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Test zu „Fire Emblem: Three Houses“

Der neue Strategie-Streich aus dem Hause Nintendo – Fire Emblem: Three Houses versteht sich als Edel-Rundentaktik für die Hybridkonsole Switch. Ob die Schlachten und dunklen Geheimnisse überzeugen, verraten wir im Test.

Mehr Hardwarepower für Fire Emblem

Entwickler Intelligent Systems ist kein Unbekannter für Liebhaber der „Fire Emblem“-Reihe im Hause Nintendo. Zusammen mit Koei entwickelte man schon für den Nintendo 3DS die starken Ableger wie „Heroes“, „Fates“ und viele andere mehr. So ist die Theorie, dass der erste offizielle Teil für die Nintendo Switch von mehr Grafikpower profitieren müsste? Die anfangs imposant wirkenden Anime-Zwischensequenzen sind zweifellos gelungen. Auch die Internats-Atmosphäre á la Hogwarts bindet die Militärakademie im Kloster Carreg Mach mit seinen drei Häusern gut. Generell gab man sich Sachen Inszenierung wirklich Mühe. Die Story ist auch für Neulinge der Serie einsteigerfreundlich gehalten während sich langjährige Fans über so manche Referenzen wie dem Verbleib von Prinz Corrin freuen dürfen. Nur die weiterführende Storyline, die laut Director Genki Yokota über 200 Stunden an Spielzeit verspricht, ist weit kürzer als gedacht. Am Schluss stand unser Timer auf rund 41 Stunden, nachdem der lange Abspann lief.

Zu Beginn muss sich jeder Spieler für ein Haus des Trio Infernale entscheiden. Die Wahl des Hauses beeinflusst dabei die weitere Handlung des Spiels. Haben wir uns entschieden, steht die Schule zwischen den Kämpfen zur Erkundung frei. Blöd nur – viele Aufgaben bestehen aus „Such-und-Bring“-Challenges und die ewig eintönig präsentierten Aktivitäten wie Kochen, Singen oder auch gemeinsames Essen wirkt ermüdend. Hierfür sind wir oft mit unseren Schülern unterwegs, um das Aufmerksamkeitslevel zu steigern, damit sie wissbegierig bleiben. Dazu kommen viel zu viele verlorene Gegenstände, die wahllos glitzernd in den Gängen herumliegen und auf ihre Besitzer verteilt werden müssen. Leider sind hier wieder die serienbekannten Unterstützungsdialoge im Einsatz, die jedoch weder interessant oder spannend sind. Schade, ist dass es zwischen den rund 20 Taktik-Kapiteln mehr an Ideen gegeben hätte was den Spielfluss auflockert. In „Three Houses“ gibt es vier Klassen-Steigerungen die von Primär,- Mittel,- Ober,- bis Ultima reichen – diese werden in den Bereichen Rüstung, Magie und Führungslevel im Wochenunterricht weiterausgebaut. Wie jedes Haus besitzt auch jede Figur Stärken und Schwächen, dennoch können Heilige Ritter in Sachen Kampf weniger Potenzial zeigen, dafür im Glauben stärker gefestigt sein.

Fire Emblem: Three Houses

© Nintendo

Gameplay mit Anspruch

Das Herz des Spiels liegt natürlich im Gameplay. Dieses wurde nahezu identisch von den 3DS-Fassungen übernommen. Nicht schlimm, da es genauso intuitiv wie eh und je ist. Positiv ist, dass durch die bessere Hardware alles in 3D gehalten ist. Rundenbasiert bewegen wir jedoch immer noch in Quadratrastern unsere Kämpfer. Aber schon der normale Schwierigkeitsgrad ist kniffelig, sodass wirklich jeder Zug wohl überlegt sein sollte. Aufgrund der langen Einsätze sollten unsere Armee bestehend aus verschiedenen Nahkämpfern, Schützen, Reitern, Magiern und Heilern nicht sofort aufgeben. Nervigen Frust vermied man durch die neue Rückspulfunktion. Hier lassen sich Level und Erfahrungspunkte mitnehmen, wenn die Mission neu gestartet wird. Der Score ist wunderbar orchestral, spielt neben bekannten Melodien auch neue Kompositionen. Als Sprachausgabe dürfen sich westliche Spiele auf eine vertonte englische Lokalisierung freuen. Diese ist nicht so übertrieben gesprochen wie zu 3DS-Zeiten sondern recht normal verortet.

Unser Fazit zu „Fire Emblem: Three Houses“

Der Switch-Einstand der beliebten Taktik-Rollenspiele ist durchaus gelungen. Wie so oft, überzeugt hier letztlich das zeitlose Gameplay mit seinen überraschenden Einsätzen. Nur die dazwischen laufenden Unterrichtsstunden bzw. Zeit in der Akademie ist zu öde geraten. Ewig gleiche Aufgaben ermüden zunehmend. Wiederum lassen sich die wunderbaren Anime-Sequenzen sehen, welche die Storyline überaus gut untermalt und vom schwachen letzten Drittel etwas ablenkt.

Entwickler: Intelligent Systems | Preis: 59,99 Euro | Für Nintendo Switch | USK: ab 12

Der neue Strategie-Streich aus dem Hause Nintendo - Fire Emblem: Three Houses versteht sich als Edel-Rundentaktik für die Hybridkonsole Switch. Ob die Schlachten und dunklen Geheimnisse überzeugen, verraten wir im Test. Mehr Hardwarepower für Fire Emblem Entwickler Intelligent Systems ist kein Unbekannter für Liebhaber der "Fire Emblem"-Reihe im Hause Nintendo. Zusammen mit Koei entwickelte man schon für den Nintendo 3DS die starken Ableger wie "Heroes", "Fates" und viele andere mehr. So ist die Theorie, dass der erste offizielle Teil für die Nintendo Switch von mehr Grafikpower profitieren müsste? Die anfangs imposant wirkenden Anime-Zwischensequenzen sind zweifellos gelungen. Auch die Internats-Atmosphäre á…
Gewitztes Taktik-Rollenspiel mit routinierter Story - enttäuscht in Sachen Nebenaufgaben

Fire Emblem: Three Houses (Nintendo Switch)

Spielspaß - 82%
Gameplay - 78%
Grafik - 81%
Technik - 74%

79%

Empfehlung!

Gewitztes Taktik-Rollenspiel mit routinierter Story - enttäuscht in Sachen Nebenaufgaben

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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