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Filmkritik zu „Unhinged – Außer Kontrolle“

© Leonine

Nach langer Durststrecke findet ein brandneuer Film seinen Weg ins Kino – Russell Crowe dreht in „Unhinged – Außer Kontrolle“ mit bester „Falling Down“ und „Duell“-Manier gepflegt durch. Ob sich trotz inhaltlicher Schwächen der Kinogang lohnt, sagt unsere Kritik.

In Zeiten einer Virus-Pandemie klingen mehr als altbekannt ausgespielte PR-Sätze doch recht albern. So wurde as Action-Vehikel nicht als „Actionreicher Trip!“ sondern mit „Ein brandneuer Film“ beworben und sollte die Zuschauer zuhauf zurück in die Lichtspielhäuser bringen. Diese sind einigen Wochen wieder geöffnet, behelfen sich bisher eher mit Notfallprogrammen. Nun kehrt Oscar-Gewinner Russell Crowe mit recht konventionellem Stoff zurück. Mit Versatzstücken aus Steven Spielbergs-Debüt „Duell“ sowie einem Schuss „The Hitcher“ lässt ihn Regisseur Derrick Borte als psychopathischen Stalker die junge Mutter Rachel (Lucy Faust) verfolgen, die aufgrund von Zeitmangel ihn im morgendlichen Berufsverkehr nur genervt anhupte. Ein großer Fehler. Denn der namenlose Antagonist kommt an die Kontakte von Rachel und droht ihr mit Gewalt an ihren Liebsten. Die Prämisse des Films ist klar gezeichnet und bleibt leider recht erregnislos. Zwar gibt es packende Actionsequenzen, dennoch fehlt das gewisse Etwas um die Handlung als Zuschauer zu greifen.

Gerade die Motivation von Crowe’s Figur wird nur leicht angedeutet bzw. überhaupt nicht offenbart. Warum jagt er unschuldige Bürger? Wieso bringt er skurpelos Menschen um? War die Vergangenheit der Auslöser? Hier bleibt „Umhinged“ leider frei an Erklärung. Bis auf gewisse Längen im Mittelteil stimmt jedoch das Pacing. Russell Crowe holt das Maximus aus seiner leider viel zu eindimensional geschriebenen Rolle heruas. Die Kamera fängt das gesamte Chaos trotz Steadycam-Einsatz unproblematisch ein. Musikalisch versucht Komponist David Buckley ohne Foreshadowing die Spannungsschraube noch weiter aufzudrehen, was in vielen Fällen funktioniert. Dank FSK-16 Siegel wird oftmals auf Gewaltspitzen draufgehalten, wobei in „Unhinged“ nur der Psychoterror des Angreifers mehr als unangenehm ist.

Unser Fazit zu „Unhinged – Außer Kontrolle“

Obwohl er natürlich brandneu ist, muss die Prämisse nicht taufrisch sein. Dank wuchtigen Effekten verkommt der Thriller mit Crowe nicht zum B-Movie-Trash, dafür sieht er auch viel zu gut aus, aber er bleibt den gewohnten Genrewegen treu. Viel mehr sollte man nicht erwarten.

Unhinged – Außer Kontrolle. USA 2020. Regie: Derrick Borte. Mit Russell Crowe, Caren Pistorius, Gabriel Bateman. 90 Minuten. Ab 16 Jahren.

Gibt es eine Post-Credit-Szene? = Nein.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Unhinged – Außer Kontrolle“ gibt es hier.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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