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Need for Speed Heat im Test – Pimp my Underground

nfs heat

Kann der neueste Wandel der altehrwürdigen Streetracing-Reihe von EA mit „Need for Speed Heat“ funktionieren? Ghost Games mixt die spielerische Lockerheit aus Forza Horizon mit heißen Verfolgungsjagden aus Hot Pursuit. Alle Antworten findet ihr in unseren Test.

Auf schnellen Rädern

Durch das sonnendurchflutete Miami…ähm Palm City heizen während im Rückspiegel die skrupellosen Cops Meter für Meter gut machen und man selbst jede kleinste Seitengasse nutzt, um ohne größeren Blechschaden davonzukommen. Nach dem desolaten wie spielerisch mehr als schwachen Vorgänger „Payback“ besinnt sich Ghost Games in „Heat“ wieder auf die eigentlich wegweisenden Stärken von „Need for Speed“. Nämlich Cruisen, Tuning sowie flotte Rennen. Zumal die Serie in ihren bis dato 24 Episoden auch gewisse Experimente einging. Man denke nur an das storygetriebene (!) „The Run“, in dem es galt aufgrund dunkler Geschäfte den Weg von San Francisco nach New York als Erstplatzierter zu beenden. Natürlich waren unscheinbarere Fortsetzungen wie „NfS Rivals“ mit klassischen Rennkursen ebenso enthalten. Nachdem Ghost Games das Zepter 2015 übernahm geriet leider Sand in den Erfolgsmotor. Weg vom Burnout-mäßigen Gameplay wieder hin zum klassischen Underground-Fahrgefühl. Fragwürdige Designentscheidungen ließen leider mehr Fragezeichen als Spielspaß entstehen. Nun will man mit „Heat“ auf Nummer sicher gehen.

Skrupellose Kampagne

Die rund 10 stündige Kampagne von „Need for Speed Heat“ ist für ein Rennspiel amüsanter als zunächst vermutet. Im obligatorischen Duell Cops gegen Raser setzt Lt. Mercer auf skrupellose Verfolgungen inklusive Körperverletzung. Natürlich hält das Racer nicht davon ab bei illegalen Straßenrennen tagsüber nebst dem offiziellen Festival namens „Speedhunters Showdown“ um die vorderen Plätze zu kämpfen. Gerade dieser Mix macht in Heat durchaus Sinn, da einerseits Underground-Liebhaber wie auch Forza Horizon-Fans angesprochen werden. Dank relativ unterhaltsamer Zwischensequenzen, in Spieleoptik gehalten, riss uns die Story nicht direkt mit konnte aber überzeugen. Zumal das mit Rampen übersäte Palm City zu spaßigen Touren mit unseren aufgemotzten Öfen einlädt. Doch nicht nur Großstädter erfreuen sich daran, öfters geht es auch in das ländlich gehaltene Umwelt, wo kleine Herausforderungen zum Verdienen von Reputation warten. Zwar finden sich viele Story-Aufträge leider fordern diese in jedem Fall eine bestimmte Ranghöhe. So mussten wir nicht nur einmal Events nochmals absolvieren um genug Upgrades/XP zu besitzen. Dank breit gefächertem Fuhrpark lässt man keine Langeweile in Sachen Boliden aufkommen. Lizensierte Fahrzeuge aus dem Hause BMW, Ferrari u.v.m. sind detailreich designt und nach unseren Vorstellungen auftunen. Was bei Payback viel zu wenig war und hirnrissig mit einem Kartensystem umgesetzt erhält bei „Heat“ endlich wieder Substanz. Okay, vielleicht etwas zu viel da wir regelrecht mit Bauteilen nach siegreichen Rennen zugeschüttet werden aber immerhin. In Werkstätten können wir loslegen, das Menü recht eingängig. Egal, ob Offroad, Drift oder Rennen jedes Auto hat gewisse Vor- und Nachteile.

Ausgeprägte Gummiband-KI

Auch wenn der Soundtrack mehrmals uns dazu trieb die Musik im Menü gänzlich abzustellen, überraschte uns die überaus gute deutsche Lokalisierung. Die Stimmen wirken professionell. Technisch ist im mehreren Fällen der Wurm drin. Die ausgeprägte Gummiband-KI ist nervig und rüttelt trotz klarem Arcade-Racer Fokus an der realistischen Optik. Das HUD ist trotz vieler Infos nicht zu überladen und bietet einen guten Überblick. Schade ist auch – obwohl Palm City eine Großstadt ist, sind kaum Passanten zu sehen. Selbst bei Events im Festival. Vereinzelte Abstürze erlitten wir trotzdem im Test.

Unser Fazit zu „Need for Speed Heat“

Need for Speed Heat hätte tatsächlich schlechter ausfallen können. Nach „Payback“ war ich schon sicher, dass die Reihe nur ein radikaler Schnitt retten könnten. So radikal ist „Heat“ nicht besinnt sich jedoch auf alte Stärken zurück. Zudem die Kampagne recht stimmig ins Gesamtbild passt. Die Open-World ist spaßig mit einer Vielzahl von Herausforderungen gestaltet und darf zurecht als abwechslungsreich bezeichnet werden. Nur die technischen Mankos wie brüchige Framerate oder schnell entmutigende Gummiband-KI verringern den absoluten Spielspaß.

Entwickler: Ghost Games | Preis: 69,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One und PC | USK: ab 12

Kann der neueste Wandel der altehrwürdigen Streetracing-Reihe von EA mit "Need for Speed Heat" funktionieren? Ghost Games mixt die spielerische Lockerheit aus Forza Horizon mit heißen Verfolgungsjagden aus Hot Pursuit. Alle Antworten findet ihr in unseren Test. Auf schnellen Rädern Durch das sonnendurchflutete Miami...ähm Palm City heizen während im Rückspiegel die skrupellosen Cops Meter für Meter gut machen und man selbst jede kleinste Seitengasse nutzt, um ohne größeren Blechschaden davonzukommen. Nach dem desolaten wie spielerisch mehr als schwachen Vorgänger "Payback" besinnt sich Ghost Games in "Heat" wieder auf die eigentlich wegweisenden Stärken von "Need for Speed". Nämlich Cruisen, Tuning sowie…
Spaßig und neonüberzogen: Need for Speed wieder mit alten Stärken aber auch neuen technischen Schwächen.

Need for Speed Heat (PlayStation 4)

Spielspaß - 71%
Gameplay - 78%
Grafik - 71%
Technik - 57%

69%

Passabel

Spaßig und neonüberzogen: Need for Speed wieder mit alten Stärken aber auch neuen technischen Schwächen.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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