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Disneys Vaiana – Filmkritik: Animationsmusical in den Tropen!

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Disneys Vaiana: Die Macher hinter den Kinoerfolgen wie „Die Einkönigin“ oder jüngst „Zoomania“ präsentieren zur Weihnachtszeit ein modernes Märchen aus den Tropen. Wir konnten den kommenden Animationsfilm vorab gesehen.

Disneys Vaiana überzeugt ab Start

Von Null auf Platz 1 in den amerikanischen Kino-Charts. Das spricht eine deutliche Sprache. Vielleicht weil es dieser typische Familienfilm zwischen Weihnachten und Neujahr ist, vielleicht auch wegen den durchaus Ohrwurm-verdächtigen Songs. Ein bißchen von beidem. Klar ist, dass „Disneys Vaiana – Das Paradies hat einen Haken“ im englischen schlicht „Moana“ genannt, nicht aus der Pixar Schmiede stammt. Disney selbst ist hier federführend. Dies merkt man als Zuschauer sofort. Die Anspielungen á la Zoomania sind stark reduziert und Figuren werden mit viel Vorlauf eingeführt. Zusätzlich erfüllt dich der klassische Disney-Zauber bestehend aus jugendlicher Rebellion und bedingungsloser Liebe der Eltern. Überraschend nicht, dass die Regisseure John Musker und Ron Clements für Hercules sowie Arielle, die Meerjungfrau, zudem es wirklich sehr gelungene Anspielungen gibt. Zuletzt inszenierte das Duo den wunderbar klassischen handgezeichneten „Küss den Frosch“ vor 7 Jahren.

Trotz längerem Setup im Film ist die Handlung relativ schnell erzählt. Laut einem Mythos wurde von Halbgott Maui (Dwayne Johnson) das Herz des Ozean´s gestohlen. Seitdem lebt das kleine Volk um Vaiana behütet auf einer Insel. Da ihr Vater Stammeshäuptling ist, wird sie automatisch zur Nachfolgerin auserkoren. Doch möchte die junge Frau nicht die Nachfolge antreten, sondern mit Schiff und Bug zur rauen See fahren. Aus mysteriösen Gründen zerschellt jedes Boot an den Grenzen der Insel. Hat das fehlende Herz damit zu tun? Als Vaiana von ihrer Großmutter erfährt, dass ihre Dynastie aus erfolgreichen Schiffsleuten bestand, wird die Gier nach Antworten größer. Abrupt erkrankt Vaiana´s Oma und bekommt als letzte Aufgabe den Halbgott Maui zu finden und mit ihm das Herz der Insel zurückzubringen. Ein großes tropisches Abenteuer wartet auf das heranwachsende Mädchen.

Back to the Musical-Roots

Kleine Vorwarnung. Bis dahin vergehen rund 30-40 Minuten von insgesamt 108 Minuten in denen ungewöhnlich viel gesungen, getanzt und gesungen wird. Wichtige Randnotiz: „Vaiana“ ist wegen seines Animationslook nicht von aus der Pixar-Schmiede. Disney selbst hat diesen Film produziert. Wie bereits erwähnt braucht die Handlung etwas um in die Gänge zu kommen, davon profitieren bestimmt die Jüngeren. Für sie ist er im Kern auch gemacht worden. Viele charmant eingängige Songs mit Ohrwurm-Potenzial sowie sympathische Figuren mit Knuddelfaktor. Im weiteren Verlauf bekommen die Protagonisten mehrere Szenen mit Tiefgang und Entwicklung spendiert. Keine Pixar-Vergleiche erwarten, wiederum besser als in einem üblichen Emmerich-Blockbuster.

Besonders zum Showdown hin wird Disneys Vaiana actionreicher. Die Heldin springt durch die detailreichen Gebiete, der Ozean macht (im wahrsten Sinne des Wortes) einen hervorragenden Job und viele Gags zünden auch bei den Eltern bzw. Erwachsenen. Wobei Halbgott Maui (im deutschen von Sänger Andreas Bourani gesprochen) die meisten Witze mit Sinn für Erwachsene zum besten bringt. Das trottelig hirnlose Hühnchen „Heihei“ ist immer wieder für auflockernde Running Gags gut. Hatte ja schon mehrmals erwähnt, dass Vaiana streng genommen ein Animationsmusical darstellt. Obwohl ich eigentlich zur Fraktion „Bitte nicht singen“ gehöre, sind die Songs allesamt gut bis perfekt vorgetragen und eignen sich gar zum nächstjährigen Nachfolger von „Let it go!“. Während sich der Titelsong „How Far I’ll Go“ als kraftvolle Ballade präsentiert, wirkt Maui´s Einstieg mit „You´re Welcome“ schön poppig. In der deutschen Synchro wird sich nicht entblödet daraus „Voll gerne!“ zu texten. Naja, dass Helene Fischer im Abspann noch zu hören ist, lassen wir mal unter den Tisch fallen. Komponist Mark Mancina hat insgesamt sehr gute Arbeit im Score geleistet und die alten Wurzeln von Disney Filmen wieder entdeckt.

Unsere Meinung

Nach dem Abspann war ich zwiegespalten. Der Film hat mich als Erwachsener gut unterhalten und doch fehlte bei Disneys Vaiana das Fünkchen Etwas. Bei „Küss den Frosch“ konnte mich die Handlung überzeugen, aber hier wäre mehr Tollkühn in Sachen Humor oder Handlung goldwert gewesen. Ron Clements und John Musker haben trotz kleinerer Kritikpunkte ein schönes tropisches Märchen für kalte Wintertage geschaffen. Die Figuren sind allesamt sympathisch, die Schauwerte enorm und die Handlung zuweilen etwas träge, aber durchaus lobenswert. Bei erfolgreichem Box Office Ergebnis, so sieht es bisher aus, können wir bestimmt mit einer Fortsetzung rechnen. Die Welt ist da.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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