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Doom Eternal im großen Test – Rockige Grüße von Mick Gordon

Doom Eternal Slayer

Hart, blutiger, Doom! 2016 wischte Entwickler id Software mit dem Reboot des Ur-Klassikers den Shooter-Boden und übertrifft sich in „Doom Eternal“ mehrmals selbst. Sei es die Schippe mehr Story oder das noch flottere Gameplay mit blutrünstigen Finishern. Unsere Review zum Höllentrip von Bethesda.

Pause aus Gründen

Nach über einem Jahrzehnt selbstverordneter Pause ergriffen 2016 Marty Stratton und Hugo Martin die Chance das altehrwürdige „Doom“ in neuem Gewand wieder auf alle Spiele loszulassen. Es sollte schnell, herausfordernd und extrem blutig sein. So kam das Reboot der Reihe was schlicht „Doom“ lautete im Mai 2016 raus. Mit exorbitanten Gitarrenriffs unterlegt mit Elektrobeats aus der Feder von Komponist Mick Gordon begann eine herrlich gewalthaltige Reise des Doom-Slayer. Mitsamt den neu hingekommenen „Glory Kills“, bei denen der Spieler taumelnde Gegner mit knallharten Finishern abschlachten ließ, perfektionierte man den gegenwärtigen Ego-Shooter. Die im letzten Drittel durch Backtracking gestreckte Spielzeit war im Rückblick zwar schade aber sollte längst nicht vom Nachholen abhalten – „Doom“ (2016) überzeugte mit verdammt hohen Spielspaß. Deshalb erging es mir wie einigen meiner Kollegen, die im letzten Jahr zu verschiedenen Anlässen das frische „Doom: Eternal“ anspielen konnten und wie vor den Kopf gestoßen. Aus der düsteren Höllenatmosphäre wurde ein fast knallbunter Actioncocktail mit längeren Jump’n’Run-Passagen innerhalb der großräumigen Gebiete? Könnte durchaus unterhalten, dachte ich mir und ging vorbehaltlos an die Gamescom-Demo. Doch der deutlich nach oben gesetzte Schwierigkeitsgrad samt nie gekannter Munitionsknapp, da keine Pistole mehr im Gepäck, und Feinde mit Angriffsvorlieben ernüchterten mich. Und doch kann ich nur positive Worte verlieren.

Kurz zur Story, die wesentlich mehr Fleisch auf den Rippen bietet als die dünner als eine Bibelseite-artige Storyline im Vorgänger. Die Geschehnisse nahmen ihren Lauf und unzählige Dämonen fielen über die Erde her. Natürlich will dies der Doom-Slayer verhindern – die einzige Möglichkeit: Alle drei Höllenpriester töten. Leichter als gedacht, da sich diese irgendwo in der Welt verstecken. Bereits die In-Game-Zwischensequenzen sind deutlich erweitert worden. Dialoge sind nur noch selten unnötiges Beiwerk sondern behandeln wichtige Fakten, die sogar auf ältere Teile wie „Doom 2: Hell of Earth“ anspielen. Wobei der rotzig-lakonische Humor aus „Doom“ 2016 hier auf mehreren Ebenen ausgespielt wird. Teilweise amüsiert er innerhalb der deutlich offeneren Level. Wenn wir zum Beispiel zu Beginn des Spiel in der Arktis stehen und uns unter einer Kante „Slimer“ aus Ghostbusters angrinst lockert das den Shooter-Alltag wirklich auf. Generell funktioniert „Doom Eternal“ eher als Schusswaffen-kräftiges Action-Adventure von einem Schlag „Darksiders“. Natürlich gibt es weiterhin unzählige Arenen, in denen wir von rechts nach links oder oben nach unten schlitzen und schießen. Hier liegt selbstverständlich das Herzstück zu Grunde. „Doom Eternal“ verzeiht keine Fehler. Das Gameplay ist extrem flott. Wer stehen bleibt stirbt. Selbst auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad haut es euch teilweise drei bis acht Mal aus den Latschen. Doch dranbleiben lohnt sich, da die Lernkurve überaus steil ist. Erholung finden wir auf der „Fortress of Doom“ – unserem Raumschiff, der als Hub-Welt dient und einige Überraschungen bereithält. So etwa sollten wir nach sechs Götterschlüsseln Ausschau halten – mit diesen schalten wir den „Unmaykr“ frei.

Anfangs schwach, danach großartig

Obwohl der Anfang der Kampagne für id Software-Verhältnisse erstaunlich lahm mit nur wenigen Gegnern und recht lahmer Präsentation beginnt, wechselt dieses Gefühl spätestens ab dem 3. Level. Wir lernen mehr Moves, finden mehr Schießeisen und die Gebiete werden interessanter. Wir können nur wiederholen: Es lohnt sich wirklich die absurdesten Stellen nach Geheimnissen abzusuchen. Vielleicht findet man Prätorenmünzen mit denen wir unseren Anzug ausbauen dürfen? Wo ich gerade dabei bin: Das Upgradesystem….besser gesagt alle sechs Systeme vertiefen das Gameplay mit Unmengen von Details. Pflegen wir den flinken Spielstil oder schießen wir aus allen Rohren? Alles ist möglich. So ist es möglich gleich zwei Mods wie Mini-Raketen an das Schwere Maschinengewehr zu basteln. Mit Altaredelsteinen verbessert der Doom-Slayer unter anderem seine Insofern war es nur konsequent die Pistole aus dem Arsenal gänzlich zu streichen und die Kettensäge als Element hervorzuheben. In höchster Not schlitzen wir Gegner entzwei und erhalten Munition für jeden Waffentyp. Um es vorwegzunehmen dieses Spiel ist nicht umsonst erst ab 18 Jahren freigegeben.. Es spielt seine grafisch überaus detailreiche Gewalt genüsslich aus. In Kämpfen schießt man den Gegner neben Rüstung auch gleich ganze Fleischbrocken weg. Die Level sind desweiteren so aufgebaut, dass mindestens zwei bis drei Ebenen vorhanden sind. Also sind vertikale Kämpfe unumgänglich. Zwar kann das verschachtelte Leveldesign als positiv erachtet werden, wirkte in unserem Test manchmal zu verwirrend.

Technisch zeigt id Software mit „Doom Eternal“ einmal mehr wo der Hammer hängt. Wunderschöne Partikeleffekte treffen auf blutüberströmte Dämonen aus der Hölle. Es spritzt und spratzt gerade zu aus dem Fernseher und macht unmissverständlich den Gewaltgrad klar. Der wurde nämlich im Vergleich zum 2016-er „Doom“ nochmal deutlich nach oben gesetzt. Starke Mägen sind zu empfehlen. Ohne geile Mucke wäre auch die beste Action-Orgie nicht komplett. Dank Mick Gordon rockt es aus unseren Boxen. Treibens Gitarrenriffs spornen zu immer wahnsinnigeren Moves und „Glory Kills“ an bis die Munition alle ist. Doch „Doom Eternal“ beherrscht auch ruhige gar anspruchsvolle Gebiete in denen kleine Kopfnüsse mit leichten Elektrobeats untermalt werden. Über den Multiplayer konnten wir bis zum Abschluss des Tests nichts in Erfahrung bringen, da er noch nicht freigeschaltet war.

Unser Fazit zu „Doom Eternal“

id Software enttäuschte keineswegs den vermutlich besten Shooter des Jahres 2016 durch einen noch gelungeneren Ausflug durch die höllengewordene Erdoberfläche zu ersetzen. „Doom Eternal“ ist nicht nur gelungene Shooter-Action sondern wird mit großer Sicherheit viele weitere Titel zu ähnlichen Elementen wie das ultraschnelle Gameplay inspirieren. Die durchdachtere Storyline rund um Khan Maykr und the Night Sentinels ist trotz den bekannten „Doom braucht keine Story!“-Rufen sehr clever. Das Studio setzt an den Stellschrauben an und treibt es auf die Spitze – zur Freude der Spieler.

Entwickler: id Software | Preis: 69,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch und PC | USK: ab 18

Hart, blutiger, Doom! 2016 wischte Entwickler id Software mit dem Reboot des Ur-Klassikers den Shooter-Boden und übertrifft sich in "Doom Eternal" mehrmals selbst. Sei es die Schippe mehr Story oder das noch flottere Gameplay mit blutrünstigen Finishern. Unsere Review zum Höllentrip von Bethesda. Pause aus Gründen Nach über einem Jahrzehnt selbstverordneter Pause ergriffen 2016 Marty Stratton und Hugo Martin die Chance das altehrwürdige "Doom" in neuem Gewand wieder auf alle Spiele loszulassen. Es sollte schnell, herausfordernd und extrem blutig sein. So kam das Reboot der Reihe was schlicht "Doom" lautete im Mai 2016 raus. Mit exorbitanten Gitarrenriffs unterlegt mit Elektrobeats…
Schlachtplatte voller Kreativität! id Software haut mit "Doom Eternal" einen brutal-guten Shooter raus.

Doom Eternal (PlayStation 4)

Spielspaß - 94%
Gameplay - 83%
Grafik - 94%
Technik - 92%

91%

Ausgezeichnet!

Schlachtplatte voller Kreativität! id Software haut mit "Doom Eternal" einen brutal-guten Shooter raus.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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