Das Ding mit der Reichweite von Blogs und Influencern

Reichweite von Influencern
Influencer Marekting

Die Reichweite von Blogs und Influencern ist noch immer die Währung für Agenturen und Kunden. Dabei werden aber nicht nur in der Auswertung schon viele Fehler gemacht. Das große Zahlenspiel von Bloggern und Influencern ist in der Realität oft ernüchternd.

Die Reichweite von Blogs und Influencern pro Monat

Jedes kleine Blog hat mittlerweile ein MediaKit. Für die Agenturen muss ich oft einen Blick auf die darin genannten Zahlen werfen. Somit sehe ich die Situation auch oft von zwei Seiten. Natürlich wollen sich Blogger und Influencer möglichst gut und groß verkaufen, doch die Realität sieht meist anders aus. Es wird zum Beispiel fast immer die Reichweite des Blogs pro Monat angegeben. Will ich als Kunde aber nur einen Artikel platzieren, so bringt mir die Aussage über eine Reichweite pro Monat wenig. Wie oft wird denn ein Artikel geklickt und gelesen? Ein Blog mit 10.000 Lesern im Monat hat halt auch nur ca. 330 Leser am Tag, welche sich dann auch noch auf verschiedene Artikel verteilen. Meist haben Blogs auch ein paar Artikel im CMS, welche für den Großteil des Traffics verantwortlich sind. Durchschnittlich wird mein platzierter Artikel auf so einem Blog dann wohl nur von maximal 50-70 Menschen gelesen. So werden aus 10.000 pro Monat dann 70 für den Kunden. Diese Wahrheiten hören aber beide Seiten nicht gern. Kunden wollen Influencer und Influencer wollen Kunden. Man belügt sich einfach gegenseitig und alle sind glücklich.

3000 Euro für 72 Leser?

Man hat als Influencer natürlich auch Fans! Hier wird ebenfalls gern die Gesamtanzahl als Kennzahl verkauft. Allerdings vergessen beide Seiten hier auch oft die wirkliche Reichweite. Von den 30.000 Fans auf Facebook werden wohl nur 5000 den Beitrag überhaupt in die Timeline gespült bekommen. Die organische Reichweite einer Facebook-Seite wird nicht beachtet. Wie aktiv ist diese Community? Gibt es nur einen Like bei 18.000 Fans und drei Link-Klicks? Will auch niemand so wirklich wissen. Analysiere ich diese Blogs und Influencer für Kunden, dann macht sich schnell Ernüchterung breit. Vor allem werden Blogger bei meinen Nachfragen zu Google Analytics und Facebook-Insights sehr schnell dünnhäutig. Das Traumhaus aus Zahlen fällt dann sehr schnell zusammen. 3000 Euro für einen Sponsored Post, welchen nur maximal 70 Leute anklicken werden? Diese Wahrheiten werden doch nur sehr selten offen kommuniziert, weil man sich auch gegenseitig nicht an den Karren fahren will. Der Kunde will Influencer, die Agentur gute Zahlen und der Influencer möchte als Gigant in Sachen Reichweite wahrgenommen werden.

Der Social Media Share ist mit drin?

Das so ein Beitrag dann bei Twitter und Facebook vom Influencer und Blogger geteilt wird ist meist nicht der Rede wert. Das ist inklusive und man freut sich über “zusätzliche” Reichweite. In der Betrachtung liegt hier der Fehler. Mitunter sieht das adressierte Publikum nur diesen Share auf den sozialen Plattformen. Diese 140 Zeichen mit Vorschaubild und Text zur Aktion werden gesehen. Nur die Minderheit wird überhaupt mehr darüber erfahren wollen. Hat also ein Tweet dazu 20.000 Impressionen, so ist diese Reichweite mehr wert als jede Zahl von Google Analytics. Dann wurde diese Info an 20.000 User ausgeliefert. Ein Tweet kann somit in der Realität mehr wert sein als ein ganzer Artikel in einem Blog. Ein Beitrag auf Facebook kann mehr Personen erreichen als jede Zeile hinter dem Link. Diese Reichweiten werden aber nur selten bei einem Reporting berücksichtigt. Es geht meist nur zu Anfang um die Zahlen. Auswertung bedeutet viel Arbeit und niemand will auch schlechte Zahlen sehen. Mitunter fordern Agenturen sogar die wirklichen Aufrufe und Statistiken der Influencer und Blogger ein. Allerdings sehen sie dann selbst die Realität und wollen diese dem Kunden nur höchst ungern mitteilen. Immerhin hat man es selbst empfohlen. Nicht umsonst verweigern auch etliche Influencer und Blogger solche Daten. Sie geben diese Zahlen nicht heraus, weil sie sich in ihrer Ehre verletzt fühlen. Sie geben sie auch nicht heraus, weil sie ihre Leser schützen wollen. Sie wissen einfach in den meisten Fällen von den Mini-Reichweiten, welche sie für die Nummer erzielt haben.

Die Bewertung ist das eigentliche Problem

Influencer und Blogger sind keine schlechten Kanäle für PR. Mittlerweile gibt es nur gefühlt zig tausend Influencer und jeder Einzelne erreicht angeblich Millionen von Menschen. Das stimmt einfach nicht und eine genaue Analyse der angegebenen Zahlen kann es leicht offenbaren. Kunden sollten also nicht einfach so ihr Geld auf die Influencer werfen, sondern viel stärker hinter die Fassade schauen. Setzt man sich wirklich mit Reichweiten, dem Publikum des Influencers und den Profilen auseinander, so kann man viel Geld bei einer Kampagne sparen. Wobei “sparen” hier das falsche Wort ist. Eine genaue Analyse der vorgegebenen Reichweite verhindert es einfach und schnell, dass man sehr viel Geld mit Influencer-Marketing verbrennt. Bislang wird hier noch immer im großen Stil das Feuer mit Papier der Notenbanken gefüttert.

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Rob Vegas

Bügerlich als Robert Michel unterwegs. Seit 2003 als "Rob Vegas" aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Social Media Manager, Autor und Moderator. Twittere unter @robvegas nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Aktiv für verschiedene Marken als Social Media Manager und ein großer Fan von Nintendo, Coca Cola und HUAWEI Smartphones. Mein Profil bei LinkedIn. Das Buch "Ich, Harald Schmidt" bei amazon. Die BuzzFabrik. Kontaktdaten .

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