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Flop 3 – Die schlechtesten Spiele des Jahres 2018

Austin Powers
© New Line Cinema

Übel, schlecht und zum davonlaufen: 2018 hatte neben starken Vertretern auch Spiele, die Standards vermissen ließen, technisch weit unter Durchschnitt waren und den Spielspaß in puren Hass umwandelte – die Flop 3 von 2018!

Disclaimer: Die Plätze sind willkürlich gesetzt und entsprechen nicht der absteigenden Wertung unsererseits.

3. Metal Gear Survive

Konami hat kein einfaches Jahr hinter sich. Erst flüchtet Mastermind Hideo Kojima zu Sony und dann spult man recht uninspiriert sein jährliches „Pro Evolution Soccer“-Update runter, muss sich dann aber wie gewöhnlich von Publisher EA wegen „FIFA“ in die Schranken weisen lassen. Was lag näher, als die bekannte Marke „Metal Gear“ in ein zeitgeist-mäßiges Survival-Spiel zu pressen? Also Nahrungssuche und Zombies gegen Blockbuster-Agentenaction. Doch die Spieler rochen den Braten schon von weitem und wichen dem langweiligen Mix aus Basenbau und Horrorelementen aus. Denn, bis auf die ansehnliche Grafik der hauseigenen Fox Engine lag vieles im Argen. Eine Story ohne jeglichen Sinn bzw. Spannungsaufbau sowie langweiliges Gameplay mit erzwungenen Frust-Passagen, die das 1×1 der Videospiel-Elemente aufsagte – á la „Verteidige A, finde B und eliminiere C“. Falls das Ziel von „Metal Gear Survive“ war die einst starke Marke von Kojima gegen die Wand zu fahren – hat man das fast geschafft.

Wertung: 49% – Fazit: Enttäuschend in jeglicher Hinsicht. Spielerisch mies, technisch mittelmäßig und der Spielspaß nur mit Lupe erkennbar.

Metal Gear Survive

2. Past Cure

Ein achtköpfiges deutsches Entwicklerstudio aus dem Indie-Sektor und ein höchst ambitioniertes Projekt. „Past Cure“ scheiterte damit auf ganzer Linie. Die unverkennbaren Paralleln zu „Splinter Cell“, „Max Payne“ und „Evil Within“ konnten nicht über die krude Story rund um den drogenabhängigen Protagonisten hinwegtäuschen. Gegner aus der Klonfabrik, selten dämliche Tutorials und eine misslungene Steuerung plus reinen Frust-Passagen zwingte jeglichen Spielspaß in die Knie. Ohne den Abspann sehen zu müssen brachen wir ab. Man muss kein Wissenschaftler sein, um zu wissen, dass nicht wenige Indie-Entwickler lieber 2D-Titel raushauen. Zum einen kostengünstiger und zum anderen frisst ein vollwertiges 3D-Spiel einige Ressourcen. Die Kollegen der Fachpresse sahen das ähnlich, das Studio war nach Release von der Kritik am Debakel regelrecht überrascht. Oder wie große deutsche Fußballer sagen: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.“

Wertung: 35% – Fazit: Spielerisch schwacher Psycho-Trip mit langweiligem Gameplay und eintöniger Story.

Past Cure

1. Agony

Was das Studio „Madmind“ kurz vor Release von „Agony“ abzog, grenzte schon an vorsätzlichen Betrug. Man veröffentlichte ohne mit der Wimper zu zucken, aufgehübschte Gameplay-Szenen, die im fertigen Spiel niemals so zu sehen waren. „Agony“ wollte erstmals Sex mit Horror verbinden – klang erstmal interessant. Was man jedoch bot war eine Frechheit sondersgleichen. Die dunkle Grafik erinnerte an frühe PlayStation 3-Titel und das Gameplay war furchtbar missraten. Zudem wollte die halbgare Storyline um eine Seele, die die Hölle durchstreifen muss, nicht zünden. Spieler empfanden das genauso und machten ihrem Ärger in Steam-Foren und Twitter ordentlich Luft. Nicht zu vergessen sind die wirklich geschmacklosen Abschnitte, die explizite Sexual-Darstellung in teils ekelhaften Kontexten. „Agony“ war/ist grauenhaft und erreicht hier mühelos einen Platz in unserer Flop 3. Glückwunsch.

Wertung: 36% – Fazit: „Technisch desolater Trip in die düstere Hölle ohne Aussicht auf Spielspaß.“

Agony

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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