BuzzKultur – Social Media Tools werden immer teurer

Social Media Tools
Social Media Tools

Viele Agenturen und Freelancer nutzen schon lange Social Media Tools für die tägliche Arbeit. Otto Normal Nutzer benötigt derartige Software nicht, aber bei vielen Profilen und Kampagnen kann man nicht mehr auf die Helfer verzichten. Nun steigen die Preise rasant.

Hootsuite, Falcon und Co. als Arbeitsgerät

Betreut man nur einen Kunden mit seinen Social Media Auftritten, so kann man sich meist mit den offiziellen Apps und Tools der sozialen Netzwerke helfen. Als Freelancer und Agentur betreut man aber meist mehrere Kunden gleichzeitig. Hier gibt es schnell einen Redaktionsplan, vorgeplante Beiträge und ganze Kampagnen im Tagesgeschäft. Wie betreut man also die zahlreichen Profile? Man nutzt Social Media Tools. Dienste wie Hootsuite, SocialHub, Falcon, Swat und Social Pilot sind nur einige Namen in der breiten Landschaft der Tools. Gefühlt gibt es auch jede Woche einen neuen Dienstleister, welcher über die Schnittstellen der Social Networks eine neue Oberfläche anbietet. Preislich musste man hier bei den meisten Anbietern bislang nicht so tief in die Tasche greifen. Schon für wenige Euro pro Monat konnte man schnell 50 Social Media Konten andocken und endlos in die Zukunft planen. Zusätzliche Teammitglieder aus der Agentur aufnehmen? Das kostete bestenfalls ein paar Euro extra. Die Kosten für so ein Tool überschritten nur selten 200 Euro pro Jahr. Wobei es auch Dienste gibt, welche schon immer auf große Firmen ausgerichtet und daher teurer waren.

Wann ist ein Social Media Tool eigentlich teuer?

Viele Dienste bieten einen sehr großen Mehrwert für die tägliche Arbeit. Große Unternehmen nutzen hier zum Beispiel auch die Ticketing-Systeme für das Community Management. Manche Firmen bekommen pro Stunde mehrere hundert Kommentare und müssen als Team darauf reagieren. Hier sind tausend Euro pro Lizenz nicht unbedingt teuer. Immerhin nutzt man die Infrastruktur des Tools massiv. Freelancer benötigen eher die Planungstools und Monitoring-Funktionen. Insofern sind hier tausend Euro für nur ein paar Kunden recht teuer. Die eigene Miete ist oftmals geringer, als die Kosten für ein Social Media Tool aus der Oberklasse. Dazu bieten die Anbieter aber verschiedene Pakete an. Bislang konnte man so als kleine Agentur für 10-50 Euro im Monat locker 50-100 Profile verwalten und mit Postings bestücken. Diese Zeiten sind leider vorbei. Viele Dienste haben im Jahr 2018 die Preisschraube massiv angezogen. Zahlte man vorher für 50 Social Media Konten noch 9,99 Euro pro Monat, so muss man jetzt mindestens 250 Euro für die gleiche Leistung zahlen. Diese Kosten gilt es erst einmal zu kompensieren. Man muss es sich wirklich einmal vor Augen führen. Für 120 Euro pro Jahr konnte man seine Kunden organisieren. Heute reicht dieser Betrag nicht einmal mehr für einen Monat aus! Dazu werden Features wie “zusätzliche Teammitglieder” entweder gleich gekillt, oder kosten noch einmal extra.

Die Konkurrenz sieht nicht zu, sondern erhöht ebenfalls die Preise

Dabei kann man diese Preisbewegung bei fast allen Diensten aktuell erkennen. Wo früher noch die Konkurrenz nicht für 9,99 Euro, sondern für 2,99 Euro pro Monat die eigenen Dienste angeboten hat, werden jetzt ebenfalls schnell hunderte Euros verlangt. Man bleibt zwar günstiger als der Konkurrent, zieht allerdings auch selbst die Preise ordentlich an. Das ganze Thema beschäftigt dabei weniger Influencer, Blogger und Netzgemeinde, sondern eher die Freelancer und Agenturen im Hintergrund. Hier freut man sich bislang noch über Alt-Verträge und sucht schon nach neuen Lösungen. Wohin kann man noch vergleichsweise günstig wechseln? Welcher Dienstleister ist noch neu am Markt und wirbt mit Flatrates? Social Media Management ist deutlich teurer geworden und die Kunden interessieren sich nur sehr selten für diese Kosten und Tools. Man kann die Mehrkosten auch nicht einfach an die Kunden weitergeben, weil hier oft gar kein Verständnis für die Thematik besteht. Ich nutze zum Beispiel Hootsuite mit 50 Profilen und einem zusätzlichen Teammitglied. Dafür zahle ich mit einem alten Pro-Tarif 114,10 Euro pro Jahr. Der neue Business-Tarif von Hootsuite kommt mit 30 Profilen für 599,00 Euro pro Monat daher. Das wären 7188,00 Euro pro Jahr. Von 114,10 Euro auf 7188,00 Euro mit weniger Profilen an Bord.

Der Markt für Social Media Tools ist begrenzt

Ich kann die Preiserhöhungen sogar nachvollziehen. Für große Firmen sind 7188,00 Euro pro Jahr nicht viel Geld und genau diese Kunden wollen die Social Media Tools gewinnen. Nicht jeder User im Netz benötigt derartige Lösungen. Der Markt ist klein und umkämpft. Große Unternehmen und Agenturen benötigen diese Dienste und sie werden zur Kasse gebeten. Für den Rest gibt es 10 Profile für 99 Euro im Monat. Zum Glück gibt es aber auch ganz neue Plattformen und Möglichkeiten, welche mitunter gar keinen Cent mehr kosten. Der Dienst JotBear hält es einfach bei den Funktionen und ist für 10 Euro im Apple AppStore verfügbar. Hier gibt es zwar noch viele Kinderkrankheiten, aber monatliche Gebühren muss man nicht entrichten. Zudem gibt es auch immer mehr Social Media Software, welche auf einem lokalen Rechner läuft. So plant man über die Software in einer eigenen Datenbank die Postings ein. Der Rechner schickt es zum Zeitstempel an die Schnittstelle des Social Networks. Richtig! Dazu muss der Rechner immer an sein. Allerdings dürften die Stromkosten geringer als ein teures Social Media Tool sein. Zudem kann man zumindest einzelne Tweets auch schon bei Twitter über Tweetdeck mit Fotos einplanen. Das ist nicht elegant und Twitter erlaubt hierbei auch keine Videodaten, aber man kann sich helfen.

Freelancer und kleine Agenturen betroffen

Für kleine Agenturen und Freelancer wird es schwieriger die eigene Kundschaft in Masse zu organisieren. Es wird vor allem teurer. “Günstige” Alternativen sind hier bislang JotBear, Swat.io für 250 Euro pro Monat und Social Pilot für 100 Euro im Monat. Die Dienste unterscheiden sich aber mitunter stark bei den Features und Limitierungen. Daneben gibt es aber auch den Trend, dass Freelancer und kleine Agenturen selbst an die Dienste des Kunden andocken, wenn dieser Kunde sich schon für eine eigene Lösung entschieden hat. Vor allem größere Unternehmen und Agenturen besitzen oft schon Lizenzen für eigene Tools. Mitunter wird es dann aber für Freelancer und kleine Agenturen noch stressiger, weil sie viele Dienste parallel nutzen müssen. Vielleicht sollten Facebook und Co. einfach selbst bessere Tools zur Vorplanung entwickeln. Dann müsste man oft gar keine Tools mehr einsetzen.

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Rob Vegas

Bügerlich als Robert Michel unterwegs. Seit 2003 als "Rob Vegas" aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Social Media Manager, Autor und Moderator. Twittere unter @robvegas nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Aktiv für verschiedene Marken als Social Media Manager und ein großer Fan von Nintendo, Coca Cola und HUAWEI Smartphones. Mein Profil bei LinkedIn. Das Buch "Ich, Harald Schmidt" bei amazon. Die BuzzFabrik. Kontaktdaten .

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