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TES 5 – Skyrim Special Edition im Test

Skyrim Special Edition im Test: 5 Jahre nach Erstveröffentlichung schickt uns Bethesda wieder nach Himmelsrand für altbekannte Abenteuer in aufgehübschter Grafik. Mit an Bord: Alle Story-DLCs und ein großer Mod-Support – je nach Plattform. Unser Test zum Remaster.

Gefühlte 100 Stunden in Himmelsrand

Zu Anfang ein Schwank aus meiner späten Jugend. Es war vor rund 4 Jahren als ich mit „Skyrim“ ein so atemberaubendes und vorallem langes Spielerlebnis fand. Jeden noch so kleinen Winkel wollte ich in Himmelrand entdecken, Gegner erforschen und besiegen sowie die Entscheidungskraft der NPCs ausloten. Als Xbox 360 Kind waren mir leider ausgereifte Storyline–Mods wie „Enderal“ oder Grafik-Verbesserungen verwehrt. Dennoch hielt mich die temporeiche Handlung am Ball. Alleine mit den, gefühlt, unendlichen Möglichkeiten an Antworten für weitere Quests oder Aufträge waren es die Stunden wert. Ich lüge nicht, wenn ich sage, dass mich nach und vor Skyrim selten ein Rollenspiel mehr in seinen Bann gezogen hat. Gut. Die Grafik war damals schon eher rückständig, Animation der Figuren sehr hölzern und die Inventar-Steuerung zu hakelig und doch blieb ich dran. Praktisch an unserem Test – ich habe endlich die Chance integrierte DLCs nachzuholen und allerlei Mods auf den Prüfstand zu setzen.

Endlich zu Hause! Dachte ich mir als unbekanntes Wesen auf dem Weg zum Henker. In der Kutsche wird nur ein Teil des riesigen Konfilkts angeschnitten, der in Himmelsrand wütet. Kaum angekommen fährt Skyrim die erste Rollenspiel-Regel auf: Charaktererstellung. Hier dürfen wir frei von der Leber aus zig Rassen und Farben wählen. Wir möchten einen Nord mit rotem Stich im Gesicht und hohem Kinn? Kein Problem. In wenigen Schritten (oder sehr ausführlich langen) bearbeiten wir unseren Krieger, Magier oder Bogenschützen. Jedes Aussehen ist machbar. Als vor dem vermeintlichen Game Over ein Drache Bekanntschaft macht, beginnt das Spiel. Wir rennen durch das attackierte Dorf, lernen erste Schwertkämpfe kennen und bekommen von Kontaktpersonen kleinere Quests wie „Lauf nach XY“ oder auch „Bring mir eine Information“. Mit der Zeit öffnen sich die Gebiete und seine Geheimnisse.

Abzüge in der G-Note

Auf der Flucht nach Flusswald sind die Arbeiten der Entwickler in voller Pracht zu sehen. Die Spielwelt ist mit glanzvollen Lichteffekten durchflutet. Alles wirkt „wärmer“ als im Original. Staub und Partikel sind nun in den Lichtstrahlen zu erkennen. Daran ist besonders die sogenannte „Umgebungslichtverdeckung“ beteiligt. Diese berechnet alle Lichtquellen und stellt sie natürlich da. Hässliche Pixelmatsche aus dem Original von 2011 wurden gegen hochauflösende Texturen ausgetauscht. Praktisch: Die allgegenwärtige Tiefenunschäfe lässt sich nach belieben verstärken abschwächen oder eben abschalten. Insbesondere das Menü von Skyrim Special Edition ist gut gelungen. Sowohl das komplette HUD als auch bestimmte Effekte sind zu deaktivieren. In den Zwischensequenzen, wahlweise aus Ego oder Third Person Sicht, hat Bethesda nichts verbessert. NPCs bewegen sich noch immer Augsburger Puppenkisten ähnlich bzw. hölzern. Zusätzlich wurde die Chance vertan die nervige Eigenheit der dazwischen redenden Figuren zu fixen. Schade! Das Remastered von Skyrim läuft in geschmeidigen 30fps und 1080p. Grund dafür: Die Grafik-Engine wurde von DirectX 9 auf 11 sowie 64-Bit hochgehievt. Die Kollegen der PC Games Hardware haben einen sehr ausführlichen Benchmark-Test dazu. Von dem hervoragenden Soundtrack wurden in den letzten Jahren so viel geschrieben – ein Fest für Ohren.

Da hauptsächlich mit der Technik aus Fallout 4 gearbeitet wurde, überzeugt uns der Wasser-Shader. Schöne Schlirren und trübe Sicht machen mehr her als angenommen. Für zusätzliche Spielzeit sind die DLCs „Dawnguard, Hearthfire und Dragonborn“ und Mods sind endlich auf unseren Konsolen angekommen – in einer Zweiklassen-Gesellschaft. Während Xbox One Spieler aus einem Füllhorn von angepassten Modifikationen schöpfen ist es bei Sony´s Heimkonsole anders. Hier dürfen nur Mods mit aus den Titel erhältlichen Inhalten installiert werden. Große Neuerung in Sachen Handlung oder neue Gegenstände sucht man vergebens. PC Spieler wiederum konnten bis kurz vor Release auf Steam, wenn alle Inhalte zuvor gekauft waren, Skyrim Special Edition gratis abstauben.

Fazit – Skyrim Special Edition

Im Grunde bietet Skyrim Special Edition nur einen aufgehübschten Mantel jedoch mit den gleichen Taschen, Knöpfen und Nähten. Kleinere Fehler wurden ebenso wenig verbessert wie die KI der Begleiter. Auch das immer noch eher umständlich zu bedienende Menü macht es Anfängern etwas schwierig. Und doch packt es mich innerhalb weniger Minuten wieder in diese Welt einzutauchen. Alle gängigen Fantasy-Klischees abzugrasen und den mysteriösen Konflikt mit Drachen und Herrschern zu beenden. Meine Empfehlung bezieht sich auch alle TES-Neulinge, die noch nie Kontakt mit der Serie hatten und Veteranen mit angeborenem Grafik-Hunger.

Entwickler: Bethesda – Preis 49,99 Euro – Für Xbox One, PlayStation 4 und PC. USK: ab 16

Skyrim Special Edition im Test: 5 Jahre nach Erstveröffentlichung schickt uns Bethesda wieder nach Himmelsrand für altbekannte Abenteuer in aufgehübschter Grafik. Mit an Bord: Alle Story-DLCs und ein großer Mod-Support - je nach Plattform. Unser Test zum Remaster. Gefühlte 100 Stunden in Himmelsrand Zu Anfang ein Schwank aus meiner späten Jugend. Es war vor rund 4 Jahren als ich mit "Skyrim" ein so atemberaubendes und vorallem langes Spielerlebnis fand. Jeden noch so kleinen Winkel wollte ich in Himmelrand entdecken, Gegner erforschen und besiegen sowie die Entscheidungskraft der NPCs ausloten. Als Xbox 360 Kind waren mir leider ausgereifte Storyline--Mods wie "Enderal"…
Ein Rollenspiel-Gigant mit grafischen Leckerbissen jedoch ungenutzem Potenzial im Remaster.

Skyrim Special Edition (Xbox One)

Spielspaß - 95%
Gameplay - 82%
Grafik - 85%
Technik - 80%

86%

Empfehlung!

Ein Rollenspiel-Gigant mit grafischen Leckerbissen jedoch ungenutzem Potenzial im Remaster.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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