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GRID im Test – Mit Vollgas über den Globus

Grid Review

Codemasters remixt die bekannte Serie Grid, um einerseits Neueinsteigern eine Chance zu bieten und andererseits Veteranen zurückzuholen. So brettern Jung & Alt mit sportlichen Flitzern über globale Pisten, die von Shanghai bis Havana reichen. Doch was sagt unser Test?

Kreative Ausbrüche

Ach ja. Codemasters lässt sich nicht beirren und bricht jährlich einmal aus ihrem ernsten Simulationsalltag á la „F1“ aus. Mal kommen völlig abgedrehte Projekte wie das letztjährig erschienene „On Rush“ heraus, dass fast schon an die unangepassten Zeiten der PlayStation 2-Ära erinnerte. Nun will man der langlebigen Serie „Grid“ neues Leben einhauchen. Tüftelt ihr stundenlang am Reifendruck? Befahrt ihr mehrmals die Strecke für den richtigen Spirit? Erarbeitet ihr strategische Taktiken zwecks Benzinverbrauch? Im aktuellen „GRID“ dürft ihr geflissentlich darauf verzichten. Hier zählt der simple Auftrag: Schnell fahren, Rennen gewinnen. Dementsprechend kam uns im Test das Menü mehr als aufgeräumt vor. In sechs Tour-Meisterschaften befahren wir insgesamt 12 Rennstrecken, die sich anfangs vielleicht nach wenig anhören, aber durch geschickte Änderungen wie einem Tag/Nachtwechsel und umgekehrter Führung merkt man hiervon angenehm wenig.

Touring, Stock Cars & Tuning-Karossen

Neben der umfangreichen Karriere, die je nach Talent, bis zu 12 Stunden andauern kann – sticht sogleich die grandiose Fahrphysik heraus. Zwar liegt ähnlich wie bei Konkurrent „Forza“ der klare Fokus auf Arcade, überzeugt jedoch. Bereits im ersten Rennen erahnt man, wie stark sich das Studio von Platzhirschen im Genre hat inspirieren lassen. Dichte Pfeile signalisieren die Idealspur und grafisch kann sich „Grid“ ebenfalls beweisen. Nur die recht dürftige Idee, mittig oben einen Rückspiegel zu platzieren, der leider ohne Unterlass das Fahrer bucklig darstellt ist störend. Ohnehin läuft das Spiel nur mit 30fps. Zum Glück lenken teils wunderschönen Kurse hiervon ab – die Stadtkurse sehen klasse aus. Wenn man z.B. bei Nacht durch die verschlungenen Straßen von Shanghai heizt und einen Blick auf die spektakuläre Skyline mit ihren Neonlichtern wirft, möchte man am liebsten anhalten, um den Moment noch weiter zu genießen. Ganz nett: Passanten reagieren auf Unfälle oder Bandencrashs. Wie gewöhnlich steht uns ein vielfältiger Fuhrpark zur Auswahl. Neben Touring, Stock Cars, Tuning-Karossen und der GT-Serie warten außerdem eine Reihe von Veranstaltungen, die sich um das eSport-Team des zweifachen Formel-Eins-Weltmeisters Fernando Alonso drehen, der den Entwicklern auch als Berater zur Seite stand. Neben noblen Renn-Karossen wie dem Ferrari 488 GTE oder Porsche 911 RSR sind auch kleinere Sportwagen wie der VW Golf GTI zum Einstieg bereit. Schade ist, dass wir vor dem Kauf keine Probefahrt unternehmen können.

Weniger Umfang

Bestand in früheren Serienteilen die Vielfalt noch aus Drift-Wettbewerben, Touge-Duellen, Checkpunkt-Fahrten gegen die Uhr beschränkt man sich in „GRID“ nur noch auf Rundkurse über kleinere Distanzen. Als dynamisches Element implementierte Codemasters Rivalen. Fahren wir etwa zu ungestüm, rammen andere werden diese sauer und wollen es uns gleich tun und verfolgen uns. Sogar eigene Teammitglieder sind nicht gefeit. Zu Beginn recht amüsant, ist es nach einigen Stunden etwas nervig, nur wegen Überholmanöver gleich Erzfeinde zu ernten. Zudem es Schadensmodelle gibt, diese aber viel zu harmlos ausfallen. Auf einen klassischen Soundtrack verzichtet man ganz, an sich schade, dennoch konnten wir uns im Test kaum an den herrlich röhrenden Motorsounds satt hören. Grafisch darf man sich an schönen Partikeleffekten erfreuen und meist stabilen 30fps.

GRID

Unser Fazit zu Grid

Grid ist zurück! Codemasters kreative Ausbrüche sind einmal mehr mehrere Blicke wert. Hier dürfen Arcade-Raser endlich ohne Tuning-Wahnsinn wieder durch grafisch ansprechende Stadtkurse wie Havana heizen. Samt lizensierte Boliden von Aston Martin bis zu Ford. Leider summieren sich kleinere technische Makel wie ruckeliger Rückspiegel, mitunter arg künstlich geskriptete KI-Unfälle oder das leichte Gummiband-Verhalten machen dem Spielspaß teils kräftig zu schaffen. Spielerisch sorgt der Racer dennoch für Spaß.

Entwickler: Codemasters | Preis: 59,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One und PC | USK: ab 0

Codemasters remixt die bekannte Serie Grid, um einerseits Neueinsteigern eine Chance zu bieten und andererseits Veteranen zurückzuholen. So brettern Jung & Alt mit sportlichen Flitzern über globale Pisten, die von Shanghai bis Havana reichen. Doch was sagt unser Test? Kreative Ausbrüche Ach ja. Codemasters lässt sich nicht beirren und bricht jährlich einmal aus ihrem ernsten Simulationsalltag á la "F1" aus. Mal kommen völlig abgedrehte Projekte wie das letztjährig erschienene "On Rush" heraus, dass fast schon an die unangepassten Zeiten der PlayStation 2-Ära erinnerte. Nun will man der langlebigen Serie "Grid" neues Leben einhauchen. Tüftelt ihr stundenlang am Reifendruck? Befahrt ihr…
Flotter Racing-Spaß mit der nötigen Portion Arcade - jedoch technischen Mankos.

Grid (PlayStation 4)

Spielspaß - 73%
Gameplay - 75%
Grafik - 82%
Technik - 64%

74%

Passabel

Flotter Racing-Spaß mit der nötigen Portion Arcade - jedoch technischen Mankos.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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