FakeNews sind nur das Produkt und nicht das Problem…

FakeNews
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FakeNews ist mittlerweile tief im Wortschatz der Menschheit als Begriff verankert. Das kann sich Donald Trump als Erfolg in den Geschichtsbüchern anheften lassen. Allerdings sind die falschen Meldungen gar nicht das große Problem. Das Geld dahinter ist nicht nur spannend für die Ermittlungen von Robert Mueller im Bezug auf den Wahlkampf von Trump.

FakeNews vs. Journalismus

Im Netz und der Presse wird oft über die FakeNews geschrieben und debattiert. Ist jenes Medium nun verantwortlich für falsche Behauptungen? Wie kann Facebook seine User vor FakeNews schützen? Wie erkenne ich die falschen Nachrichten in meinem Stream? Die Bedeutung dahinter wird aktuell fast nur durch die US-Ermittlungen gegen das Wahlkampfteam von Donald Trump greifbar. Hat Russland Stimmung für Trump und gegen Hillary Clinton in den sozialen Netzwerken gemacht? Das ist die große Frage für das Team rund um Robert Mueller. Allerdings ist das Thema nicht nur für die nationale Politik spannend. Jeder kann sich heute Reichweite in den sozialen Netzwerken einkaufen und viele Menschen erreichen. Es braucht nur eine verlinkbare Seite und Geld. Schon kann ich Lobbyismus im ganz großen Stil und sogar global betreiben. Es geht nicht um eine Seite, welche für FakeNews bekannt ist. Ich kann als Absender jeden Tag irgendwo eine neue Seite hochziehen. Wirklich schlimm wird es dann erst, wenn ich regelmäßig Stimmung bei bestimmten Zielgruppen für oder gegen ein Thema erzeuge.

Das Thema lange genug spielen…

Das Netz ist sehr viel persönlicher als klassische Medienformen. Ich kann nicht einfach so einen Audioclip aufnehmen und im Radio laufen lassen. Ich kann auch keinen TV-Beitrag schneiden und mit Geld in die Tagesthemen bringen. Wollte ich früher Stimmung und Werbung für ein Thema machen, so musste ich dafür PR machen. Es war nicht unmöglich, aber es war auch nicht einfach. Heute dagegen benötige ich nur ein Facebook-Konto und Geld. Schon kann ich meine Inhalte an Millionen Menschen in die Streams ausliefern lassen. Das Internet macht es möglich. So kann ich zum Beispiel auch Stimmung gegen Baumwolle machen. Ich muss nur regelmäßig Geschichten erfinden und angebliche Studien bauen. Schaubilder, emotionalen Content und tragische Geschichten. Das ist ziemlich einfach und ich kann die Inhalte frei im Netz platzieren. Vielleicht garniere ich die Angebote im Netz auch obendrein noch mit echten Geschichten. Zwischendurch setze ich allerdings meine Lobbythemen. Habe ich nun auch noch etliche Accounts, Agenturen und Bankkonten, so kann ich mit genügend Geld mein Thema spielen. Oft reicht es ja schon die Menschen kurz mit einem Bild und einer Überschrift zu erreichen. Passiert es oft genug, so ist die Manipulation erfolgreich. Dazu ist nur Geld notwendig. Ich muss nicht einmal falsche Nachrichten bauen, sondern kann auch einfach immer wieder Kritiker oder Befürworter featuren. So muss ich nicht einmal FakeNews basteln, sondern kann fremde Beiträge, welche mir in den Kram passen, ordentlich mit Budget bei Facebook ausliefern lassen.

Es braucht gar keine eigenen Nachrichten

Das Krasse daran? Nie war es so einfach mit Geld über ein paar Accounts bei Facebook und Co. Meinung zu machen. Ich muss keine Plakate mehr aufhängen, keine Journalisten bespaßen und aufwendig Meinungsmache betreiben. Mit genügend Geld kann ich jede Meinung ausliefern lassen. Hier ist nur die Frequenz wichtig. Mache ich regelmäßig Stimmung gegen Marmelade, so wird es ein Thema in den Köpfen der User sein. Unsere Aufmerksamkeit als User ist beschränkt und mit Geld kann ich sie mir heute erkaufen. Die meisten Verlage können da oft beim Budget in dieser Frequenz gar nicht mithalten. Das Schlimme an diesem System? Es braucht gar keine FakeNews für die manipulierte Meinung. Ich kann auch die passenden Studien und Schreiber meiner angestrebten Meinung mit Budget an noch mehr Menschen senden lassen. Falsche Nachrichten sind dagegen fast ungefährlich.

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Ich, Harald Schmidt: Die ganze unfassbare Wahrheit über mein Leben
  • Rob Vegas
  • Herausgeber: Goldmann Verlag
  • Taschenbuch: 256 Seiten

Bügerlich als Robert Michel unterwegs. Seit 2003 als "Rob Vegas" aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Social Media Manager, Autor und Moderator. Twittere unter @robvegas nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Aktiv für verschiedene Marken als Social Media Manager und ein großer Fan von Nintendo, Coca Cola und HUAWEI Smartphones. Mein Profil bei LinkedIn. Das Buch "Ich, Harald Schmidt" bei amazon. Die BuzzFabrik. Kontaktdaten .

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