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„Die Hochzeit“, „3 Engel für Charlie“ & „Bad Boys For Life“ im Kino-Flash | Januar 20

Bad Boys Filmkritik

Am Ende des Monats kommt der – Kino-Flash! Hier besprechen wir Filme, für die es keine große Kritik bei uns gab. Heute bunt gemischt u.a. mit “Die Hochzeit”, “Bad Boys For Life” und “Bombshell – Das Ende des Schweigens”.

Die Hochzeit

Was kann man negatives über die Filme von Til Schweiger sagen? Viel. Sei es das cremefarbene Interior bei dem man glatt denkt, dass alle seine Geschichten in Barefoot Vorzeigeräumen stattfinden oder der Einsatz von falsch gesetzter Sexualität in Verbindung mit uralt Gags, für die sich sogar Fies Asmussen heute schämen würde? Wie Tochter im Film und im Real Life Lilli Schweiger übrigens clever anmerkt: „So schlimm wie euer Klassentreffen wird es nicht werden.“ – womit sie klar recht hat. Denn „Die Hochzeit“ ist längst nicht mehr so homophob oder insgesamt peinlich zu betrachten wie „Klassentreffen 1.0.“ Dennoch findet sich auch hier viel Grund zur Fremdscham. Zwar hält sich Schweiger mit seinem Schnittinferno wenigstens etwas zurück, holt sich aber alte Schlager-Hits zur Untermalung von gewissen Sequenzen. Natürlich ist es schön mal wieder die alten Sachen wie „Ti Amo“ von Howard Carpendale oder „Jenseits von Eden“ im Kinosaal zu hören, aber warum fragt man sich. Ähnlich fragwürdig ist die dünne Storyline, die zum Glück durch ihre temporeiche Erzählung verwischt wird. So eisern das Naturgesetz, dass Hipster auch im Hochsommer mit 20 Meter-Schals rumrennen scheint die schweigerische Besetzung seiner Töchter zu sein. Leider besitzt die oben erwähnte Lilli nur in seltenen Fällen das ausreichende Talent für brauchbares Timing. Positiv hervorzuheben sind einmal mehr Milan Peschel und Samuel Finzi. Beide sind in Solo-Sequenzen höchst glaubhaft und brachten mich mehr als einmal laut zum lachen. Sei es die vergeigte Beerdigung, in der Peschel höchstlautstark einen Kranz vom Sarg holt oder Finzi’s Figur großartig dargebotene Wutrede über Halbfett-Milch am häuslichen Frühstückstisch. Aus dem Kontext vielleicht etwas schwierig zu verstehen aber im Film sehr unterhaltsam. Insgesamt ist „Die Hochzeit“ längst nicht so schlimm wie der verschwiegene Vorgänger, kann aber nur in schweigerlosen Momenten wirklich überzeugen.

Release: 22. Januar. 2020 | FSK: ab 12 | 3D: Nein. | Post-Credit Scene: Nein.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Die Hochzeit” gibt es hier.

Kino-Flash

© Warner Bros.

Bombshell – Das Ende des Schweigens

Jay Roach verfilmt in satirischer Art und Weise die sexuellen Belästigungen im Sender Fox News durch Unternehmer Roger Alies. In vielerlei Hinsicht erinnert „Bombshell“ durch den Bruch der Vierten Wand an Genrevertreter wie „Vice – Der zweite Mann“ oder auch „The Big Short“. Mit temporeichen Bildern wird der Zuschauer in einen Strudel aus Sex, Macht, Trump und US-Medien geschmissen, deren Klarheit der Fakten hier teilweise mehr als erschreckend sind. Der Cast ist höchst prominent mit Nicole Kidman, Charlize Theron und Margot Robbie besetzt, die mehr als nur einmal sich für den Goldjungen empfehlen. Nur leichte Längen innerhalb der Mitte des Films sind negativ zu erachten. Trotz des schwierigen Themas schafft es Drehbuchautor Charles Randolph einige Humorspitzen mit subtiler Schlagkraft zu setzen. John Lithgow als Alies fast gar nicht unter dem Fatsuit zu erkennen spielt mit berechnender Präzision das schmierige Arschloch. Mit Sicherheit wird der mutmaßliche Beginn der bis heute anhaltenden „Metoo“-Debatte für ordentliche Diskussionen nach dem Film sorgen.

Release: 13. Februar. 2020 | FSK: ab 12 | 3D: Nein. | Post-Credit Scene: Nein.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Bombshell – Das Ende des Schweigens” gibt es hier.

Kino-Flash

© Wild Bunch

Bad Boys For Life

Die Fans haben bis zuletzt gebangt und schließlich recht behalten. Nach Jahren voller Erwartungen kehren schließlich Will Smith und Martin Lawrence in ihre Paraderollen als sprücheklopfende Böse Jungs ins Kino zurück. Michael Bay war seinerseits mit dem Netflix-Vehikel „6 Underground“ beschäftigt und so holte Produzent Jerry Bruckheimer die beiden jungen Regisseure Adil El Arbi & Bilall Fallah an Bord. Ihrerseits bekannt für ihren belgischen Gangsterfilm „Gangsters 4 Life“ ziehen sie trotz einigen frischen Ideen immer wieder die altbekannten Bay-Tricks hervor. Ausstieg beider Protagonisten aus schönen Sportwagen in Zeitlupe – dafür jedoch mit besser geschnittener Action. Die Storyline ist weit davon entfernt den Innovationspreis zu verdienen, aber wirkt anhand ihrer persönlichen Verbindung mit der Figur Mike Lowrey durchaus pikant. Im Kern geht es um eine entflohene mexikanische Gangsterbraut, die mit ihrem Sohn den Untergrund von Miami zurückerobern will. Egal, mit welchen Mitteln. So geraten auch die zwei Cops natürlich auch ins Fadenkreuz des Duos. Was zweifellos für die populäre Reihe spricht – jeder Teil entsprach seinem Zeitgeist. Teil 1 war ein düsterer mit leichten Humorspitzen versehener 90er-Thriller für damalige Verhältnisse harten Bildern. Die Fortsetzung zementierte den typischen Bay-Look samt Ekelszenen in der Leichenhallen. Und jetzt schaut das Finale der Trilogie wie ein bunter Marvel-Film für Erwachsene aus. Im Kino macht er Spaß.

Release: 16. Januar. 2020 | FSK: ab 16 | 3D: Nein. | Post-Credit Scene: Nein.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Bad Boys For Life” gibt es hier.

Kino-Flash

© Sony Pictures

3 Engel für Charlie

Der flott vergeigte Versuch die „3 Engel für Charlie“ in die aktuelle Zeit zu hieven. Okay, mit Elizabeth Banks als Regisseurin setzte man eigentlich auf eine sichere Bank aber die zwar hübsch anzusehenden Hauptdarstellerinnen besitzen so viel Emotionalität wie eine ungetoastete Scheibe Weißbrot. Die Story wirkt wie schon 1000 Mal zuvor aus anderen Filmen zusammengeklaut. Ein mächtiges Unternehmen hat die Energiequelle „Calisto“ entwickelt und diese läuft nun Gefahr von bösen Menschen für noch bösere Pläne eingesetzt zu werden. Hier und da schmunzelt man hinsichtlich der gut aufgelegten Kristen Stewart aber sonst wirkt das Soft-Reboot, in dem quasi alle vorherigen Teile sich im Kanon befinden jedoch nur nebenbei erwähnt werden – viel zu halbherzig umgesetzt.

Release: 2. Januar. 2020 | FSK: ab 12 | 3D: Nein. | Post-Credit Scene: Nein.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „3 Engel für Charlie” gibt es hier.

Kino-Flash

© Sony Pictures

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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