Rob Vegas
Rob Vegas @robvegasgestern

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„State of Decay 2“ im Test

State of Decay 2
© Microsoft

Nach über fünf Jahren Wartezeit ist seit kurzem der Nachfolger zu „State of Decay“ für die Xbox verfügbar. Kann der launige Mix aus Horror-Adventure und Basen-Management einmal mehr zünden? Unser Test sagt es euch.

Überraschungshit mit Zombie-Garantie?

Zombies. Bissige Wesen hervorgerufen durch unachtsame Wissenschaftler oder gar Außerirdische machen seit jeher unsere Konsolen und Kinos unsicher. Die unliebsamen Untoten ziehen jedoch immer. So auch 2013 im Third-Person Abenteuer „State of Decay“ – eine recht beliebig zusammengewürfelte Gruppierung wird beim Camping-Ausflug von eben solchen Wesen überrascht und flüchten von da an durch das Land. Damals wie heute ein Spiel aus der Indie-Ecke konnte das recht spaßige Horror-Adventure die Spielerschaft überzeugen. Trotz teils ärgerlicher technischen Schwierigkeiten. Dies bemerkte auch Gigant Microsoft und vertrieb bereits den ersten Teil. Wenig überraschend sollte ein Nachfolger bereits im letzten Jahr im Händlerregal stehen, wurde jedoch auf Frühjahr 2018 verschoben. Nun schlugen wir uns durch die mit Untoten-verseuchten USA.

Trotz Singleplayer-Kampagne bietet auch „State of Decay 2“ keine bessere Geschichte wie der Erstling. Erneut starten wir das Spiel und dürfen (immerhin) aus vier verschiedenen Paaren wählen. Stereotypen wie zerstrittenes Liebespaar und Geschwister etc. dürfen natürlich nicht fehlen. Das ist insofern schade, weil Microsoft hier deutlich mehr Budget den Entwicklung zur Verfügung gegeben hat und trotz Low Budget-Preis es wie einen Vollpreis-Titel bewirbt. Zudem das Setting hier wirklich die Chance auf eine emotionale sowie spannende Geschichte gehabt hätte. Da ein Permadeath-System greift sind persönliche Geschichten auch irrelevant. Zur Erklärung: Stirbt unsere Figur wechseln wir automatisch in eine andere und können unsere Gegenstände wieder holen. Die Rahmenhandlung ist eher rudimentär angelegt – wie „Bringe mir Gegenstand XY und töte Feind Z“. Der heimliche Star ist aber die Open World. Auf ganzen drei Maps dürfen wir looten und metzeln. Starten wir noch in einer typischen Vorstadt, bewegen wir uns bald durch grüne saftige Felder und beenden unseren Ausflug in einer gebirgigen trocknen Landschaft.

Eher State of Decay 1.5

Obwohl „2“ auf dem Cover prankt fühlt es sich eher wie ein DLC an, zu konventionell sieht die Grafik aus, gleicht bis auf einige schöne Momente dem ersten Teil. Die Gebiete sind weitläufiger und neue Zombie-Arten wie bestimmte Seuchenherzen zu finden lockert das Ganze zwar auf und dennoch wirkt es bekannt. Das Gameplay hat sich ebenso nicht verändert. in klassischer Third-Person Manier erkunden wir die Spielwelt und kämpfen gegen Zombies. Dazwischen verbesseren wir unsere Stats wie Ausdauer oder Stärke. Looten, looten und nochmals looten ist quasi das zweite Standbein des Titels. Recht flott besitzen wir unsere eigene Basis und können mit gesammelten Resourcen Gärten, Krankenstationen und andere Dinge bauen. Zudem können wir neu getroffene Überlebende sogleich hinzufügen.

Technisch ist das Spiel trotz großem Publisher erstaunlich Bug behaftet – keine Abstürze aber regelmäßige Clippingfehler sowie nicht aktivierte Trigger, so dass eine Mission nicht beendet werden kann, stehen hier leider an der Tagesordnung. Uns ist es sogar passiert, dass Gegner in den Wänden hingen und wir das Spiel neu starten mussten. Hier muss dringend nachgepatcht werden! Es läuft aber mit 60fps und 1080p flüssig. Der Multiplayer/Koop-Modus funktionierte bis auf kleinere Findungsprobleme ganz gut. In kleineren Räumen ist die hektische Kameraführung nicht hilfreich. Aussetzer im Sound konnten wir aber nicht feststellen, wie Kollegen berichteten. Der Soundtrack hält sich zurück und kommt nur in Stressituationen zur Geltung. Melancholische Gitarrenklänge begleiten uns aber regelmäßig.

Unser Fazit zu „State of Decay 2“

Ein Spiel, dass auf zwei Standbeinen fußt: Looten und Erkunden. Technisch so weit von einem Vollpreis-Titel entfernt, wie Schneefall in der Karibik. Dennoch hatte ich Spaß während der rund 10 stündigen Kampagne. Vielleicht liegt es am besonderen Setting oder dem gut balancierten Gameplay zwischen Flüchten und Kämpfen. Nur der Umstand, dass die Geschichte hier nur rudimentär existiert und technische Probleme zum Standart gehören, trüben den vollen Spielspaß.

Entwickler: Undead Labs | Preis: 29,99 Euro | Für Xbox One | USK: ab 18

Nach über fünf Jahren Wartezeit ist seit kurzem der Nachfolger zu "State of Decay" für die Xbox verfügbar. Kann der launige Mix aus Horror-Adventure und Basen-Management einmal mehr zünden? Unser Test sagt es euch. Überraschungshit mit Zombie-Garantie? Zombies. Bissige Wesen hervorgerufen durch unachtsame Wissenschaftler oder gar Außerirdische machen seit jeher unsere Konsolen und Kinos unsicher. Die unliebsamen Untoten ziehen jedoch immer. So auch 2013 im Third-Person Abenteuer "State of Decay" - eine recht beliebig zusammengewürfelte Gruppierung wird beim Camping-Ausflug von eben solchen Wesen überrascht und flüchten von da an durch das Land. Damals wie heute ein Spiel aus der Indie-Ecke…
Technisch schwaches aber dennoch spaßiges Abenteuer in Zombieland.

State of Decay 2 (Xbox One)

Spielspaß - 74%
Gameplay - 77%
Grafik - 69%
Technik - 58%

70%

Durchschnittlich

Technisch schwaches aber dennoch spaßiges Abenteuer in Zombieland.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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