More Level | Preis: 29,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch und PC | USK: ab 18 | Nur digital erwerbbar

Es passiert nicht alle Tage, dass uns ein Indie-Spiel in grafischer wie spielerischer Hinsicht so dermaßen beeindruckt hat. "Ghostrunner" folgt bekannten "Mirror's Edge"-Pfaden mixt es mit gehörig Cyberpunk und schmeckt sie mit blutrünstigen Finishern ab. Einer hohen Frustresistenz vorausgesetzt. Unsere Review zur Indie-Sensation. Volles Indie-Brett Ich erinnerte mich noch genau, wie in unsere Redaktion damals der Nintendo Switch-Port von "Fast RMX" eintrudelte und uns wirklich aus den Socken haute. Der potenzielle F-Zero-Nachfolger besaß anhand seiner puren Geschwindigkeit sowie dem Gameplay auf zwei verschiedene Farben zum Boosten zu setzen eine herrlichen Flow, der bis heute anhält. So ungefähr erging es um…
Flotte Indie-Perle - Blitzschnelle Action in düsterer Cyberpunk-Welt. Hier stimmt nicht nur die Technik im Hintergrund, sondern man dreht auch grafisch ordentlich den Hahn auf.

Ghostrunner (PlayStation 4)

Spielspaß - 86%
Gameplay - 81%
Grafik - 89%
Technik - 87%

86%

Ausgezeichnet!

Flotte Indie-Perle - Blitzschnelle Action in düsterer Cyberpunk-Welt. Hier stimmt nicht nur die Technik im Hintergrund, sondern man dreht auch grafisch ordentlich den Hahn auf.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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