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Ad Astra, Angry Birds 2 & Ready or Not im Kino-Flash

© Sony

Lohnen sich Ad Astra – Zu den Sternen, Angry Birds und Ready or Not diesen Monat im Kino? Wir haben uns Ad Astra und Co. für euch im Lichtspielhaus angesehen. Welcher Streifen ist top? Im aktuellen Kino-Flash für August 2019 erfahrt ihr es.

Angry Birds 2

Ein erfolgreiches Smartphone-Game folgte dem nicht unabwendbaren Hype. So erweiterte man die Welt der umherfliegenden Vögel um einen Kinofilm im Jahr 2016. Mit vielen popkulturellen Referenzen amüsierten sich neben jungen Zuschauern nicht zuletzt die Eltern über viele Gags aus dem Hause Sony Animation. Nun legt man mit Teil 2 nach und lässt beide ehemals verfeindeten Fraktionen zusammenarbeiten um den gemeinsamen Feind – hier Adler auf Eisinsel – zu bekämpfen. Von der Handlung recht einfach gestrickt liegen auf den meist gelungenen Pointen rund um Zusammenhalt der eigenwilligen Truppe und Ängste der Fokus. Wie gewohnt spricht mit merklichem Spaß Christoph Maria Herbst Hauptfigur Red während als Neuzugang Anke Engelke in die Rolle von Debbie springt. Das Niveau der Animationen ist längst nicht so hoch wie beim Klassenprimus Pixar da die Detailverliebtheit etwas missen lässt. Nichtsdestotrotz bietet der Film einige schöne Effekte, die im Zusammenspiel samt Humor auch für Erwachsene annehmbare Unterhaltung darstellt.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Angry Birds 2″ gibt es hier.

Angry Birds 2. USA 2019. Regie: Thurop van Orman. Mit Christoph Maria Herbst, Anke Engelke. 99 Minuten. Ab 6 Jahren.

Kino Flash

© Sony

Gut gegen Nordwind

Aufgepasst! In hiesigen Lichtspielhäusern läuft aktuell ein deutscher Liebesfilm. Ohne Mitwirkung von Til Schweiger. Der gleichnamige Roman von Daniel Glattauer erzählt die rührende aber non-kitschige Geschichte von zwei Menschen, die durch digitalen Zufall regelmäßig kleine Gespräche in Form von E-Mails führen. Sie besitzen quasi ihre kleine Insel weit weg vom Alltag. Denn beide stecken in komplizierten Beziehungen, obwohl sie doch irgendwie unglücklich sind. Wunderbar von Nora Tschirner und Alexander Fehling mit viel Seele verkörpert merkt man dem Film mit seiner gar internationalen Optik gar nicht den deutschen Hintergrund an. Regisseurin Vanessa Jopp (Meine schöne Bescherung) setzt ganz bewusst auf tolle Drehorte wie klassische Einfamilienhäuser oder Dachgeschosswohnungen mit Ausblick auf die Severin-Brücke in Köln. Zudem muss man die nüchterne Optik ohne unnötigen Sepia-Filter positiv erwähnen. Die ruhigen aber fließend wirkenden Schnitte versetzen den Zuschauer oftmals in einen wohligen Rausch der Bilder, wo man zwischen humorvollen und tieftraurigen Momenten hin und her jongliert wird. Zudem Komponist Volker Bertelmann mit leichten Klavier-Sonaten die perfekte musikalische Untermalung für die unendlich vielen Probleme der Liebe bietet. Für seine 122 Minuten geht er trotz weniger Längen ein Tick zu lange, stört aber nicht weiter sonderlich. Hier macht deutsches Kino viel richtig und unterhält bestens.

Gut gegen Nordwind. Deutschland 2019. Regie: Vanessa Jopp. Mit Alexander Fehling, Nora Tschirner, Claudia Eisinger. 122 Minuten. Ab 0 Jahren.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Gut gegen Nordwind“ gibt es hier.

Kino Flash mit Ad Astra

© Sony Pictures

Ad Astra – Zu den Sternen

Was kommt dabei heraus, wenn Brad Pitt als nüchterner Astronaut über zwei Stunden in die Weiten des Weltalls fliegt und die meisten Dialoge als Off-Sprecher übernimmt und Spannung eher Beiwerk ist? Entweder großes Oscar-Kino mit Anspruch oder gähnende Langweile á la „Interstellar“ ohne Action? Irgendwas dazwischen. Während die Fachpresse „Ad Astra“ als intelligentes Sci-Fi-Kino feiert kommt er beim Normaler eher schlechter weg. Optisch zweifellos ganz weit oben verschmelzen manche Bilder zwar höchst sehenswert – aber dazwischen bliebt er zu ruhig, um wirklich jeden Zuschauer überzeugen zu können. Muss er natürlich nicht, dennoch verspricht die leider viel zu actionreich gezeichnete PR zum Film ein anderes Bild. Teilweise überkommt einem das Gefühl, dass Regisseur James Gray lieber Ryan Gosling für diesen Film gehabt hätte – da Pitt oftmals gar minutenlang leer dreinblickt. Die Kernstory ist hier kurz erzählt – Raumfahrer Roy McBride (Brad Pitt) muss an das andere Ende des Sonnensystems um seinen Vater Clifford (Tommy Lee Jones) zu retten. Auf der Reise durchlebt er den Ausgang falscher Entscheidungen und Fehler des Vaters. „Gravity“ und „Interstellar“ standen in vielen Sequenzen augenscheinlich Pate. Insgesamt kein schlechter Film, er nimmt sich nur überaus viel Zeit um dadurch geheimnisvoll aber nicht spannend zu sein.

Ad Astra – Zu den Sternen. USA 2019. Regie: James Gray. Mit Brad Pitt, Tommy Lee Jones, Liv Tyler. 124 Minuten. Ab 12 Jahren.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Ad Astra – Zu den Sternen“ gibt es hier.

Kino Flash

© Fox

Ready or Not

Das Anwesen ist festlich geschmückt, die Braut ist wunderschön und am Ende will die komplette Familie diese während dem Versteckenspielen umbringen. Was sich wie die Hochzeitsnacht bei Meghan und Prinz Harry anhört – ist die Handlung der Horror-Comedy „Ready or Not“ von Matt Bettinelli-Olpin & Tyler Gillett. Erfrischend neu wirkt das Ganze – als typischer Fantasy Filmfest-Beitrag angelegt vermag „Ready or Not“ auf ganzer Linie mit leicht satirischen Seitenhieben auf die Reichen zu überzeugen, leider geht ihm ab Mitte etwas die Luft aus – während der Schluss nicht deftiger und überraschender sein könnte. Hauptdarstellerin Samara Weaving, mit großer Ähnlichkeit zu Margot Robbie, spielt mehr als hervorragend und qualifiziert sich hiermit für ernstere Rollen. Daneben dürfen sich Zuschauer auf die lange von der Leinwand verschwundene Andie MacDowell freuen. Adam Brody ist als nicht minder schockbares Familienmitglied äußerst sympathisch. Um es mit anderen Kalibern im Genre zu vergleichen – dieser Film bietet nicht die selbe Gagdichte wie „Shaun of the Dead“ darf sich jedoch als lustiger Genrebeitrag einen Namen machen.

Ready or Not. USA 2019. Regie: Matt Bettinelli-Olpin & Tyler Gillett. Mit Samara Weaving, Adam Brody, Andie MacDowell. 94 Minuten. Ab 16 Jahren.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Ready or Not“ gibt es hier.

Kino Flash mit Ad Astra

© Fox Searchlight

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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