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Mafia 2: Definitive Edition im Test | Nichts geht über Familie

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Gangster werden ist nicht schwer, es zu bleiben dagegen sehr. 2K spendiert uns eine grafisch aufgefrischte Rückkehr nach Empire Bay um den Aufstieg von Vito Scaletta erneut mitzuerleben – doch lohnt sich der Trip überhaupt? Unser Test gibt Aufschluss.

Prägende Werke

Die Mafia bzw. alle weiteren damit zusammenhängenden Themen waren für Videospiele schon immer ein reizvolles Thema. Man denke nur an „Grand Theft Auto 3“ und die „Leone Crime Family“ oder recht gelungenen Lizenzverwurstungen wie „Der Pate“ seitens EA – besaß jedoch nur das von 2K Czech entwickelte „Mafia“ echte Strahlkraft. Optisch an damalige Verhältnisse orientiert verfolgte man die Fehde zwischen zwei rivalisierenden Mafia-Clans, den Salieris und die Morello-Familie. Das Grundgerüst lieh man beim größten Konkurrenten Rockstar Games aus – es gab also Unmengen von Rennspiel-Elementen und Entdeckungen in der Open-World. Damals mit vielen kreativen Ideen auch ein Maßstab für heutige Spiele mit Unterwelt-Thematiken. Nun ließ Publisher 2K Games die Katze aus dem Sack und veröffentlichte vor wenigen Tagen 2/3 der Mafia-Trilogy. Erwähnter Erstling soll als runderneuertes Remake am 28. August 2020 erscheinen.

Die Story von Mafia 2 ist relativ einfach erzählt: Der ehemalige Soldat aus dem Zweiten Weltkrieg, Vito Scaletta muss durch kleinere Aufträge die hohen Geldschulden seines toten Vaters abarbeiten. Hierbei kommt es jedoch zu Schwierigkeiten und Vito wird in einen gefährlichen Strudel voller Verrat und Familienehre hineingezogen. Angesiedelt in den 1940er und 1950er Jahren ist die großflächige aber fiktive Metropole „Empire Bay“ unser freibegehbarer Spielort. Neben zeitgenössischen Boliden macht die wunderbar eingefangene Atmosphäre viel her. Passanten sprechen miteinander, geraten bei aggressiven Remplern aneinander und reagieren zumindest ein über 12 Jahre altes Spiel annehmbar. Wobei die aufgebohrte Grafik trotz schönen Momenten leider auch ihre Schattenseiten birgt. Doch dazu gleich mehr. Das Gameplay ist besteht größtenteils daraus zu vorgegebenen Missionspunkten zu fahren und einen Bereich von Gegnern zu säubern. Viel Abwechslung ist nicht drin, ist aber nicht weiter schlimm, da gerade die Zwischensequenzen herrlich humorvoll geschrieben sind. Ab und an gibt es Stellen im Spiel, in denen wir mit Zigarettenlieferungen die örtliche Polizei schmieren müssen. Negativ sind die teils viel zu langen Hinfahrten, die sich sogar über Minuten erstrecke können. Die rund neunstündige Kampagne ist trotz Problemen immer noch ein Highlight.

Grafisch und technisch nagt trotz satteren Farben der Zahn der Zeit an der „Mafia 2: Definitive Edition“. Vieles wirkt altbacken. Seien es die minutenlangen Fahrten zum Ziel, die leicht absonderliche Steuerung bzw. UND die zwar lebendige aber recht trostlose Open-World. Offene Häuser gibt es so gut wie keine. Geschäfte sind sparsam gesät. Inhalte sucht man vergebens. Dazu gesellen sich noch unangenehme Grafikbugs wie Kantenflimmern, Tearing oder (ganz altmodisch) Pop-Ups im Vordergrund. Die Framerate von 60fps wird manchmal in Mitleidenschaft gezogen. Auf die nachgelieferten DLC’s – heute enthalten – sollte man verzichten. Sie wirken uninspiriert oder habt ihr Lust 1.000km zu fahren, während ihr im gesamten Spiel eure Fahrzeuge nur 200km bewegt? In eure Garage könnt ihr übrigens bis zu 10 Fahrzeuge stellen. Musikalischer Lichtblick: Der Soundtrack des Originals ist ebenfalls vollständig enthalten.

Unser Fazit zur „Mafia 2: Definitive Edition“

Ich erinnere mich noch, als ich vor Jahren auf der Xbox 360 über Tage hinweg die Demo zu „Mafia 2“ spielte. Leider setzte 2K auf ein Zeitlimit von 30 Minuten, sodass ich jedes Mal neu anfangen musste. Zu lange nahm ich mir Zeit um jeden Winkel der Bay-Area zu durchsuchen und Faustkämpfe mit Passanten auszutragen. Oh…. Jetzt bekam ich jedenfalls das echte Erlebnis und bin trotz manchen frustigen Momenten recht überrascht. Knapp 12 Jahre später ist das Spiel gar nicht so schlecht gealtert als gedacht. Alleine die 50er-Atmosphäre mit seinen schrulligen Charakteren ist das Durchspielen wert. Für uns ein ewiges Story-Highlight.

Entwickler: 2K Czech | Preis: 39,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One und PC | USK: ab 18

Gangster werden ist nicht schwer, es zu bleiben dagegen sehr. 2K spendiert uns eine grafisch aufgefrischte Rückkehr nach Empire Bay um den Aufstieg von Vito Scaletta erneut mitzuerleben - doch lohnt sich der Trip überhaupt? Unser Test gibt Aufschluss. Prägende Werke Die Mafia bzw. alle weiteren damit zusammenhängenden Themen waren für Videospiele schon immer ein reizvolles Thema. Man denke nur an "Grand Theft Auto 3" und die "Leone Crime Family" oder recht gelungenen Lizenzverwurstungen wie "Der Pate" seitens EA - besaß jedoch nur das von 2K Czech entwickelte "Mafia" echte Strahlkraft. Optisch an damalige Verhältnisse orientiert verfolgte man die Fehde…
Meisterhafte Unterwelt-Story, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen. Technisch gibt es Spielspaß-Dämpfer.

Mafia 2: Definitive Edition (PlayStation 4)

Spielspaß - 86%
Gameplay - 73%
Grafik - 77%
Technik - 71%

77%

Empfehlung!

Meisterhafte Unterwelt-Story, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen. Technisch gibt es Spielspaß-Dämpfer.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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