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Star Wars Jedi: Fallen Order im Test – Endlich gut!

Star Wars Jedi Fallen Order

Nach viel zu langer Zeit erscheint mit „Star Wars Jedi: Fallen Order“ ein reines Singleplayer-Abenteuer. Respawn Entertainment mixt viele Zutaten aus populären Genre-Vertretern bei und kreiert ein spannendes Action-Adventure mit tollen Momenten. Unsere Review.

Ein eisernes Gesetz

Wird ein Kinofilm sehr erfolgreich, kommt unweigerlich irgendwann die Frage nach einer Videospielumsetzung auf. Vor vielen Jahren als THQ noch kein Hort für größere Double-A-Titel wie „Biomutant“ war, lebte das Unternehmen sicherlich größtenteils davon zu jedem halbwegs gut laufenden Animationsfilm eine Lizenzversoftung angestoßen zu haben. Man denke nur an „Cars“ oder unzählige rund um Nickelodeon-Figuren. Nun ist zweifellos die Sci-Fi-Saga rund um Luke Skywalker für Studios eine denkbar gute Ausgangslage für Videospiele. Kurioserweise wurden nahezu alle Genres abgedeckt. Neben kultigen Vertretern wie „Episode 1: Racer“ direkt von LucasArts konnten auch die „Jedi Knight“-Teile große Fangemeinden bilden, die bis heute viele Anhänger hat. Nun besitzt EA exklusiv die Rechte und darf seitdem Star Wars-Titel produzieren. Könnte – denn bis heute wurden nur zwei Multiplayer-Spiele – die „Battlefront“-Reihe veröffentlicht. Letzter Teil war dank extrem problematischer Lootbox-Politik derart in Kritik, dass der Verlust der Lizenz im Raum stand. Nun besinnt man sich mit „Star Wars Jedi: Fallen Order“ wieder zu den Ursprüngen im Action-Adventure. Das tut verdammt gut.

Padawan Cal Kestis

„Fallen Order“ spielt knapp fünf Jahre nach den Ereignissen von Episode III. Der Protagonist – der Padawan Cal Kestis – hat die Order 66 knapp überlebt, in der nahezu alle Jedi getötet wurden. Seitdem hält er sich mit kleinen Jobs bedeckt vor dem Imperium. Durch einen Zwischenfall fliegt seine Tarnung auf und muss auf seiner Flucht den Orden der Jedi wieder zusammenführen. Zur Seite stehen ihm zwei Begleiter, die ihm Unterschlupf auf ihrem Schiff gewähren. Damit wollen wir es auch belassen – da die Handlung das Herzstück des gesamten Spiels darstellt. Generell gab sich Respawn wirklich große Mühe in jeder Sequenz möglichst viele Anspielungen bzw. Fan-Service zu betreiben. Der typisch alberne Serienhumor sind genauso wie die orchestral wunderschön eingerahmten „Stehe-auf-Klippe-und-schaue-ins-Tal-runter“-Moment dabei. Zwar braucht man etwas Zeit um mit den blassen Figuren warm zu werden, aber wenn es passiert mag man sie. Die zu entdeckenden Welten sind allesamt stimmig inszeniert und abwechslungsreich gestaltet. So ist der erste Planet Bogano natürlich grün, bietet aber mit seinen tiefen Schluchten typische Action-Adventure-Elemente. Zudem treffen wir neben Sturmtrupplern auf überdimensionale Schnecken oder Würmer. Je nach Schwierigkeitsgrad bewegen sich Konfrontationen zwischen leicht fordernd und Dark Souls-esk.

Nicht ganz durchdachte Steuerung

Das größte Problem am eigentlich sauberen Gameplay ist die teils wirre Steuerung. Die geistige Vorbilder sind nicht zu übersehen – die neue „Tomb Raider“-Serie und auch „Uncharted“. Aus dessen zweiten Teil man auch gleich die komplette Zug-Sequenz ausgeliehen hat. Dennoch wirkt es aufgesetzt, wenn Cal beispielsweise Mauern hochklettert, aber wir zu Anfang „L2“ drücken müssen, damit er sich festhält. Auch ergeben manche neu gelernten Machtfähigkeiten im Verlauf keinen Sinn. Besser gesagt nutzt man sie so selten, dass sie egal sind. Die gute Mischung aus Erkundung, Rätseln und Action in den labyrinthartiges Leveln hält den Spielspaß hoch, doch die häufige Rückkehr in längst gesehene Gebiete ist viel zu übermäßig vorhanden. Positiv ist die regelmäßige Zahl an Checkpoints aka Meditationsplätzen. Hier erlernen wir dank Upgrade-Baum neue Fertigkeiten und können uns ausruhen. Blöd nur, dass nach jeder Rast jegliche Gegner respawnen. Unser kleiner Druide BD-1 wächst dank mobiler Karte schnell an Herz und sorgt nicht nur einmal für typische Star Wars-Momente. Technisch kann trotz wunderschöner Frostige-Engine nur selten über die mitunter heftig auftretenden Frameratedrops hinwegtäuschen. Dazu gesellen sich schwammige Bewegungen in Rutschpartien und Kämpfen. In unseren Test gab es sogar mitten in einer Zwischensequenz ein Freeze, hier half nur ein Konsolenneustart. Musikalisch orientieren sich die Entwickler an John Williams – will heißen orchestrale Stücke. Überaus stimmig.

Star Wars Jedi: Fallen Order

Unten Lava, oben Sicherheit.

Fazit zu „Star Wars Jedi: Fallen Order“

Nach Jahren und „Force Unleashed“ dürfen junge Padawane endlich auch auf der heimischen Couch aus Sturmtruppler per Lichtschwert das Fürchten lehren. Es macht wirklich große Freude durch abwechslungsreiche Bereiche zu laufen und neben allerhand Rätsel toll inszenierte Lichtschwert-Duelle auszutragen. Trotz Schwächen mit allen vorhandenen Bugs ist „Fallen Order“ ein Leckerbissen für alle Star Wars-Fans.

Entwickler: Respawn Entertainment | Preis: 69,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One und PC | USK: ab 16

Nach viel zu langer Zeit erscheint mit "Star Wars Jedi: Fallen Order" ein reines Singleplayer-Abenteuer. Respawn Entertainment mixt viele Zutaten aus populären Genre-Vertretern bei und kreiert ein spannendes Action-Adventure mit tollen Momenten. Unsere Review. Ein eisernes Gesetz Wird ein Kinofilm sehr erfolgreich, kommt unweigerlich irgendwann die Frage nach einer Videospielumsetzung auf. Vor vielen Jahren als THQ noch kein Hort für größere Double-A-Titel wie "Biomutant" war, lebte das Unternehmen sicherlich größtenteils davon zu jedem halbwegs gut laufenden Animationsfilm eine Lizenzversoftung angestoßen zu haben. Man denke nur an "Cars" oder unzählige rund um Nickelodeon-Figuren. Nun ist zweifellos die Sci-Fi-Saga rund um Luke…
Technisch nicht ganz ausgereift - aber ein Fest für jeden Star Wars-Fan!

Star Wars Jedi: Fallen Order (PlayStation 4)

Spielspaß - 94%
Gameplay - 79%
Grafik - 86%
Technik - 76%

84%

Empfehlung!

Technisch nicht ganz ausgereift - aber ein Fest für jeden Star Wars-Fan!

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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