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Mafia: Definitive Edition im Test – Mafiöse Action in teuren Anzügen

© 2K

Mafia: Definitive Edition: Mit Thommy Angelo kehren wir ins merkbar aufgehübschte Lost Heaven zurück und erleben ein cineastisches Abenteuer mittendrin im Mafia-Sündenpfuhl der 30er Jahre. Im Test verraten wir euch, ob Hangar 13 der Vorlage gerecht wurde.

Legendäre Vorbilder

Ob Filmklassiker wie „Goodfellas“ von Martin Scorsese oder „Der Pate“ – mit der Mafia ging jedes Mal eine pikante Faszination einher. Schwerkriminelle, denen die Familie sowie Loyalität auf der Prioritätenliste ganz weit oben steht. Dunkle Machenschaften in verrauchten Hinterzimmern irgendwo im Herzen Siziliens ist das sprichwörtliche Gütesiegel von erfolgreichen Mafiosi. Natürlich ranken sich viele Mythen rund um diesen Kosmos. Neben filmischen Werken griffen auch viele Entwicklerstudios eben jenen Themenkomplex auf und bildeten damit das Grundgerüst ihrer Spiele. Man denke nur in Versatzstücken an die „GTA“-Reihe, die regelmäßig Mafiafamilien als Storyelement beeinhalteten oder auch die Versoftung „Der Pate“ von EA. Den stärksten Beitrag lieferte jedoch 2K Czech mit ihrer „Mafia“-Reihe. Intensives Storytelling verflochten mit forderndem Gameplay. Ironischerweise wurde ab Teil 3 an „Hangar 13“ das Zepter weitergereicht, die das bisherige Storykonzept umwarfen – damit viele Liebhaber der Serie vor den Kopf stößte und jetzt mit dem Remake des Erstlings eine unterhaltsame Geschichte erzählen.

Im Kampf gegen den Clan

Anfang der 1930er liegt die US-Wirtschaft am Boden – in der Großstadt Lost Heaven geht es langsam wieder bergauf. Während einer Zigarettenpause staunt Taxifahrer Thommy Angelo nicht schlecht als er nach einem Crash plötzlich zwei bewaffnete, einer davon angeschossen, Männer durch die Nacht in Sicherheit fahren muss. Kurze Zeit verdingt sich Angelo unter dem mächtigen Don Salerie und verfällt immer weiter in einen Studel voller Gewalt und Verbrechen. Der Kampf gegen den anderen Clan unter Don Morelli beginnt. Wie im Original von 2002 umrahmt ein zwischendurch zu hörendes Gespräch von Thommy mit Detective Norman in einem Café die Storyline. Eine spektakuläre Kamerafahrt durch das belebte Lost Heaven eröffnet Hangar 13 sein knapp 10 stündiges Mafia-Abenteuer, dass dank aktuellen grafischen Standards sowieso an heutige Verhältnisse angepasstem Gameplay zu den besten Story-Spielen in diesem Jahr zählt.

Thommys Frau „Sarah“

Das hat mehrere Gründe: Während im Original Hinfahrten zu Missionspunkten meist still ablaufen, besserten die Entwickler nach und sorgen mit Dialogen im „GTA“-Stil unterhaltsame Momente. Generell setzte Hangar 13 an wichtigen Stellschrauben an. Durch die, heute mögliche, cineastische Erzählweise in schicken Zwischensequenzen entsteht sofort eine Immersion gegenüber dem Zuschauer. Sprich: Man kann sich unmöglich entziehen. Desweiteren ist Thommys Frau „Sarah“ stärker im Fokus und fängt dem moralisch schwankenden Partner nach harten Aufträgen wieder auf. Trotz dem episodenhaften Storytelling bleiben nur wenige Punkte offen bzw. bietet Interpretationsspielraum.

Problemlose Polizeiarbeit

Die Älteren erinnern sich. Im Original reagierte die Polizei blitzschnell, wenn wir die Geschwindigkeitsbegrenzung vergaßen oder zu offensichtlich Mist bauten. Im Remake ist man deutlich liberaler unterwegs, greift nicht ständig ein. Uns fiel nur auf, dass die gesamte Spielwelt liebevoll von Grund auf neu gebaut wurde – aber nur als reine Kulisse dient. Freie Fahrten sind nur selten möglich, Häuser nicht zu betreten und die U-Bahn ebenso wenig. Dennoch könnte man sich in diesem Setting noch einige Mafia-Spiele vorstellen.

Jetzt wird es kurz kurios: Obwohl das viel kritisierte „Mafia 3“ bis heute an starken technischen Macken leidet, fanden sich trotz selber Engine innerhalb von „Mafia: Defintive Edition“ kaum derartige Bugs wie Überlichtung, Tearing oder Kantenflimmern. Nur leichte Anschlussfehler bei Aktionen, regelmäßig arge Pop-Ups im Vordergrund sowie zwei Abstürze. Als Testsystem verwendeteten wir die PlayStation 4 Pro. Nicht vergessen – anders als Teil 1 ist der Erstling ein Remake von Grund auf.

Unser Fazit zu „Mafia: Definitive Edition“

Nicht in Ungnade gefallen! Mit hilfreichen Modernisierungen verbessert Hangar 13 das gesamte Spielgefühl merkbar auf. Die 30er Jahre mitsamt smoothigem Jazz aus allen Autoradios und zugleich Kerle in Anzügen, die über Leichen für die Familienehre gehen. Thomas Angelo’s Leben ist so spannend wie ein Coppola-Film und mitreisend wie ein Auftritt von Frank Sinatra. „Mafia: Definitive Edition“ ist schon das bloße Anspielen wert.

Entwickler: 2K | Preis: 49,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One und PC | USK: ab 18

Mafia: Definitive Edition: Mit Thommy Angelo kehren wir ins merkbar aufgehübschte Lost Heaven zurück und erleben ein cineastisches Abenteuer mittendrin im Mafia-Sündenpfuhl der 30er Jahre. Im Test verraten wir euch, ob Hangar 13 der Vorlage gerecht wurde. Legendäre Vorbilder Ob Filmklassiker wie "Goodfellas" von Martin Scorsese oder "Der Pate" - mit der Mafia ging jedes Mal eine pikante Faszination einher. Schwerkriminelle, denen die Familie sowie Loyalität auf der Prioritätenliste ganz weit oben steht. Dunkle Machenschaften in verrauchten Hinterzimmern irgendwo im Herzen Siziliens ist das sprichwörtliche Gütesiegel von erfolgreichen Mafiosi. Natürlich ranken sich viele Mythen rund um diesen Kosmos. Neben filmischen…
Würzig wie Mama's Lasagne: Mitreißendes Mafia-Drama mit wenigen technischen Problemen.

Mafia: Definitive Edition (PlayStation 4)

Spielspaß - 94%
Gameplay - 91%
Grafik - 84%
Technik - 77%

87%

Ausgezeichnet!

Würzig wie Mama's Lasagne: Mitreißendes Mafia-Drama mit wenigen technischen Problemen.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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