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Filmkritik zu „Zombieland: Doppelt hält besser“

Zombieland

Rund 10 Jahre nach dem ersten Abenteuer mit gefrässigen Infizierten lockt uns „Zombieland“ endlich wieder ins Lichtspielhaus. Der altbekannte Cast reißt wieder deftige Pointen, die über die recht ideenlose Handlung hinwegtröstet. Unsere Filmkritik zur Horrorkomödie.

Liebevoller Fan-Service

Fan-Service besteht meistens daraus den Liebhabern des Mediums eine Dreingabe in Form von Spin-Off’s oder Fortsetzungen zu liefern. Bekannte Pointen wiederholt man aus nostalgischen Gründen oder Randfiguren erscheinen nochmals aus bestimmten Gründen. Egal, ob seit Jahrzehnten laufende Filmreihen wie „Star Wars“ oder selbst Videospiele wie das vor zwei erschienene „Uncharted: The Lost Legacy“ bauen auf dem gleichen Grundgedanken auf. Den Fans mehr zu konsumieren geben. So ist der jüngst angelaufene 2. Teil der US-Horrorcomedy „Zombieland: Doppelt hält besser“ quasi mit diesem Alibi zu rechtfertigen. Hier nehmt es! Dass sicher Film von anderen Komödien überhaupt unterscheiden will lässt sich schon in den ersten zehn Minuten erkennen. Zuerst wird das Sony Columbia-Icon von Zombies angegriffen, die mit ihrer Fackel problemlos niederstreckt und zum anderen an der gänzlich erweiterten Sarkasmusgrenze innerhalb der Filmwelt. Columbus (Jesse Eisenberg) begrüßt uns Zuschauer wie alte Freunde, stellt pointiert neue Zombiearten wie den „Homer“ vor, der trotz Apokalypse keine große Gefahr darstellt und vergleicht seine Welt mit „The Walking Dead“.

Gags zünden – Story nicht

Wobei trotz übertrieben-amüsanten Intro im Vorgarten des Weißen Hauses der Gewaltgrad sich im unteren FSK-16 Niveau aufhält. Rhett Reese und Paul Wernick – ihres Zeichens Drebuchautoren der gelungenen Deadpool-Verfilmungen hauen in höchster Frequenz mal mehr oder minder funktionierende Gagssalven ab, lassen aber den erfrischenden Stil früherer Jahre vermissen. Vieles wirkt zwar lustig, jedoch auch erwartbar. Nur selten überrascht „“Zombieland: Doppelt hält besser“ – meist werden Motive von Teil 1 aufgewärmt – wie Person A verschwindet wortlos und Paar B nehmen die Verfolgung auf. Da der Plot kaum größer als der Bierdeckel auf dem er verfasst ist, lebt der Film von seinen Witzchen. Gerade Woody Harrelson und Jesse Eisenberg merkt man die Freude am Set sichtlich an. Emma Stone wirkt mit stolzen 30 Jahren viel erwachsener, dadurch forciert sie auch herrlich subtilen Humor an. Dank der herrlich übertriebenen Nebenfigur Madison (Joey Deutsch) kriegt „Zombieland: Doppelt hält besser“ einen anderen Spin, könnte für einige Zuschauer jedoch zu nervig sein. Nur Abigail Breslin als Little Rock fällt anhand hier aus der Reihe. Man nimmt ihr die Rolle der „kleinen“ Schwester nicht mehr richtig ab, insofern war es clever sie zu 85% des Films weitab ihrer Gruppe zu versetzen.

Unser Fazit zu „Zombieland: Doppelt hält besser“

Als Fan der ersten Stunde konnte ich ein weiteres Kapitel der illustren Runde rund um Emma Stone und Co. fast nicht erwarten. Deutlich sarkastischer und mit mehr Seitenhieben darf sich der neue Filme von Ruben Fleischer (Venom) beschreiben. Die Gags sitzen (meistens) und der Cast wirkt 10 Jahre nahezu so als wäre Teil 1 erst im letzten Jahr gedreht worden. Nur die ausgegorene Storyline und kleine Abzüge der Schauspielleistungen macht ihn einen Tick schwächer als den Erstling. Fan-Service hin oder her.

Zombieland: Doppelt hält besser. USA 2019. Regie: Ruben Fleischer. Mit Jesse Eisenberg, Emma Stone, Woody Harrelson. 100 Minuten. Ab 16 Jahren.

Gibt es eine Post-Credit-Szene? = Ja.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Zombieland: Doppelt hält besser“ gibt es hier.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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