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Terminator Resistance im Test – Neues Feature: Rumlaufen

Terminator Resistance

Die Entwickler hinter der Rail-Shooter-Gurke „Rambo: The Video Game“ greifen wieder an: Mit „Terminator Resistance“ will man Atmosphäre und Spannung der ersten Teile aufleben lassen – dazu gibt es ein neues Feature: Selbstständig rumlaufen. Unser Test zum Shooter.

Shooter ohne Kultfaktor

Die kultige „Terminator“-Reihe aus der Feder von James Cameron hat es zurzeit nicht einfach. Der letzte Kinoausflug mit „Dark Fate“ endete trotz geradliniger Storyline und massig Action im Desaster mit einem Box-Office von rund 233 Mio. US-Dollar. Wobei der Film schon 200 Mio. US-Dollar verschlang. Videospiel-Versoftungen hatten es im Kontext ebenso recht schwierig, weil sie niemals an die Qualität früherer Glanzstücke etwa „Judgement Day“ reichten. Doch ausgerechnet das polnische Studio Teyon, die für den absurd furchtbaren Spielspaß-Versuch „Rambo: The Video Game“ verantwortlich waren wollen diesen Status Quo nun ändern. Als größte Neuerung scheint wohl das Feature zu gelten – dass man endlich selbstständig herumlaufen kann. Also kein Shooter auf Schienen.

Widerstands-Einheit unter John Connor

Zur Handlung, die überraschenderweise gar nicht so hingerotzt wirkt: Die Geschichte setzt 30 Jahre nach dem Tag der Abrechnung an. Also dem Tag, als die vom globalen Verteidigungssystem Skynet gesteuerten Maschinen sich gegen die Menschen gewandt haben. Private Jacob Rivers schloss sich der Widerstands-Einheit unter John Connor an und bildete gleichzeitig eine Vereinbarung mit einer kleinen Gruppe Überlebender. Bestehend u.a. aus der Mutter Jennifer und Waffenschmied Ryan. Als Jacob herausfindet, dass er das nächste Ziel von Skynet ist – unternimmt er alles um seinen Tod zu verhindern. Nüchtern betrachtet – bedient „Terminator: Resistance“ das klare Ego-Shooter-Genre mit dezenten RPG-Elementen. Dazu gehören auch Sidequests, die sich aber meist problemlos auf dem Weg erledigen lassen. Wir laufen selbstständig (!) durch eine mehr oder minder zerstörte gräuliche Spielwelt, in der Maschinen nun das Ende der Nahrungskette bilden. Hier lässt man uns zwar meist die Wahl, ob wir dank Waffenarsenal ballernd durch die Straßen ziehen oder schleichend unsere Missionen erfüllen. Manche Plot-Situationen lassen jedoch nur den Schießeisen-Weg zu. In den meist schlauchigen Levels gibt es amüsanterweise auch kleine auf dem Weg schaffbare Nebenaufträge. So sollen für Jennifer’s Sohn Patrick Spielzeug finden, ist für den Fortschritt zwar nicht hilfreich, lässt die Figuren aber vielschichtiger sowie emotionaler wirken. Der Großteil der Dialoge sind knapp gehalten, während insbesondere Erzählungen doch rührend anmuten. Ein Erfahrungspunkte-System gibt’s ebenfalls, mit dem sich Werte wie Waffenschaden, Abwehr, Schleichen, die Möglichkeit zur Herstellung bestimmter Gegenstände und Inventargröße verbessern lassen. Auch Hacken und Schlösserknacken können geskillt werden, wodurch sich bestimmte Türen oder Kisten öffnen lassen. Das Schlossknacken-Minispiel wurde einfach dreist eins zu eins von Fallout geklaut, das Hacken-Minispiel hingegen ist nichts anderes als Frogger.

Rettendes Storytelling

Es ist schon wirklich erstaunlich, wie die Entwickler von Teyon an die Terminator-Lizenz kamen. Denn technisch würde der Shooter sogar auf der PlayStation 3/Xbox 360 nicht wirklich gut aussehen. Man durchläuft ewig gleiche Levelgebiete, die nur dank Storytelling etwas an Abwechslung bieten. Aber dem Studio muss man zweifellos zu Gute halten, dass sie mit Leidenschaft dabei waren. Dank originärer Stücke und manch spannendem Duell mit dem T-800 kommt zweitweise sogar wirklich Spielspaß auf. Dennoch ist technisch abseits der schon erwähnten schwachen Grafik der Wurm drin. Texturen laden erst spät nach, Clippingfehler der Gegner, steife Animationen der NPC’s und sogar Darstellungsfehler der Waffe. Hier lässt die Sorgfalt von Teyon zu wünschen übrig.

Unser Fazit zu „Terminator Resistance“

Entwickler Teyon serviert uns einen beinharten Shooter der alten Schule. Leider auch mit der Einfallslosigkeit dessen. Dank Beinfreiheit entwickelt sich in der rund 10 stündigen Spielspaß dennoch so eine Art Spielspaß, da hier jeder Liebhaber der Filmreihe auf seine Kosten kommt.

Entwickler: EA Sports | Preis: 59,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One und PC | USK: ab 16

Die Entwickler hinter der Rail-Shooter-Gurke "Rambo: The Video Game" greifen wieder an: Mit "Terminator Resistance" will man Atmosphäre und Spannung der ersten Teile aufleben lassen - dazu gibt es ein neues Feature: Selbstständig rumlaufen. Unser Test zum Shooter. Shooter ohne Kultfaktor Die kultige "Terminator"-Reihe aus der Feder von James Cameron hat es zurzeit nicht einfach. Der letzte Kinoausflug mit "Dark Fate" endete trotz geradliniger Storyline und massig Action im Desaster mit einem Box-Office von rund 233 Mio. US-Dollar. Wobei der Film schon 200 Mio. US-Dollar verschlang. Videospiel-Versoftungen hatten es im Kontext ebenso recht schwierig, weil sie niemals an die Qualität…
Altmodischer Shooter, der nur dank Lizenz in manchen Momenten wirklich Spaß macht.

Terminator Resistance (PlayStation 4)

Spielspaß - 62%
Gameplay - 67%
Grafik - 37%
Technik - 40%

52%

Für Fans

Altmodischer Shooter, der nur dank Lizenz in manchen Momenten wirklich Spaß macht.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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