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Jason Bourne Filmkritik / Bourne unbekannt verzogen

Jason Bourne Filmkritik
Filmkritik

Unsere Jason Bourne Filmkritik: Mit „Jason Bourne“ kehrt der titelgebende Agenten-Aussteiger nach 9 Jahren zurück in unsere mittlerweile digitalisierte Welt. Social Media war nie mehr im Vordergrund der Reihe und blickt mit der Handlung in die verworrene Vergangenheit, die Antworten und außerdem ein gutes Drehbuch braucht.

Michael Bay macht Bourne?

Doug Liman stellte das fade Genre der, von hauptsächlich Bond bevölkerte, Agenten-Action im Jahr 2001 mit „Die Bourne Identität“ mächtig auf den Kopf. Eine kluge ohne überbordende komplexe Handlung und einem verwirrt sympathischen Hauptdarsteller, der Matt Damon recht ähnlich sieht. Die Grundthematik: Mann wird aus dem offenen Meer gezogen und versucht herauszufinden wer er ist. Simpel aber effektvoll. Wo ein Michael Bay mindestens die erste Filmstunden braucht um farblose Figuren „einzuführen“, macht Liman kurzen Prozess. Die Storyline soll Erklärung liefern. Klar, hätte sich Uwe Boll das adaptierte Drehbuch des Bestsellers von Robert Ludlum geschnappt, könnte auch eine Zerstörungswelle á la The Rock ganz ansprechend sein. Nun gut. Ausgefeilte Dialoge und angenehm sehende Action im Mini oder zu Fuß. Wieso dann dieser längere Absatz über den ersten Teil, obwohl es hier über die Jason Bourne Filmkritik geht? Da fast alles verschämt weggeworfen wurden ist, was die Serie zu dem machte was sie heute ist. Leider. In etwa so, als ob man von Oliver Stone erwartet keinen unnötigen Pathos in seine Filme einzustreuen.

Zur „Story“

Jason Bourne (Matt Damon) ist abgetaucht. Irgendwo in Griechenland, hält er sich mit illegalen Fightclub Kämpfen über Wasser. Nicky Parsons (Julia Stiles) kehrt aus dem Exil zurück, da sie neue Informationen über das Projekt „Treadstone“ auf dem Server CIA-Server gefunden hat. Durch den Fund wird einmal mehr das CIA durch Cyper-Crime Expertin Heather Lee (Alicia Vikander) und Direktor Robert Dewey (Tommy Lee Jones) auf Bourne aufmerksam. Ebenso der von Dewey angesetzte Auftragskiller Asset (Vincent Cassel) hat mit dem ungebetenen Gast eine Rechnung offen. Im „Böse und verschwörerisch gucken“ verdienen ausnahmslos alle den Ehrenoscar. Die Story bietet nicht mal im Ansatz das was in den Vorgängerfilmen gewöhnlicher Standard gewesen ist. Selbst das flott vergeigte „Das Bourne Vermächtnis“-Plagiat aus 2012 hat eine durchdachtere Handlung mit gesellschaftskritischen Spitzen. Erschwerend der Umstand, dass in diesem Blockbuster nur knapp 30 Sätze gesprochen werden. Selbst „Independence Day 2“ konnte mit mehr Fleisch auf den ausgelutschen Knochen dienen. Falls ein Wort fällt ist das übliche „Agenten-CIA-Top Secret“ Blabla. Die Story lebt einzig von krachender Action und wirklich EINZELNEN Szenen, die den Anschein erwecken Herz und Seele zu transportieren, was hier zweifelsohne mit der Heckenschere entfernt scheint.

„Folgen sie sofort dem Auto!“

Nach diversen Action-Sequenzen bleibt der Eindruck, dass Regisseur Paul Greengrass nur Kameramänner eingestellt hat, von denen er weiß, dass sie 22 Stunden am Tag an epileptischen Anfällen leiden. Ein Ruckel-Orgie bei der Verfolgungsjagd zu Anfang in Athen, dass einem genau wie Bourne danach kotzübel ist. Der Einsatz von Steadycams sollte bei Dreh-Geschwindigkeiten ab 40km/h konsequent verboten und mit Videospielverfilmungen nicht unter 8 Jahren bestraft werden. Denke mit weinenden Augen an die wirklich ausgezeichnete Kameraarbeit der „Mini“-Autofahrt aus Teil 1 zurück. Durchdachte Einstellungen und nicht der Auftrag möglichst 20 Schnitte innerhalb 5 Sekunden zu schaffen. Verwirrung at it´s pest! (Empfehle daher das Video von David Hain zum Thema Actionfilme.) Die Chemie zwischen den Figuren stimmt wiederum. Tommy Lee Jones reicht sich mühelos in das undurchsichtige Geflecht aus Geheimdienst ein. Matt Damon spielt gewohnt auf den Punkt ohne Patzer wenn auch Lichtblicke. Alicia Vikander überrascht als ehrgeizige Cyper-Crime Expertin und könnte für die Zukunft noch interessanter werden. Vincent Cassel besitzt zwei Gesichtsausdrücke die sich leichtfertig ohne große Mühe abwechseln. Die Nebenhandlung mit einem Social-Media StartUp (Äquivalent zu Facebook) ist weder Handlung noch Hintergrund bedürftig und daher als frecher Füller zu verstehen.

Jason Bourne Filmkritik-Fazit

Der Score versucht krampfhaft eine unglaublich spannende Atmosphäre zu schaffen, auch wenn nur Bourne über eine ruhige Straße in London läuft. Von den leichten Musikstücken der ersten beiden Teile findet sich nichts mehr. Obwohl es mit John Powell, der gleiche Komponist wie zuvor war. Genau diese Umstände machen mich in der Jason Bourne Filmkritik so fuchsig und unverständlich. Das gleiche Team wie vor 12 Jahren produzieren eine Fortsetzung, die den kompletten Karren an die Wand fährt. Mit Karacho. Das Herz aus Teil 1 fehlt grundsätzlich. Das gute Drehbuch aus Teil 2 ebenso entfernt. Selbst die Schauwerte aus „Das Bourne Ulitmatum“ ist durch triste Innenstädte ersetzt worden. Jason Bourne ist das schwächste Sequel der kompletten Reihe. *verlässt wutschnaubend das Haus*

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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