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Astral Chain im Test – Actionreiche Grafikpracht

Astral Chain Nintendo Switch Test

Vor Bayonetta 3 haut Platinum Games mit Astral Chain einen brachiales Action-Feuerwerk im Cel-Shading-Look heraus – ob sich der Trip in die japanische Großstadt mit viel Neon lohnt, sagen wir im Test.

Brachiale Action mit Stil

Platinum Games haben eine besondere Gabe. Sie können noch so hirnrissig oder gar völlig Over-the-Top sein – trotzdem besitzen diese Titel einen hohen Spielspaß. Grund hierfür ist das teils übertriebene Action-Feuerwerk mit Unmengen von Gegnern und Zeitlupen-Effekte á la Hollywood.

So konnte sich beispielsweise auch das, im Gegensatz zur Hauptreihe angesiedelte, „Metal Gear Rising: Revengeance“ in der großen „Metal Gear“-Fangemeinde behaupten, da es seine wirre Storyline mit großartig inszenierter Action Wett machte. In der Rolle von Raiden metzelten wir uns durch Horden von menschlichen Gegnern, die wir meist in angesprochener Zeitlupe niedermähten. Deutlich jugendfreier aber nicht unspannender ist „Astral Chain“ – vor dem heißersehnten „Bayonetta 3“-Release hauen die Entwickler ein fesselndes Japano-Actionspiel raus, dessen Handlung eher Mittel zum Zweck ist aber in seinen vielen Konfrontationen wahre Stärken zeigt.

Auf dem Highway ist die Hölle los

„Astral Chain“ spielt im Jahr 2078 – die höchste Population der Menschen lebt in einer Megacity namens „The Ark“. Diese wird immer von sogenannten „Chimären“ angegriffen. Meist unsichtbar und können nur von einer Spezialeinheit der Polizei bekämpft werden. Die „Neutron“-Einheit erhält Unterstützung von zwei Geschwistern, die von Maxmilian Howard geleitet wird und gleichzeitig ihr Vater ist. Jeder Officer der Einheit besitzt ein gezähmtes astrales Wesen mit dem wir Spuren untersuchen oder auch kämpfen können. In typischer Platinum Games-Manier fangen wir actionreich an – sitzend auf dem Motorrad weichen wir Wrackteilen aus und schießen Feinde vom Highway. Ein Fünkchen Rollenspiel konnte sich das Studio nicht verkneifen. Beginnend dürfen wir Frisur, Name und auch jeweilige Haarfarben auswählen. Großen Einfluss auf die Story hat dies aber nicht. Die Handlung wird temporeich erzählt, schreckt zudem nicht vor Twists zurück, die jedoch im Vorfeld recht erwartbar sind. Manchmal hätten die Dialoge etwas mehr Pepp vertragen. Das Gameplay ist das Herzstück des Spiels. Bewaffnet mit Schwert und Pistole kämpfen wir gegen allerlei Formen und Arten der Chimäre. Anspruchsvoll wird es, wenn bestimmte Gegnertypen nur im Nah- oder Fernkampf zu erledigen. Manchmal auch nur mit unserem Astralwesen. Hier beweisen die Entwickler Mut zum Risiko, die Steuerung ist trotz Pro-Controller fummelig. Quasi mit dem rechten Stick führt der Spieler das Wesen, muss jedoch währenddessen noch mit Schwert hantieren – braucht etwas Einarbeitungszeit.

Adrenalinspiegel Deluxe

Hat man den Dreh erstmal raus entfacht man ein wirklich sehenswertes Actionfeuerwerk, das regelmäßig den Adrenalinspiegel nach oben schießt. Im Verlauf der Story schalten wir unserem Hub – hier das Polizeirevier – mehrere Upgrades frei, die uns schneller oder hartnäckiger machen. Dennoch entschleunigt „Astral Chain“ gerne, in dem es uns wie in den „Batman Arkham“-Titeln im Detektiv-Modus Tatorte von Angriffen untersuchen lässt. Mehr als simples Abklappern mit Multiple-Choice-Fragen ist das aber auch nicht. Technisch sind wir begeistert vom Spiel – man hat es tatsächlich geschafft trotz vieler Effekte eine stabile Framerate zu wahren. Die 30fps gingen nur selten in die Knie. Ansonsten gibt es scharfe Details sowie eine gute Cel-Shading-Grafik zu bewundern. Die maroden Stadt-Abschnitten mit ihren belebten neonverzierten Straßen aber verwaisten Gassen macht da schon viel der Gesamtatmosphäre aus.

Unser Fazit zu Astral Chain

Manchmal braucht es einfach brachiale Action ohne jeden Sinn. „Astral Chain“ macht nach leichter Eingewöhnung tatsächlich großen Spaß. Zwar spielt man es nicht vorrangig wegen der durchdachten Story rund um die Schlacht der Menschen gegen eine bedrohliche, fremdartige Invasion, dafür entschädigt das Gameplay. Durch verschiedene frische Ideen entfacht man ein kurzweiliges Abenteuer das für Nintendo Switch-Besitzer wohl einmalig ist.

Entwickler: Platinum Games | Preis: 59,99 Euro | Für Nintendo Switch | USK: ab 16

Vor Bayonetta 3 haut Platinum Games mit Astral Chain einen brachiales Action-Feuerwerk im Cel-Shading-Look heraus - ob sich der Trip in die japanische Großstadt mit viel Neon lohnt, sagen wir im Test. Brachiale Action mit Stil Platinum Games haben eine besondere Gabe. Sie können noch so hirnrissig oder gar völlig Over-the-Top sein - trotzdem besitzen diese Titel einen hohen Spielspaß. Grund hierfür ist das teils übertriebene Action-Feuerwerk mit Unmengen von Gegnern und Zeitlupen-Effekte á la Hollywood. So konnte sich beispielsweise auch das, im Gegensatz zur Hauptreihe angesiedelte, "Metal Gear Rising: Revengeance" in der großen "Metal Gear"-Fangemeinde behaupten, da es seine…
Fesselndes Action-Feuerwerk der "Bayonetta"-Macher mit der nötigen Portion Grafikpracht und Spielspaß.

Astral Chain (Nintendo Switch)

Spielspaß - 91%
Gameplay - 83%
Grafik - 92%
Technik - 91%

89%

Ausgezeichnet

Fesselndes Action-Feuerwerk der "Bayonetta"-Macher mit der nötigen Portion Grafikpracht und Spielspaß.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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