twitter ist eine eigene Disziplin bei Social Media

twitter kolumne
twitter kolumne

Der amerikanische Präsident nutzt twitter in seiner Kommunikation und die Nachrichtensendungen in den USA blenden stündlich neue Tweets von Trump ein. In Deutschland twittern Agenturen und Unternehmen immer noch eher stiefmütterlich. Dabei ist der Kanal gerade in der Kommunikation mit bestimmten Zielgruppen das Schweizer Taschenmesser für Social.

twitter haben wir nur bis 2014 gepflegt…

Es gibt zwar dutzende Profile von Unternehmen bei twitter, doch eine Vielzahl ist verwaist und wird nicht mehr aktiv bespielt. Mitunter läuft auch im Hintergrund einfach nur noch ein Skript, welches dort die Inhalte von Facebook spiegelt. Stattdessen konzentriert man sich auf Instagram, Facebook und Trend-Apps. Das ist nicht nur schade, sondern auch extrem dumm, weil man nur bei twitter mit vergleichsweise wenig Aufwand sehr einfache Erfolge erzielen kann.

Eine sehr wertvolle Zielgruppe

twitter ist in Deutschland nie wirklich durchgestartet. Noch immer tummeln sich hier viele PRler, Journalisten und Medienmenschen. Mitunter wirkt twitter Deutschland wie seine eigene Filterblase und der Massenmarkt feiert auf den Servern von Zuckerberg eine ganz andere Partie. Das ist aber auch genial für die Kommunikation. Wo erreiche ich dutzende Journalisten, Politiker, PRler und Entscheider? Bei twitter. Nirgends kann ich einfacher Kontakt über eine kleine Direktnachricht aufnehmen. Clevere PRler nutzen ihre eigenen Profile bei twitter, um mit Influencern und wichtigen Personen direkt zu verhandeln. Twitter ist der kurze Dienstweg. Hier kann man sogar direkt und ohne Agentur als Unternehmen den Draht zu wichtigen Nutzern suchen.

twitter als ganz kurzer Dienstweg

twitter ist aufgrund des besonderen Publikums aber auch eine ganz andere Disziplin in Sachen Social Media. Man kann nicht nur einfach seine Pressemeldungen als Link raushauen. Man wird auch nicht über Hashtags zum eigenen Unternehmen viele Follower sammeln. Man muss einen bestimmten Humor an den Tag legen, selbstironisch und bei den großen Hashtags dabei sein. Generell kann es sogar von Vorteil sein, wenn die Presse- und Kommunikationsabteilung privat bei twitter ist, aber erkennbar für ein Unternehmen arbeitet. Beteiligt man sich dann noch aktiv an Diskussionen, so kann man schnell einen wirkungsvollen Apparat an Kontakten aufbauen. Früher war es der kurze Anruf, heute die kleine Direktnachricht. Ich selbst habe schon dutzende Jobs nur über das Mittel der Direktnachricht bei twitter erhalten.

Lieber Lifestyle bei Insta!

twitter bietet wenig Lifestyle. Die User sind anspruchsvoll beim Content, interagieren untereinander und über die Direktnachrichten stark miteinander. Das Geilste?! Man kann sogar Links verbreiten. Traut man sich dann als Unternehmen noch ein wenig Humor zu addieren, so kann man hier eine sehr erfolgreiche Strategie fahren. Leider wird sich nur viel zu selten über twitter gesondert Gedanken gemacht. Es funktioniert nicht wie Instagram. Jeder FB-Kurzlink im eigenen Profil ist hier schon eine Bankrotterklärung für das Social Media Team, weil twitter schon fast eine Art Gegenentwurf zu Facebook ist. Vor allem aber bespielt man hier eine komplett andere und enorm wichtige Zielgruppe. Man kann Entscheider, Medienleute und Influencer erreichen. Man darf sie nur nicht wie Klickvieh bei Facebook bespielen.

Bei twitter zählt vor allem die Erreichbarkeit

Man kann twitter natürlich mit Social Media Tools bespielen und in den eigenen Redaktionsplan integrieren. Die eigentliche Disziplin liegt aber darin, dass man den Kanal nicht einfach mit eingeplanten Inhalten bespielt, sondern hier erreichbar ist. Man muss bei twitter selbst aktiv sein, sich die passenden Diskussionen suchen, teilnehmen und selbst ein Teil der Dorfgemeinschaft werden. twitter ist besonders in Deutschland noch immer ein Dorf und man muss sich hier einen Namen machen. Mit viel Engagement, Witz und guten Inhalten ist man dann allerdings bald ein Teil der Mafia und kann um Gefallen bitten.

Bügerlich als Robert Michel unterwegs. Seit 2003 als "Rob Vegas" aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Social Media Manager, Autor und Moderator. Twittere unter @robvegas nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Aktiv für verschiedene Marken als Social Media Manager und ein großer Fan von Nintendo, Coca Cola und HUAWEI Smartphones. Mein Profil bei LinkedIn. Das Buch "Ich, Harald Schmidt" bei amazon. Die BuzzFabrik. Kontaktdaten .

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