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Samsung Gear VR im Test

Samsung Gear VR
Samsung Gear VR

Virtual Reality ist die Zukunft! Im Oktober kommt für alle Playstation-Enthusiasten die sogenannte „Playstation VR“ auf den Markt, Hardware erprobte PC-Gamer schwören auf ihre Oculus Rift. Doch irgendwie fehlt der gute VR-Genuss für kleines Geld. Sozusagen Virtual-Reality light. Mit der Gear VR versucht es Samsung. Teilweise.

Samsung Gear VR

Wie in meiner vorletzten Kolumne schon mehrfach angedeutet, wird die Zukunft in Virtual Reality getaucht sein. Die Technik bietet für Verbraucher und Entwickler fast unendlich viele Möglichkeiten. Sei es im Traumwagen die Nürburgstrecke entlang zu rasen, in einer Comic-Welt spannende Abenteuer zu genießen oder den Wüstenstaub zwischen den Zehen zu spüren obwohl es nur der heimische Teppich ist. Samsung bietet seit November letzten Jahres eine durchaus interessante Kooperation mit dem großen VR-Entwickler „Oculus“ an. Dieses Projekt hört auf den klangvollen Namen „Samsung Gear VR“. Mit Trackpad und Back-Taste auf der rechten Seite sind wir eingetaucht.

Microfasertuch griffbereit?

Ein Obsthändler auf einem belebten Markt irgendwo in der Wüste reicht mir die mit Goldmünzen gefüllte Hand. Plötzlich finde ich mich auf einem Vorsprung, von dem es bestimmt locker einen Kilometer in die Tiefe geht. Die Sonne scheint. Blauer Himmel und viel Wüste um mich herum. Was nach Uncharted VR klingt, ist eine der wirklich zahlreichen Möglichkeiten der Gear VR. Doch bevor alles beginnt ist Aufbau angesagt. Die VR-Brille wird zwar im Ganzen geliefert, muss sie jedoch erst „sehfertig“ gemacht werden. Tipp am Rande, euer Smartphone mit einem Microfasertuch abwischen, unter der Brille sieht man jedes Staubkorn. Sehr simpel, mit guter Anleitung ist diese in knapp 5 Minuten bereit zum installieren der VR-Software. Richtig gelesen.

Die Preise für Apps?

Bevor es in die Weiten der virtuellen Realität geht, müssen rund 130MB an Daten gezogen werden. Diese beinhalten verschiedene VR-Apps von Samsung und den speziellen Oculus-Store, den ihr nur mit der Gear VR bekommt. Nach einer kostenlosen Kontoeröffnung im Oculus-Store und einer nützlichen Einführung können wir loslegen. Hier fällt leider negativ auf, die Preise sind hoch. Meist beginnen sie ab 4,99€ für kleinere Umgebungsapps oder Spielchen und finden mit 9,99 Uhr ihren Durchschnitt. Die ersten Minuten beeindrucken schon sehr, das Menü ist einer futuristisch angehauchten Wohnung eingebaut.

VR mit Macken

Wir testeten verschiedene Apps und das kostenfreie Temple Run VR. Durch hochauflösende Bilder war das Gefühl eines immersiven Erlebnis tatsächlich zu spüren. Gigantische Eisbrecher, staubige Wüstenandschaften und urbane Umgebungen könnte in der Zukunft ein beliebtes Kurzurlaub-Argument sein, sich ein VR-Gerät zu besorgen. Doch so schön und überwältigend diese neue Sicht ist, sieht man wieso die Samsung Gear VR „nur“ 100€ kostet. Als Display wird unser S6 genutzt. Dieses wirkt trotz UHD-Display gleich nach dem Aufsetzen körnig gar unscharf.

Schärferegler

Für Brillenträger hat das VR-Gerät powered by Oculus oben mittig einen „Schärferegler“, dass die Linsen im Inneren nach vorne und hinten versetzt. Funktioniert. Weil wir jedoch unser Smartphone im Grunde genommen vor den Augen haben, wird dieses schnell heiß auf der Rückseite und somit schwitzen wir leicht unter Brille. Das Geschwindigkeitsgefühl bei Temple Run VR oder auch Kartspiele ist vorhanden. Zudem werden täglich neue Apps in den jeweiligen Stores veröffentlicht, die jedoch von sehr gut ausbalanciert bis gelebter „Motion Sickness“ führen. Zur Erklärung: Von „Motion Sickness“ wird gesprochen, wenn die Anwendungen nicht richtig auf VR abgestimmt sind. Drehen wir den Kopf in langsamer Geschwindigkeit, im Spiel aber mit doppelter oder dreifacher kann unser Gehirn dies nicht richtig verarbeiten. Kurz gesagt. Uns wird übel.

Samsung hat sich nicht lumpen lassen und ein sehr gut verarbeitetes Gerät auf den Markt gebracht. Das steuerbare Trackpad und die „Back-Taste“ sind allesamt auch nach vielen Spielstunden wie neu. Das Bild wirkt trotz UHD Display unseres S6 Smartphone leider körnig, deshalb konnten wir uns nie so richtig in der digitalen Welt verlieren. Die Brille ist außerordentlich gut verarbeitet, das Handy lässt sich ohne Gefahr locker einlegen und entfernen. Die Apps sind je nach Qualität bombastisch oder eher schwach mit Übelkeit verbunden. Die Gear VR zeigt uns mit kleinen Momenten, was VR in seiner Gänze in 2-5 Jahren zeigen wird. Einen günstigen Schritt hat Samsung dafür getan.

Vielen Dank an Samsung für die freundliche Bereitstellung des Testgeräts.

Virtual Reality ist die Zukunft! Im Oktober kommt für alle Playstation-Enthusiasten die sogenannte "Playstation VR" auf den Markt, Hardware erprobte PC-Gamer schwören auf ihre Oculus Rift. Doch irgendwie fehlt der gute VR-Genuss für kleines Geld. Sozusagen Virtual-Reality light. Mit der Gear VR versucht es Samsung. Teilweise. Samsung Gear VR Wie in meiner vorletzten Kolumne schon mehrfach angedeutet, wird die Zukunft in Virtual Reality getaucht sein. Die Technik bietet für Verbraucher und Entwickler fast unendlich viele Möglichkeiten. Sei es im Traumwagen die Nürburgstrecke entlang zu rasen, in einer Comic-Welt spannende Abenteuer zu genießen oder den Wüstenstaub zwischen den Zehen zu spüren…
Bemühter VR-Einstieg mit Schwächen in Nutzung und Umfang.

Samsung Gear VR

Erlebnis (größtenteils immersiv, Bild zu körnig, zu hohe Preise) - 40%
Handling (nach Minuten schwitzig, schnell verwendbar, gut verarbeitet) - 75%

58%

Durchschnittlich

Bemühter VR-Einstieg mit Schwächen in Nutzung und Umfang.

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Benny Illgner

Nachname hielt schon Fußbälle auf. Ich bisher nur virtuell. Sitzt seit 2005 in Digitalien fest und wartet auf den Pannendienst. Steht in fester Beziehung mit Twitter und Facebook. Schreibt Gags fürs Netz und Fernsehen. Nimmt gedeckte Schecks und Pizza gerne auf Twitter unter @IamIllgner an.

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