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Kolumne: Zu welchem Preis? – NetherRealm, Epic & Rockstar Games

Gaming Kolumne
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NetherRealm, Epic oder auch Rockstar Games – Arbeitswochen während Entwicklungsphasen werden oftmals immer zeitintensiver. Mehrere Hundert Mitarbeiter müssen wegen stetiger Konkurrenz länger als 70 Stunden wöchentlich arbeiten. Aber zu welchem Preis?

Zu welchem Preis Entwickler sein?

Bereits im vergangenen Oktober schrieben mehrere Gazetten über den Ausspruch von Rockstar Games-Mitgründer Dan Houser, dass mehrfach bis zu hundert Stunden in der Woche einige Entwickler am Western-Hit „Red Dead Redemption 2“ werkelten. „Fortnite“-Entwickler Epic erntete im letzten Monat heftige Kritik seitens aller Seiten, da bekannt wurde dass die Teams mehr als 70 Stunden pro Woche an neuen Inhalten für den Battle Royale-Shooter arbeiten. Durch den massiven Erfolg will das Unternehmen mit Live-Service-Updates eben diesen aufrechterhalten. So gab es beispielsweise zum finalen „Avengers: Endgame“ ein umfangreiches Update mit Marvel-Figuren sowie verändertem Spielkonzept. Natürlich ist es hinlänglich bekannt, dass Studios in der Crunchtime – also kurz bevor ein Titel auf den Markt kommt – viele Überstunden leisten aber solche neue Standards übersteigt das bei weitem. Zuletzt gerieten die „Mortal Kombat“-Macher Netherrealm in die Schlagzeilen. Auch waren 100 Stunden-Wochen fast schon normal. Doch gerade hier scheint die Ausbeutung von freien Mitarbeitern gänzlich neue Grenzen erreicht zu haben. Morgens hat er zwischen 9 und 10 Uhr angefangen und war erst gegen 2 oder 3 Uhr nachts nach Hause, berichtete QA-Tester Isaac Tirres, der von 2012 bis 2013 beim Titel „Injustice“ mitarbeitete. Beck Hallstedt, die für „Injustice 2“ als Concept Artist angestellt wurde – legt nach. Kurzfristige Verträge wären normal gewesen. Einige Kollegen gingen nach wenigen Monaten, andere kamen jedoch zurück. Manchmal.

10GB Day One-Update

Einer der Gründe weshalb riesige Studios wie Rockstar Games oder auch kleinere Entwicklerschmieden mittlerweile so gnadenlos agieren, sind wir Spieler. Wir, die es nicht abwarten können noch Monate oder ein Jahr auf den heiß ersehnten Titel zu warten. Technische Makel werden halbherzig per 10GB Day One-Update so ausgebessert, dass die gröbste Bugs nicht mehr zu erkennen sind. Wir, die nach 2 Stunden keine Lust mehr auf ein in 5 Jahren befindliches Spiel mehr haben und unser Geld lieber in sinnlose Mikrotransaktionen stecken anstatt solche Mechaniken zu verabscheuen. Jedoch liegt die Schuld auch an Studios, die wie beschrieben auch über Leichen gehen um gesetzte Releasetermine vom Publisher einzuhalten. Zudem ist es wirklich traurig, im Hinblick auf die Frequenz derartiger Meldungen, dass solche arbeitsrechtlichen Katastrophen nicht die Ausnahmen sondern die Regel in vielen Unternehmen sind.

„Holt einfach mehr Körper.“

Es darf doch nicht normal sein, dass große Triple-AAA-Spiele immer auf dem Rücken von Menschen entwickelt wurden, die nicht selten an ihre absolute Belastungsgrenze gingen. Natürlich ist es verständlich, dass Spiele die kurz vor der Veröffentlichung stehen nochmal besondere Aufmerksamkeit bedürfen. Aber am Beispiel „Fortnite“ ist es tatsächlich mehr als erschreckend – solange der Erfolg anhält – die Mitarbeiter quasi verdammt sind in schlechten Konditionen zu arbeiten. Der Zynismus gipfelt bei der Aussage des Managements: „Holt einfach mehr Körper.“ Die Quelle weiter: „Wer sich weigerte, die vermeintlich optionalen Überstunden zu absolvieren, „erhielt wahrscheinlich keine Vertragsverlängerung.“ Der gesamte lesenswerte Artikel der Kollegen von Polygon findet ihr hier.

Als Gamer und Spielejournalist schmerzt es zu sehen wie Entwickler mit eigenen Ideen und Visionen von nahezu skrupellosen Studios mit teils absolut unmenschlichen Arbeitsbedingungen ausgebeutet werden, um die finalen Releasedaten einhalten zu können. Es muss sich etwas ändern. Doch zu welchem Preis?

Mehr Informationen zu unserem Wertungssystem findest Du hier.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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