“Prey: Mooncrash” im Test

Prey Mooncrash
© Bethesda

In bester “Und täglich grüßt das Murmeltier”-Manier flüchten wir in “Prey: Mooncrash” durch eine mimicverseuchte Mondstation und müssen regelmäßig die Rollen wechseln. Ob der langerwartete DLC für Freudenstürme sorgt, sagt euch unser Test.

Von der E3 auf den Mond

Mittlerweile sind Publisher sowie Entwickler auf den Trichter gekommen, dass es sich einfach gut anhört, wenn auf der wichtigsten Pressekonferenenz wie zuletzt auf der E3 der Slogan “Available now!” mehrmals fällt. So auch beim Prey-DLC “Mooncrash” passiert – der angenehm frisch und ganz anders daher kommt wie erwartet. Das Reboot der einstigen klar definierten Ego-Shooter-Reihe war eine große Rezitier-Schaubude von “System Shock” bis hin zu anderen Sci-Fi Vertretern. Alle Gameplay-Elemente in die temporeiche Handlung sinnvoll eingeschlossen. So lag der Schwerpunkt weniger auf Shootsout sondern der Erkundung der Raumstation Talos 1 mit all seinen geheimnisvollen Charakteren. Der Mix aus Rätseleien und Shooter-Elemente zündete fast immer und bekam im unserem Test satte 86%! Ob der langerwartete DLC hier ähnliche Höhenflüge schafft? Denn unser Trip zum Mond läuft nicht in gewohnter Kampagnen-Form ab sondern als relativ interessantes Experiment ab.

Zur Story: Erst wenn der Hacker Peter dem ominösen Konzern KASMA Corp. alle geforderten Informationen über die Ereignisse auf der Mondbasis von TranStar liefert, die keine Signale mehr sendet, darf er seine enge Mondkapsel verlassen und seine Familie wiedersehen. Schwierig: Um überhaupt etwas über die Ursachen herauszufinden, muss er in die Rolle fünf unterschiedlicher Charaktere schlüpfen. Ganz einfach: Er setzt sich in einen Sessel samt Hirnverbindung und nimmt so an einer Simulation ihrer Erinnerungen teil. Zu Anfang betreten wohl wissend eine Simulation aus der wir eine Figur mit eigenen Stärken sowie Schwächen erwählen. Jeweils mit kleiner Info zur Vita. Dann finden wir uns auf der weitläufigen Mondstation mit vier großen Bereichen wieder. Langsam durchstreifen wir die Korridore, spinnenartige Wesen sogenannte Typhons attackieren die Helden. Nichtsdestotrotz gilt es verschiedenste Aufgaben zu erfüllen. Generatoren zu aktivieren, Wege freizumachen und den Verbleibt einiger Figuren aufzuklären. Dabei bleibt “Mooncrash” spannend ohne den Erkundungsscharme zu vernachlässigen. Leider bleibt der “Wow!”-Effekt in “Prey: Mooncrash” trotz mancher Twists aus. Was jedoch verschmerzbar ist.

Prey [Play Station 4]
  • Bethesda
  • Videospiel
  • Auflage Nr. 0 (01.01.1970)

Das Gameplay ist tupfengleich dem Hauptspiel gegenüber – noch immer bewaffnet mit Schraubenschlüssel und Schusswaffe dürfen wir aber erstmals bei einem Charakter besondere Psi-Kräfte entfesseln. Übrigens auch zum Rätsel lösen geeignet. Überhaupt sind hier einige klare Kopfnüsse dabei, die nicht ohne Hirnschmalz zu bewältigen sind. Gut balanciert sind zudem die Shooter-Elemente sowie Erkundungstouren durch die zweifellos grandios gestaltete Mondbasis. Überall liegen vergessene Briefings und kleine Notizen rum. Die sich nach jedem Start, entweder nach erfolgreicher Absolvierung oder klassischem Tod immer wieder verändern. Die Spielwelt wechselt hier munter Gegner oder gar die komplette Einrichtung vieler Räume um. Nach jedem Neustart fühlt sich ein Gang hindurch frisch an. Zudem die Ausrüstungssets hier etwas nervig geraten sind. Die Technik ist bis auf kleinere Ärgernisse wie vereinzelten Framedrops oder unscharfen Texturen recht sauber. Ebenso die auf dem gleichen Niveau wie das Hauptspiel laufende Grafik, die in manchen Momenten schöne Feuer-Effekte präsentiert. Der Score schwingt in ruhigen Momenten ruhig mit, während im Kampf dieser temporeich aufgedreht wird.

Unser Fazit zu “Prey: Mooncrash”

Die Arkane Studios haben sich wirklich Gedanken gemacht und ihr Weltraum-Abenteuer um ein sinnvolles sowie facettenreiches Kapitel erweitert. Hier wird zwar nicht mehr Shooter-Kost geboten, dafür jedoch eine recht gut inszenierte Handlung, die mindestens für 6 Stunden herrlich unterhält. Kleinere Probleme, wie die nicht immer tadellose Technik sowie mit Längen versehene Storyline sollten interessierte Spieler nicht von diesem DLC abhalten.

Entwickler: Arkane Studios | Preis: 19,99 Euro | Für PlayStation 4, Xbox One und PC | USK: ab 16

In bester "Und täglich grüßt das Murmeltier"-Manier flüchten wir in "Prey: Mooncrash" durch eine mimicverseuchte Mondstation und müssen regelmäßig die Rollen wechseln. Ob der langerwartete DLC für Freudenstürme sorgt, sagt euch unser Test. Von der E3 auf den Mond Mittlerweile sind Publisher sowie Entwickler auf den Trichter gekommen, dass es sich einfach gut anhört, wenn auf der wichtigsten Pressekonferenenz wie zuletzt auf der E3 der Slogan "Available now!" mehrmals fällt. So auch beim Prey-DLC "Mooncrash" passiert - der angenehm frisch und ganz anders daher kommt wie erwartet. Das Reboot der einstigen klar definierten Ego-Shooter-Reihe war eine große Rezitier-Schaubude von "System…
Raffinierter Mond-Ausflug, der sich auf das Grundkonzept verlässt - aber neue Wege beschreitet.

Prey: Mooncrash (PlayStation 4)

Spielspaß - 82%
Gameplay - 84%
Technik - 77%
Grafik - 83%

82%

Empfehlung!

Raffinierter Mond-Ausflug, der sich auf das Grundkonzept verlässt - aber neue Wege beschreitet.

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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