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Crash Bandicoot 4: It’s About Time im Test | Bockelschwer aber witzig

Crash Bandicoot 4
© Activision

Crash Bandicoot 4: It’s About Time: Der agilste Beuteldachs Crash Bandicoot erlebt ein brandneues Abenteuer inmitten von kreativ gestalteten Leveln, die sich vom Ödland über paradiesische Tempel bis hin zu futuristischen Laboren erstrecken. Entwickler Toys for Bob nimmt die chronologische Serienteil-Reihenfolge von Naughty Dog mit dem nötigen Biss an. Unsere Review zum Jump’n’Run-Kracher.

Wer viel wagt…

Toys for Bob haben es gewagt. Die kalifornischen Entwickler wagten es tatsächlich einen neuen „Crash Bandicoot“-Serienteil innerhalb der originalen Reihe zu positionieren. Man wandelt somit auf den Spuren der heutigen Blockbuster-Schmiede Naughty Dog, die mit „Uncharted“ oder „Jak und Dexter“ immense Erfolge feierten, aber durch ihre Gehversuche im Plattformer-Genre mit der Bandicoot-Reihe sich gewisse Standards erarbeiteten. In Sachen Gameplay oder Präsentationen sind Teil 1-3 noch heute ungemein beliebt, dass Rechteinhaber sich ein Herz fasste und sie von Grund auf neu entwickelt als „Crash Bandicoot N. Sane Trilogy“ wieder erfolgreich für aktuelle Systeme in den Handel brachte. Mit ungemein lebendiger Unreal Engine 4-Grafik inklusiver frischer Synchronisation wurden viele Liebhaber glücklich gemacht, sogleich kristallisierte sich die Frage um einen gänzlich neuen Serienteil. So entstand also „Crash Bandicoot 4: It’s About Time“ – was ein enormes Erbe antritt und sich wirklich nicht dumm anstellt.

Saftige Wumpa-Früchte

Die Handlung schließt an das offizielle Ende des dritten PS One-Teils „Warped“ an. Crash besiegt Dr. Neo Cortex und verbannt ihn schlussendlich in eine andere Dimension. Nach friedlichen Jahren schwört der Erzfeind zusammen mit Nefarious Tropy auf Rache und greift Crash samt seiner Freunde in mehreren Zeitebenen an. Jetzt heißt es den Spuren folgen, unzählige Kisten zerstören sowie die Bösewichte einmal mehr aufhalten. Dass der Plot recht simpel gestrickt ist, steht außer Frage, dennoch überzeugt uns die liebevolle Präsentation mit ihrer Vielzahl von hübschen Zwischensequenzen, die irgendwo zwischen Dreamworks und Illumination zu verordnen sind. Gegenüber der vorherigen Trilogy wurde das Figurendesign nochmal leicht überarbeitet, sodass es cartooniger wirkt. Dennoch bleibt das Gameplay wunderbar klassisch. Auf der Dimensionenkarte absolvieren wird Crash eine festgelegte Route an Leveln. Sind die abgeschlossenen Gebiete im Wumpa-Dschungel noch einfach zu meistern, steigt die Lernkurve merklich an, sodass sich ein deutliches anspruchsvolles Jump’n’Run zeigt. Ach so – natürlich zerstören wir nebenbei Unmengen von Holzkisten, in denen saftige Wumpa-Früchte stecken und betreten die obligatorischen Bonus-Stages. Diese sind wie kleine Puzzle aufgebaut, aber mit der Zeit äußerst trickreich gestaltet. Nitro-Kisten, die den sofortigen Bildschirmtod hervorrufen, sind tückisch platziert.

Sinnvolle Weiterentwicklung

Toys for Bob entwickelte das Gameplay jedoch weiter. Innerhalb der Level schwingen wir mal per Liane zur nächsten Plattform. Dann ändert sich die Gangrichtung statt von links nach rechts, geht es nach oben oder zum Bildschirm hin, falls die Gefahr von vorne droht. Auflockerungen entstehen durch verschiedene Quantum-Masken mit jeweils anderen Vorteilen. Dank Lani-Loli tauchen Kisten und Plattformen auf, die vorher nur angedeutet waren. Mit Akano drehen sich Crash und Coco länger und erreichen weiter entfernte Vorsprünge. Manche der durchaus langen Level haben kleinere Sektionen damit. Positiv ist, dass uns die Wahl bleibt entweder mit Crash oder seiner Schwester Coco die Level zu meistern. Im weiteren Spielverlauf kommt noch Tanwa hinzu, Crash’s alte Flamme, die ebenfalls spielbar und mit Enterhaken ausgestattet ist. Mit ihr ändert sich auch etwas das Gameplay und setzt eher auf temporeiche Level. Dafür schlittern wir auf Ranken und springen steile Abhänge hinunter. Sogar Neo Cortex kommt hinzu. Er nicht kann springen, kämpft aber dank Strahlenpistole besser als die Anderen. Zudem ist der Umfang von „Crash Bandicoot 4: It’s About Time“ nicht zu verachten – über 130 Level warten auf den tollpatschigen Beuteldachs. Das ist mehr als in den drei ersten Teilen zusammen! Nebenziel ist übrigens, so viele funkelnde Edelsteine wie möglich zu sammeln, die wir mit erfüllten Herausforderungen bekommen. Zum Beispiel – nur alle Kisten im Gebiet befindlichen Kisten zerstören oder nur dreimal sterben, was verdammt schwierig ist. Ohne Spaß.

Crash Bandicoot 4: It's About Time

Unreal Engine 4

Neben der Main Story- gibt es noch Rückblenden-Level, die durch gefundene VHS-Kassetten freigeschaltet werden. Hier steuern wir Crash durch die Vorgeschichte des allerersten Teils. Ganz amüsant durch Kommentare von Cortex hüpfen wir meist auf Kistenblöcke herum, für jedes abgeschlossene Level erhalten wir Skins. Positiv: Im Spiel selbst gibt es keinerlei Mikrotransaktionen. Dafür jedoch einen netten Retro-Modus, wo wie früher Leben bis zum Game Over-Schirm abgezogen werden. da empfehlen wir euch aber trotzdem den neuen modernen Mode – hier werden einfach eure Tode gezählt, die ihr wahrscheinlich im Durchschnitt im zweistelligen Bereich haben werdet. Grafisch setzt Toys for Bob auf eine wirklich hübsche Unreal Engine 4, die dank zahlreicher Effekte einen knuffigen Pixar-Look bietet. Manchmal stockt trotz Updates und PS4 Pro als System die FPS unter den angepeilten 60. Technisch gibt es wenig zu kritisieren bis auf längere Ladezeiten nach Level-Neustarts sowie teilweise Tearing.

Unser Fazit zu „Crash Bandicoot 4: It’s About Time“

Crash is back! Und wie. In kunterbunten, herrlich klassischen Leveln weichen wir Gegnern aus, schlittern über Abgründe oder segnen das Zeitliche an dieser einen blöden Stelle. Toys for Bob mausert sich langsam nach der schwiergen Skylanders-Vergangenheit zu einem kreativen Studio, das wirklich an Naughty Dog in den Anfangsjahren in Sachen Gameplay-Verständnis und Humor. Crash Bandicoot 4 sollte wirklich von jedem Liebhaber der alten Reihe wenigstens einmal ausprobiert werden. Tolles Jump’n’Run!

Entwickler: Toys for Bob | Preis: 69,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One und PC | USK: ab 0

Crash Bandicoot 4: It's About Time: Der agilste Beuteldachs Crash Bandicoot erlebt ein brandneues Abenteuer inmitten von kreativ gestalteten Leveln, die sich vom Ödland über paradiesische Tempel bis hin zu futuristischen Laboren erstrecken. Entwickler Toys for Bob nimmt die chronologische Serienteil-Reihenfolge von Naughty Dog mit dem nötigen Biss an. Unsere Review zum Jump'n'Run-Kracher. Wer viel wagt... Toys for Bob haben es gewagt. Die kalifornischen Entwickler wagten es tatsächlich einen neuen "Crash Bandicoot"-Serienteil innerhalb der originalen Reihe zu positionieren. Man wandelt somit auf den Spuren der heutigen Blockbuster-Schmiede Naughty Dog, die mit "Uncharted" oder "Jak und Dexter" immense Erfolge feierten, aber…
Hüpfen, rennen, wirbeln! Das vierte Abenteuer von Crash Bandicoot reiht sich mühelos in die originale Reihe ein.

Crash Bandicoot 4: It's About Time (PlayStation 4)

Spielspaß - 92%
Gameplay - 88%
Grafik - 87%
Technik - 87%

89%

Ausgezeichnet!

Hüpfen, rennen, wirbeln! Das vierte Abenteuer von Crash Bandicoot reiht sich mühelos in die originale Reihe ein.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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