Rob Vegas
Rob Vegas @robvegasvor ca. 1 Stunde

Zubehörhersteller Honson leakt anscheinend neue Nintendo #Switch Mini. https://t.co/iw2FWEZdYK

Rise of the Tomb Raider im Test (PS4)

Rise of the Tomb Raider im Test: Zum 20. Jubiläum zieht es Lara Croft wieder zu ihren technischen Ursprüngen. Mit massig Umfang wie allen bisherigen Story DLC´s, Zombies und neuen Kapiteln – sogar in VR. Ob das außergewöhnliche Geschenk für Miss Croft auch uns Gamer erfreut, haben wir getestet.

Schon seit der Playstation 1

Vor ganzen 20 Jahren war es soweit. Tomb Raider kam für die PlayStation 1 raus. Mit all seiner damaligen Grafikpracht und lebendiger Umwelt wie freilaufende Wölfe oder Bären standen mehrere Münder weit offen. Die über alle Maßen digital sexualisierte Archäologin mit Hang zur Schusswaffe traf einfach den Zahn der Zeit. Alleine 7 Millionen Exemplare gingen über den Ladentisch und so verwundert es nicht, dass diese Reihe bis heute Bestand hat. Nicht zu vergessen, zwei erfolgreiche Verfilmungen mit Angelina Jolie in der Hauptrolle. Entwickler Core Design machte über die nächsten Jahre mit ihren Fortsetzungen viel richtig, bis 2003 „The Angel of Darkness“ den vorläufigen Tiefpunkt markierte. Zu frühe Veröffentlichung dazu unentschuldbare Bugs waren in Zeiten ohne Updates ein großes Manko bis hin zu Katastrophe. Crystal Dynamics bekam fortan die Lizenz und machte ihre Sache mit runderneuerten Abenteuern wie „Legend“, „Underworld“ und „Anniversary“ sehr gut. Doch der Funke wollte nicht über springen. Gleich bunt, die selbe ungeschmeidige Steuerung – ein Hard Reset musste her. Ich muss zugeben, dass mich die alten Teile von Tomb Raider nicht angesprochen haben. Die Rätsel waren zu schwierig und abseits der schon benannten Steuerung möchte ich nicht anfangen. Doch mit dem titelgleichen Reboot 2013 gelang die Kehrtwende. Erstmals ein 18er USK-Siegel mit deutlich mehr Brutalität, Horror-Elementen und klaren Anleihen zu Uncharted. Ein geglückter Neustart. Der Nachfolger „Rise of the Tomb Raider“ möchte hier weiter machen.

Ein eisiger und gnadenloser Schneesturm peitscht über die Gebirge von Sibirien. Lara Croft ist mittendrin. Durch die letzten Aufzeichnungen ihres Vaters möchte sie seinen letzten Willen erfüllen und die „göttliche Quelle“ finden. Ihre Reise führt sie über den halben Erdball, zusätzlichen Ärger sorgt die Geheimorganisation „Trinity“. Von dieser wird Lara scheinbar auf Schritt und Tritt verfolgt. Ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit und die Offenlegung vieler Geheimnisse beginnt. Dabei möchte wir es, trotz dem Release vor einem Jahr für die Xbox One, belassen. Wir könnten viel zu schnell spoilern. Die Handlung in „Rise of the Tomb Raider“ (RotTR) überzeugt. Sie ist stimmig, überrascht ohne zu langweilen und geht deutlich tiefer als im Reboot von 2013. Insbesondere die Figur Lara Croft ist um wichtige Nuancen feiner gezeichnet. Obwohl sie noch störrisch ist, wirkt in vielen Momenten gefasster und erwachsener. Also kein harter Cut wie in „Tomb Raider“ vom jungen Mädchen zur eiskalten Massenmörderin. Die Nebencharaktere können jedoch auch überzeugen und tragen im späteren Spielverlauf viel zur interessanten Story bei. Herumliegende Audio-Logs liefern zudem zahlreiche Hintergrund-Informationen zum Gebiet und euren Widersachern wie Freunden. Hört unbedingt rein.

Grafisch war schon die XBox One Fassung ein Brett. Wunderschöne Lichteffekte durch Baumkuppen wechseln sich mit bedrohlichen Innenräumen in russischen Kasernen ab. Im Vergleich mit der One sind und nur marginale Verbesserungen der Texturen aufgefallen. Auch auf Sony´s eckiger Konsole läuft RotTR in stabilen 30fps und nativen 1080p ab. Ruckler oder gar Abstürze waren in unseren Spielstunden kein Thema. In den nicht mehr so zahlreich eingestreuten Schusswechseln wie im Vorgänger überzeugt das Trefferfeedback. Ob in guter alter Stealth Manier oder als schießwütiger Rambo-Verschnitt ist die ausgearbeitete Gegner-KI zu loben. Sie suchen Deckung und versuchen, falls möglich, den Nahkampf. Jede Auseinandersetzung bietet eine Puzzle-Komponente.

Wie oben erwähnt verwöhnt uns Publisher Square Enix mit zusätzlichen Inhalten zum 20 jährigen Geburtstag. Fangen wir mit „Blutsbande“ (Blood Ties) an, in diesem neuen Kapitel fällt kein einziger Schuss. Wir laufen durch das sehr hübsch animierte Croft-Anwesen um das Testament von Lara´s Vater zu finden. Sammeln Hinweise, erinnern uns an bessere Zeiten. Wahlweise auch mit PlayStation VR zu spielen. Im zweiten Neuzugang geht es gruseliger und actionreicher zu. Die gleiche Umgebung doch völlig anders. In „Lara´s Alptraum“ kämpfen wir gegen Zombies in allen Ausführungen. Kriechend, rennend, mit Helm und sogar mit Sprengstoff am Körper. Es gilt 3 schwebende Totenköpfe zu töten. Für zusätzlichen Nervenkitzel müssen wir alle Waffen zuvor im Anwesen suchen. Alle neuen Spielmodi bieten mehrere Schwierigkeitsgrade. Mit unseren erspielten Punkten können wir „Karten-Packs“ kaufen um alternative Designs, Vorteile und Waffen zu implementieren. Spielzeit variiert für „Blood Ties“ zwischen 2-3 Stunden und „Lara´s Alptraum von knapp 20 Minuten.

Damit nicht genug. Der „Ausdauer“-Modus (auch im Koop spielbar) müssen wir unseren Überlebenswillen unter Beweis stellen. Im offenen Schnee durchwehten Gebiet gilt es eine bestimmte Zeit auf unsere Rettung zu überstehen. Neben schwindender Nahrungsanzeige, ist das Wetter auch feindlich. Ein Feuer in der Nähe ist daher Pflicht. Also jagen wir Rehe, Hasen und werden von Wölfen wiederum gejagt. Besonders im Koop ist dieser Modus ein Garant für spannende Spielstunden. Veröffentlichte Story-DLC´s runden das Ergebnis ab. Auf einen gesonderten Mulitplayer wurde verzichtet.

Fazit – Rise of the Tomb Raider

Was für ein prall gefülltes Geburtstagsgeschenk zum 20-jährigem Jubiläum! Square Enix hat sich trotz der zeitlichen Exklusivität für Microsoft nicht lumpen lassen. Mit einer ohnehin gelungenen anspruchsvollen Kampagne garniert es Entwickler Crystal Dynamics mit frischen Ansätzen und Futter für die brandneue Hardware (PSVR) auf. Technisch hakt es teilweise dennoch beeeindruckende Panoramen. Für alle Interessenten – klare Kaufempfehlung! Und jeder, der schon auf der Xbox One das Vergnügen hatte, würde ein zweiter Blick mit Hinsicht auf die Extras nicht schaden. „Rise of the Tomb Raider“ ist ein klarer Uncharted-Konkurrent geworden.

Entwickler: Crystal Dynamics – Preis 59,99 Euro – Für PS4, Xbox One und PC. USK: ab 16

Rise of the Tomb Raider im Test: Zum 20. Jubiläum zieht es Lara Croft wieder zu ihren technischen Ursprüngen. Mit massig Umfang wie allen bisherigen Story DLC´s, Zombies und neuen Kapiteln - sogar in VR. Ob das außergewöhnliche Geschenk für Miss Croft auch uns Gamer erfreut, haben wir getestet. Schon seit der Playstation 1 Vor ganzen 20 Jahren war es soweit. Tomb Raider kam für die PlayStation 1 raus. Mit all seiner damaligen Grafikpracht und lebendiger Umwelt wie freilaufende Wölfe oder Bären standen mehrere Münder weit offen. Die über alle Maßen digital sexualisierte Archäologin mit Hang zur Schusswaffe traf einfach…
Raffiniertes Grabräuber-Abenteuer mit einer toughen Heldin und massig Inhalten in der XXL-Version.

Rise of the Tomb Raider (PS4)

Spielspaß - 90%
Gameplay - 93%
Grafik - 92%
Technik - 87%

91%

Hervorragend

Raffiniertes Grabräuber-Abenteuer mit einer toughen Heldin und massig Inhalten in der XXL-Version.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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