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Warum ein Tweet auf einem Bild problematisch ist

Tweet auf einem Bild
Tweets als Zitat auf einem Bild

Da ist schon wieder ein Tweet auf einem Bild. Warum sind Tweets auf Bildern aktuell so beliebt? Weil sie damit ein toller Inhalt für Facebook sind. Die Nutzer lieben dort lustige Sprüche auf Bildern. Twitter besteht fast nur aus diesen Sprüchen. Doch warum sollte man den Text nicht einfach auf ein Bild kopieren und teilen?

Keine Kontrolle mehr für den Nutzer

Oft wird sich bei den Tweets auf das Zitatrecht berufen. Rechtlich ist das ziemlich sauber, denn man zitiert ja wie die Presse den Inhalt und nennt den Urheber. Tageszeitungen haben dafür schon feste Rubriken. Das ist allerdings im Netz nur der schöne Schein, denn mit einem Bild hat man nun eigenen Inhalt für die sozialen Netzwerke geschaffen. Der Ideengeber und Urheber von Twitter hat keinerlei Kontrolle mehr über dieses Bild. Er kann es nicht selbst löschen. Er erhält dadurch auch keine zusätzliche Reichweite auf seinen Inhalt. Die Reichweite geht komplett auf das neu in Umlauf gebrachte Bild mit dem Text darauf. Daher sind diese lustigen Bilder auch so kritisch zu sehen. Es ist schönes Zitat und Contentklau gleichzeitig. Hier schön zu sehen bei SPIEGEL ONLINE:

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Natürlich ist das eine tolle Sache diese Aufmerksamkeit von der Presse zu erhalten. Immerhin ist es „SPIEGEL ONLINE“. Da wird man nur allzu gern erwähnt. Im Endeffekt ist es aber das gleiche Muster wie bei den lustigen Facebook-Seiten, welche Tweets auf Bilder kopieren und Reichweite damit erzeugen. SPIEGEL ONLINE hat @nichttomjones erwähnt, aber natürlich hätte ihm ein Reweet weitaus mehr Reichweite eingebracht. Wobei ich den SPIEGEL nicht unbedingt mit den Contentklauern auf Facebook in die gleiche Ecke stellen mag. Es ist ein aktueller Trend. Ein Retweet geht in der Statistik komplett auf die eigene Reichweite. Ich kritisiere in letzter Zeit dieses moderne Verhalten mit den Tweets auf Bildern. Mitunter werde ich dann selbst für die „Besten Tweets“ Artikel hier auf dem Blog kritisiert. Ich würde ebenfalls Reichweite mit fremden Inhalten machen und so die Tweets für mich nutzen. Darin liegt aber ein großer Denkfehler der Kritiker. Ich würde niemals einen Tweet als Text auf ein neues Bild kopieren. Diese Artikel mit den besten Tweets zu einem Hashtag bestehen aus den Links der Tweets. Ich bette sie wie ein YouTube-Video ein und jeder Seitenaufruf und jede Interaktion mit diesem Tweet geht dem Urheber zugute. Ich zeige sie lediglich extern an. Dazu hat Twitter extra den Embedcode geschaffen, damit die Tweets auch außerhalb von Twitter gezeigt werden können. Jeder kann Tweets überall einbetten. Das möchte Twitter sogar, denn damit geht die Reichweite für die Nutzer nach oben. Wenn ein Artikel mit einem Tweet von einem Nutzer hier 10.000 Seitenaufrufe generiert, so hätte er eine zusätzliche Reichweite von 10.000 Aufrufen auf seinem Tweet. Das kann man sich übrigens in den Twitter Analytics genau ansehen und nachverfolgen.

Tweet auf einem Bild, oder das Original erhalten?

Ebenso verändert man mit einem eingebetteten Tweet nicht das Original. Der Urheber hat weiterhin die volle Kontrolle über sein Werk. Er kann es sogar löschen und hier wird nichts mehr angezeigt. Sobald Nutzer XY seinen Tweet löscht, wird er auch auf externen Seiten nicht mehr angezeigt. Mit einem Bild verhält es sich dagegen anders. Das kann der Nutzer nicht selbst löschen, weiß oft nichts von dieser Reichweite und kann es niemals selbst für sich monetarisieren. Man muss diese Thematik vielleicht anhand von YouTube einfach erklären. Ein Video auf YouTube darf und soll man überall auf Webseiten, in Blogs, bei Facebook und Twitter einbetten und verlinken. Der Urheber behält die volle Kontrolle über sein Video und alle erzeugten Aufrufe gehen auf sein Konto. Er kann sogar Werbung darin schalten und verdient so an seinem Video. So entstehen Virals mit Millionen von Aufrufen auf der Videoplattform. Lade ich mir dagegen sein Video runter auf die Festplatte und von dort wieder selbst in meine eigenen Kanäle hoch, so raube ich ihm die Kontrolle und auch die mögliche Reichweite. Sein Video generiert dann nur für mich Reichweite und ist bestenfalls noch eine Art von „Werbung“ für ihn. Ebenso verhält es sich mit einem kopierten Text aus einem Tweet. Es ist ein sehr feiner Unterschied, ob man den Tweet einbettet, oder sich den Inhalt nimmt und damit ein eigenes Werk kreiert. Darüber sollten sich vor allem auch viele Nutzer auf Twitter klar werden. Mit einem Tweet auf einem Bild ist fast jede Kontrolle und jede mögliche Reichweite endgültig verloren. Daher ist ein Tweet auf einem Bild so problematisch.

Diesen hier eingebetteten Tweet könnte Kevin Klose löschen. Dann wird er hier nicht mehr angezeigt. Jeder Aufruf des Artikels ist auch ein Aufruf von seinem Tweet. Er gewinnt durch die externe Einbettung Reichweite und man kann den Tweet sogar von hier aus favorisieren, teilen und eine Antwort darauf abgeben. Von einem Bild hat er dagegen nix.

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Rob Vegas

Bügerlich als Robert Michel unterwegs. Seit 2003 als "Rob Vegas" aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Social Media Manager, Autor und Moderator. Twittere unter @robvegas nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Aktiv für verschiedene Marken als Social Media Manager und ein großer Fan von Nintendo, Coca Cola und HUAWEI Smartphones. Mein Profil bei LinkedIn. Das Buch "Ich, Harald Schmidt" bei amazon. Die BuzzFabrik. Kontaktdaten .

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