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10 Tipps für den Dreh eines Interviews

Sich allein zu filmen ist heute keine große Kunst mehr. Ein Interview kann dagegen schnell an Kleinigkeiten scheitern. Hier sollte man perfekt vorbereitet sein.

1. Batterien und Speicherkarten

Erst beim Dreh den schwachen Akku bemerken? Das sollte nicht passieren. Gerade bei einem Interview muss es meist sehr schnell gehen und Interviewgäste haben selten viel Zeit mit im Gepäck. Akkus müssen komplett geladen sein und am besten hat man Ersatzbatterien und Akkus ebenfalls dabei. Speicherkarten sollten formatiert und beschriftet sein. Das macht es im Schnitt nachher umso leichter.

2. Drehort abstimmen. Vorher.

Wo filmen wir das Interview denn nun? Der Ort sollte still, ansehnlich und hell erleuchtet gewählt sein. Hat man sich vorher abgestimmt, so kann man sein Equipment auch schon im Vorfeld aufbauen, testen und das Licht einstellen. Oft kann man sich Stative sparen, weil Möbel oder Mauern vorzufinden sind. Eine gute Mauer ist immer auch ein kostenloses Stativ. Dennoch sollte man für jede Kamera auch ein Stativ mitführen.

3. Licht und Schatten

Der beste Ton ist nichts wert, wenn man eine schlecht ausgeleuchtete Szene filmt. Oftmals finden Interviews in Räumen statt und mitunter ist die Beleuchtung hier sehr ungeeignet für einen Videodreh. Günstige und portable LED-Strahler mit passender Farbetemperatur gibt es schon für wenig Geld im Netz. Auch hier kann man in der Vorbereitung schon einmal selbst den Platz des Interviewpartners einnehmen und damit das Licht korrekt einstellen. Natürlich sollten auch hier alle Akkus voll geladen sein.

4. Doppelter Ton

Bei einem Interview sollte man zwei Mikros einsetzen. Das kommt auch immer auf die Interviewsituation an. Will ich selbst überhaupt im Bild sein? Lege ich meine Fragen später als Text vor die Antworten? Will ich eine Talksituation schaffen? Es geht auch mit einem Handmikrofon, doch unterbricht der Wechsel das Gespräch immer kurz. Zwei Lavaliermikrofone machen immer mehr Sinn als ein Handmikro für zwei Personen. Mit einem mobilen XLR-Rekorder kann man diese Tonspuren gleichzeitig aufnehmen.

5. Multicam

Man kann ein Interview mit einer einzigen Kamera filmen und später im Schnitt tricksen. Einfach den Bildauschnitt verändern und den Interviewpartner um 20 Prozent hochskalieren. Das erweckt einen Schnitt und dabei gibt es nur eine Kamera. Im besten Falle hat jeder Protagonist seine eigene Kamera und eine dritte Kamera filmt die ganze Szene. Mit drei Kameras muss man später einen Multicamschnitt realisieren. Hier muss vor allem der Ton synchronisiert werden. Moderne Videoschnittprogramme bieten hier oft automatische Synchronisationsmöglichkeiten für separat aufgenommen Ton.

6. Daheim und unterwegs

Daheim hat man alle Einstellungen überprüft und die Kameras voll geladen. Am Drehort sollte man dennoch alle Geräte und Einstellungen nochmals überprüfen. Ist der Fokus auf einmal unscharf? Ist der Eingangspegel für den Drehort und die Umgebungsgeräusche noch richtig? Weht hier vielleicht sogar Wind. Viele Variablen ergeben sich erst am Drehort und man kann sie vorher nicht planen. Das Setup für den Dreh muss einfach funktionieren.

7. Mehrfachsteckdose

Die Mehrfachsteckdose sollte immer im Gepäck für einen Außendreh sein.

8. Ein Plan-B schadet nicht

Meist scheitern solche Drehs später im Schnitt am Ton. Beim Bild kann man die Kamera wechseln, aber der Ton ist oft nicht mehr zu retten. Hier kann und sollte man immer ein zweites Mikro mitlaufen lassen. Es nimmt einfach im Nahbereich noch einmal komplett den Ton auf und kann im Notfall das komplette Interview im Schnitt retten. Störgeräusche hat man vor allem mit Funklösungen.

9. Noch Fragen?

Einfach Fragen stellen kann klappen. Dennoch sollte sich ein roter Faden durch das Interview ziehen. Oft wird hier vollkommen unvorbereitet ans Werk gegangen. Eine altmodische Vorbereitung schadet aber nicht und gibt auch dem Interviewpartner ein besseres Gefühl. Dabei sollte man auch ein Nachgespräch beachten. Nicht schnell das Material sichern und die Kurve kratzen, sondern sich auch Zeit für seinen Gast nehmen.

10. Farbanpassung im Schnitt

Ein Tipp für den späteren Schnitt von mir. Jede Kamera filmt das Bild anders. Dabei gibt es immer Farbunterschiede und man erkennt als Zuschauer dann sehr deutlich den Wechsel der Kameras im Schnitt. Etliche Videoschnittprogramme bieten eine automatische Anpassung der Farbwerte an ein Referenzbild an. Somit kann man später mit einer Korrektur eine Gesamtatmosphäre erschaffen. Es wirkt einfach viel professioneller.

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Rob Vegas

Bügerlich als Robert Michel unterwegs. Seit 2003 als "Rob Vegas" aktiv im Web. Vorher nur bei Napster mit ISDN-Flatrate. Kenne noch Disketten. Blogger, Social Media Manager, Autor und Moderator. Twittere unter @robvegas nebenbei als falscher Harald Schmidt unter @bonitotv. Aktiv für verschiedene Marken als Social Media Manager und ein großer Fan von Nintendo, Coca Cola und HUAWEI Smartphones. Mein Profil bei LinkedIn. Das Buch "Ich, Harald Schmidt" bei amazon. Die BuzzFabrik. Kontaktdaten .