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„Zombie Army 4: Dead War“ im Test – Modrige Moorhuhn-Jagd

Zombie Army 4 Review

Zombie Army 4: Dead War: Modrig humpelnd entsteigen die Nazizombies wieder aus ihren feuchten Gräbern. Studio Rebellion trumpft im ersten groß angelegten Teil auf – wobei neben der grafisch schönen Atmosphäre die Storyline auch eher Mittel zum Zweck ist. Unsere Review zum Zombie-Shooter.

Von Zombies und Weltkriegen

Die englischen Entwickler hinter „Sniper Elite“ haben sich jeher in vielen Phasen ihrer Arbeit dem Trash verschworen. Wobei „Trash“ hier absolut positiv gemeint ist. Anders lassen sich die mehr als unrealistischen Storylines rund um Hitler und Nazizombies in verschiedenster Art nicht erklären. Als man 2005 das erste Abenteuer mit Karl Fairburne hinter den feindlichen Linien erlebte stießen die ausgefeilten Sniper-Aufträge auf viele Gamer-Herzen. Zumal hier einerseits Puristen dank anspruchsvoller Mechaniken Geduld für den perfekten Schuss aufbringen mussten und andererseits das Alleinstellungsmerkmal vornherein gesetzt war. Doch die Entwickler wollten auch in Horror-Gefilden das Konzept ausprobieren und schickten den Spieler in der Dreingabe „Zombie Army“ ab „Sniper Elite V2“ auf Untoten-Hatz. Schon hier schien klar, da werkelt man insgeheim an einer zweiten großen IP. Mit dem aktuellen Sequel zementiert man diese Annahme, überrascht aber mit guter Grafik sowie hoch gesetztem Suchtfaktor.

Kurz zur nachweislich seicht gehaltenen Storyline: Als der untote Hitler am Ende von Zombie Army Trilogy in die Unterwelt verbannt wurde, lief anscheinend irgendwas nicht so richtig glatt. Ein millionenstarkes Heer der Untoten macht nämlich weiterhin die Welt unsicher. Nun liegt es an uns dieser Katastrophe Herr zu werden. Mit genügend Sprengstoff und Munition statten wir genau neun groß angelegten Gebieten einen Besuch ab. Rund um den Schuh übrigens auf dem Friedhof in Mailand, schippern danach durch die zombieverseuchten Kanäle von Venedig, erobern später den Zoo von Kroatien zurück oder kämpfen uns durch das von brodelnden Lavaströmen durchzogene Neapel. Die Spielwelt bzw. Level sind groß genug, um mit Entdeckungen zu locken überschlagen euch auch nicht. Neben dem festen Pfad führen auch kleinere Abkürzungen zu Boni. Das Gameplay ist so typisch wie der Blutdurst unserer Feinde – wir ballern aus allen Rohren. Per Sniper natürlich zielgerichteter während das Automatische Gewehr das Gegner trifft aber nicht sofort totet. Die obligatorische X-Ray-Optik bei besonders brachialen Abschüssen darf ebenso fehlen wie die düster treibende Musik.

Kommt „Zombie Army 4: Dead War“ ungeschnitten? Die deutsche Version von Zombie Army 4: Dead War ist ungeschnitten. Sämtliche Gewaltszenen sind ebenso enthalten wie die Nazi-Symbolik. Deutsche Sprachausgabe gibt es leider nicht, hierzulande ist nur die englische Synchronisation verfügbar.

Als Solist kann „Zombie Army 4: Dead War“ mitunter viel Spielspaß verbreiten wirkt aber wie mit angezogener Handbremse. Anhand des Koop-Modus entfesselt das Konzept seinen wahren Reiz. Leider sind die Aufträge mehr als redundant. Neben „Suche Schalte A um Tür B“ zu öffnen oder „Aktiviere Schalte X um 5 Zombie-Wellen abzuwehren“ gibt es leider nicht allzu viel. Zumal mit Kumpels die Gegneranzahl wunderbar bemessen ist. Grafisch haut Rebellion mit seinem Zombie-Shooter das wohl beeindruckendste Spiel ihrer Geschichte raus. Knackscharfe Details gepaart mit ruckelfreiem Gameplay und wenig sichtbaren Bugs stachen im Test besonders positiv heraus. Mit cleveren Kniffen verhindert man Langeweile u.a. mit – Killen wir mehrere Zombies nacheinander, steigt unser Kombocounter und wir erhalten deutlich mehr Punkte aufs Konto. Fehlschüsse oder zu lange Pausen brechen die Kombo. Das macht schnell süchtig. An vielen Stellen in den Arealen gibt es Fallen wie elektrische Felder, Flugzeugpropeller oder Zombie-Haie (kein Scherz!), die ihr durch Beschuss aktivieren und so gleich ganze Gruppen von Zombies erledigen könnt.

Zombie Army 4: Dead War

Unser Fazit zu „Zombie Army 4: Dead War“

Im Vergleich zur bekannten Trilogy dreht Rebellion an den richtigen Stellschrauben, um das Spielkonzept weiter zu verbessern. Erfreulich ist zudem – das Gameplay wurde insgesamt aufgebohrt. Natürlich es weiterhin möglich per Scharfschützengewehr alle Feinde zu töten aber auch halbautomatische Gewehre bieten sich hierfür an. Die Areale sind ebenso umfangreich, sodass nur beim alleinigen Durchzucken vielleicht etwaige Längen auftreten.

Entwickler: Rebellion | Preis: 59,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One und PC | USK: ab 18

Zombie Army 4: Dead War: Modrig humpelnd entsteigen die Nazizombies wieder aus ihren feuchten Gräbern. Studio Rebellion trumpft im ersten groß angelegten Teil auf - wobei neben der grafisch schönen Atmosphäre die Storyline auch eher Mittel zum Zweck ist. Unsere Review zum Zombie-Shooter. Von Zombies und Weltkriegen Die englischen Entwickler hinter "Sniper Elite" haben sich jeher in vielen Phasen ihrer Arbeit dem Trash verschworen. Wobei "Trash" hier absolut positiv gemeint ist. Anders lassen sich die mehr als unrealistischen Storylines rund um Hitler und Nazizombies in verschiedenster Art nicht erklären. Als man 2005 das erste Abenteuer mit Karl Fairburne hinter den…
Launiger Zombie-Shooter mit allen bekannten Zutaten aber mit fehlendem letzten Schliff.

Zombie Army 4: Dead War (PlayStation 4)

Spielspaß - 68%
Gameplay - 68%
Grafik - 77%
Technik - 73%

72%

Für Fans.

Launiger Zombie-Shooter mit allen bekannten Zutaten aber mit fehlendem letzten Schliff.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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