„Monti“ der Lernturm im Praxistest

Monti Lernturm
Monti Lernturm

Werden die Kinder größer, so wollen sie natürlich auch immer mehr helfen und entdecken. Wie kann Tom also beim Abwasch helfen? Da muss man dann zwangsläufig den Stuhl ans Waschbecken stellen. Diese Nummern sind allerdings zu gefährlich. Schnell hatten wir eine DIY-Lösung aus zwei Hockern von IKEA gefunden, welche allerdings auch nicht wirklich optimal war. Der „Monti“ Lernturm hat bei uns mittlerweile ein echtes Problem gelöst.

Lerntürme im DIY-Verfahren

Man kann sich auch ohne „Monti“ einen eigenen Lernturm basteln. Anleitungen gibt es da massig in den Weiten des Webs. Allerdings muss man dann selbst bohren, die Schrauben mit aller Gewalt versenken und am Ende gibt es dann doch noch irgendwo eine blöde Kante. Vor allem sieht es auch immer nach einem totalen Selbst aus. Unser DIY-Turm war zudem schwer und unhandlich. Kinderhochstühle sind eine feine Sache, doch muss man als Erwachsener dennoch immer in der Nähe sein. Kinder kippeln einfach viel zu gern und ein Sturz kann schlimme Folgen haben. Der „Monti“-Lernturm ist allerdings extra für Familien mit Kindern entwickelt worden. Hier schauen keine Schrauben auf der Platte raus, die Ecken sind ein wenig abgerundet und das Teil steht elend stabil auch im Bad beim Zähneputzen. Obendrein ist das verwendete Holz leichter als bei vielen DIY-Lösungen.

Selbst aufbauen mit guter Anleitung

Ich lese für gewöhnlich keine Anleitungen zu Möbeln, aber hier wurde sich sehr viel Mühe gegeben. Selbst als absoluter Nicht-Fachmann kriegt man den Monti in 15 Minuten zusammengebaut. Das ist keine 08/15-Anleitung, sondern es wird auf jeder Seite auf Hinweise geachtet. Das kann der Papa aufbauen, oder Mama schnappt sich fix die Anleitung. Bei der Montage sollte man nur nicht einfach jede Schraube schon fest eindrehen. Das steht aber auch in der Anleitung und hilft beim Aufbau sehr. Der Monti sieht dabei nicht unbedingt anders als bekannte Kinderhochstühle aus, aber die Details machen ihn in der Praxis einfach wertvoller. Da wurde einfach mal mitgedacht. Tom konnte sich durch die Aussparungen wie an einem Geländer hochziehen. Bei uns schließt der Monti perfekt mit der Arbeitsplatte der Küche ab. Die Stufen sind durchgehend und man kann einfach gar nicht durchrutschen. Das Geländer oben bietet genug Platz für das Kind, ist aber auch nicht zu groß gehalten. Somit ist der Stand besser und Sohnemann kann auch nicht wirklich im Kreis springen. Da steckt einfach Detailverliebtheit in einem sehr einfachen Konzept. Ich habe es immer richtig gehasst den schweren DIY-Kinderstuhl ins Bad zu tragen. Mittlerweile schnappe ich mir fix Monti und schone meine Nerven.

Monti kostet 189,90 Euro im Shop

Ganz günstig ist der Monti sicher nicht. Fast 200 Euro investiert man hier in den besonderen Kinderhochstuhl. Optional kann man gegen einen Aufpreis auch noch eine Namensgravur bestellen. Hier schreckt man vielleicht als interessierter Kunde etwas zurück, doch lohnt sich die Anschaffung. Ich habe unseren selbstgebauten Lernturm elend gehasst. Schwer, nicht durchdacht und nur „cool“, weil mit zwei Hockern von IKEA selbst gebaut. Am Ende hätte ich besser vorher direkt in so einen Monti das Geld investiert. Qualität ist laut Oetker ja das beste Rezept. Selbst wenn einem die 189,90 Euro als zu hoher Preis erscheinen, so steckt hinter „Monti“ keine große Firma, sondern eine Mutter mit einer Idee. Sofern man ihn irgendwann nicht mehr brauchen sollte, wird man dafür sicher auch einen guten Preis bei Kleinanzeigen erzielen können. Ich war am Anfang eher skeptisch, ob der Monti sehr viel besser als mein selbstgebauter Lernstuhl sein könne. Mittlerweile bin ich vom Konzept überzeugt. Monti ist seine Kohle wert. Man kann halt auch billige Kinderwagen kaufen. Man man als Eltern aber auch nicht zweimal. Kann Monti wirklich empfehlen. Wir haben nur später eine Leiste oben entfernt, damit Tommy besser hochklettern kann. Kann man machen, muss man aber nicht.

Hier gibt es mehr Infos zum praktischen Kinderhochstuhl „Monti“.

"Monti" der Lernturm
  • Lernturm nach Montessori
  • Learning Tower

Rob Vegas

Bügerlich als Robert Michel unterwegs. Seit 2003 als "Rob Vegas" aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Social Media Manager, Autor und Moderator. Twittere unter @robvegas nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Aktiv für verschiedene Marken als Social Media Manager und ein großer Fan von Nintendo, Coca Cola und HUAWEI Smartphones. Mein Profil bei LinkedIn. Das Buch "Ich, Harald Schmidt" bei amazon. Die BuzzFabrik. Kontaktdaten .

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