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„World War Z“ im Test

World War Z
World War Z

Ohne Brad Pitt dafür mit Zombie-Horden! „World War Z“ versteht sich als geradliniger Multiplayer-Shooter – ohne große Experimente. Kann der Shooter-Spaß trotz marginaler Storyline trotzdem überzeugen? Unser Test verrät es euch.

Operation: Lizenzspiel

Vor sechs Jahren startete der Zombie-Film „World War Z“ in unseren Lichtspielhäusern. Brad Pitt musste sich hier samt seiner Familie einer rasanten Zombie-Apokalypse erwehren und gleichzeitig ein Mittel gegen die Seuche finden. Spannend und im gewohnten Blockbuster-Stil erzählt konnte der Film anhand seiner recht packenden Thematik trotz Produktionsschwierigkeiten unterhalten. Was lag näher als aus diesem Stoff ein ebenso vielversprechendes Spiel zu machen? Zudem amüsanterweise Max Brooks, der Sohn von Regisseur Mel Brooks, mit dem Buch „Operation: Zombie“ ein dicht erzähltes Grundgerüst ablieferte. Doch dauerte es bis jetzt, dass das Studio Saber Interactive im Auftrag von Paramount ein offizielles Spiel rausgeben durfte. Die Entwickler legten den Fokus hier weniger auf eine atmosphärische Storyline im Sinne der Filmvorlage oder wie das fast gleichzeitig veröffentlichte „Days Gone“. Nein, hier möchte man in bester Tradition der „Left 4 Dead“ vier durchgemischte Charaktere durch teils weitläufige Areal lotsen.

Die Handlung von „World War Z“ ist so hauchdünn wie die Chance auf ein Gegenmittel während einer realen Zombie-Seuche. Vier, mit wenigen Worten beschriebenen, Figuren werden in vier Kapitel mit jeweils drei Abschnitten versetzt. Ähnlich wie im Film kämpfen wir in Metropolen wie New York, Jerusalem, Tokyo und Moskau ums nackte Überleben. Als Aufhänger gilt es meist das Ende des Levelschlauchs zu erreichen. Mit rudimentären Aufgaben wie „Finde Schalter A“ oder auch „Besorge fünf Vorratskisten“ ist Abwechslung bis auf einige Momente rar gesät. Wirklich beeindruckend sind bestimmte Sequenzen wenn, wie im Film, gefühlt Tausende Zombie als Horde auf uns zustürmen. Das wirkt nicht nur bedrohlich sondern bringt wahrlich Suspense ins Gameplay. Spielerisch könnte „World War Z“ auch ein größerer DLC zu „The Division 2“ sein. Alleine die Third-Person-Perspektive ist nahezu gleich. Das erstaunlich große Arsenal an Waffen sorgt für zusätzlichen Spielspaß – von schweren MG’s über Maschinengewehren bis hin zu Panzerfäusten gilt es die Untaten auf sichere Distanz zu halten. Als Multiplayer-Shooter konzipiert lässt sich der Titel zum Glück auf Solo mit KI-Begleitern gut spielen. Unsere Kollegen schießen relativ sicher und helfen uns in schwierigen Lagen z.B. wenn uns ein Schleicher-Zombie zu Boden drückt. Die verschiedenen Gegner-Arten werden wie in „Left 4 Dead“ entweder frei generiert oder sind nur an bestimmten Stellen zu erwarten. Da es keine Bossgegner gibt behilft man sich mit widerstandsfähigeren Feinden im gelben Strahlenschutzanzug.

Technisch sind die flüssig animierten Zombiehorden mit hunderten von gierigen Fleischfressern fantastisch. Es schafft wirklich für kurze Zeit die bedrohliche Atmosphäre des Films in ein interaktives Spiel zu übertragen. Abseits davon müssen wir kleinere Gruppe dezimieren. Mit Freuden im Koop ist „World War Z“ nach „Left 4 Dead“ wahrscheinlich eine Offenbarung während Solisten hiervon schnell gelangweilt sind. Die Grafik ist detailliert lädt aber oftmals einzelne Texturen nach. In hektischen Situationen setzt auch auf der PS4 Pro die Framerate aus. Dennoch ist die hauseigene „Swarm-Engine“ potent genug um die Konsolenpower auszureizen. Der Score ist teilweise dem Film-Soundtrack entnommen und einige Stücke sind neu komponiert. Untermalt das Geschehen trotz Überdramatik ganz gut.

Unser Fazit zu „World War Z“

Vermutlich ist „World War Z“ eines der spätesten Videospiel-Versoftungen, die es jemals gegeben hat. Dennoch machte Entwickler Saber Interactive das Beste daraus und bietet einen blutigen Multiplayer-Shooter mit klaren „Left 4 Dead“-Ansätzen. Die jeweiligen Gebiete sind zweckmäßig aber bleiben durch die Daueraction eher im Hintergrund so auch die Storyline, in der genug Potenzial für ein dicht erzähltes Adventure vorhanden wäre. Für Solisten schwierig, für Multiplayer-Zocker mehrere Blicke wert.

Entwickler: Saber Interactive | Preis: 69,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One und PC | USK: ab 18

Ohne Brad Pitt dafür mit Zombie-Horden! "World War Z" versteht sich als geradliniger Multiplayer-Shooter - ohne große Experimente. Kann der Shooter-Spaß trotz marginaler Storyline trotzdem überzeugen? Unser Test verrät es euch. Operation: Lizenzspiel Vor sechs Jahren startete der Zombie-Film "World War Z" in unseren Lichtspielhäusern. Brad Pitt musste sich hier samt seiner Familie einer rasanten Zombie-Apokalypse erwehren und gleichzeitig ein Mittel gegen die Seuche finden. Spannend und im gewohnten Blockbuster-Stil erzählt konnte der Film anhand seiner recht packenden Thematik trotz Produktionsschwierigkeiten unterhalten. Was lag näher als aus diesem Stoff ein ebenso vielversprechendes Spiel zu machen? Zudem amüsanterweise Max Brooks, der…
Blutiger Multiplayer-Shooter nach Filmvorlage, der spielerisch jedoch weit unter seinem Potenzial bleibt.

World War Z (PlayStation 4)

Spielspaß - 59%
Gameplay - 71%
Grafik - 73%
Technik - 77%

70%

Empfehlung!

Blutiger Multiplayer-Shooter nach Filmvorlage, der spielerisch jedoch weit unter seinem Potenzial bleibt.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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