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Filmkritik zu Fluch der Karibik 5: Salazars Rache

Fluch der Karibik 5: Salazars Rache
© The Walt Disney Company France

Fluch der Karibik 5: Salazars Rache: Einmal mehr gibt sich Johnny Depp als leicht trotteliger Pirat Jack Sparrow die Ehre. In nunmehr fünften Teil wird es neben neuen Regisseuren auch einige frische Figuren geben. Doch kann der Beginn des finalen Abenteuers von Sparrow überzeugen?

Beginn eines Erfolgs

2003. Ein Jahr, dass für so viele Dinge steht. Jahrhundertsommer, Überschwemmungen, Letztes Jahr der Harald Schmidt Show in Sat.1 und durch eine Disney Park Attraktion belebte Kinoverfilmung namens „Fluch der Karibik“. Damals schon Weltstar Johnny Depp mimte in grandioser Art und Weise den etwas anderen Piraten Jack Sparrow. Anders wie beispielsweise bekannte Kollegen wie Blackbeard, stellte man den „Besten Freibeuter“ als trottelig bzw. tuntig vor. Doch genau diese Richtung gefiel dem Publikum nur zu gerne und so wurde aus dem anfänglich geplanten Film gleich eine Trilogie. An Bord die damaligen Jungspunde Orlando Bloom sowie Keira Knightley. Nachdem Teil 4 trotz ordentlich Star-Power wie Penelopé Cruz oder Ian McShane nicht so recht an den Kinokassen und Kritikern überzeugen wollte, wurde erstmal Abstand von weiteren Plänen zur Reihe genommen. Doch 2017 ist alles anders. Disney gab sich einen Ruck und setzte, bis auf Depp natürlich, auf neue Leute. Regie sollen die Piraten-erfahrenen „Kon Tiki“-Macher Joachim Rønning & Espen Sandberg führen. Und statt Bloom und Knightley wird auf eine frische Generation gesetzt.

Fluch der Karibik 5 spielt rund 18 Jahre nach Teil 3. Henry Turner (Brenton Thwaites), der Sohn von Will Turner (Orlando Bloom) und Elizabeth Swann (Keira Knightley) will den Fluch seines Vaters brechen und sucht beinahe sein gesamtes Leben nach „Neptuns Dreizack“. Nach dem er auf dem Schiff der englischen Flotte nur knapp dem Tod durch Geister-Pirat „Salazar“ entkommen ist, trifft er in St. Martin auf Jack Sparrow. Dieser jedoch mit einem eher unfreiwilligen Goldraub beschäftigt. Zu allem Überfluss sucht auch die Wissenschaftlerin Carina Smyth (Kaya Scodelario) nach dem Dreizack. Sparrow entgeht nur mit Hilfe der Beiden dem Galgen, doch Salazar und seine untote Crew jagen ihn schon. Nun muss sich Sparrow in ein neues Abenteuer stürzen. Die Story von „Fluch der Karibik 5: Salazars Rache“ wird temporeich erzählt und ohne gefühlte Längen präsentiert. Rønning und Sandberg geben sich nicht lange mit einzelnen Szenen ab sondern versuchen meist inmitten von knackigen Dialogen schon das nächste kommende Unheil anzukündigen. Depp macht seine Sache hier wieder hervorragend. Man sieht ihm an, dass er in dieser Rolle sichtlichen Spaß hat. Auch hat Drehbuchautor Jeff Nathanson sichtlich mehr Gags für Sparrow eingepflegt. Beinahe alle Pointen zünden und lockert spürbar die teils gruselige Atmosphäre auf. Das liegt zweifelsohne an Javier Bardem als Pirat der Untoten. Alleine seine ersten 5 Minuten Screentime sind so gut in Szene gesetzt, dass man als Zuschauer Spaß hat, ihn als Bösewicht zu sehen.

Die Jungschauspieler Kaya Scodelario und Brenton Thwaites passen sich gut in den Film ein und beide verbindet eine schöne Chemie. Die Actionsequenten sind allesamt sehr komisch und sehenswert inszeniert. Sei es der Goldraub zu Beginn, in der gleich eine Häuserfassade mitgezogen wird oder das geteilte Meer gegen Ende. Keine Spur von billigem CGI. Auch schön, dass hier auf realistische Kämpfe sowie ruhiger Kameraführung geachtet wurde. Schön zu sehen, dass Disney dem neuen Regie-Duo einigermaßen viel kreative Freiheit übergab. Dialoge beinhalten netten Wortwitz. Das 3D ist so eine Sache. Zwar bekommen wir keinen 2,5D nur mit seichten Effekten spendiert und doch ist der Aufpreis nicht so überzeugend wie in Guardians of the Galaxy 2. Im Zweifel also sein lassen.

Unser Fazit zu Fluch der Karibik 5: Salazars Rache

Das finale Abenteuer von Captain Jack Sparrow beginnt! Man muss dem Regie-Duo Rønning und Sandberg lassen, dass sie aus dem eher angestaubten Konzept wieder mehr Leben in Form von Frischwasser eingehaucht haben. Die Figuren wirken wieder interessanter und das Setting kann sich ebenfalls sehen lassen. Neue Gesichter bringen frischen Wind in das Franchise und die Handlung ist temporeich ohne größere Schwächen verbunden. Alles in allem ein guter Ansatz für (wahrscheinlich) kommende Fortsetzungen in der Karibik.

Vielen Dank an CinemaxX für die freundliche Bereitstellung des Tickets. Kinotickets für „Fluch der Karibik 5: Salazars Rache“ gibt es hier.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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