Multiplayer-Hit “PUBG” im Xbox One-Test

PUBG
© Bluehole

Ein Spiel, das im letzten Jahr für Rekorde und Schlagzeilen gesorgt hat, ist seit einigen Wochen auf der Xbox One verfügbar. Von der Community liebevoll “PUBG” getauft, erobert dieser Multiplayer-Hit nun viele Wohnzimmer. Ob der Hype berechtigt ist, verraten wir im Test.

Zwischen Paranoia und Spielspaß

Phänomen. Erfolgsgarant. Visionärer Multiplayer. In den letzten Wochen und Monaten vergingen fast kein Tag ohne eine Meldung zum Spiel “Playerunknown’s Battlegrounds”. Im März vor einem Jahr im Steam Early-Access gestartet fing der Erfolg an. Das bis dato unbekannte südkoreanische Studio “Bluehole” konnte mit MMORPG wie “The Exiled Realm of Arborea” bereits kleine Spielerschaften überzeugen, doch der große Hit blieb aus. Als man jedoch das eher simple “Battle Royale”-Prinzip in Angriff nahm, kam die Wende. Durch Mundpropaganda und dem immer wichtigeren Einfluss von YouTubern, die das Spiel per “Let´s Play” vorstellten wurde der Titel bekannter. An das erfolgreiche Manga “Battle Royale” angelehnt gilt es eine Insel als letzter lebendig zu verbleiben. Im Vorfeld gab es zwar Genre-Vertreter wie “H1N1 – King of the Hill” die jedoch niemals die Popularität des Titels erlangen konnten. Nach dem immensen Erfolg war die Chance auf eine Fassung für Xbox und PlayStation sicher, dauerte aber an. Anfang Dezember 2017 war es soweit. Im Rahmen des “Game-Preview”-Programm von Microsoft war PUBG für die Xbox One erhältlich.

Das Spielprinzip ist so einfach wie süchtigmachend: 100 Spieler werden gemeinsam über eine osteuropäisch angehauchte Insel per Flugzeug abgeworfen. In verlassenen Hütten, Häusern, Tankstellen und kleineren Städtchen sind Ausrüstungen sowie Waffen verstreut. Ziel ist es – alleine oder im Duo/Trio so lange wie möglich zu überleben. Wie ist unsere Sache. Entweder verschanzt ihr euch in Häusern oder geht selbst auf die Jagd. Doch Vorsicht: Bereits wenige Schüsse können euch töten. Erschwert wird der Sieg durch den fortlaufend immer kleineren kreisförmigen Radius, in dem ihr euch ohne Gefahren bewegen dürft. Zufällige Blitzeinschläge oder hilfreiche Air Drops mit spezielle Waffen entscheiden über Sieg und Niederlage. Zudem stehen am Straßenrand fahrtüchtige Autos oder Motorräder. PUBG orientiert sich an realistischen Waffen wie M16A4, SCAR-L oder Mk14 EBR. Der Reiz an PUBG sind ohne Zweifel die spannungsreichen Matches. Kein Gegenspieler besitzt Vorteile, jeder kommt mit gleichen Attributen aufs Feld. Positiv: In der Konsolen-Version können wir zu Beginn zwischen Third-Person und Ego-Perspektive wählen.

Auch wenn der Spielspaß auch nach unzähligen Partien weit oben bleibt, hat PUBG große technische Defizite. Das Spiel ruckelt ohne Ende. Es vergeht kein Moment ohne Framerate-Einbrüche, die sich wie ein roter Faden hindurch ziehen. Dazu kommen schlimme Clippingfehler und teils sogar Abbrüche. Wir haben einige Wochen mit dem Test gewartet, da es zum Release noch schlimmer war. Zudem ist die Steuerung unnötig schwerfällig und kompliziert geraten. Das Interface ist kaum erklärt und gerade bei Gefechten sind Sekunden entscheidend. Da PUBG schon gesammelte Ausrüstung automatisch anzieht, ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Nur in den seltensten Fällen sind die Ruckler so verschmerzbar, dass man sie kaum bemerkt. Leider geschieht es auch oft, dass ganze Räume bei Betreten noch nicht geladen sind. Sprich: Waffen und Items sind erst Sekunden später vorhanden. Entwickler Bluehole bessert schon mit Updates nach, die jedoch wenig bringen. Wir empfehlen erst in einigen Wochen nochmal reinzuschauen. Trotzdem ist PUGB durchaus stimmig inszeniert. Kleine Wälder bieten Deckungen und sogar die Wohnanlagen haben ihren Charme.

Unser Fazit zu PUBG

Über 4 Millionen aktive Spieler sind für ein so kleines Spiel wie PUBG eine echte Rarität. Es zeigt, dass allein der zeitlose Modus von “Battle Royale” schon Grund genug für den Kauf ist. Der Multiplayer-Hit von Bluehole ist auf dem klassischen PC technisch wie spielerisch natürlich meilenweit von Microsoft´s Fassung entfernt, gibt aber den Blick in die Zukunft. Durch die insgesamt schlechte Performance (Lags, massive Ruckler) wird der Spielspaß nicht immens gedämpft, trotzdem mehr als ärgerlich. Bluehole hat hier noch viel zu tun.

Entwickler: Bluehole Inc. – Preis: 29,99 Euro – Für Xbox One und PC – USK: ab 18

Ein Spiel, das im letzten Jahr für Rekorde und Schlagzeilen gesorgt hat, ist seit einigen Wochen auf der Xbox One verfügbar. Von der Community liebevoll "PUBG" getauft, erobert dieser Multiplayer-Hit nun viele Wohnzimmer. Ob der Hype berechtigt ist, verraten wir im Test. Zwischen Paranoia und Spielspaß Phänomen. Erfolgsgarant. Visionärer Multiplayer. In den letzten Wochen und Monaten vergingen fast kein Tag ohne eine Meldung zum Spiel "Playerunknown's Battlegrounds". Im März vor einem Jahr im Steam Early-Access gestartet fing der Erfolg an. Das bis dato unbekannte südkoreanische Studio "Bluehole" konnte mit MMORPG wie "The Exiled Realm of Arborea" bereits kleine Spielerschaften überzeugen,…
PUBG begeistert auch auf Konsole und mit massiven technischen Problemen.

PUBG (Xbox One)

Spielspaß - 90%
Gameplay - 80%
Grafik - 70%
Technik - 48%

72%

Durchschnittlich

PUBG begeistert auch auf Konsole und mit massiven technischen Problemen.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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